Blusentop Bree {La Maison Victor}


Dass es diese Bluse auf den Blog geschafft hat, ist echt ein Wunder. Ich hab zwischendrin 2 mal aufgegeben, das Ding in die Ecke geworfen und mich dann doch nochmal aufgerafft. (Das ist übrigens das fiese Viskoseteil, wegen dem ich mein halbes Nähzimmer umgeräumt habe, nur um mich vor den Nähen zu drücken, wie ich euch vor 3 Wochen gewehklagt habe...).
Ich muss auch direkt sagen, dass ich nicht wirklich zufrieden mit dem Blusentop bin, was nicht am Schnitt, Bree aus der La Maison Victor 4/16 in Größe 36, liegt.
Der Stoff (ein Fundstück vom Stoffmarkt) hat es mir unglaublich schwer gemacht. Es hat schon mit dem Zuschnitt angefangen. Immerhin sind es nur 3 Schnittteile. Mit dem Rollschneider und vielen Nähgewichten hab ich es dann einigermaßen ordentlich hinbekommen. Das Versäubern war aber ein Krampf. Ich hab keine Einstellung an der Overlock gefunden, die mir den Stoff nicht minimal zusammen gezogen hat, wenn ich nur eine Lage Stoff durch die Maschine hab laufen lassen. 
Hat da jemand Tipps für hauchzarten Stoff? Das war dann auch ein Riesenproblem, als ich den Ausschnitt genäht habe. Der Beleg im Nacken wurde noch ganz ordentlich, aber das Umklappen und Feststeppen der Umschläge an den Vorderteilen sah einfach nur schrecklich aus.

Die Stofflagen ließen sich durch die nicht ganz glatte Versäuberung nicht ordentlich aufeinander legen und haben sich dann beim Nähen auch noch so stark gegeneinander verschoben, dass die obere Lage total wellig war. Katastrophe. Das war das erste Mal, dass das Teil in der Ecke gelandet ist. 
Der Stoff, den ich so wunderschön finde, hat mich dann wieder motiviert. Ich hab 2 Tage später die Umschläge am Ausschnitt wieder aufgetrennt, mit dünner Vlieseline verstärkt und nochmal abgesteppt. Wurde auf jeden Fall schon mal besser. Zumindest die rechte Seite. Die linke war unrettbar, wie man auf den Bildern sieht. Nochmal auftrennen ging aber nicht, das hätte man dann zu stark gesehen und alles nur verschlimmbessert. In echt fällt es aber gar nicht sooo arg auf, weswegen ich mich (nach meiner Prokrastinationsaktion) erneut aufraffen konnte über die unperfekte Stelle hinweg zu sehen und weiter zu machen.

Die Fotos waren übrigens auch ganz schön anstrengend. Der Stoff bekommt Falten nur vom einmal einatmen, die auf den Fotos natürlich noch stärker raus kommen als in echt. Deswegen auch die Fotos zuhause, wenigstens konnte ich es direkt nach dem Bügeln anziehen und die Chance auf Falten minimieren... 
Nach dem Ausschnittsdilemma, beziehungsweise nachdem ich die Tatsache der Unperfektheit akzeptiert hatte, war dann eigentlich alles relativ einfach. Seltsamerweise war die eine Seite meines Vorderteils plötzlich länger wie die andere, das konnte ich aber ganz gut angleichen. Nur die vorgegebene Überlappung war nicht zu gebrauchen, die hab ich an mir passend fest gesteckt. Mit der originalen Überlappungsposition hätte das oben liegende Vorderteil unten eine komische Beule gebildet. Insgesamt bin ich auch mit der Länge der Bluse nicht ganz zufrieden, ich hätte sie gerne ein paar Zentimeter länger. Ich bin zwar "nur" 1,65 und habe selten ein Längenproblem, aber hier, wo die Bluse durch den Gummibund nach oben rutscht, hätte es mir doch besser gefallen. Doch wie verlängert man diese seltsamen schrägen Vorderteile ordentlich? Jemand eine Idee?

Übrigens, Herzlichen Glückwunsch, an jeden, der es bis hier geschafft und sich mein Gejammer bis zum Ende durch gelesen hat ;-).


Noch hab ich die Bluse nicht anziehen können, was zum einen am kalten Wetter lag (sie ist seeeehr luftig), ich zum anderen keine Lust auf Bügeln hatte (warum genau näh ich mir sowas nochmal? Ach ja sooo angenehm zu tragen und schick und so...) und noch dazu bin ich halt nicht so super zufrieden damit. Ich bin stolz, dass sie nicht zu einem UFO geworden ist und vergessen in einer Kiste liegt. Ich hab aber auch mal wieder bestätigt bekommen, dass gewebte Viskose mein Untergang ist. Habt ihr irgendwelche guten Tipps - insbesondere gegen das Verschieben der Stofflagen und zum Versäubern?
Das Schnittmuster wiederum finde ich wirklich schön und auch einfach zu nähen, aber ich denke, dass es nur mit so richtig weich fallenden gewebten Stoffen perfekt zur Geltung kommt. Was es dann wieder (siehe meine Leidensgeschichte) wirklich schwierig macht. Super fand ich aber die Art und Weise die Armlöcher zu versäubern, das hab ich bisher noch nie gemacht.


Es sieht wirklich wunderschön ordentlich aus von außen (und fast von innen...). Die Gummiband Variante am Saum finde ich auch sehr gelungen, wobei ich fast die Krise gekriegt habe, als ich das Gummi einziehen musste. Bis die Raffung mal gleichmäßig verteilt war... Ich hab ein deutlich dünneres Gummi genommen, damit der feine Stoff nicht von einem breiten Bund erschlagen wird. Ich glaube ein breiteres Gummiband hätte es aber auch nicht angenehmer gemacht.
So, nun bin ich total gespannt, ob ihr mir gute Tipps geben könnt für (oder eher gegen?) dieses fiese Material und wie eure Meinung zum unperfekten Kleidungsstück ist. Ab wann ist es untragbar und bis wann kann man drüber hinwegsehen? Ich tu mich als kleine Perfektionistin da ja schon ziemlich schwer... Witzigerweise übertreibt es meine Erinnerung manchmal total - ich ärgere mich noch Tage später in Gedanken über die versaute Stelle, und wenn ich dann das Teil wieder in echt sehe, stelle ich fest, dass es gar nicht so schlimm war...

Bis bald,
eure Nina

Verlinkt bei RUMS


Bohemian Summer mit Inka Print

Bis vor kurzem dachte ich noch dieser wunderschöne Stoff müsste sich bis nächsten Sommer gedulden, bis mir das perfekte Schnittmuster über den Weg läuft. Kennt ihr das? Manchmal hat man so einen tollen Stoff (hier Inka Print Nr. 271740 von Stoff und Stil) und ist plötzlich zu gehemmt, den Stoff überhaupt nur anzuschneiden? Bei mir lag er im Nähzimmer wochenlang auf der Couch und immer wieder hab ich ihn genommen, an mich dran gehalten, hab den Fall bewundert und jedes Mal wieder weg gelegt, weil ich nicht DAS Schnittmuster dafür hatte. Beim Stöbern auf der schönen Seite von Kreativwölkchen ist mir dann die Bohemian Summer ins Auge gefallen (tolle Expemplare gibt es auch bei Nähbar und Nähwald zu sehen). Der überkreuzte Ausschnitt mit leichter Raffung und die kleinen Flügelärmelchen haben mir super gut gefallen – und dass man mir mit einem gerafften Rock eine Freude macht, wisst ihr nicht erst seit meinem drölfzigsten Skaterdress. Vor allem weil ich in einem Anflug von Geiz (mal wieder) nur 1,5 m bestellt habe. Einen Tellerrock kann ich damit nicht machen, damit war die andere ins Auge gefasste Variante Geschichte. Aber bei so einem querlaufenden Muster tut man sich da wohl auch keinen Gefallen.




Häkelbikini {Tutorial}

Eigentlich hätte es diesen Beitrag gar nicht geben sollen, denn einen Bikini zu häkeln hatte ich überhaupt nicht auf dem Plan - das ist einfach so passiert. Nicht mal eine Anleitung dafür hab ich gehabt. Und der Titel führt auch ein wenig in die Irre. Ist ja gar kein ganzer Bikini, zur Hose kam es nicht mehr und er ist auch nicht wirklich fürs Wasser geeignet (zumindest hab ichs noch nicht ausprobiert)...
Aber eins nach dem anderen: für unseren Urlaub vor ein paar Wochen wollte ich mir was zum Häkeln mitnehmen, denn die schönen Abende vor dem Wohnwagen wollte ich nicht ganz unkreativ verbringen. Also hab ich überlegt was ich brauchen könnte. Schon das ganze Frühjahr über hab ich nach einem Stoff oder einer Spitze gesucht, aus der ich mir ein Strandüberwurfding nähen wollte. Aber der perfekte Stoff wollte nicht gefunden werden. Also next best thing: häkeln.
Auf Garnstudio.de (tolle Seite!) hab ich eine hübsche Bohoweste gefunden, und schnell die Wolle noch vor dem Urlaub bestellt. Motiviert hab ich das Muster ausprobiert, das hat schon ganz gut geklappt, dank coolem Anleitungsvideo (über Vimeo kann man sich übrigens alle Videos für offline runterladen).





Frau Josy in Magenta

Direkt aus dem Urlaub wieder da, hats mich an die Nähmaschine gezogen. Und um mich aus meiner Urlaubsentspannung wachzurütteln (wohlgemerkt unbeabsichtigt), hab ich es mir nicht wirklich leicht gemacht. Der magenta-rote Viskosejersey von Stoff und Stil war schon seit langem auf der Sommernähliste und ich hab mich wirklich gefreut, als Selmin Rot als Juli Farbe der #12coloursofhandmadefashion verkündet hat. So hab ich (wie schon öfter bei dieser Aktion) einen Schubs in Richtung eines schönen Stoffes bekommen. Allerdings ist er nicht nur schön, sondern auch super anstrengend zu vernähen gewesen. Oder ich hab mich halt nach der langen Nähpause echt doof angestellt... Nach meiner ersten Frau Josy war klar, dass ich nochmal eine nähen möchte, schon allein um die kleinen Passformkorrekturen auszuprobieren. Dieses mal hab ich also direkt Größe S gewählt und musste tatsächlich fast nichts am Schnitt ändern. Das heißt aber leider nicht, dass ich nicht auftrennen musste. Die Raglannähte wurden alle nochmal aufgemacht, zumindest an dem kleinen Stück an dem die Ärmelaufschläge auf die Raglannähte treffen. Ich muss mir mal merken, dass die Aufschläge etwas kürzer sein müssen, denn sonst machen sie (bei Viskosejersey) eine kleine Beule nach außen direkt an der Naht. Der Ausschnitt wurde auch getrennt, und ich bin noch nicht 100 Prozent zufrieden. An der einen Seite fällt das Bündchen ein bißchen nach außen, das ist einfach so schwierig bei sehr dehnbaren Stoffen. Ein bisschen zu stark gezogen, dann kräuselt der Stoff sich, ein bisschen zu wenig gezogen und es liegt nicht an...




5 Tipps zur Schnittmuster Aufbewahrung

Gestern hat mich die Aufräumwut im Nähzimmer gepackt. Ok, in Wirklichkeit hab ich prokrastiniert - ich hab nämlich grade ein ganz delikates Top aus flutschigster Viskose auf dem Nähtisch (wer weiß, ob aus dem jemals was wird), und plötzlich viiiiel mehr Lust gehabt meine Schnittmuster zu sortieren. Bis jetzt wusste ich gar nicht, dass man auch bei Dingen, die man eigentlich mag, einer Erledigungsblockade erliegen kann ;-)
Nachdem ich fertig war, fand ich das so hübsch, dass ich mit euch unbedingt meine Lieblings-Ordnungs-Ideen fürs Schnittmuster Aufbewahren teilen wollte.





Reiseetui als Hochzeitsgeschenk

Was ist das passende Hochzeits-Geschenk für ein reisefreudiges Brautpaar? Klar, ein Reiseetui und passende Kofferanhänger (hier geht's zum gratis Schnittmuster für das Reiseetui und zu den Kofferanhänger Freebie + Anleitung).
Und was ist noch cooler? Dass es das erste Mal war, dass ich das Reiseetui thematisch passend beplotten konnte! Auch wenn mich das Projekt ganz schön Nerven gekostet hat. Die Stoffwahl hat es mir nicht wirklich leicht gemacht:  Die Vorderseite sollte zweigeteilt sein, damit oben der Plot drauf passt, und der hübsche Blumenstoff gut zur Geltung kommt. Bis ich mal eine Ecke des Stoffes gefunden habe, der alle Farben, und genug spannenden Rapport drin hatte, hat es eine ganze Weile gedauert. Die Boardkartenfächer wollte ich unbedingt perfekt spiegeln, was mich auch einige Zeit gekostet hat. Denn schließlich will man ja auch so wenig Verschnitt wie möglich haben. Da kann man sich schonmal eine Weile mit beschäftigen. Dafür ist das aber mit Sicherheit das Reiseetui geworden , das am allerordentlichsten gearbeitet ist.




Kurzärmeliges Skaterdress

Kein Sommer ohne Skaterdress!

Erstmal vorab, bevor die ganzen langweiligen Details kommen, eine lustige Story: Als das Kleid fertig war, hab ich es meiner Mama gezeigt, und etwas (zu) selbstkritisch gefragt: "Was meinst du, macht das Kleid schwanger?" (Ich hab mich auf die Raffung direkt über dem Bauch bezogen, die mir im ersten Moment nicht so vorteilhaft vorkam). Meine Mama ganz trocken: "Ne, dafür muss man definitiv was anderes machen". Wir haben so gelacht! :D
Seit meinem Tutorial für das erste Skaterdress vor 2 Jahren hab ich nun schon insgesamt 3 Stück, die ich alle super gerne anziehe. Also keine Frage, dass es dieses Jahr ebenfalls ein neues gibt, diesmal als Blau Beitrag zu den #12coloursofhandmadefashion. Das letzte war aus Viskosejersey, das trägt sich super angenehm, aber der Stoff ist etwas schwer und hat nicht so viel Stand, deswegen ist das diesjährige wieder aus festerem Jersey.
Und jetzt haltet euch fest: der ist nicht vorgewaschen! Normalerweise kommt mir ja kein ungewaschener Stoff unter die Nähmaschine, aber dieses Mal gab es gleich 2 Gründe, die dagegen sprachen:



Ich packe meinen Koffer {MeMadeMittwoch Special}

Ich packe meinen Koffer nicht. Denn ich hab ihn schon gepackt - diesen Beitrag schreibe ich nämlich hier gemütlich im Liegestuhl am Campingplatz Pool! Aber für das Me Made Mittwoch Special "Ich packe meinen Koffer" pack ich ihn gerne für euch nochmal aus, bzw. heute abend wieder ein, denn heute ist der letzte Tag. Ein bisschen überraschend kam die Ankündigung der Sommerpause für mich, ich dachte ich hätte nach dem Urlaub noch ein bisschen Zeit. Aber das macht nix, zum Glück gibt es jetzt ja sowas Tolles wie EU Roaming - mit WLAN haben es die Franzosen nämlich noch nicht so, zumindest auf den Campingplätzen... Allerdings kommt die Bilder Ansicht aus diesem Grund ein bisschen anders daher: da ich diesen Beitrag ganz spontan vom Handy aus schreibe, hab ich einfach eine Galerie aus meinem Instagramfeed eingebettet. Ich hatte echt keinen Nerv mit dem Handy die Bilder schön anzuordnen. Also klickt euch einfach durch die Galerie (auf die kleinen Pfeile für das nächste Bild) um meine diesjährige Urlaubsgarderobe anzuschauen. Die einzelnen Posts zu den Bildern findet ihr hier, in meinen Kleiderschrank, da sind alle meine selbst genähten Outfits gesammelt.




Joy mit Palmenprint

Wenn ich mal einen Schnitt gefunden habe, der mir passt und gefällt, dann kriegt man mich davon so leicht nicht wieder los. Nach den letzten beiden Joys (Oberteil des Joy Jumpsuits von Pattydoo) von letztem Sommer gibt es nun ein neues Modell. Hier findet ihr Nummer 1 und  Nummer 2.
Ich werde euch gar nicht viel dazu erzählen, weil A) findet ihr alles in den beiden Posts von letztem Jahr und B) bin ich schon mega in Urlaubsstimmung, denn meine Sommerpause fängt ab morgen an! Das heißt, der Blog darf (mindestens) 3 Wochen ruhen und ich auch. Was definitiv nötig ist.
Denn ich merke auch an meiner Kreativitätsenergie einen ziemlichen Einbruch gerade (deswegen bin ich auch nicht mega motiviert neue Schnitte auszuprobieren, sondern bin die letzten Wochen eher auf altbekanntes zurückgefallen. Was seine Vorteile hat. Wie Gelinggarantie, vor allem wenn man so ein Schisser ist, wie ich, wenn man neue schöne Stoffe anschneiden muss. Eigentlich wollte ich hier die Grenzen meines neuen Bandeinfassers austesten, und ich muss sagen, hier hab ich sie gefunden.






Kofferanhänger {Tutorial + Freebie}

Wenn man eine Flugreise bucht, im Reisebüro zum Beispiel, oder online, dann bekommt man ja meistens so kleine Papieranhänger, auf die man seinen Namen und Adresse schreiben kann, für den Fall, dass der Koffer unterwegs verloren geht. Sehr praktisch (wie wir erst kürzlich leider feststellen mussten), aber auch sehr hässlich.
Deswegen hatte ich schon lange im Hinterkopf, dass ich eine hübschere Version davon basteln will, die so richtig Vorfreude auf den Urlaub macht.
Ich hab also im Internet ein bisschen rumgesucht, wie immer, wenn ich was neues machen will und geschaut, was es so für Anleitungen und Inspirationen gibt. Leider hat mir nichts so wirklich gut gefallen, oder es war mir einfach zu aufwändig. Besonders die Sache mit der Folie, in die das Adresskärtchen geschoben wird, hat mir oft nicht so gut gefallen und ich wollte unbedingt eine Variante, bei der man die Folie so gut wie nicht sieht.
Ich hab also einfach mal ein bisschen losprobiert, ausgestattet mit Plotter, Nähmaschine und Co.  Und wie Sie sehen, sehen Sie nichts (von der Folie). Das ist mir also auf jeden Fall gelungen, für die Fotos war es aber ein bisschen eine Herausforderung ;-).
Und weil die Labels mir so super gut gefallen und gleichzeitig auch noch so einfach zu basteln sind, wollte ich das natürlich sofort mit euch teilen. Die Anleitung für diese süßen Kofferanhänger findet ihr weiter unten.




Top Livia in weiß

Ein schlichtes weißes Tanktop wollte ich kaufen. Nähen wollte ich eigentlich nicht, denn da gibt's wirklich spannenderes. Und sowas gibt's ja echt an jeder Ecke zu kaufen. Denkt man.
Ich bin also los gezogen und wollte ein schlichtes, langweiliges, einfaches, weißes Top kaufen. So eins, was man unter spannende andere Oberteile anziehen kann oder zu bunten Hosen. ABER: es war einfach kein Top zu finden, bei dem sich nicht der (nude farbene) BH drunter abgezeichnet hätte, oder man ihn nicht gleich ganz gesehen hätte. Der Stoff war einfach immer zu dünn. Ziemlich frustriert bin ich nach einer Stunde shoppen (was ich inzwischen eh nicht mehr so gerne mache, denn die Zeit könnte man ja sinnvoller im Nähzimmer verbringen) in den nächsten Stoffladen und hab therapeutisch in der Restekiste gewühlt. Und siehe da, ein Stück rein weißer Jersey, nicht zu dick und nicht zu dünn ist mir in die Hände gefallen. Und dann ist mir auch noch eingefallen, dass das diesmonatige (gibts das Wort?) Motto bei den #12coloursofhandmadefashion ja weiß ist. Da war ich dann gar nicht mehr frustriert, sondern motiviert und hab mir mein Basic Top einfach selber genäht. Und damit es nicht ganz so langweilig wird, gab es noch Spitzen - Gummiband als Versäuberung am Ausschnitt dazu. Dafür hab ich einfach das Gummiband rechts auf rechts an den Ausschnitt mit leichter (!) Dehnung genäht, umgeklappt und fest gecovert.





Kissenhülle mit Paspel und Plot

Ihr kennt das sicher? Den Kopf voller Ideen, tausend (Näh-)Pläne und immer was zu tun? So geht's mir meistens. Viele meiner Freunde und  Familie schütteln nur noch den Kopf - die Tatsache, dass ich vor kurzem (fast) nichts Näh-relevantes zum Geburtstag bekommen habe, sondern nur entspannungsgeprägte Geschenke (nicht, dass ich mich beschwere, gar nicht!), sagt auch einiges. Relaxen fällt mir schwer, vor allem Zuhause. 
Im Urlaub oder bei meinen Eltern zu Besuch ist das deutlich einfacher, da lockt keine Nähmaschine, kein Plotter, und Hausarbeit muss man auch nicht machen. Geht es hier noch jemand so?
Als ich also für die neue Gästebett-/Couch-Ecke im Nähzimmer Kissen genäht habe, wusste ich, da muss noch ein cooler Spruch drauf. Ich hab wie immer wie wild los gepinterested und den netten Spruch "don't forget to be happy" gefunden. Naja, das vergesse ich definitiv nicht, ich bin ein wirklich gut gelaunter Mensch. Aber das relaxen... Daran könnte man mich definitiv öfter erinnern...

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass die Couchfunktionalität noch kein einziges mal fürs Lümmeln im Nähzimmer genutzt wurde. Es liegt aber genug Stoff und angefangene Projekte drauf, sodass man sich selten hinsetzen könnte. Die fühlen sich da aber auch zu wohl.




Maritime Shorts

Bei meiner ersten Jeans (einer Ginger Jeans, natürlich) hab ich ja den Fehler gemacht bei 35 Grad in der Wohnung eine Jeans zu nähen und mich bei der Hitze zur Anprobe 20 mal in eine Jeans zu quälen. Das gehörte nicht zu meinen besten Ideen. Um jetzt ins andere Extrem abzudriften hab ich über Ostern eine kurze Hose bei 2 Grad Außentemperatur genäht. Immerhin war es im Nähzimmer einigermaßen warm, also war diese Variante nicht ganz so schlimm. Schlimm war nur, dass ich noch sooo lange warten musste, bis es endlich warm genug war um die Hose zu fotografieren ohne Frostbeulen zu bekommen. Vielleicht sollte ich meinen "Ich näh schon voll früh für den Sommer" - Plan noch mal überdenken...

Zur Hose: bei den Black Friday Angeboten hab ich ordentlich bei Schnittmustern zugeschlagen und so haben die Maritime Shorts von Grainline Studio schon eine ganze Weile fertig geplottet auf mich gewartet. Aber im Dezember mit Hotpants anzufangen wäre dann doch etwas zu deprimierend gewesen, solange man keinen Urlaub auf der anderen Seite der Erdkugel plant.


Die Form der Maritime Shorts finde ich super: Für meine Figur ist das leicht ausgestellte der Hosenbeine perfekt, da es kleine Problemzönchen nett überspielt. Wie zum Beispiel auch meine letzte kurze Hose, die Flora. Also war ich im April nach der kurzen Warmwetterphase dann super motiviert anzufangen - vor allem war ich motiviert aus den letzten Resten meines Kelly Anorak Stretchtwills (von hier, aber in grau) die Hose raus zu quetschen. Und ich hab es geschafft! 


Muttertagskarte mit dem Plotter

Manchmal geht es hier ganz spontan zu. So wie heute. Eigentlich wollte ich meiner Mama schon zu ihrem Geburtstag am Freitag eine schöne Karte schicken.  Und gleich mal die Grenzen meines Plotters austesten. Dank crazy Arbeitswoche ist der Plan ins Wasser gefallen. Also neuer Versuch zum Muttertag. Die Karte kommt zwar nicht mehr pünktlich an, aber dank Internet kann man zumindest virtuell die liebe Mami drücken und stolz wie vor ein paar vielen Jahren die gebastelte Karte entgegenstrecken.






Tablethülle aus Leder und Filz


Mich hat vor kurzem jemand gefragt, ob ich jetzt eigentlich nur noch so super komplizierte Sachen nähe, wie Hosen, Anoraks oder Etuikleider. Nein, tu ich natürlich nicht, ich freu mich auch darauf ganz einfache Sachen entstehen zu sehen. Diese hübsche Tablet Hülle aus Filz und Kupferleder ist zum Beispiel vor kurzem zum 80. Geburtstag meiner Oma entstanden.

Sie hat ein Tablet bekommen, und ich wurde mit der entsprechenden Hülle beauftragt. Ich hab eine für das Tablet selbst zum Reinklicken und Aufstellen gekauft und aus Filz und Kunstleder eine genäht. Eigentlich hab ich gedacht, ich schreibe gar nicht darüber, denn so eine easy Hülle, wen interessiert das schon? Aber wie sie da so hübsch gemeinsam mit ihrem kleinen Bruder (den ich vorab zur Probe genäht habe) auf dem Tisch lag, wollte ich sie euch doch nicht vorenthalten. Es geht schließlich nicht immer darum wie groß, aufwändig oder schwer ein Projekt war, sondern auch darum, wem man eine Freude damit gemacht hat, oder wie gut das Ergebnis gefällt.


Aster {La Maison Victor}

"Wie gefällt dir mein neuer Pulli?", hab ich meinen Papa gefragt. "Sieht bequem aus", war die ehrliche und eher diplomatische Antwort. Übersetzt heißt das: "Sieht schlabberig aus, kannst du wunderbar zum Camping anziehen". Zur Verteidigung des Pullis muss ich sagen, dass er ungebügelt war und ich leicht verschlafen und ungeschminkt.
Aber, wo er recht hat, hat er recht: bequem ist mein neuer Pulli - aber ansonsten eher außerhalb meiner Komfortzone. Großgemustertes findet man eher wenig hier auf dem Blog. Ich bin ja mehr der Uni-/Streifen- oder dezente Muster-Typ. Die vielen Pullis mit großen Blumenmustern, die ich in letzter Zeit zu Gesicht bekommen habe, fand ich aber sehr schön und an diesem Blumen-Sommersweat von Stoff und Stil konnte ich einfach nicht vorbeilaufen. Zum Motto Blumen, das heute auf dem Me Made Mittwoch-Blog von vielen präsentiert wird, passt der Stoff super, was mir den notwendigen Schubs gegeben hat, mal in eine für mich - nicht nur wegen dem Stoff - neue und noch etwas ungewohnte Richtung zu gehen. Ich hab mir dann überlegt, was ich aus diesem schönen Sommersweat nähen soll, und bin als erstes auf einen Blouson gekommen. Problem: Ich hab schon einige Blousons oder auch Bomberjacken im Laden angezogen, und hab jedes Mal entschieden: Irgendwie steht mir das nicht. Deswegen wollte ich lieber auf Nummer sicher gehen und hab mich für ein lässiges Sweatshirt entschieden.




Delari Bag

Ich hab oft genug gesagt, dass ich nicht gerne Taschen nähe. Das sieht man auch an der nicht vorhanden Fülle an Taschen auf diesem Blog (mit der Ausnahme dieser hier von 2013, die ich nur selten verwendet habe, wegen zu bunt und nicht wasserdicht und knickt komisch beim Tragen). Täschchen gehen super, die sind niedlich und man steckt sie einfach in eine gekaufte Tasche (Beispiele gibt es auf dem Blog genug). Jetzt kommt das große ABER. Als ich nämlich die Delari Bag gesehen habe, waren plötzlich alle Gründe, warum ich mir nie wieder eine Tasche genäht habe, wie weg geblasen. Dieses Design! Dieser "überhaupt nicht selbst gemacht" - Look. Und dann auch noch aus Leder (worauf ich eh mal Lust hatte). Ich hab meine eigene sofort vor Augen gehabt. Das nervige Zubehör suchen, die Frage, wie verstärke ich, verstärke ich überhaupt, und wird die Tasche dadurch vielleicht insgesamt schwerer, als alles, was ich rein tun könnte, schienen plötzlich nicht mehr ganz so gravierend. Das war es nämlich was ich bei der letzten Tasche echt doof fand. Im ersten Moment war ich damals begeistert: OMG, ich habe eine richtige große Tasche genäht, was für ein Projekt.



Dass das Gurtband aber in die Schulter geschnitten hat, die Tasche leer schon 2 kg gewogen hat, ich mich jedes Mal gefragt habe, wie schwer und nass sie wohl wird, wenn ich in einen Regenguss komme, und noch dazu einfach selbst genäht aussah, hat mich dann doch davon abgehalten sie jemals zu benutzen.


Chiffon-Rock mit Pünktchen

In letzter Zeit waren es wirklich viele aufwändige Projekte - der Kelly Anorak, mein Maßkleid und ein paar Sachen, die noch auf die Fertigstellung warten...da hatte ich richtig Lust auf ein schnelles einfaches Projekt. Letztes Jahr im Sommer hab ich gemerkt, dass ich ein paar mehr Röcke gebrauchen könnte (tatsächlich gibt es hier auf dem Blog nur den einen, den ich schon lange nicht mehr trage). Dieses Jahr will ich auch schon richtig früh mit den Sommersachen anfangen, damit ich sie auch lange genug tragen kann - irgendwie nähe ich auch lieber für den Sommer als für andere Jahreszeiten. Einer meiner (gekauften) Lieblingsröcke ist aus Chiffon - also ran an den Chiffon! Perfekt um sich nicht wieder komplett zurück in die Komfortzone, wos easy und schnell zugeht, zu begeben.  Ganz einfach will ich es mir ja schließlich auch nicht machen, eine kleine Herausforderung darf gerne dabei sein und Chiffon ist mir bisher noch nicht unter die Nähmaschine gekommen. Chiffon zu vernähen war aber gar keine so große Herausforderung wie befürchtet, eigentlich ging es sogar sehr einfach. Ich habe Chiffon von Stoff und Stil verwendet, der nicht mal besonders teuer war (den ich leider aber nicht mehr auf der Website finde (Art.Nr 631024)). Perfekt um sich mal an das Material ranzuwagen. Eigentlich hätte ich gerne ein richtiges Schnittmuster gehabt, aber für diese Art Rock habe ich wirklich nichts gefunden. Wahrscheinlich weil es zu einfach ist, sich selbst was auszudenken? Kennt ihr was in der Richtung? Hundertprozentig zufrieden bin ich nämlich noch nicht, dazu später mehr.







Häkeltäschchen mit Sternenmuster

Vor kurzem musste ich einen kleinen Eingriff durchführen lassen und war 3 Tage im Krankenhaus. Den Tag vor der OP musste ich schon im Krankenhaus verbringen, wegen den ganzen Ärztegesprächen (Anästhesist, behandelnder Arzt, etc.). Für mich gibt es ja kaum was Schlimmeres als rum zu sitzen und nichts zu tun. Vor allem, wenn man quietschfidel und voller Energie und Ideen einem doofen Krankenhausaufenthalt entgegen sieht.

Also hab ich mir überlegt, wie könnte ich mich in der Zeit kreativ beschäftigen? Klar! Gehäkelt hab ich schon lange nicht mehr, da ich zur Zeit nicht so viel mit dem Zug fahre (für die Arbeit will ich gerade sehr flexibel sein und fahre so gut wie immer mit dem Auto - und SO Multitasking fähig bin ich nun auch wieder nicht, haha). Also hab ich Pinterest befragt, und bin auf die super süßen und schnell zu häkelnden Sternenmuster Täschchen von All About Ami gestoßen. Perfektes 1-Tages-ich-liege-rum-und-warte-auf-Ärzte-Projekt. Die Anleitung des kostenlosen Tutorials sieht auf den ersten Blick sehr lang aus, aber nicht abschrecken lassen.  Das liegt daran, dass alles super genau erklärt ist und man Schritt für Schritt an das fertige Täschchen geführt wird.






Etuikleid nach Maßschnitt von Komode

Habt ihr auch schonmal davon geträumt ein Kleid, das perfekt passt, zu nähen? Keine großen Anpassungen, kein Stress vorher bei der Auswahl des Schnittmusters und keine Angst um den teuren Stoff? Hört sich doch zu gut an um wahr zu sein sein, oder? Aber: es geht! Vor ein paar Wochen hab ich eine Kooperations-Anfrage von Komode Maßschnitte* bekommen, ob ich denn mal Lust auf einen Maßschnitt hätte. Was für eine Frage! Ihr wisst, ich bin eher zurück haltend mit Kooperationen und nur, wenn ich etwas für interessant genug halte, und mir für euch einen wirklichen Mehrwert vorstellen kann, nehme ich diese an. Und weil es mich meistens stresst "abliefern" zu müssen. Aber bei den Maßschnitten war meine Neugier sofort geweckt und ich hab mir gedacht, dass sich bestimmt jeder von euch, der auch nur ein bisschen Zeit mit anpassen verbracht hat, für meinen Bericht interessieren könnte. Passenderweise war ich zur gleichen Zeit auf der Suche nach einem schicken Etuikleid Schnittmuster für die anstehenden Familienfeste, aber nichts hat mir wirklich gefallen. Nach meinen letzten schickeren Kleid (Lilou) mit ausgestelltem Rock wollte ich gerne etwas weniger Niedliches, Mädchenhaftes. Und am besten etwas, was weniger Anpassungen erfordert. Bei Lilou hab ich ja fast die Krise gekriegt mit den ganzen Anpassungen (nachzulesen hier). Also war ich super motiviert und happy, als ich die Anfrage bekommen habe und hab mich direkt vermessen, beziehungsweise vermessen lassen, denn damit startet der Weg zum eigenen Maßschnitt.

Man füllt ein Formular aus und trägt alle Maße ein. Es werden natürlich nicht nur die "üblichen" Maße wie Brustumfang, Taillenumfang etc. abgemessen, sonder auch zum Beispiel Sitzhöhe, Schulterbreite, Brusttiefe und noch viele mehr. Die Maße schickt man dann an Sabine von Komode Maßschnitte. Sie überprüft alle Werte nochmal auf Plausibilität und wenn ihr etwas komisch vorkommt, fragt sie nochmal nach. Ich hab anfänglich was beim Halsumfang falsch verstanden, mein Fehler wurde aber gleich bemerkt, weil der Wert nicht zu den restlichen gepasst hat. Aus den Maßen erstellt Sabine dann den Maßschnitt nach den entsprechenden Wünschen, bei mir war das ein schickes Etuikleid.



Racerback Top in Pink

Achtung, heute wird es PINK! Passend zum Thema pink der #12coloursofhandmadefashion habe ich ein Muckelie Top mit perfekt eingefassten Kanten genäht. Da muss ich mir doch selber mal auf die Schulter klopfen - auch wenn mein Verdienst gefühlt gar nicht sehr groß ist, denn der Bandeinfasser hat die meiste Arbeit übernommen.
Vor 2 Wochen hab ich euch meine ersten Versuche mit dem Bandeinfasser gezeigt und wie versprochen gibt es nun hier das fertige Ergebnis zu sehen. Um keine Verwirrung zu stiften: Was ihr hier seht, sind die Ergebnisse des Original Bandeinfassers, 12.7 mm, zweimal um. Den durfte ich mir von Bibi ausleihen und mal ein bisschen probieren.
Mit ihren Einstellungen war er super einfach montiert und ich hab direkt ein geniales Ergebnis erhalten. Und ich hab nicht mal zwei Stunden für dieses Top gebraucht, inklusive Schnitt abpausen, zuschneiden und nähen. Und das ist suuuuper schnell für mich, ich kann in so ein Top locker mal 3 Stunden oder mehr stecken. Perfektionismus ole! Wovor ich mich am meisten gefürchtet habe: Labbriger Ausschnitt. Normalerweise dehne ich selbst das Band, mit dem eingefasst wird während dem overlocken und finde das gar nicht mal so einfach, immer gleich stark zu ziehen (beziehungsweise in Rundungen ein bisschen mehr als an geraden Stellen). Aber hier war das überhaupt kein Problem.  Ihr seht am Rückenausschnitt, der ja auch relativ stark gerundet ist, liegt alles perfekt an, und auch am Ausschnitt vorne steht nichts ungewünscht ab, dabei hab ich während dem Annähen keinerlei Änderungen an der Dehnung, sprich wie oft das Band durch den Rechen geführt wird oder wie fest der Fußdruck ist,  gemacht. Die Grunddehnung, die durch den Rechen entsteht, reicht also schon.





FAQs zu den Hochzeitsfreebies

Viele, viele Mails hab ich von euch bekommen, bezüglich der Einladungen und Save the DatesKirchenliedblätter und Mini-Gästebücher, die ich euch vor etwas weniger als einem Jahr hier zur Verfügung gestellt habe. Ein paar Bilder von euren fertigen Einladungen könnt ihr übrigens auf meinem Pinterestboard "Eure Werke" anschauen.

Es kamen aber nicht nur hübsche Fotos per Mail, sondern auch eine Menge Fragen zu Photoshop. Deswegen zeige ich euch heute nochmal Schritt für Schritt wie ihr die Dateien personalisieren könnt, beziehungsweise wo ihr die einzelnen Grafiken findet.
Übrigens, mit einem Klick aufs nächste Bild kommt ihr zu den übrigen Hochzeits-DIY-Themen :-)

http://vervliestundzugenaeht.blogspot.de/p/hochzeit.html

So, jetzt aber zu euren Fragen:



Erfahrungen mit dem Bandeinfasser (Janome Cover)


Dass ich Bandeinfasser mag, weiß ich nicht erst, seit ich den Schrägbandeinfasser für meine Bernina ausprobiert habe. Der Bandeinfasser für die Janome Cover ist ein interessantes Thema, auf dass ich schon ein paar Mal gestoßen bin, aber doch wegen den vielen Infos überfordert war. Original Bandeinfasser von Janome (120 Euro) oder Zulieferer Teil von Ebay/Nahttechnik (50-60 Euro)? Oder doch Billigteil mit fragwürdigen Versandbedingungen (11 Dollar)? Welche Breite? Einfach umgeschlagen oder doppelt umgeschlagen? So viele Entscheidungen mussten getroffen werden und das auch noch ohne, dass ich jemals mit so einem Ding genäht hätte.
Also war ich sehr froh, als ich von Bibi den Doppelfaltschrägbinder (Originalteil 42 auf 12,7mm gefaltet) ausleihen durfte und probieren konnte. Was für eine Erleuchtung! (Das Top, das dabei entstanden ist, zeige ich euch auch bald als pinken Beitrag zu den #12colorsofhandmadefashion).

Nachdem ich einmal angefixt war, hab ich mich richtig mit dem Thema beschäftigt und für meinen Freundinne, die eine Janome Cover haben, eine Sammelbestellung bei Nahttechnik organisiert und insgesamt 8 Bandeinfasser bestellt (manche doppelt), was uns auch einen guten Rabatt beschert hat - danke Herr Bauer! Insgesamt habe ich also nun verschiedene Breiten geschickt bekommen, die ich (netterweise dank meiner Mitbestellerinnen) direkt ausprobieren durfte. Ich zeige euch, was für Ergebnisse man mit den unterschiedlichen Breiten der Bandeinfasser erzielt. Das hätte ich nämlich selber gerne gesehen, als ich mir überlegt habe, welche(r) Bandeinfasser der richtige für mein ästhetisches Empfinden ist, beziehungsweise, mit welchem sich am einfachsten arbeiten lässt.



Perfekte Ecken wenden {Tutorial}

Vor kurzem hab ich euch gezeigt, wie man die Manschetten beim Kelly Anorak näht. Dieses Tutorial hat verständlicherweise nur einen kleinen Teil von euch interessiert, aber eine ganz tolle Technik wird dabei verwendet, von der ich glaube, dass sie vielen helfen kann. Ich war auf jeden Fall hin und weg, als ich endlich kapiert habe, wie ich mein Falzbein zum Wenden richtig verwende. Ich muss zugeben, ich hab das spitze Ding am Falzbein einfach genommen um in die Ecken rein zu pieksen und gehofft, dass sie schön liegt. Es geht aber viiiiel einfacher!  Und man braucht auch nicht unbedingt ein Falzbein dafür. Es geht auch mit einem anderen etwas spitzerem Gegenstand gut, zum Beispiel einer dickeren Stricknadel.
So, ich hoffe ihr lacht mich jetzt nicht alle aus, so nach dem Motto, ach, hat sies auch mal endlich kapiert ;-). Hier kommt mein kleines Mini Tutorial:





Anleitung




Sportshirt Roya

Foto: Florian Basler (www.photo-b.de)
 Dieses Shirt hab ich ganz knapp vor der Tonne bewahrt und bin unglaublich froh, dass ich es getan habe! Ich hab aus dem Sportjersey von Stoff und Stil ganz unbedarft angefangen ein langärmeliges Sporttop (Schnitt Roya) zu nähen. Der Bedarf war definitiv da, ich bin nämlich immer sehr kurzärmelig und -beinig im Sportstudio unterwegs, Sommers wie Winters. Ich mag es einfach nicht, wenn ich schwitze und dann auch noch lange Klamotten anhabe. Auf dem Weg zum Kurs und am Anfang friere ich aber doch manchmal und ich fühle mich auch besser, wenn ich danach schnell was überziehen kann, um keine Erkältung zu bekommen, deshalb war ein langes Shirt schon lange auf der Nähliste.
Foto: Florian Basler (www.photo-b.de)
So, warum war es eigentlich ein Kandidat für die Tonne? Der Stoff ist der schwierigste mit dem ich bisher gearbeitet habe, covertechnisch. Zuschneiden und zusammen nähen war kein Problem. Ursprünglich wollte ich aber alle Raglannähte und Säume covern. Das hat aber überhaupt nicht geklappt.
Der Stoff wollte einfach nicht transportiert werden. Probestücke sahen  immer super aus, das echte Teil hatte Fehlstiche ohne Ende, weil der Stoff hängen blieb. Auftrennen war auch ein Graus, nix mit einfach an einem Fäden ziehen und die ganze Naht ribbelt sich auf. Irgendwann hab ich dann die Geduld verloren, nachdem der Ausschnitt auch noch komisch abstand (nicht das Problem der falschen Dehnung, sondern der Ausschnitt passte einfach nicht. Ich und Raglan eben...)  und hab das Teil in die Ecke geworfen. Und war ganz schön traurig,  weil ich den Neonstoff so toll fand. 
Nach ein paar Wochen kam mir dann der Gedanke, dass offenkantige Verarbeitung vielleicht die Lösung ist. Der Jersey franst ja nicht, und lässig sieht es auch aus. Also hab ich mühevoll den Saum wieder aufgetrennt (die Umbügelfalten sieht man wohl bis zur nächsten Wäsche noch) und den Ausschnitt mit dem Rollschneider abgeschnitten. Mit der Schere geht das nicht so gut, die macht schnell Zacken. Alle Nahtenden wurden von Hand versäubert, damit nichts aufgehen kann, vor allem nicht die abgeschnittenen Overlocknähte. Am Ausschnitt steht es trotzdem noch ein bisschen ab, ich denke da werde ich die eine oder andere Raglannaht nochmal enger nähen. Ansonsten gefällt mir der Schnitt Roya echt gut, schnell genäht und schön lässig. Ich hab übrigens Größe 36 genäht.