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13 Kleid Stacey

Ich hab zwar nicht „offiziell“ beim Weihnachtskleid-Sew-Along vom MeMadeMittwoch mitgemacht, aber ich hab immer fleißig eure Beiträge gelesen und mich inspirieren lassen und bin jetzt doch ganz am Ende noch schnell das erste Mal dabei. Bei Sew-Alongs hab ich tatsächlich noch nie mitgemacht, weil mich der fixe Zeitplan eher stresst als motiviert. Das ist bei vielen Leuten anders und das ist auch gut so, denn mitlesen ist für mich auch super. Aber ich brauche beim Nähen die komplette Freiheit um kreativ sein zu können. Oftmals hab ich aber doch feste Events im Auge zu denen ich mir gerne was nähen möchte (das Hochzeitsgastkleid von diesem Jahr zum Beispiel) und sogar das finde ich extrem einschränkend. Ich raff mich dann aber doch kurz vorher auf und es klappt. Und dieses Jahr wollte ich auch wiiiiirklich ein neues Kleid, das ich an Weihnachten tragen kann, das aber nicht zu weihnachtlich ist und auch für den Rest des Herbsts und Winters gut passt. Und für unsere Weihnachtsfeier, die endlich nach 3 Jahren wieder stattfinden kann. Ich werds aber nicht dazu anziehen, denn die Feier findet teilweise draußen statt und da ist es bei den aktuellen Minusgraden keine Option in Strumpfhosen aufzutauchen (was ich beim Fotografieren gemerkt habe, das musste zackig gehen). Also schon in Strumpfhosen, aber dann mit ner Jeans obendrüber, haha. Egal, an Weihnachten selbst soll es wärmer und mehr drinnen sein.

Ich hab einen einfachen schlichten Schnitt gewählt, Stacey von Pattydoo, aber um es mir nicht zu einfach zu machen hab ich Karostoff ausgesucht, den ich schon seit mindestens 2 Jahren im Schrank liegen habe (glaube von Stoff und Stil, bin aber nicht mehr sicher und der ist eh schon lange nicht mehr verfügbar) und hab eine Silhouette gewählt, die für mich nicht alltäglich ist.



2 Shirt Max aus Waffelstrick

Welche Farbe finde ich wunderschön, aber sie steht mir einfach gar nicht? Genau! Dieser grandiose herbstliche Cognacton, der unglaublich schwer bei den Fotos korrekt herauszuarbeiten war. Glücklicherweise gibt es da ja einen Mann in meinem Leben mit braunen Augen und rötlichen Flecken im Bart, der diese Farbe sehr gut tragen kann und sich immer über einen neuen Pulli freut. Und ich freu mich, wenn die Farbe unter meiner Nähmaschine liegt. Den schönen Stoff hab ich letztes Jahr bei der IBO Messe in Friedrichshafen während unseres Bodenseeurlaubs gekauft. Die Messe haben wir nur besucht, weil es einen üblen Regentag gab, den wir nicht auf dem Campingplatz verbringen wollten und glücklicherweise gab es neben leckerem Streetfood auch einen Stoffstand - Mimorfabrics war da. Die haben sehr sehr hübsche Kinderstoffe und einige Unis, z. B. diesen coolen Waffelstrick. Er fällt eher steif und knittert auch ein kleines bisschen, aber für so ein mitteldicken Sweater passt er sehr gut. Und ein einfacher Sweater wird durch einen coolen Strukturstoff einfach gleich einen Ticken spannender.




3 Stillpullover Lynn

Vor ziemlich genau 5 Jahren hab ich für meine liebe Freundin Sue den letzten Hoodie genäht – ebenfalls die Lynn, wie hier. Den trägt sie noch unglaublich gerne, wie ich erfreut feststellen durfte! Zur Geburt meines süßen Patenkindes hab ich ihr einen „Nähgutschein“ geschenkt, denn das Baby bekommt sowieso was, aber die Mami wird ja oft vergessen, also wollte ich lieber, dass sie sich selbst was aussuchen darf, für sich oder für das Baby. Und, da sie die letzte Lynn so gerne anzieht war die Idee auch schnell da: ein Stillpulli!

Ich muss sagen, ich war erst ein bisschen skeptisch, wie wir das aus dickem Sweat gut hinbekommen, eine erste Idee, bei der der Pulli an den Seitennähten wie ein Shirt offen sein sollte, haben wir wieder verworfen und sind am Ende doch bei der klassischen Hochklapp-Optik gelandet. Soll ja schließlich praktisch sein. Und kuschelig!

Der Stoff ist aus meinem Fundus, eigentlich sollte da mal ein kompletter Jogginganzug für den Schatz entstehen, aber nachdem wir aus der eiskalten Altbauwohnung ausgezogen waren, war der erstmal abgemeldet.

Aber die Bündchen haben mir schon beim Kauf des Stoffes Probleme gemacht. Wenn man Sweat auf dem Stoffmarkt kauft, kann man ja auch direkt schon nach passenden Bündchen schauen, braucht man bei Sweat ja eigentlich immer. Aber sogar auf dem Stoffmarkt hab ich nur vage passenden Jersey gefunden, den ich eben in Ermangelung von Alternativen (ich hab echt den ganzen Stoffmarkt abgesucht) mitgenommen habe.


11 Hoodie Faye mit Taschen {Schnittmuster-Hack}

Wenn das erste, was du für dich selber nach einem dreiviertel Jahr nähst ein Oversize Kuschelpulli ist, dann weißt du, dass der Homeoffice Alltag dich voll im Griff hat 🙈. Aber ne, Spaß beiseite, dieser Pulli war schon lange geplant, die Stoffe warten schließlich schon seit dem Hoodie Luke, den ich für meinem Mann genäht habe, auf ihren Einsatz. Aber ich kann natürlich nicht verleugnen, dass ich in letzter Zeit doch öfter zu meinen flauschigen Oberteilen (oder denen meines Mannes) gegriffen habe, besonders bei den zuletzt sehr abwechslungsreichen Temperaturen. Und es ist natürlich auch von Vorteil, dass Sweat schon mehr als nur ein paar Runden in der Waschmaschine drehen kann, wenn die dreckigen Hundepfoten mal wieder ihre Spuren hinterlassen. Also mehr als genug gute Gründe den Hoodie endlich anzugehen. Und dass die liebe Ina von Pattydoo genau in diesem Moment ihren drölfzigsten Hoodieschnitt veröffentlich hat, hat dann den Ausschlag gegeben.

Wer sich noch an meinen Blogpost zum Hoodie Luke erinnert (ich nicht, musste nachlesen), damals hab ich erklärt, ich würde gerne eine Jacke nähen, weil ich, wie ein Kleinkind, nicht gerne dicke Oberteile über den Kopf ziehe. Aber ich hab schon lange aufgegeben einen passenden Reissverschluss zu finden, und war daher wieder zum ursprünglichen Plan Hoodie zurückgekehrt. Allerdings war ich von den Farben her beim Zuschnitt etwas eingeschränkt, grau hatte ich kaum noch was übrig, rot dafür noch eine ganze Menge. Daher war ich ganz erfreut, dass es für die Faye sehr gut reicht, bei der Nelly (ebenfalls von Pattydoo und zuerst in der engeren Auswahl) wäre das nicht der Fall gewesen.





3 Shirt Max

Ist der Stoff nicht mega schön? Ich verstehe überhaupt nicht, warum der bestimmt 4 Jahre in meinem Stash rumlag. Aber, besser spät als nie, ist er jetzt ein Shirt Max von Pattydoo. Als es fertig war, hab ich von diversen Männern aus der Familie gehört: Oh, ich will auch eines! Leider reicht der übrige Stoff aber nur noch für ein Tanktop, haha. Falls es da Abnehmer geben sollte...

Aber, Spaß beiseite, der Stoff ist ein Isoli (Sommersweat) von Stoff und Stil, den ich wie gesagt schon vor einigen Jahren gekauft habe, und den es natürlich inzwischen nicht mehr gibt. Kennt ihr das, sobald es etwas nicht mehr produziert wird, wird es umso wertvoller, und man muss sich genau überlegen, was man daraus macht, denn man hat ja nur diese eine Chance?

Wahrscheinlich war ich deswegen so gehemmt und hab ihn rumliegen lassen. Vor kurzem bin ich aber meine digitalen Schnittmuster durchgegangen, denn ich hatte Lust mal wieder was für meinen Schatz zu nähen. Im Winter bin ich ja immer etwas unmotiviert für mich selbst zu nähen (dafür stricke ich umso mehr) und das ist die beste Zeit für den Schatz, etwas abzugreifen. Ich hab auf jeden Fall den Max von Pattydoo gefunden, den ich mal gekauft hatte, weil ich ein T-Shirt mit Knopfleiste aus Piqué Stoff nähen wollte, an dem ich aber, weil der Stoff so labbrig war so viel hätte ändern müssen, dass es in der UFO Kiste gelandet, und bis heute verschollen ist. Tatsächlich hab ich versucht das alte Shirt zu finden, um die Passform nochmal zu checken, aber ich war nicht erfolgreich.




16 Power Sports Bra + Victoria = Sport-Bikini

Ich hatte meinen perfekten Bikini vor Augen. Ein Bikini, bei dem alles so schön hält, dass ich einen Köpfer in den See machen kann, ohne danach professionelle Tauchausrüstung zu brauchen um die Einzelteile meiner Badebekleidung wieder vom Grund zu fischen. Klar, kann man kaufen, nennt sich Sport-Bikini und sieht meistens echt langweilig aus. Am besten noch mit 3 Streifen an der Seite. Ugh.

Aber, wies manchmal so ist, wenn man ein gut gefülltes Stofflager hat (der coole Palmenlycra war mal ein spontan Onlinekauf von hier...), kommt die Inspiration von ganz alleine. Ok, ich hab ein bisschen nachgeholfen, indem ich mich mal wieder auf Instagram rumgetrieben habe und den richtigen Hashtags gefollowt habe. Und zwar erschien da plötzlich der Powersportsbra von Greenstyle Creations. Eigentlich ein Sport-BH Schnittmuster. Aber ich wusste direkt, das wird mein perfektes Bikinioberteil.

Ein bisschen Schiss hatte ich schon, ob das mit der Verarbeitung gut klappen wird, aber ich wusste auch, den Stoff kann ich eh für nix anderes verwenden, also los gehts.
Zuerst hab ich mich mal informiert, was ich überhaupt alles brauche. Davor hatte ich nämlich den meisten Bammel, dass ich nicht alle „Zutaten“ finden würde. Den schwarzen Badelycra für den Kontrast hab ich von Decoline, den gibts auch online und in vielen Farben und ich kann ihn sehr empfehlen. Er glänzt auf der rechten Seite allerdings ein bisschen, weil er auch unter die Rubrik Tanzstoff fällt, man könnte ihn aber auch einfach mit der linken Seite nach außen verarbeiten.





4 Kosmetiktasche Casey

Das Problem mit sehr steifem Wachstuch ist: es kann brechen und aufreißen. So geschehen bei meiner heißgeliebten Reise-Kosmetiktasche nach dem Schnittmuster Vicky, die ich euch vor Jahren schon gezeigt habe. Nun ist sie leider von uns gegangen, wegen akuten aufgebrochenen Ecken. Sie war wirklich toll, es hat super viel reingepasst, aber leider habe ich immer drin rumwühlen müssen, bis ich alles gefunden hatte. Und das, obwohl ich schon 4 Extra Innentäschchen eingebaut habe.


Es war also klar, dass ein praktischerer Ersatz her muss. Und was meint ihr, wie ich mich gefreut habe, als die Casey von Pattydoo heraus kam. Genau das, was ich mir vorgestellt hatte, und natürlich wie immer, mit praktischem Pattydoo Video.





7 Freestyle Hoodie Luke

Ist es "unselfish sewing", wenn man den Mann in nem schicken Hoodie einkleiden will, weil man denkt, dass er darin super gut aussehen wird? Und ihn nicht mal groß fragt, bevor man los legt? Ok, ich hab ihm vielleicht kurz ein Bild vom Hoodie Luke von Pattydoo gezeigt und es abgesegnet bekommen, aber bei diesem Projekt war ich definitiv die treibende Kraft. Zum Glück gefällt ihm das fertige Stück aber genauso gut wie mir, haha😇.

Manchmal hab ich einfach eine Vision, eine Inspiration, vor der ich nicht davon laufen kann. Meistens weiß ich gar nicht, wo sie her kommt, aber hier ist mir beim Bilder bearbeiten plötzlich klar geworden, wo mein Unterbewusstsein diese Farbkombi, dieses Setting hergezaubert hat: und zwar von hier. Meine (gekaufte) Snowboardjacke, die ich beim Fotografieren vom Perlmuster-Stirnband anhatte, hat fast die gleichen colorblocking Farbtöne.

Man könnte mir jetzt vorwerfen, dass ich das alles geplant habe, und das Ding nachnähen wollte, aber als ich im November auf dem Stoffmarkt stand und Sweatstoffe nebeneinander gehalten habe um eine schöne Farbkombi für genau so einen Hoodie zu finden, hab ich mich nur haarscharf für diese 3 Stoffe entschieden und definitiv keine Sekunde (bewusst) an besagte Snowboardjacke gedacht. Lachen musste ich aber trotzdem, als ich den alten Blogpost gerade aufgerufen habe, um mir das Stirnband nochmal genauer anzuschauen und mir die Ähnlichkeit aufgefallen ist. Die Sweatstoffe sind übrigens super kuschelig weich und von dem Stoffmarktstand, bei dem es immer 1,5x1,5m Sweatcoupons in allen möglichen melierten Tönen gibt (da hab ich auch meine Wale und Sterne für die Traumanzüge her und wusste daher, dass der Stoff auch viiiele Wäschen aushält).





6 GoPro Case

Manchmal bin ich echt unbelehrbar und lass mich von einem DIY, das ich mir in den Kopf gesetzt habe, nicht abbringen. Auch wenn mich 3 verschiedene Familienmitglieder versuchen davon zu überzeugen es nicht zu tun und stattdessen einfach zu kaufen. So auch vor kurzem, als ich mir vorgenommen habe für unsere neu erstandene GoPro Kamera ein Case für den Transport zu nähen.


Wir haben zusätzlich zur Kamera einiges Zubehör gekauft und schon als wir das erste Mal übers Wochenende unterwegs waren, hat es mich gestört, dass ich keinen Überblick hatte, ob alles dabei ist und dass die Kamera so ungeschützt rumlag. Außerdem hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, dass sie verloren geht, so klein wie sie ist.

Da hab ich mich erstmal informiert, was für Aufbewahrungsmöglichkeiten es gibt und klar, man kann da einiges kaufen, schicke Köfferchen mit perfekt ausgestanztem Formschaum. Ist aber vielleicht nicht ganz so aufgeteilt, wie man es sich vorstellt und ganz günstig ist es auch nicht. Klar, dass da vor meinem inneren Auge Barney erschien und verkündete: "Challenge accepted!". Ich hab mich schon das perfekte Case nähen sehen.


8 Joy mit Palmenprint

Wenn ich mal einen Schnitt gefunden habe, der mir passt und gefällt, dann kriegt man mich davon so leicht nicht wieder los. Nach den letzten beiden Joys (Oberteil des Joy Jumpsuits von Pattydoo) von letztem Sommer gibt es nun ein neues Modell. Hier findet ihr Nummer 1 und  Nummer 2.
Ich werde euch gar nicht viel dazu erzählen, weil A) findet ihr alles in den beiden Posts von letztem Jahr und B) bin ich schon mega in Urlaubsstimmung, denn meine Sommerpause fängt ab morgen an! Das heißt, der Blog darf (mindestens) 3 Wochen ruhen und ich auch. Was definitiv nötig ist.
Denn ich merke auch an meiner Kreativitätsenergie einen ziemlichen Einbruch gerade (deswegen bin ich auch nicht mega motiviert neue Schnitte auszuprobieren, sondern bin die letzten Wochen eher auf altbekanntes zurückgefallen. Was seine Vorteile hat. Wie Gelinggarantie, vor allem wenn man so ein Schisser ist, wie ich, wenn man neue schöne Stoffe anschneiden muss. Eigentlich wollte ich hier die Grenzen meines neuen Bandeinfassers austesten, und ich muss sagen, hier hab ich sie gefunden.






10 Top Livia in weiß

Ein schlichtes weißes Tanktop wollte ich kaufen. Nähen wollte ich eigentlich nicht, denn da gibt's wirklich spannenderes. Und sowas gibt's ja echt an jeder Ecke zu kaufen. Denkt man.
Ich bin also los gezogen und wollte ein schlichtes, langweiliges, einfaches, weißes Top kaufen. So eins, was man unter spannende andere Oberteile anziehen kann oder zu bunten Hosen. ABER: es war einfach kein Top zu finden, bei dem sich nicht der (nude farbene) BH drunter abgezeichnet hätte, oder man ihn nicht gleich ganz gesehen hätte. Der Stoff war einfach immer zu dünn. Ziemlich frustriert bin ich nach einer Stunde shoppen (was ich inzwischen eh nicht mehr so gerne mache, denn die Zeit könnte man ja sinnvoller im Nähzimmer verbringen) in den nächsten Stoffladen und hab therapeutisch in der Restekiste gewühlt. Und siehe da, ein Stück rein weißer Jersey, nicht zu dick und nicht zu dünn ist mir in die Hände gefallen. Und dann ist mir auch noch eingefallen, dass das diesmonatige (gibts das Wort?) Motto bei den #12coloursofhandmadefashion ja weiß ist. Da war ich dann gar nicht mehr frustriert, sondern motiviert und hab mir mein Basic Top einfach selber genäht. Und damit es nicht ganz so langweilig wird, gab es noch Spitzen - Gummiband als Versäuberung am Ausschnitt dazu. Dafür hab ich einfach das Gummiband rechts auf rechts an den Ausschnitt mit leichter (!) Dehnung genäht, umgeklappt und fest gecovert.





6 Livia mit Knopfleiste

Zur Zeit ist bei mir echt die Hölle los. Kaum aus dem Urlaub zurück haben wir uns gleich ins nächste Großprojekt gestürzt: Anfang November werden wir in eine größere Wohnung ziehen (und ja, das heißt Nähzimmer! Juhu!) und haben noch einiges an Arbeit vor uns. Streichen ist geschafft, aber der Großteil der Arbeit liegt noch vor uns. Das heißt, statt die Wochenenden und Abende an der Nähmaschine, die ich nach dem Urlaub nun schmerzlich vermisse, zu verbringen, ziehen wir durch Möbelhäuser, bauen die Möbel auf, misten unseren aktuellen Kram aus und packen ihn ein. Und das alles ohne Urlaubstage, denn der Umzug kam sehr unerwartet aber durchaus gelegen.
Aber zum Glück hab ich noch ein paar Bilder von im Sommer fertig gestellten Projekten übrig, sodass ich euch die nächsten Wochen nicht komplett vernachlässigen muss.
Deswegen übrigens auch hier die nicht ganz saisongerechten Fotos aus dem Sommerurlaub. Gerne würde ich grade mit schön kuscheligen Winterklamotten daher kommen, aber das wird wohl noch etwas dauern.
Jetzt aber zum Shirt. Da hab ich nämlich das Schreiben ein bisschen vor mir her geschoben, ich bin nämlich nicht sehr zufrieden damit. Es ist mal wieder eine Livia von Pattydoo, die ich ein bisschen abgeändert hab. Letztes Jahr hab ich eins meiner absoluten Lieblingsshirts genäht, ein T-shirt mit Knopfleiste. Da war ich schon ziemlich verwundert, wie gut die Knopfleiste auf Anhieb funktioniert hat und hab mich gefragt, ob das nicht nur Zufall war und ich das auch wiederholen kann.
Also hab ich im Sommer versucht das Shirt nochmal zu nähen, diesmal aber als Top, Abwechslung muss ja schon sein. Der Stoff ist aber wieder der gleiche alt bewährte melierte Jersey von Bonny Bee, diesmal in rosa.





1 Livia mit Streifen

Diesen Sommer war ich echt fleißig und hab ordentlich meine Tops aussortiert und erneuert. Und wie das so ist, man greift ja doch auf die Basicschnitte zurück, die in der Vergangenheit gut funktioniert haben. Bei mir ist das definitiv die Livia von Pattydoo. Ich hab sie schon aus leicht dehnbarer Webware genäht (zu klein geworden, ups), mit Spitzenborte verziert und zum Skaterdress verlängert (inkl Tutorial). Der Schnitt ist also sehr vielfältig verwendbar, deswegen greife ich wohl auch so oft darauf zurück. Und eigentlich braucht man ja vor allem Basictops. Also ich zumindest stehe morgens nicht lange vor dem Kleiderschrank, sondern greife meistens auf ein bewährtes Trägertop zurück. Tja, deswegen gibt es zur Livia auch nicht viel Neues zu erzählen...ich habe wie immer Größe 38 genäht und die Träger ein bisschen gekürzt und den Ausschnitt mit meiner Lieblingsmethode eingefasst (hier gibt's ein Tutorial dazu).




11 Skaterdress mit Blümchen

Letztes Jahr hab ich für euch ein kleines Tutorial für ein süßes Skaterdress auf dem Blog veröffentlicht. Und da ich selbst mein bester "Kunde" bin, musste ich natürlich auch dieses Jahr ein weiteres nähen. Aber man entwickelt sich ja mit jedem Nähwerk weiter, weshalb ich dieses Mal einen schwierigeren Stoff (Viskosejersey von Stoff und Stil, nicht mehr erhältlich) gewählt habe und die Kräuselung am Rock ein bisschen verändert habe.
Das Oberteil ist das stark verschmälerte Oberteil vom Jumpsuit Joy von Pattydoo. Von meinen Erfahrungen mit dem Jumpsuit hab ich euch ja schon letzte Woche berichtet. Ich bin wohl doch eher der Kleidchentyp.
Was hab ich jetzt geändert beim Skaterdress 2.0? Erstmal ist das Oberteil ja ein anderes. Ich würde es aber nur bedingt empfehlen. Da der Schnitt ja eher etwas weiter ist, musste ich stark verschmälern und hatte trotzdem noch ein bisschen Stoffüberschuss am Rücken in der Taille. Also lieber ein Top nehmen, dass ein bisschen enger geschnitten ist.
Den Rock hab ich diesmal nicht wie im Tutorial mit der Cover und dem Kräuselfuss gekräuselt, sondern mit Framilon.




27 Sommerhose Jenna

 Zur Zeit sieht man ja überall diese schönen leicht fließenden Sommerhosen. Ich hab letztes Jahr auch so eine gekauft und liebe sie. Ich find sie grandios für den Urlaub, wenn man am Abend nochmal gemütlich über die Promenade schlendert oder etwas Lässiges zum Eis essen mit der Freundin anziehen will. Aber selber nähen wäre ja auch nicht so schwer...Und als ich den wild gemusterten Viskosejersey bei Stoff und Stil gesehen habe, war klar, das wird meine neue Sommerhose. Ist aber auch die perfekte Verwendung für den Stoff, finde ich. Ihr seht schon, ich bin total begeistert! Das Schnittmuster ist Jenna von Pattydoo und ich muss sicher nicht erwähnen, dass ich ihre Schnittmuster sehr schätze, denn sie passen mir (fast immer) und die Videoanleitungen sind einfach praktisch. Wobei diese Hose so einfach konstruiert ist, dass ich die Anleitung gar nicht wirklich angeschaut habe.
Eigentlich als Jogginghosen Schnitt gedacht hab ich mutig mal 38 statt 40 zugeschnitten, Jersey ist ja dünner als Sweat. Wobei das eigentlich Mutige daran war, diesen Stoff überhaupt auszuwählen, denn ich bin beim Muster abstimmen beinahe verrückt geworden.Lustigerweise hatte ich am Tag vorher die erste Folge der neuen Staffel Great British Sewing Bee geschaut, in der sie auch "Pattern matching" betrieben haben. Ich hab die ganze Zeit darauf gewartet, dass Patrick um die Ecke kommt, mich auslacht wie ich da verkrampft auf dem Boden sitze und mir rät mir doch besser einen anderen Stoff auszusuchen.




11 Brauttasche {Hochzeits-DIY}

Meine Brauttasche wollte ich unbedingt selbst nähen - wenn schon nicht das ganze Kleid. Beim Brautkleid hab ich nur ungefähr 2 Minuten überlegt, eine leise, eine laut. Daraufhin kam sofort das VETO! Mein Schatz hat sich wohl in lebhaften Farben das Drama ausgemalt, das er zu erdulden hätte, wenn es schief geht. Oder ich nur den richtigen Stoff nicht finde.
Ich war ihm dann ganz dankbar, dass er mir die Entscheidung mehr oder weniger abgenommen hat, und bin ganz im Basteln und Design unserer Deko und anderer Kleinigkeiten aufgegangen. Aber als das Kleid (Nr 7261) gefunden war, war mir klar, dass ich eine passende Brauttasche und das Ringkissen dazu nähen will. Praktischerweise war beim Kleid eine etwas seltsame Stola dabei: 0,7 x 2,20 m doppelt gelegter Satinstoff. Der Stoff war der gleiche wie beim Unterkleid, das durch die Spitze durchscheint, hat also perfekt gepasst. Da ich die Stola umfunktioniert habe, kann man da schon von Upcycling sprechen? ;-)
Ich hab bis zur Abholung des Kleids bei der Schneiderin mit dem Nähen gewartet, und wollte den Stoff, der nach der Änderung übrig bleibt für Tasche und Kissen verwenden - obwohl das Kleid erst 2 Wochen vor der Hochzeit fertig war.
Zwischendurch hab ich einen kleinen Schock gekriegt, da meine Nähmaschine 5 Wochen vor der Hochzeit zur Werkstatt musste (und bis heute nicht zurück ist, danke Ersatzteillieferung von Pfaff...). Aber zum Glück hab ich ja eine liebe Mama, deren Nähmaschine ich zuhause verwenden konnte, um an Tasche und Ringkissen zu arbeiten. Der ursprüngliche Plan war eine Clutch zu nähen (meine Lederclutch Emilia war da der erste Prototyp), die aber durchfiel, einfach weil sie mir nicht schick genug war mit der eckigen Form. Zum Glück hatte ich eine Art Eingebung mit der Bügeltasche (ok, bei der Schneiderin hab ich eine ähnliche an einem Brautkleid hängen sehen) und hab mich an den süßen Stofflichkeiten Shop erinnert, wo man alles für Taschen bekommt. Ein Anruf und ich wusste welcher Bügel für mein Vorhaben geeignet war. Und trotz Ostern hat sich die liebe Besitzerin direkt auf den Weg zur Post gemacht, damit ich noch genug Zeit habe meine Tasche vor der Hochzeit fertig zu stellen. In der Zeit in der ich auf den Bügel gewartet habe, hab ich übrigens diese Probetasche genäht, um die Proportionen auszutesten. Der Bügel war sehr ähnlich, nur insgesamt zu klein für die richtige Brauttasche und auch ohne Ösen für die Kette.





9 Bernina Blogger Days und Handmade Kultur Schürze

Dieses Wochenende war ein wunderbares Wochenende! Zusammen mit 19 anderen Bloggern war ich nämlich bei den Bernina* Blogger Days am Bodensee und durfte eine grandiose Zeit im Bernina Creative Center in Steckborn verbringen. Ende Januar hatte ich mich (ohne wirklich zu glauben ausgewählt zu werden) für die Bernina Blogger Days beworben.


Und umso mehr hab ich mich gefreut, als ich tatsächlich ausgesucht wurde - und wirklich aufgeregt wurde ich, als ich die tolle Gästeliste gesehen habe: so viele Bloggerinnen, die ich schon lange lese, und natürlich auch schon immer mal kennen lernen wollte, und so viele neue tolle Blogs, auf die ich durch diese Aktion aufmerksam wurde.




8 Tony

Der Stoff für diesen Pulli lag seit September im Stoffschrank. Im November gab's die Ankündigung von Pattydoo, dass es die Lynn auch als Männerversion Tony geben würde und da wusste ich: ich muss mich gedulden und den Stoff aufsparen. Eigentlich sollte der Schatz den Pulli nämlich fertig zu Weihnachten bekommen. Tony war bis dahin aber leider noch nicht geboren, sodass es nur einen Gutschein gab (und ganz ehrlich, ich hätte es vor Weihnachten eh nicht pünktlich geschafft, sodass ich wahrscheinlich zugeschnittene Einzelteile verschenkt hätte...) Umso besser, dass der Schnitt dann im Januar kam und ich mehr als genug Zeit hatte den Pulli ganz in Ruhe zu nähen. Und das praktische war: ich hab den Schatz einfach in die da schon fertig gestellte Lynn schlüpfen lassen und die saß ein bisschen spack, aber das war eine gute Orientierungshilfe. Ich hab also Größe L genäht, um ganz sicher zu gehen, hab an den Seiten und den Ärmeln aber noch ein paar Zentimeter weg genommen. Größe M hätte also auch gut gereicht. Von dem coolen melierten Sweat (übrigens der gleichen wie hier, nur in blau) hab ich nur 2 m mitgenommen, ohne zu bedenken, dass ich ja auch Bündchen aus dem Stoff machen will. Das wurde dann so richtig knapp und ich hatte echt Glück, dass ich alle Teile rausgekriegt habe. Die Kapuze war dann unfreiwillig ungefüttert, aber zu diesem Stoff gibt es einfach keinen passenden. Aber bei der Lynn hab ich ja auch nicht gefüttert, also hat mich das während dem nähen nicht wirklich alarmiert.

Nach der ersten Anprobe war ich dann aber schon etwas geknickt. Der Männerkragen ist deutlich weiter als der Frauenkragen und der Stoff ist auch etwas dünner als der Sweat, aus dem ich die Lynn genäht habe. Dementsprechend hängt die Kapuze jetzt etwas seltsam.




13 Lynn

Zur Zeit ist es leicht Sweatlastig hier - liegt wohl an den ungemütlichen Temperaturen. Erst die Jacke Kelopuu, jetzt die Lynn von Pattydoo und bald gibt's noch mehr! Aber da muss man bei diesem Wetter wohl durch. Und auch, wenn man denkt, dass es eine gute Idee ist jede Menge Hoodiegutscheine zu Weihnachten zu verschenken. Meine liebe Freundin Sue trägt ihren Riley von letztem Jahr so gerne, dass es nicht sehr schwer war mir ein passendes Weihnachtsgeschenk auszudenken. Aber ein bisschen Abwechslung (nicht nur für sie) muss sein, deswegen gab es dieses Jahr statt Riley eine Lynn.
Im Vorfeld hab ich mich durch das Pattydooforum und diverse Blogbeiträge gewühlt um möglichst viele Infos zur Passform zu finden. Das ist das schöne an Pattydooschnittmustern: abgesehen davon, dass sie immer sehr gut gemacht sind, werden sie von so vielen genäht, dass man viele Infos dazu findet. Nach meiner Lektüre war mir klar: der Schnitt fällt riesig aus und bei 1.77 m Körpergröße muss ich  definitiv verlängern. Ich hab also statt der 44, die nach dem ausmessen rausgekommen ist lieber mal eine 40 zugeschnitten. Da ich das Rileyschnittmuster drauf legen konnte war mir gleich klar, dass 40 locker reicht. Die Länge habe ich um 7.5 cm verlängert, indem ich etwa 1 cm oberhalb der Taschen eine zum Bruch senkrechte Linie gezogen habe. So sitzt der Pulli schön auf der Hüfte. Obwohl ich die 40 genäht habe war der Pulli bei der ersten Anprobe immernoch sehr weit, sodass ich an beiden Seitennähten jeweils 4 cm weg nehmen musste. Jetzt sitzt er schön lässig, aber nicht mehr ganz so sackartig.


Die Kapuze hab ich nicht gefüttert, da der Stoff innen schön kuschelig ist und der Hoodie eher schlicht, also ohne Kombistoff, sein sollte. Auch die Taschen sind einfach nur mit der linken Seite des Stoffes gefüttert.



26 Ella

Heute bin ich ein bisschen nervös, denn ich hab eine Zeit gebraucht um mich mit meinem neuen Kleid anzufreunden und bin gespannt wie ihr es findet. Es war nämlich so: letzten Winter hab ich auf der Kreativwelt in Frankfurt diesen grandiosen Stoff gefunden. Er sieht aus als wäre Spitze über den Stoff gelegt worden und ist innen auf der linken Seite witzigerweise richtig hell türkis.
Das schwarze obendrüber ergibt dann aber einen dunkelgrünen Effekt. Ich fand ihn super schön und hab ihn ein Jahr lang im Schrank bewundert und keine Ahnung gehabt was ich draus nähen soll. Letztendlich wollte ich ihn nicht noch einen weiteren Winter liegen lassen und außerdem stand ein 50. Geburtstag an, zu dem wollte ich unbedingt den Stoff tragen. Ich hab eine Weile rum gesucht, mich dann aber für den Schnitt Ella von Pattydoo entschieden, ihre Schnitte sind so gelingsicher, da kann nicht so viel schief gehen. Ich hab eine 38 mit langen Ärmeln zugeschnitten und den etwas höheren runden Ausschnitt mit einem dunkelgrünen Jerseystreifen gesäumt. Den grünen Stoff hatte ich letztes Jahr ewig lange gesucht,
weil ich einen Kombistoff haben wollte, was aber wegen der Farbe gar nicht so einfach war. Im Endeffekt hab ich nur 3 cm davon verwendet, aber der Stoff ist auch sehr schön und wird sicher noch einen richtigen Zweck finden. Und dann kam der Schock bei der Anprobe! Es sah so altbacken aus! Der Rock ging bis zum Knie, das Kleid saß sehr locker, da der Stoff recht dehnbar ist und ich war gar nicht zufrieden.