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7 Traumanzug #2

Das Kleidungsstück, dass ich am meisten trage? Im Winter definitiv der Traumanzug, den ich letztes Jahr genäht habe. Sobald ich weiß, dass ich nicht mehr vor die Tür muss, werden die Alltagsklamotten von mir geworfen, und ich werfe mich in den Traumanzug. Kuschelig warm und gemütlich, so muss es doch zuhause sein, oder? Daher war es auch keine Frage, dass dieses Jahr ein neuer her muss. Nicht weil der alte (trotz einiger Runden in der Waschmaschine) nicht mehr schön aussieht, er ist noch wirklich gut in Schuss. Aber genau aus dem Grund: während der Wäsche vermisse ich ihn schmerzlich. Auf dem Juni-Stoffmarkt hab ich mir also direkt Nachschub geholt, beim gleichen Stand wie letztes Jahr. 2 Coupons kuscheligster Alpenfleece und statt Sternen gab es dieses Jahr Wale. Sind Wale nicht die neuen Flamingos oder so? Bin ich vielleicht einem Trend vorraus? Ich fand sie auf jeden Fall cool, und dadurch, dass ich eigentlich nie „niedliche“ oder „kindliche“ Stoffe trage, darf es für das Zuhause dann doch auch mal etwas ganz anderes sein. Es war allerdings ganz schön anstrengend, die passenden Zusatzmaterialien zu besorgen, es gibt nämlich so viele Blautöne! Zum Glück hatte ich noch passendes Bündchen von meinem Pulli Aster übrig, aber den Reissverschluss hab ich zweimal gekauft, weil mir der Blauton nicht hundertprozentig gefallen hat, und auch die Kordel war erst beim zweiten Mal die richtige.




11 Traumanzug

Einteiler, Overall, Jumpsuit...es gibt viele Namen für mein neuestes Nähprojekt - aber der beste ist tatsächlich Traumanzug. Nicht nur weil es ein cooles Wortspiel ist (höhö), sondern auch weil es einfach ein Traum ist sich in diesen weichen Stoff von Kopf bis Fuß einkuscheln zu können. Ich gehöre nun mal zu den Leuten, die sich, sobald sie zur Tür reinkommen, die "Draußensachen" vom Leib reißen und in irgendwas kuscheliges, gemütliches schlüpfen in dem nicht auffällt, ob man sich eine Portion Nudeln zu viel beim Abendessen aufgetan hat. Es kann auch schon mal vorkommen, dass ich den gesamten Sonntag im Schlafanzug vor der Nähmaschine oder auf der Couch verbringe. (Hand hoch, wer erkennt sich wieder?)
Deswegen war mir auch direkt klar, dass für mich dieses Jahr kein schickes Weihnachtskleid wie bei manch anderen an der ersten Stelle der Nähliste steht, sondern der kuscheligste Anzug der Welt. Schließlich liegen 2 Wochen Weihnachtsferien vor mir in denen ich gedenke mich ordentlich von diesem wundervollen aber anstrengenden Jahr zu erholen.






6 Jogginghose Mira {La Maison Victor}

Wie sieht bei euch ein ganz normaler Samstag nachmittag aus? Bei uns offensichtlich so: Familienausflug von Familie Kadisch zur Straßenbahnunterführung, wo Frau Kadisch ohne Hemmungen ihr T-Shirt hebt um die Paspel am Popo zu präsentieren. Ok, ich muss zugeben, dieses Mal hab ich mich schon echt dämlich gefühlt, wie ich da in meiner Jogginghose (die eigentlich von Anfang an nur für Zuhause gedacht war) in der gut besuchten Unterführung rumgehüpft bin. Aber immerhin war ich in bester Gesellschaft (in diesem Teil von Freiburg ist es nicht unüblich die Jugend in Jogginghose und mit Handymucke anzutreffen), aber wohl gefühlt habe ich mich nicht wirklich. Umso wohler fühle ich mich aber in meiner neuen Hose zuhause auf der Couch, denn das ist ihre natürliche Umgebung.

Der Schnitt ist aus der La Maison Victor, heißt Mira und gibt es auch als PDF Schnittmuster. Eigentlich ist Mira eine „schicke“ Jogginghose, die man auch draußen anziehen können soll. Tja, da bin ich definitiv nicht dafür gemacht, wie unser kleines Fotoexperiment gezeigt hat. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich keine Bluse und High Heels anhabe und meine Mira, im Gegensatz zum Original keine schicken zweiseitigen Paspeltaschen und keinen breiten Bund hat.
Man muss dazu sagen: Ich hab mich super motiviert an die Paspeltaschen gemacht, aber da war der Wurm drin. Erinnerung an mich selbst: Filigrane Paspeltaschen mit 0,5 cm breiter Paspel NICHT aus kuscheligem Sweat (von Unistoffe) und Ponte di Roma nähen!





7 Bademantel Lilja

Ich bin eine echte Frostbeule. Immer kalte Hände, kalte Füße und im Winter aus der warmen Dusche ins (zugegebenermaßen eigentlich normal geheizte) Bad zu steigen kostet mich echt Überwindung. Aber dafür gibt’s ja eine Lösung: kuscheliger Frottee! Ich war nie wirklich ein Bademanteltyp, aber jetzt weiß ich, was mir schon immer gefehlt hat! Direkt nach dem Abtrocknen in den vorgewärmten Bademantel (Danke, Heizung!) schlüpfen, Haare machen, schminken, anziehen. Da macht der kalte Wintermorgen deutlich mehr Spaß. So viel, dass ich an einem gemütlichen Winter-Wochenende den Bademantel auch schon kurzerhand als Morgenmantel umfunktioniert habe. Aber nur kurz, schließlich will man ja dann auch bald in den Traumanzug umsteigen. Ein bisschen Stil muss ja sein, hab ich Recht 😉?

Der Schnitt des Bademantels ist Lilja von Muckelie. Ich fand ihn auf Anhieb perfekt, weil er einen schönen großen gemütlichen Kragen hat und 2 große Taschen. Mehr braucht es ja nicht für einen Bademantel. Da ihre Schnitte für mich eher etwas groß ausfallen, hab ich direkt die kleinere Größe 36 gewählt, laut Tabelle wäre ich eher 38 gewesen, aber ich wollte nicht, dass die Schultern zu sehr überschnitten werden und wenn ich den Mantel eng binde, dass zu viel Stoff da ist. Wie man sieht hat das auch sehr gut funktioniert, die Größe ist genau richtig geworden. Ich hab ihn insgesamt auch um 7cm gekürzt.
Außerdem hab ich die Ärmel deutlich verschmälert, weil mir die bei den Designbeispielen zu weit waren. Dafür hab ich die Drehmethode verwendet, aber einfach umgekehrt. Statt den Ärmel durch auseinanderschieben zu vergrößern, hab ich einfach alles zusammengeschoben und so verschmälert.



8 Basic Shirt mit V-Ausschnitt

Capsule Wardrobe, Curated Closet, Slow Fashion. All das sind Stichwörter, die bestimmt jeder, der in der Nähcommunity unterwegs ist, schon mal gehört hat. Ständig gibt es neue Aktionen zum Mitmachen ( z.B. #2018DIYdontBuy oder #2018nofastfashion). Besonders in der Instagram Nähszene sieht man täglich neue Bilder zu den unterschiedlichsten Challenges aufpoppen.
Ich hab mir da ehrlich gesagt, nie groß Gedanken drum gemacht, ich nähe zum größten Teil, weil ich spontan Lust auf etwas habe, und nicht zu einem höheren Zweck. Viele Aktionen finde ich total toll und würde auch gerne selbst mitmachen, oftmals fehlt mir aber einfach die Zeit mich wirklich so damit zu beschäftigen, wie ich es gerne wollte. Und ich will mir einfach keinen Druck machen. Wenn ich mich zu etwas committe, will ich keine halben Sachen machen. Das kann sich nämlich schnell in Ansprüchen (von mir an mich selbst) verlieren, die dann den Spaß aus der Sache raus nehmen und zu Gedankenkarussels führen wie „Du solltest doch aber, Du hast ja noch gar nicht, Du kannst doch nicht einfach, bla bla bla.“ Erkennt sich da wer wieder?

So, was will ich aber eigentlich hiermit sagen, und was hat das mit meinem ersten V-Ausschnitt Shirt  zu tun? Eigentlich passt es so ziemlich zu allen oben genannten Aktionen. Früher bin ich einfach zu H&M gegangen, hab mir ein Basic Shirt oder eine neue Jeans gekauft, und genau deshalb freut es mich nun wahnsinnig, dass das nicht mehr nötig ist. In letzter Zeit hat es sich so langsam eingeschlichen, dass ich vor allem Basics und einfach kombinierbare Teile für mich nähen wollte. Sachen, die ich wirklich oft anziehe.

 




9 The Sewing Oscars 2016 {Die Rückblick-2016-Linkparty}

Ich wollte gerne wie schon letztes Jahr eine Zusammenfassung meiner gesammelten Kleidungsnähprojekte diesen Jahres machen. Dazu hab ich mir überlegt es wäre ja lustig das in Kategorien einzuteilen, so wie bei den Oscars. Und dann dachte ich, es wäre noch cooler, wenn das eine Link Party wäre, wo jeder seine zusammengefassten Nähprojekte von 2016 verlinken könnte, das lese ich nämlich immer besonders gerne.
Wenn ihr also auch Lust habt einen kleinen Rückblick über eure genähten Sachen von 2016 zu zeigen, dann könnt ihr gerne bei dieser Linkparty mitmachen! Ich hab übrigens schon tolle Unterstützung bekommen, ein paar liebe Bloggerkolleginnen fanden meine Idee super und haben ihren Rückblick schon fertig gestellt. Danke Fredi (Seemannsgarn), Bibi (MississBibi), Katja (Nähte von Käthe), Ute (Schneiderherz), Andrea (Fräulein An), Brina (BrinasSewingRoom), Julia (Tuets) und Sandra (Rehgeschwister) dass ihr mich in meiner Idee bestärkt habt und dabei seid! Klickt euch schnell mal durch zu ihnen, ihre Rückblicke sind super geworden!


So, nun zu den Sewing Oscars 2016. Erstmal vorneweg: Ihr dürft mit jeglicher Art von Näh-Rückblick an dieser Linkparty, die bis zum 31.1.2017 23:55 geöffnet ist, teilnehmen, Vorraussetzung ist nur, dass es um für euch selbst genähte Kleidungsstücke (außer beim Ehrenoscar) aus dem Jahr 2016 geht. Man muss auch nicht alle Kategorien ausfüllen und kann sich auch gerne neue überlegen. Es ist auch egal, wie ein Kleidungsstück entstanden ist, Probenähen von Stoff oder Schnitt ist also kein Problem.

Ich hatte mir bisher die folgenden Kategorien mir überlegt: