Reissverschlusszähnchen entfernen leicht gemacht {Tutorial}

Ein ganz schnelles, spontanes Tutorial gibt es heute für euch - aber dafür mit Video! Ich muss ja sagen, ich bewundere alle Youtuber und Blogger, die Videos machen. Das ist gar nicht so einfach. Trotzdem bin ich mit unserem Minivideo ganz zufrieden, denn ich denke man erkennt ganz gut, wie man super einfach und schnell die Zähnchen von einem Plastikreissverschluss entfernen kann. Das braucht man ja insbesondere beim Jacken nähen immer wieder und bisher hatte ich immer Angst mir dabei den Reissverschluss kaputt zu machen - aber das ist jetzt vorbei! Das schicke pinke Reissverschlussstück hier ist übrigens noch ein Rest, der von meiner Susan Softshelljacke übrig geblieben ist, die ich euch letztens gezeigt habe.



Der Trick wird euch im Übrigen heute von meinem Schatz präsentiert, den ich ja zum Glück immer wieder anhauen darf, wenn es um Sachen geht, die Zangen beinhalten - Kam Snap Zangen, wenn ich nicht genug Kraft habe um durch 3 Schichten Stoff zu kommen, Prym Zangen für diverse Knöpfe, die super halten sollen oder normale Zangen um Reissverschlusszähnchen rauszureißen. Aber dann hab ich doch gestutzt, als der Schatz innerhalb von 2 Minuten 10 Zähnchen entfernt und kein einziges Mal geflucht hat  Und hab mir zeigen lassen, wie er das gemacht hat.



Softshelljacke Susan

Ich hab zwar schon einen Parka, einen Anorak und eine Lederjacke in den letzten...ääähm...18 Monaten genäht, aber noch ne Jacke geht schon noch, oder? Ich weiß nicht, was es ist, warum ich so heiß aufs Jacke nähen bin, aber ich versuch mal den Reiz zu erklären: Slow Sewing erstmal. Also langsames, Schritt für Schritt Befolgen einer Anleitung über mehrere Tage hinweg.
Finde ich irgendwie total entspannend. Und gleichzeitig auch spannend, denn obs was wird, weiß man wirklich erst am Schluss, wenn die letzte Naht beendet ist (Absteppen am Kragen kann schon noch einiges versauen...). Dann natürlich, dass kaum jemand denken würde, dass eine Jacke selbst genäht ist. Schon gar keine Lederjacke, oder Softshelljacke. Das hat so etwas Befriedigendes, wenn man das fertige Stück in Händen hält und es kaum von einer gekauften Jacke aus dem Sportladen oder besser noch Designershop zu unterscheiden ist. Und, dass man sich so richtig kreativ austoben kann. Wo man welche Absteppung hinsetzt, hat man ja auch schon bei der Lederjacke gesehen, kann viel ausmachen oder wo welche Reissverschlüsse hinkommen und wie das Innenleben versäubert wird. Das sind so ein paar Dinge, die mich immer wieder aufs Jacke nähen zurück kommen lassen.


Als letztes Jahr die Jacke Susan von Pattydoo rauskam, war ich schnell begeistert. Sah genauso aus, wie ich mir eine Softshelljacke vorstellen würde. Und es gibt ja viele Pros bei Pattydooschnitten: sie sind günstig (hallo, 2,99€ für eine Jacke!?), trotzdem qualitativ super hochwertig (ich sag nur ausführliches Video, in dem jeder Schritt genauestens vorgemacht wird) und das Beste: diese riesige Community in der jeder Schnitt, hundert, wenn nicht gar tausendfach genäht wird und man so auf ein unglaubliches Schwarmwissen zugreifen kann.


Off-Shoulder-Dress

Ich bin ja eher der praktische Typ. Ich nähe gerne Sachen, die ich brauche, von denen ich weiß, dass sie gut in meinen Kleiderschrank passen, dass sie bequem sind und dass ich sie oft anziehe. Aber ab und an überkommt mich dieses „Haben-will“ Gefühl, wenn ich  schicke Klamotten sehe. So ging’s mir auch bei den gefühlt tausenden Off-Shoulder Kleidern, die mir im Sommer vor der Nase rumgetanzt sind. Angefangen hat es mit dem hübschen schulterfreien Top, dass die Freundin meines Bruders im Urlaub anhatte. Da war ich schon angefixt. Und dann hab ich sie überall gesehen. Die schulterfreien Kleidchen oder Tops, meistens in Blau, manchmal auch gestreift und immer mit hübscher Borte am Volant.

Und dann führt da kein Weg dran vorbei, ich muss das dann auch nähen, sonst geht mir das nicht mehr aus dem Kopf! Und das obwohl ich Off Shoulder echt nicht praktisch oder gemütlich finde und sowas daher bisher nicht meinem Beuteschema entsprach.

Auf der Suche nach einer schönen Borte bin ich bei Stoffliebe in Freiburg vorbei gegangen und hab zwar nicht die Borte gefunden, die ich gesucht habe, aber dafür diesen traumhaften taublenblauen Viskosestoff (der leider schon Falten bekommt, wenn man nur an ihn denkt, geschweige denn ihn anfasst). Er ist nicht so dünn wie normale Viskose, sondern etwas schwerer und somit perfekt für ein Kleid. Leider war er auch nicht ganz billig, weshalb ich ein bisschen an der Länge gespart habe (meine Rechnung: Knie bis Schulter: 70 cm, Volant 20 cm, Bindeband, 5 cm - ok, ein Meter muss reichen).




Herren Fliege aus Stoffresten nähen {Tutorial}

Wir waren auf einer überragenden Hochzeit am Wochenende! Meine liebe Freundin hat geheiratet und ich war eine der Brautjungfern. Wir haben alle Kleider in ähnlichen Blautönen getragen, das sah so toll aus! Und bevor ihr fragt, nein, das Kleid auf den folgenden Bildern hab ich nicht selbst genäht, das haben wir zusammen bei einem coolen Mädelsausflug gekauft. Aber ganz ohne selber nähen geht natürlich nicht. Zuerst hatte ich gehofft (da mir das Kleid unglaublich viel zu lang war, danke 1,65m), dass ich aus den abgeschnittenen Resten vom Satin-Innenkleid eine kleine Clutch oder so nähen könnte, aber am Schluss waren es doch nur 12 cm, die weg fielen und das auch an den meisten Stellen nicht im Fadenlauf.

Aber etwas viel Besseres kann man ja aus solchen Kleidrestchen nähen: Eine passende Fliege plus Einstecktuch für den Herrn. Dafür braucht man nämlich wirklich nicht viel Stoff, für die Fliege habe ich nur ein Quadrat von 23 x 13 cm (kurze Seite parallel zum Fadenverlauf) verwendet, das Einstecktuch ist nur ein versäuberter Zuschnittrest, den ich dekorativ in die Tasche gesteckt habe (Original Saum nach oben, falls das Tuch mal verrutscht, damit man die Overlocknähte an der unteren Kante nicht sieht, hehe.)




Näh ich mir! {App Beta-Test}

Eine kleine unfreiwillige Blogpause gibt es hier grade. Ich bin leider nicht im Urlaub, sondern hab einfach nur richtig viel zu tun, sodass es im Nähzimmer und auf dem Blog ruhig geblieben ist. Aber ganz kann ich mein liebstes Hobby natürlich nicht ruhen lassen und hab mich deshalb sehr gefreut, als ich die Mail mit der Frage bekam, ob ich Beta-Tester für die neue "Näh ich mir!" - App sein will. Na klar! Wer hätte daran denn mehr Spaß, als eine nähende Softwareentwicklerin, haha?
Das wichtigste zuerst, hier bekommt ihr die App: Google Playstore Näh ich mir App.

Übrigens: ich hab nichts für diesen Beitrag bekommen, die App ist und wird nach Aussage der Macher kostenlos und werbefrei bleiben. Alles hier ist meine persönliche Meinung und weder ich noch die Macher verdienen Geld mit dem was wir tun.

Jetzt aber zum wichtigsten, der App: Sie ist noch im Aufbau und läuft auch nicht immer komplett störungsfrei (wobei das, wie wir raus gefunden haben, vor allem bei mir aufgetreten ist, und bei sonst niemanden, ich bin mal wieder special, haha). Aber, was ich bisher gesehen habe, hat mich wirklich begeistert.




Breathless Rock #2

Ich bin komplett uninspiriert, was ich euch über diesen Rock erzählen soll. Ich hab ihn genäht, also darf er auf den Blog, ist schließlich mein Tagebuch und da soll es keine Ausnahmen geben, nur weil ich nix Spannendes zu schreiben habe. Und wer weiß, wahrscheinlich guckt ihr euch eh nur die Bilder an, haha. Aber genau darum geht es schließlich: Bilder von Nähbeispielen. Ich freu mich immer, wenn ich zu einem potentiellen Schnittmusterkandidaten so viele Bilder wie möglich finde. Aus unterschiedlichen Stoffen und mit unterschiedlichen Mustern. Wirkt schließlich immer irgendwie anders.
Ok, genug darüber philosophiert, warum es sinnvoll ist, einen Blogpost zu machen. Ist immer sinnvoll, Punkt. Dafür mehr Facts: Das Schnittmuster ist wieder der Breathless Skirt von Miss Rosi, den ich euch vor kurzem schonmal hier in einem gemusterten schwarzen Viskosejersey gezeigt habe. Ich war totally in love, wollte also unbedingt noch einen ungemusterten. Dunkelblau geht immer, wie ich auch an meinem Stoffschrank gesehen habe: wie konnte es so weit kommen, dass ich geschlagene 6 unterschiedliche – aber immer dunkelblaue - Viskosejerseys gehortet habe?



T-Shirt Valentina {La Maison Victor}


Den "perfekten" T-shirt Schnitt zu finden ist nicht so einfach, vor allem, wenn man ein paar super gut sitzende, gekaufte Shirts zuhause hat. Ihr kennt diesen Stil vielleicht: locker sitzend, aber trotzdem tailliert, kurze Ärmel, die nicht eng anliegen, sondern ein klitzekleines bisschen abstehen und ein schöner (Rundhals-)Ausschnitt. Einen super tollen eng anliegenden Basic Shirt Schnitt hab ich ja mit der Raphaela, die ich schon unzählige Male genäht habe, gefunden und da hab ich auch gemerkt, dass es wirklich viel wert ist einen variierbaren "Grundschnitt" zu haben um darauf aufzubauen. Und so einen wollte ich jetzt auch für ein lässigeres Shirt haben. Ich hab wirklich lange gesucht, bis ich überhaupt einen Schnitt gefunden habe, der mir von Anfang an vielversprechend erschien. Ich hab mir das neu erschienene Katja Shirt von Muckelie angeguckt (sieht sehr gut aus, aber war mir zu oversized in den Nähbeispielen, da hatte ich Angst, dass es zu schwer wäre die passende Größe auszuwählen). Das kostenlose Deer and Doe Plantain Shirt, auf das viele schwören, gefiel mir auch gut, hatte aber nicht die passenden kurzen Ärmel und ist ausgestellt ab der Taille. Gut gefallen hat mir auch das Lark Tee von Grainline Studios, aber huch, 16$ für einen T-shirt Schnitt? (Wahrscheinlich ist ers wert, aber manchmal bin ich doch ein bisschen Sparfuchs.) Das T-shirt #swag von FashionTamtam fällt auch in die Kategorie, war mir auf den ersten Blick aber einen Ticken zu weit für meine Anforderungen. So ging das noch eine ganze Weile weiter, alles wurde verworfen und im Endeffekt bin ich mal wieder auf der La Maison Victor Sammelseite LMVcollection.ovh gelandet.






Ginger Capri-Hose

Man könnte denken immer wieder das gleiche Schnittmuster zu nähen, würde langweilig werden. Das ist bei der Ginger Jeans von Closet Case Patterns definitiv nicht der Fall! Man kann kleine Änderungen einbauen, andere Verarbeitungsmethoden ausprobieren und die Stoffwahl trägt natürlich ihr Übriges dazu bei, dass es immer spannend bleibt.
Nach meiner letzten Ginger Jeans (einer Mid Rise Blue Jeans) war mein Fazit: Perfekter Sitz, aber leider nur im Stehen. Hinhocken war nicht drin und Sitzen wurde mit der Zeit auch unbequem, weswegen ich sie im Frühling radikal gekürzt habe (siehe Insta-Post). Mannomann, da ist mir echt ganz flau geworden, als ich die Beine abgeschnitten habe. Aber, ich hab draus gelernt, dass die nächste Ginger aus deutlich dehnbarerem Stoff genäht werden muss. Bei unserem kurzen Aufenthalt in Singapur im Mai hab ich mir nicht nehmen lassen, die Stoffläden in Chinatown zu besuchen. Bei Brighton habe ich diesen wundervollen, olivfarbenen, elastischen Stoff gefunden.

Mehr als „Stoff“ kann ich leider nicht zu sagen, denn es stand nicht dabei, was genau es ist. Er ist auf jeden Fall sehr dehnbar (lässt sich von 20 cm auf ca 25-26 cm dehnen = 25% Stretch, nicht zu verwechseln mit dem Elasthangehalt) und ist auch relativ dünn, so typischer „Caprihosen-Stoff“.
Deswegen war auch direkt klar, was daraus wird: Eine Caprihose, oder auch Dreiviertelhose. Die trage ich im Sommer einfach super gerne zur Arbeit.


Kleid Jessy Nr 2 {La Maison Victor}

Was passiert, wenn mal ein Kleidungsstück so richtig in die Hose geht, hab ich euch vor kurzem hier erzählt. Zur Erinnerung, beim ersten Versuch waren die Schultern bzw. die Träger zu weit auseinander, der Ausschnitt hat geklafft, und generell war das Ding einfach zu weit. In dem Fall hat das Kleid ja zum Glück eine neue Besitzerin bekommen. (Wie übrigens auch schon bei diesem Pulli geschehen, der zu klein war. Ihr seht es lohnt sich mit mir befreundet zu sein, haha. Zumindest wenn die Failrate so bleibt). Auf jeden Fall wollte ich nicht ganz bei diesem Schnittmuster aufgeben und hatte ja auch noch einen wunderschönen Crêpestoff, ebenfalls von Stoff und Stil aus München, der für ein zweites Kleid vorgesehen war. Nach ein paar Monaten Ruhepause hab ich der Jessy also nochmal eine Chance gegeben.
Ich hab das Probeoberteil, das ich schon für das erste Kleid gemacht habe solange angepasst bis es nicht mehr ganz so super weit saß, ich mich aber trotzdem noch drin bewegen konnte: ich hab jeweils vorne und hinten in der Mitte 4(!) cm rausgenomnen, insgesamt die Weite also um 8 cm reduziert. An den Seiten hab ich auch nochmal zur Taille hin etwas abgeschrägt, wahrscheinlich ca 4 cm.
 



Kleid Jessy {La Maison Victor}

Viele von euch LeserInnen, die oft hier vorbeischauen oder vielleicht einfach nur über Google hier gelandet sind, könnten den Eindruck haben, dass alles, was ich nähe, immer super wird. Ich zeige hier schöne Kleidungsstücke, mäkle ab und zu über kleine Unperfektheiten oder Fehlerchen, die ich beim nächsten Mal besser machen will. Dass hier aber oft genug Sachen in einer Kiste der Schande enden, weil sie überhaupt nicht passen, der Stoff so schwierig zu vernähen war, dass ich aufgegeben habe oder mir die Farbe an mir gar nicht gefällt, kann schon mal unter den Tisch fallen. Ich finde es aber wichtig zu betonen: nicht alles, was ich anfange, klappt, nicht alles, was fertig wird, sieht gut aus und darf auf den Blog. Nähen ist ein Hobby, dass sehr viel Geduld erfordert und eine hohe Frustrationsgrenze. Bei dem Kleid, das ich euch heute zeige war die Frustration besonders hoch. Warum es sich manchmal lohnt die Flinte nicht direkt ins Korn zu werfen, wie das Kleid trotzdem fertig wurde und jetzt nicht an mir sondern an meiner lieben Freundin Bibi von mississbibi.com gezeigt wird, muss ich euch jetzt mal genauer erzählen.





Bohemian Summer in Bali

Dieses Kleid war wohl Schicksal. Als ich im März in Weil am Rhein beim Stoffmarkt war, ist mir dieser Stoff auf dem Coupon Tisch in die Hände gefallen. Die Farben und das Muster haben mich sofort dieses Kleid vor Augen sehen lassen und ich wusste: das passt doch perfekt zu unserem anstehenden Urlaub auf Bali im Mai. Stoff eingepackt - und dann zuhause rum liegen lassen. Da war ja noch der eher ungeplante Urlaub vor dem Urlaub in Dubai gewesen und ein paar andere unvorhergesehene Wochenendaktivitäten und schon wurde die Zeit knapp. Ich hab also in meinem Kopf aufgegeben, mein Motto dieses Jahr ist nämlich Entschleunigung und das beinhaltet auch spontanen, eher stressigen Nähplänen, auch bekannt als "fixe Ideen", nicht nachzugeben. Ich hab also versucht mit mir im Reinen zu sein, den Stoff nicht mehr anzuschauen und einfach zu akzeptieren, dass es doch kein Bali Kleid geben würde. Aber dann kam Bibi zu Besuch und ich hab tatsächlich das ganze Kleid an dem Wochenende vor dem Urlaub genäht, an dem ich a) insgesamt 6 Leute als Übernachtungsgäste hatte, b) eine Geburtstagsfeier zuhause geschmissen haben und c) meine Eltern zu Besuch waren. (Bitte denkt jetzt nicht ich war ein schlechter Gastgeber, haha. Ich bin nur gut im Pausen nutzen 😛).



Breathless Rock

Röcke findet man hier auf dem Blog nur wenig, letztes Jahr hab ich sogar mal einen für den Sommer genäht, den ich aber aus einem doofen Grund bisher nicht getragen habe: das Futter raschelt mir zu arg.
Dieses Jahr war mein erklärtes Ziel im Frühjahr endlich einen (tragbaren) Rock zu nähen, dieses Mal aus Viskosejersey und schön lautlos schwingend. Der Breathless Rock von Miss Rosi sah auf vielen Instagram Beispielen wirklich schön aus (insbesondere dieser hier). Es ist ein simpler Bahnenrock, der keinen ganzen Teller formt und das Ebook enthält noch ein Kleid und Top. Bei Tellerröcken finde ich ja so super, dass sie an der Hüfte/Taille gar nicht auftragen und dann auch noch die Oberschenkel kaschieren. Was gibts besseres?
Ich hätte mir ja eigentlich auch einen halben oder dreiviertel Tellerrock selbst konstruieren können, aber ich muss ehrlich sagen: ich war einfach zu faul dazu, denn welches x-tel vom Tellerrock ist jetzt das richtige für das, was ich mir vorgestellt habe? Die Nähbeispiele haben mich außerdem überzeugt und warum mir dann so viel Arbeit machen, wenn ich auch direkt mit Nähen anfangen könnte? Außerdem haben die Bahnenteile bestimmt einen guten Grund, sonst wäre es ja nur ein Tellerrock.




Den Nähprozess von den Rockteilen könnt ihr euch übrigens hier anschauen, ich hab nämlich (inzwischen schon Ewigkeiten her) als ich den Rock genäht habe ein Time-Lapse Video auf Instagram geteilt.


MeMadeMay 2018

Jeden Tag etwas selbst Gemachtes tragen und ein Foto davon machen - das ist die Challenge der sich Tausende Nähbegeisterte jedes Jahr im Mai auf Instagram stellen, beim sogenannten MeMadeMay. Schon die letzten Jahre hatte ich damit geliebäugelt teilzunehmen, es aber einfach zu stressig gefunden jeden Tag ein Foto von mir machen zu müssen und mich damit begnügt zuzugucken, zu kommentieren und "heimlich" ganz viel MeMade zu tragen. Das Teilen, Liken Kommentieren und Inspirieren in der Nähcommunity auf Instagram gehört natürlich dazu und der gemeinsame Austausch ist der beste Teil am #MeMadeMay2018 und dieses Mal wollte ich einfach komplett dabei sein. Abgesehen davon ist es natürlich genial zu sehen, was man eigentlich die letzten Jahre so alles kreiert hat und stolz darauf zu sein.
Skaterdress | Hose Jenna | Kelly Anorak und Delaribag 1
Knopfleistenshirt | Ginger Jeans | T-Shirt Frau Josy
Top Joy | Kaneel Lederjacke | Ginger Jeans und Delaribag 2








Blackwood Cardigan


Einen schlichten Cardigan zu nähen, dürfte ja nicht so schwierig sein, oder? Solange man keine Ansprüche hat, wie ich: Er soll natürlich mindestens genauso schön fallen, wie ein gekaufter. Er soll die Silhouette betonen und nicht wie an Sack an mir hängen („Boxy“ hab ich immer noch nicht für mich entdeckt). Er soll (natürlich) nicht selbst genäht aussehen – was bei Strickstoffen entsprechend schwierig ist, denn die industriell gefertigten Strickkanten kann man schwer nachmachen.

Aber es gibt ein Schnittmuster, dass all meine Ansprüche (schon fast über-) erfüllt: den Blackwood Cardigan von Helens Closet. Ich hab mir vor kurzem mal wieder vorgenommen, mich mehr von der Schwarmintelligenz leiten zu lassen: gibt es viele Nähbeispiele, die an vielen gut aussehen, dann bin ich motivierter es zu wagen (ok, lassen wir die Kaneel Lederjacke mal außen vor, da war genau das Gegenteil der Fall). Jedenfalls gibt es vom Blackwood Cardigan eine MENGE! In unterschiedlichsten Stoffen an unterschiedlichsten Figuren. Und eins haben sie alle gemeinsam: Es sieht einfach gut aus!





Kuscheldrache Ida {Gastpost}

Heute gibt’s mal etwas ganz Neues. Von jemand ganz Neuem, haha. Meine Mama hat euch ja schon ein paar Mal hier ihre Nähwerke gezeigt (hier geht’s zu allen Gastposts) und ihre Schwester steht ihr da in nichts nach: Susi hat diesen super süßen Drachen genäht und da wusste ich, es ist mal wieder Zeit für einen Gastpost, auch weil Kuscheltiere hier noch gar nicht vertreten sind.
Es ist echt super, wenn die ganze Familie Spaß am Nähen und Selbermachen hat, bei jedem Familientreffen kann man sich erstmal über die neu entstandenen Werke austauschen, das ist wirklich toll. Und nun übergebe ich an Susi und ihren süßen Gefährten.
 


Normalerweise stricke ich ja lieber. Ich habe leider kein so liebevoll ausgestattetes Nähzimmer wie Nina. Ja darauf bin ich schon etwas neidisch. Nicht weil ich es ihr nicht gönne, im Gegenteil! Aber so ein tolles Nähzimmer wäre auch was für mich. Ich muss die Maschine immer wieder abbauen, wenn wir essen wollen. Das Strickzeug legt man einfach zur Seite und gut ist. Im letzten Jahr sind so 5 Strickjacken entstanden. Für meine Schulter eindeutig zu viel. Sie streikt und schmerzt und der Arzt hat mir Strickverbot erteilt :-(. Da hab ich mich wieder daran erinnert, dass ich ja noch nähen kann :-).












GoPro Case

Manchmal bin ich echt unbelehrbar und lass mich von einem DIY, das ich mir in den Kopf gesetzt habe, nicht abbringen. Auch wenn mich 3 verschiedene Familienmitglieder versuchen davon zu überzeugen es nicht zu tun und stattdessen einfach zu kaufen. So auch vor kurzem, als ich mir vorgenommen habe für unsere neu erstandene GoPro Kamera ein Case für den Transport zu nähen.


Wir haben zusätzlich zur Kamera einiges Zubehör gekauft und schon als wir das erste Mal übers Wochenende unterwegs waren, hat es mich gestört, dass ich keinen Überblick hatte, ob alles dabei ist und dass die Kamera so ungeschützt rumlag. Außerdem hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, dass sie verloren geht, so klein wie sie ist.

Da hab ich mich erstmal informiert, was für Aufbewahrungsmöglichkeiten es gibt und klar, man kann da einiges kaufen, schicke Köfferchen mit perfekt ausgestanztem Formschaum. Ist aber vielleicht nicht ganz so aufgeteilt, wie man es sich vorstellt und ganz günstig ist es auch nicht. Klar, dass da vor meinem inneren Auge Barney erschien und verkündete: "Challenge accepted!". Ich hab mich schon das perfekte Case nähen sehen.


Kaneel Lederjacke

(Please scroll down for the english version of this post.) Falls ihr euch grade fragt, was ich auf diesen Fotos selbst genäht habe – ja, ich kanns auch immer noch kaum glauben – es ist tatsächlich die Lederjacke! (Und um genau zu sein, auch das graue Shirt...).Ich glaube, als ich vor ziemlich genau 4 Jahren angefangen habe Kleidung selbst zu nähen, hätte ich es wohl wirklich nicht für möglich gehalten, dass ich mal eine richtige Jacke, geschweige denn eine Lederjacke nähe. Jacken sind ein bisschen meine Leidenschaft (Parka, Jacke, Anorak), und bei den meisten habe ich euch erzählt, so schwer ist es gar nicht, auch Anfänger sollen sich ruhig mal dran probieren.
Hier werde ich das nicht so leichtfertig tun, denn dieses Mammutprojekt hat mich vor einige Herausforderungen gestellt. Und ich habe wirklich viel Mut gebraucht überhaupt erst anzufangen. Aber das Design der Jacke und die Tatsache, dass ich nun schon ein paar Sachen aus Leder genäht habe (Rucksack 1 und Rucksack 2) hat mich dann doch überzeugt. Ich will euch auch gar nicht den Mut nehmen, denn die Jacke ist absolut machbar. Man sollte nur vorher vielleicht schon eine Jacke genäht haben (die Jacke Joy kann ich sehr für das erste Mal empfehlen) und schonmal Leder unter der Nadel gehabt haben, aber das trifft ja zum Glück auf viele unter uns zu.


Ich werde gleich eintauchen in den aufregenden Nähprozess, den ich für alle Interessierten sehr ausführlich beschreibe, aber zuerst einmal die wichtigsten Infos.


Jogginghose Mira {La Maison Victor}

Wie sieht bei euch ein ganz normaler Samstag nachmittag aus? Bei uns offensichtlich so: Familienausflug von Familie Kadisch zur Straßenbahnunterführung, wo Frau Kadisch ohne Hemmungen ihr T-Shirt hebt um die Paspel am Popo zu präsentieren. Ok, ich muss zugeben, dieses Mal hab ich mich schon echt dämlich gefühlt, wie ich da in meiner Jogginghose (die eigentlich von Anfang an nur für Zuhause gedacht war) in der gut besuchten Unterführung rumgehüpft bin. Aber immerhin war ich in bester Gesellschaft (in diesem Teil von Freiburg ist es nicht unüblich die Jugend in Jogginghose und mit Handymucke anzutreffen), aber wohl gefühlt habe ich mich nicht wirklich. Umso wohler fühle ich mich aber in meiner neuen Hose zuhause auf der Couch, denn das ist ihre natürliche Umgebung.

Der Schnitt ist aus der La Maison Victor, heißt Mira und gibt es auch als PDF Schnittmuster. Eigentlich ist Mira eine „schicke“ Jogginghose, die man auch draußen anziehen können soll. Tja, da bin ich definitiv nicht dafür gemacht, wie unser kleines Fotoexperiment gezeigt hat. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich keine Bluse und High Heels anhabe und meine Mira, im Gegensatz zum Original keine schicken zweiseitigen Paspeltaschen und keinen breiten Bund hat.
Man muss dazu sagen: Ich hab mich super motiviert an die Paspeltaschen gemacht, aber da war der Wurm drin. Erinnerung an mich selbst: Filigrane Paspeltaschen mit 0,5 cm breiter Paspel NICHT aus kuscheligem Sweat (von Unistoffe) und Ponte di Roma nähen!





Basic Shirt in Beige mit Bandeinfasser

Dieses Basic Shirt habe ich laaaaange gesucht. Im wahrsten Sinn des Wortes. Ich hatte nämlich mal ein tolles beigefarbenes Kauf-Shirt, das ich ständig anhatte. Dann ist es vor 2 Jahren einfach verschwunden, und es hat mir so gefehlt. Es hatte zwar einen höheren Ausschnitt als dieses hier, aber die Farbe war richtig toll und super zum kombinieren. Ich hab nie wieder ein Ähnliches gefunden - was sich bescheuert anhört, denn es ist ja nur ein beiges Shirt, aber beige ist leider nicht gleich beige und mein Hautton ist da sehr empfindlich. Wenn es nicht die richtige Art von beige ist, dann steht es mir einfach nicht.
Schon letztes Jahr wollte ich bei Beige von #12coloursofhandmadefashion mitmachen (übrigens eine der wenigen Aktionen bei denen ich oft dabei war, vor allem weil sie monatliche Challenges bot und ziemlich offen gehalten war), aber hatte nicht den richtigen Jersey. Bei Senci in Baden-Baden haben sie den tollen Swafing Jersey Jaro, den es übrigens in unglaublich vielen schönen melierten Farben gibt – allein 5 Grautöne sind dabei, ist das nicht super? Und Ökotex ist er auch noch (nein, das ist kein gesponserter Post, ich find den einfach gut).
 

Ihr seht, schon alleine die Farbe von meinem neuen Shirt freut mich wahnsinnig. Und was genau so gut ist: die Ausschnittversäuberung. Sieht das nicht perfekt aus und wie gekauft? Und es ging sooo schnell und einfach. Was daran liegt, dass ich ENDLICH meinen Bandeinfasser von Nahttechnik für meine Janome Cover an einem richtigen Kleidungsstück ausprobiert hab und nicht nur an Stoffschnipseln.



Jacke Mona #2 {La Maison Victor}


Gut, dass mein neues Jäckchen aus Wolle ist! Die Fotos zu machen war dadurch zum Glück nicht ganz so kalt. Hab ich mir zumindest eingeredet, haha. Aber was sein muss, muss sein, schwarz zu fotografieren ist ja nie ein Spaß.
Und wenns neblig ist, ist es immerhin ein bisschen einfacher durch das diffuse Licht. Aber ich denke, ihr werdet zum Glück ganz gut erkennen, was für eine coole Struktur dieser Bouclé-artige Stoff hat. Er ist von der Firma Zuleeg, online finde ich ihn aber leider nicht mehr. Der Schnitt hatte sich ja bewährt, nur der Stoff des letzten (ihr erinnert euch: geniale Korall Farbe, aber mir leider etwas zu kratzig) hat dazu geführt, dass ich das gute Stück nie getragen habe. Ich wollte es aber unbedingt nochmal versuchen, vor allem, weil die Jacke wirklich super schnell genäht ist. Zum Glück war bei meinen Stoffproben von der letzten Zuleeg Bestellung noch ein passender Kandidat für Modell Nummer 2 dabei und mir war klar, schwarz ist zwar nicht so auffällig, aber dafür super kombinierbar. Und jetzt kommts: Ich hab tatsächlich nur einen Tag für die Jacke gebraucht. Das ist ja nicht mal so weltbewegend. ABER: Ich hab an dem Tag auch noch 6 h gearbeitet und war 2 h beim Arzt. SO schnell geht die. Und jetzt seid ihr bestimmt gespannt: Ist sie denn dieses Mal besser geworden als das Vorgängermodell?




Stirnband Lina

„In den Schnee fahren“. Das gibt’s bei mir in der Familie schon so lange ich denken kann. Sobald klar war, dass im Schwarzwald irgendwo Schnee liegt, sind wir losgefahren.  Als wir Kinder waren noch zum Schlittenfahren, später dann natürlich zum Snowboarden. Ich bin einfach der größte Schneefan überhaupt (meine Kollegen können bestätigen, dass ich, wenn es schneit, kaum noch zum Arbeiten komme, weil ich ständig rausgucken muss, ob es immer noch schneit). Und heute gehe ich auch noch super gerne Winterwandern oder am besten gleich Schneeschuhwandern. Da der Schwarzwald noch nie weiter als eine halbe Stunde Autofahrt entfernt war, ist das zum Glück auch oft spontan drin.
Wenn man den Ausflug dann noch schnell mit ein paar Fotos machen verbinden kann, bin ich umso froher. Denn ich finde es ungemein praktisch, wenn man das Unausweichliche (irgendwann muss ich ja die Fotos für den Blog hier schießen) mit dem Angenehmen verbinden kann – und besonders mein Schatz, der tüchtige Fotograf wird versöhnlich gestimmt, wenn es nach der Wanderung heiße Schokolade und leckere Torte gibt. Für alle aus der Region: Ich kann euch das Café Goldene Krone in St. Märgen wärmstens empfehlen. Die BESTEN Kuchen und Torten gibt es dort. 
So, aber jetzt zum eigentlichen Thema: Ich hab nochmal ein Stirnband gestrickt. Mein erstes dieses Jahr, ein Stirnband im Perlmuster mit Twist, finde ich nach wie vor super und es hat mich in einen kleinen Stirnbandrausch versetzt. Die sind einfach so schnell gestrickt und man kann wunderbar Muster ausprobieren.



 Ich hab schon eine ganze Weile das Instagram Profil von Paula Strickt angeschmachtet (ernsthaft, ich glaube auf keinem anderen Profil war ich in letzter Zeit so oft) und hab mir die vielen verschiedenen Stirnbänder angeschaut. Irgendwann hab ich mir dann einen Ruck gegeben und ihr Buch gekauft und ich bin begeistert!



Basic Shirt mit V-Ausschnitt

Capsule Wardrobe, Curated Closet, Slow Fashion. All das sind Stichwörter, die bestimmt jeder, der in der Nähcommunity unterwegs ist, schon mal gehört hat. Ständig gibt es neue Aktionen zum Mitmachen ( z.B. #2018DIYdontBuy oder #2018nofastfashion). Besonders in der Instagram Nähszene sieht man täglich neue Bilder zu den unterschiedlichsten Challenges aufpoppen.
Ich hab mir da ehrlich gesagt, nie groß Gedanken drum gemacht, ich nähe zum größten Teil, weil ich spontan Lust auf etwas habe, und nicht zu einem höheren Zweck. Viele Aktionen finde ich total toll und würde auch gerne selbst mitmachen, oftmals fehlt mir aber einfach die Zeit mich wirklich so damit zu beschäftigen, wie ich es gerne wollte. Und ich will mir einfach keinen Druck machen. Wenn ich mich zu etwas committe, will ich keine halben Sachen machen. Das kann sich nämlich schnell in Ansprüchen (von mir an mich selbst) verlieren, die dann den Spaß aus der Sache raus nehmen und zu Gedankenkarussels führen wie „Du solltest doch aber, Du hast ja noch gar nicht, Du kannst doch nicht einfach, bla bla bla.“ Erkennt sich da wer wieder?

So, was will ich aber eigentlich hiermit sagen, und was hat das mit meinem ersten V-Ausschnitt Shirt  zu tun? Eigentlich passt es so ziemlich zu allen oben genannten Aktionen. Früher bin ich einfach zu H&M gegangen, hab mir ein Basic Shirt oder eine neue Jeans gekauft, und genau deshalb freut es mich nun wahnsinnig, dass das nicht mehr nötig ist. In letzter Zeit hat es sich so langsam eingeschlichen, dass ich vor allem Basics und einfach kombinierbare Teile für mich nähen wollte. Sachen, die ich wirklich oft anziehe.

 




Rollkragenpullover Steph #2 {La Maison Victor}

Ein einfaches Shirt hab ich mir gedacht, ist genau das Richtige, nachdem ich erfolgreich das Riesenprojekt namens Ginger Jeans gemeistert habe. Was Leichtes, nachdem ich wie verkatert nach dem hochkonzentrierten Nähen in mich zusammengesackt bin. Kennt ihr das? Wenn man ein richtig aufwändiges Projekt beendet, braucht man erstmal ein simples Teil. Wie die einfachen Nudeln mit Tomatensoße, nachdem man im Urlaub ein paar Tage lang im fancy Restaurant gegessen hat. Am besten wohlbekannt und foolproof. In meinem Fall war das der Rolli Steph aus der La Maison Victor, den ich hier schon mal genäht hab. Dort findet ihr auch alle Infos dazu.

Keinerlei Schwierigkeiten waren in Aussicht, nicht mal einen Ausschnitt, den man verhunzen könnte, gabs. Worauf ich hinauswill? Ich habs trotzdem verhunzt. Ihr werdet das nicht sehen, denn es sind nicht die Streifen, die vielleicht nicht 100 Prozent aufeinander treffen, das stört mich nicht. Und unvorteilhaft sieht es auch nicht aus. Nein, es ist der Tragekomfort. Einen miniiiii Ticken zu eng ist es an den Armen. So, dass man nicht ganz ohne Probleme reinkommt, weil die Arme beim ersten Anziehen verdreht sind und man sie nur mit Mühe wieder richtig hingedreht bekommt. Und so, dass man maximal 2 Minuten telefonieren kann, weil man sich das gesamte Blut in der Armbeuge abdrückt, wenn man den Arm zu lange anwinkelt (blöd, wenn man das aber ständig machen muss, weil die Haare ins Gesicht fliegen, wie beim Fotos machen...).




Update: A4 Ebooks in A0 Plots umwandeln {Tutorial}

Mein Tutorial wie ihr A4 Schnittmuster in A0 Dateien umwandeln könnt ist mit Abstand einer der am meisten Gelesenen! So oft habt ihr mir geschrieben, wie sehr euch die Anleitung geholfen hat, vom lästigen Kleben mit Schere und Tesa wegzukommen und das freut mich riesig. Aber es stimmt ja auch: Das Plotten lassen ist auf jeden Fall Ressourcenschonend (wo habe ich letztens gelesen, dass jemand eine ganze Rolle Tesa pro Schnittmuster verbraucht?!), Rückenschonend (wer hat bisher auch immer auf dem Boden geklebt?) und Nervenschonend!

Aber zwei Sachen hat euch (und mich!) schon immer gestört und wir haben uns gefragt:

1. Wie kann man alle Seiten des PDFs auf einmal importieren?

Ich hab selbst lange gegoogelt, hab keine gute Lösung gefunden und das Problem jede Seite einzeln importieren zu müssen erstmal als unausweichlich hingenommen.
Aber dann hab ich vor ein paar Tagen einen tollen Kommentar von Kathy bekommen. Sie hat rausgefunden, wie man ganz einfach und schnell alle Seiten auf einmal importieren kann! Das erspart einem so viel Arbeit und ich bin ihr sehr dankbar, dass sie uns darauf aufmerksam gemacht hat! 
Damit ihr Kommentar aber nicht einfach untergeht, hab ich mir gedacht, widme ich ihm einen ganzen Post und erkläre euch wieder mit Screenshots, was ihr machen müsst, um noch einfacher eure Schnittmuster zusammen zu setzen.

Auch echt langwierig und nervig ist das Ausrichten der Seiten. Eine Lösung auf die Frage

2. Wie kann man alle Seiten schnell und einfach ausrichten?

hab ich auch eine Weile gesucht, und kann euch nun gleich mehrere Möglichkeiten vorstellen. Falls ihr da noch mehr Tipps habt, immer her damit!



Weihnachtsgeschenke {DIY mit dem Plotter}

Vor einem Jahr beim Weihnachtsgeschenke einpacken, hab ich mir wirklich einen Plotter gewünscht und hatte viele Ideen, wie ich ihn, wenn ich denn einen hätte, einsetzen würde. Ohne zu wissen, dass dieser ein paar Tage später unter dem Weihnachtsbaum stehen würde. Als ich ihn dann hatte, war klar, dieses Jahr wird er genutzt! Und so wurde an Weihnachten nicht nur was Wärmendes für die Füße (nämlich diese Wärmflaschenhülle mit Handlettering Plot) an Freunde und Verwandte verschenkt, sondern auch was Wärmendes für Bauch und Seele, hübsch verpackt dank Plotter.

Schon seit einigen Jahren verschenken wir selbst gemachte indische Currypaste (jedes Jahr aufs Neue, nachdem sie so gut ankommt) und andere Kleinigkeiten aus der Küche. Bisher war mir das nicht wichtig auf dem Blog zu zeigen. Aber dieses Jahr hat mir die Dekoration, die ich mit meinem Plotter gemacht habe, so gut gefallen, dass es einfach hier mit dazu musste.

Ich wollte schon immer mal Backmischungen in der Flasche (nach diesem Rezept) ausprobieren – die sehen immer so hübsch aus, im Regal - und so schwer kann es ja nicht sein, das selbst zu machen, statt 15 Euro in einem schicken Laden dafür auszugeben. Joah. Man muss sich schon etwas Mühe geben, damit alles so „sitzt“, wie es soll. Nach jeder Schicht sollte man die Flasche auf den Tisch klopfen, damit sich die Zutat einigermaßen grade hinlegt. Und wenn man z.B. Nüsse auf Mehl schichtet, sollte man nicht klopfen. Sonst rutschen die ins Mehl hinein und die Flasche ist nicht mehr voll. Die Flasche umschmeißen (oder auch nur hinlegen) ist auch kein gute Idee, kann ich aus Erfahrung sagen ;-).
 
Wichtig ist ebenfalls: die Nüsse nicht selbst hacken, sondern schon gehackte oder ganze Nüsse verwenden. Besonders Erdnüsse werden durch das enthaltene Öl feucht, wenn man sie hackt und können schimmeln, wenn man sie zu lange aufbewahrt. Was bei einer so hübschen Flasche ja durchaus mal passieren kann (das aufbewahren, nicht das schimmeln).
 



Delari Bag #2


Ich glaube es gibt kein anderes Nähwerk von mir, was jemals so viel von mir benutzt oder getragen wurde, wie die Delari Bag Nr 1, die ich letztes Jahr genäht habe. Ich hab sie wirklich JEDEN Tag dabei und weiß schon gar nicht mehr, wie ich davor ohne Rucksack leben konnte. Es ist so viel praktischer wie jede Umhängetasche, wenn man immer die Hände frei hat und nichts irgendwo rumschlenkert.

Was war also der logische nächste Schritt? Klar, noch ein Rucksack. Als das Schnittmuster für die delari_bag#2 heraus kam, war ich im ersten Moment angetan, aber nicht wirklich überwältigt. Aber ist ja irgendwie klar: Die delari_bag#1 zu übertrumpfen wäre auch so gut wie unmöglich gewesen, die Messlatte war einfach zu hoch. Aber trotzdem hat mich das Design (und die Designbeispiele, z.B. hier und hier) überzeugt. Vor allem, nachdem ich auf dem Stoffmarkt schönes Leder dafür gefunden hatte, konnte ich mir meinen neuen kleinen Rucksack immer besser vorstellen.

Aber lustigerweise ging es nicht nur mir so. Schon als ich die ersten Handyfotos an Freundinnen geschickt habe, kam als erste Reaktion: „Schön, aber der Erste gefällt mir besser“. Dem kann ich nur bedingt zustimmen, denn für mich sind es zwei komplett unterschiedliche Rucksäcke, die man nicht vergleichen kann, denn sie haben einen unterschiedlichem Zweck. Der neue wäre gar keine Option für einen Rucksack für den tagtäglichen Gebrauch, dafür ist er zu klein. Es passt grade mal mein Geldbeutel, ein kleines Täschchen mit Krimskrams, ein Cardigan und ein Buch rein. Zumindest in die Mini Variante, die ich genäht habe. Aber genau das hat mir gefehlt. Der große war oftmals überdimensioniert, wenn ich nur mal schnell in die Stadt bin und ich hab doch wieder zu einer kleinen Handtasche gegriffen.



Aber genug mit den Rationalisierungen, warum ich diesen Rucksack brauchen kann – ich hab ihn genäht, ganz einfach weil ich Bock drauf hatte. Schon beim Ersten hatte ich wirklich viel Spaß beim Nähen, und das war auch dieses Mal wieder so.