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20 Fulton Sweater Blazer #2


Im Winter bin ich ja nur am frieren. Drinnen, draußen, daheim, im Büro. Mir ist eigentlich immer kalt. Zum Glück war ich mir dessen sehr bewusst, als ich Anfang November auf dem Stoffmarkt war und diesen kuscheligen rosa Wollstoff gefunden habe. Der wurde direkt eingepackt! Kennt ihr diesen Stand, der immer so hübsch farblich sortiert ist, alle Stoffe sind etwas teurer und „fancier“ als bei den anderen Ständen - beim 5 Euro Coupon Grabbeltisch ist definitiv nix fancy, haha. Wenn ich jetzt noch wüsste, wo ich den Flyer hin hab, könnte ich euch den Namen sagen...Jedenfalls schleiche ich da bei jedem Stoffmarkt rein (den Stand kann man nämlich meistens richtig betreten, der hat nen Ein- und Ausgang) und kauf dann doch nix.

Update: Ich hab den Stoff (in den anderen Farben) und den Stand gefunden, danke Stoffmarkt Facebook Seite!

Aber dieses Mal hat es mich doch gepackt und ich musste zwecks bevorstehender Frier-Jahreszeit diesen kuscheligen rosa Strickstoff (den es übrigens noch in super vielen anderen Farben gibt) unbedingt mitnehmen. Damals wusste ich noch nix von diesem tollen Schnittmuster namens Fulton Sweater Blazer von Alina Design Co und hab den Stoff einfach mal auf gut Glück ohne Plan eingepackt. Nach meinem ersten Fulton Sweater Blazer, den ich aus einem Stoff mit gutem Stand genäht habe, ganz brav, wie es in der Anleitung empfohlen wurde, bin ich dann aber doch übermütig geworden, und hab mir gedacht, das muss einfach aus diesem eher weichen (um nicht zu sagen labbrigen) Bouclé-Strickstoff auch gehen. Ich war natürlich nicht komplett risikofreudig, ein bisschen Schadenskontrolle muss ja schon sein, und ich hab den Stoff ein paarmal um mich gewickelt um zu sehen, wie er fallen würde. Und ich hab einen halben Probekragen genäht, um sicherzustellen, dass der schicke Ausschnitt nicht total schief geht.




15 Blouson.jacke

 Ein frohes neues Jahr wünsche ich euch allen! Ich arbeite hier noch die Überreste von letztem Jahr ab und zeige euch heute diese (für mich) ungewöhnliche Blousonjacke. Ab und zu packt mich ja die Lust mal was anderes als meine ganzen Basics zu nähen, und dieses Mal hab ich mich für meine Verhältnisse echt weit aus dem Fenster gelehnt. Erstmal: eine Blousonjacke - das gabs noch nie. Ich weiß, die sind schon lange überall zu sehen, aber immer wenn ich eine im Laden anprobiert habe, kam ich mir komisch vor und ich hab es für mich innerlich abgehakt. Aber Instagram (bzw ihr, liebe Nähcommunity) hat wohl doch einigen Einfluss auf meine Näh-Liste. Ich hab eine coole blumige Blousonjacke gesehen und da wusste ich: so eine will ich auch haben! Gegeben ich finde den richtigen Stoff. Und tatsächlich, die Stoffmarkt-Musen waren mir hold und ich habe auf dem letzten diesen coolen Jacquard-ähnlichen Stoff gefunden. Todesmutig hab ich ihn eingepackt (wer findet es noch super schwer alleine auf dem Stoffmarkt solche Entscheidungen zu fällen? Verzweifelte Whatsapp Konversationen mit dem Schatz: "Schau mal, wie findest du den Stoff für das und das?  Joa, sieht doch gut aus..." sind wohl kaum eine adäquate Versicherung, dass man das Geld wirklich ausgeben soll...).
Aber ich wusste genau, nirgendwo sonst würde ich so einen Stoff im Laden finden, und im Internet würde ich mich nie trauen, so einen unruhigen Stoff überhaupt in den Warenkorb zu legen...

Ganz unsicher war ich mir auch bei den Bündchen, da hab ich auf gut Glück mal bordeaux und senfgelb eingepackt (nach meinem Gelb-Experiment vor ein paar Wochen war ich übermütig geworden). Ich hab dann aber zuhause ziemlich schnell gemerkt: Senfgelb ist nicht gleich Curry. Der Ton der sich in der Jacke und auch in meinem Bündchen fand war zu kalt für mich und meinen delikaten Teint. Also doch wieder zurück zum warmen, altbewährten dunkelrot.




14 Schwarzes Shirt mit Ärmeln aus Spitze

"Was soll ich bloß anziehen?", hab ich mich vor kurzem gefragt. Erstmal nicht weiter spektakulär, passiert ja öfter mal. Nur, dass ich tatsächlich in dem Moment nichts Adäquates zum Anziehen hatte. Ich war mit ein paar Freunden in der Stadt in einer Bar verabredet und konnte nichts leger Schickes in meinem Kleiderschrank finden. Alles war mir irgendwie zu langweilig, büromäßig oder spießig. Ich wollte unbedingt etwas abendtaugliches, mit dem man vielleicht später sogar noch ein bisschen tanzen gehen könnte.
Ja, für den speziellen Abend hat‘s natürlich nicht mehr gereicht etwas zu nähen (und zum Glück hab ich auch noch was einigermaßen Passendes gefunden), aber zumindest bin ich JETZT vorbereitet. Kurz darauf hab ich mich nämlich an die Arbeit gemacht und mir ein neues „Abends-Weggeh-Top“ genäht.
Es wurde sogar (unfreiwillig ) noch ausgehmäßiger als geplant, denn der Ausschnitt hat sich seltsam verzogen und ist nun minimal tiefer als ich mir das vorgestellt hatte. Basis ist „mein“ Tshirt-Schnitt Raphaela in Größe 36, bei dem ich nur das Schnittteil für die Ärmel angepasst habe.




12 Rock Meine Liv

Euch ist vielleicht schon aufgefallen:
Bisher gabs hier noch nicht viele Röcke zu sehen. Irgendwie ist es mir nicht so leicht gefallen "das" Rockschnittmuster zu finden, das mich angesprochen hat. Röcke sind meistens irgendwie doof: Sie rutschen nach oben oder die Seitennaht dreht sich nach vorne. Man kann sich nicht so gut darin bewegen und sie sind einfach nicht sehr praktisch. ABER: Sie sind echt schön. Man sieht einfach gleich irgendwie angezogener damit aus. Vor allem mit Bleistiftrock. Aber Bleistiftrock ist dann doch ein bisschen zu overdressed für mich. Und unbequem.
Als ich dann das Schnittmuster Meine Liv den ganzen Sommer überall aufpoppen gesehen habe, hat mich die Rocklust irgendwie gepackt. Die automatische Faltenbildung finde ich sehr raffiniert und seit letztem Winter hatte ich noch ein 1 Meter Reststoff vom Stoffmarkt rumliegen gehabt, der lange keine Bestimmung hatte. Und weil er nur 5 Euro gekostet hat, hab ich nicht lang gefackelt, das Schnittmuster Liv besteht nämlich nur aus einem Schnittteil und Bündchen und hab das Ding in einer Stunde abgepaust, zugeschnitten und genäht. Und jetzt hab ich einen Rock. Eigentlich sogar 2, weils so schnell ging. Den zweiten zeig ich euch bestimmt auch noch.
So, und was ist nun mit meinen Bedenken? Gut, er besteht aus Jersey, ist somit bequem. Er ist ziemlich eng, rutscht damit weder hoch, noch zur Seite. Aber wegen Jersey eben trotz engem Schnitt immernoch bequem.



21 T-shirt "Frau Josy"

Frau Josy ist der Name des T-shirt Schnittmusters das ich euch heute zeige. Warum ich das so betone? Weil ich den Namen ziemlich doof finde. Nicht den Josy Teil, den find ich super. Und auch das Schnittmuster von Fritzi und Schnittreif ist genial, versteht mich nicht falsch. Aber alle Schnittmuster die mit "Frau" oder "Fräulein" anfangen, führen bei mir zu einer ausgeprägten Abneigung. Selbst wenn das Schnittmuster eigentlich echt schön ist. Geht es noch jemand so? Welche Namen lösen das bei euch aus? Ich weiß nicht woher diese Abneigung kommt, aber ich finde das "Frau" vornedran irgendwie affig. Das (fiktive) Schnittmuster Frau Müller hingegen - warum nicht?! Es ist wohl nur die Kombi Frau - Vorname. Daher kann man es als echte Leistung ansehen, dass sich Josy (ich bleibe ab jetzt bei meiner favorisierten Abkürzung) trotz Namen durchgesetzt hat. Und dann auch noch trotz Raglanärmel. Ich bin eigentlich (und spätestens seit meiner Jacke Janice) kein Freund von Raglanärmeln. Wobei das bei Janice wohl eher ein Größenproblem war. Aber: ich finde die Ärmel hier klasse, vor allem wegen dem Umschlag.

Aber vor allem die Nähbeispiele, die mir in den letzten Wochen im Netz begegnet sind sprechen für sich. Besonders das hier fand ich sehr hübsch und halte seither Ausschau nach einem ähnlichen Stoff.
Mein Stoff ist übrigens ein Mysterium für sich. Ich weiß nicht was das ist, ich hab ihn vor Ewigkeiten aus der Restekiste von Karstadt gekramt und war froh, dass die 80 cm überbreit waren und genau gereicht haben. Und dass ich diesmal rechtzeitig (im Gegensatz zur Donna) gecheckt habe, dass der Fadenverlauf von den Ärmelumschlägen parallel zur langen Seite der Umschläge verläuft. War aber eine sehr knappe Erkenntnis. Zurück zum Stoff: ich will unbedingt wissen, was das sein könnte, denn er trägt sich genial und vernäht sich noch besser. Eine rechte oder linke Seite konnte ich nicht ausmachen, es ist auf jeden Fall Double Knit. Ich hab einfach auf den Teilen jeweils die gleiche Seite markiert, für den Fall, dass es später auffallen könnte. Er ist schwer, aber gleichzeitig weich und fällt total super. Weiß jemand was das sein könnte?
Das Schnittmuster lässt sich übrigens sehr einfach nähen, leider hab ich mich bei der Größenwahl verschätzt und deswegen hat es deutlich länger gedauert als es gemusst hätte.


27 Sommerhose Jenna

 Zur Zeit sieht man ja überall diese schönen leicht fließenden Sommerhosen. Ich hab letztes Jahr auch so eine gekauft und liebe sie. Ich find sie grandios für den Urlaub, wenn man am Abend nochmal gemütlich über die Promenade schlendert oder etwas Lässiges zum Eis essen mit der Freundin anziehen will. Aber selber nähen wäre ja auch nicht so schwer...Und als ich den wild gemusterten Viskosejersey bei Stoff und Stil gesehen habe, war klar, das wird meine neue Sommerhose. Ist aber auch die perfekte Verwendung für den Stoff, finde ich. Ihr seht schon, ich bin total begeistert! Das Schnittmuster ist Jenna von Pattydoo und ich muss sicher nicht erwähnen, dass ich ihre Schnittmuster sehr schätze, denn sie passen mir (fast immer) und die Videoanleitungen sind einfach praktisch. Wobei diese Hose so einfach konstruiert ist, dass ich die Anleitung gar nicht wirklich angeschaut habe.
Eigentlich als Jogginghosen Schnitt gedacht hab ich mutig mal 38 statt 40 zugeschnitten, Jersey ist ja dünner als Sweat. Wobei das eigentlich Mutige daran war, diesen Stoff überhaupt auszuwählen, denn ich bin beim Muster abstimmen beinahe verrückt geworden.Lustigerweise hatte ich am Tag vorher die erste Folge der neuen Staffel Great British Sewing Bee geschaut, in der sie auch "Pattern matching" betrieben haben. Ich hab die ganze Zeit darauf gewartet, dass Patrick um die Ecke kommt, mich auslacht wie ich da verkrampft auf dem Boden sitze und mir rät mir doch besser einen anderen Stoff auszusuchen.




18 Basic Shirt

Was macht man, wenn die normale Nähmaschine seit über 6 Wochen in Reparatur ist? Klar, die anderen zwei benutzen! Wenn man das Glück hat, das ich habe, und noch eine Overlock und eine Cover besitzt. Sorry, ich will jetzt nicht eingebildet klingen, sondern einfach nur das Positive an dieser für mich echt doofen Situation sehen. Ich bin nämlich inzwischen so geknickt, dass meine Pfaff seit Anfang März in Reparatur ist (das liegt übrigens daran, dass Pfaff so lange mit der Ersatzteillieferung braucht, nicht an der Werkstatt), dass ich sogar meine alte Pfaff zum Service gebracht habe. Das hat immerhin nur 1 Woche gedauert und ich bin sooo happy, dass ich wieder vollständig bin. Seit mehreren Wochen habe ich keine Kleidung mehr genäht, das letzte Kleidungsstück war mein Morris Blazer Anfang März. Um wieder reinzukommen, und weil ich mir das immer wieder vornehme, habe ich mir ein Basic Shirt genäht. Das hab ich nämlich zugunsten spannendere Projekte (siehe Blazer) immer wieder nach hinten geschoben, aber jetzt hat es perfekt gepasst, grade weil man keine normale Nähmaschine dafür braucht.
Der Schnitt ist Raphaela von Lasari Design. Ich hab wie auch bei meinem Knopfleistenshirt schon den Rücken und die Ärmel verwendet und das Vorderteil im Bruch zugeschnitten und den Ausschnitt angepasst. Es hat sich einfach rausgestellt, dass der Schnitt bei mir super sitzt, also warum nach was anderem suchen, wenn man ein schönes figurbetontes Basic Shirt haben will?







23 Morris Blazer No 2


Ein Schnitt bei dem ich mir sicher war, dass er ein zweites Mal genäht wird, ist der Morris Blazer von Grainline Studio. Der erste, der eigentlich nur ein Probeblazer war ist schon echt super geworden, sodass ich mir sicher war, dass ich den guten Stoff anschneiden kann. Der fuchsia-farbene Romanit (von Nähzentrum Senci) hat es mir einfach direkt angetan. 29 Euro der Meter hat mich aber auch erstmal schlucken lassen. Meine Freundin, die im Stoffladen dabei war, hat aber ganz treffend gesagt: bei Vero Moda oder sonst wo würdest du auch 50 Euro für nen Blazer zahlen und nicht groß drüber nachdenken. Und dass er passt weißt du jetzt ja schon. Ok überzeugt! Und dank dem Preis lag er dann auch gar nicht so lange im Stofflager. Gebundenes Kapital und so. Geht ja nicht. Zum Glück lässt sich der Morris Blazer aber auch super schnell nähen (und das ist wirklich keine Floskel, ich bin auch beim zweiten Mal überrascht, dass ich ihn an einem Nachmittag zusammengenäht hatte). Einziges Manko: mittendrin ist der Fußanlasser meiner Nähmaschine ausgefallen. Da scheint ein Kontakt in der Nähmaschine defekt zu sein. In dem Moment war ich echt froh, dass meine Pfaff Passport 2.0 einen Start-Stop-Knopf hat. Wobei mir das echt ein Graus ist - ich brauche beide Hände zum nähen und die präzise Kontrolle über das Pedal. Es hat zwar geklappt, den Blazer konnte ich also auch fertig stellen, aber ich hab echt gezittert bei der Absteppnaht am Kragen. Da sieht man ja jeden Fehler sofort.




20 Jacke Kelopuu Nr. 2 / Versäubern mit Ripsband {Tutorial}

Da ich ja meine letzte Kelopuu so liebe hab ich nicht lange gezögert und noch eine genäht! Dieses Mal aus dunkelblau meliertem Strickfleece von Michas Stoffecke, sehr kuschelig muss ich sagen. Und aus den Kommentaren zur letzten Jacke hab ich rausgehört, dass ihr gerne ein bisschen genauer sehen wollt, wie die Versäuberung mit dem Ripsband genäht wird. Deswegen hab ich während dem Nähen ein paar Fotos gemacht und kann euch ein kleines Tutorial dazu zeigen.

Zur Jacke selbst noch kurz: Ich hab eigentlich alles genau gleich gemacht, wie bei der ersten, nur den Saum der Kapuze hab ich nicht wie vorgegeben zugeschnitten, sondern hab ab der Kante insgesamt 4 cm zum Umschlagen gelassen. So haben die Ösen mehr Platz und die Cover beim Feststeppen auch. Dieses mal hab ich auch Paspeltaschen dazugenäht, weil ich es doch sehr praktisch finde und auch einfach gerne meine Hände in den Taschen vergrabe. Bei der ersten Kelopuu hab ich auch ein bisschen ein Phantomtaschenproblem. Ich suche mit den Händen nach den Taschen, aber es sind keine da. Vielleicht näh ich da mal noch welche dran. Nach meinem ersten eher missglückten Paspeltaschenversuch bin ich diesesmal echt ein bisschen stolz, denn sie sind mir supergut gelungen. Da blitzt kein bisschen Taschenfutter raus und grade und symmetrisch sind sie auch.

So, jetzt aber zum Tutorial. Ich versuche alles so zu erklären, dass ihr die Technik theoretisch auch an einer beliebigen anderen Jacke anwenden könnt. Ich hoffe es verwirrt nicht, dass ich teilweise halbe Zahlen eingefügt habe, aber ich hab später noch mehr Bilder gemacht und mir gedacht, je mehr Bilder, desto besser :).



Ihr braucht:


13 Lynn

Zur Zeit ist es leicht Sweatlastig hier - liegt wohl an den ungemütlichen Temperaturen. Erst die Jacke Kelopuu, jetzt die Lynn von Pattydoo und bald gibt's noch mehr! Aber da muss man bei diesem Wetter wohl durch. Und auch, wenn man denkt, dass es eine gute Idee ist jede Menge Hoodiegutscheine zu Weihnachten zu verschenken. Meine liebe Freundin Sue trägt ihren Riley von letztem Jahr so gerne, dass es nicht sehr schwer war mir ein passendes Weihnachtsgeschenk auszudenken. Aber ein bisschen Abwechslung (nicht nur für sie) muss sein, deswegen gab es dieses Jahr statt Riley eine Lynn.
Im Vorfeld hab ich mich durch das Pattydooforum und diverse Blogbeiträge gewühlt um möglichst viele Infos zur Passform zu finden. Das ist das schöne an Pattydooschnittmustern: abgesehen davon, dass sie immer sehr gut gemacht sind, werden sie von so vielen genäht, dass man viele Infos dazu findet. Nach meiner Lektüre war mir klar: der Schnitt fällt riesig aus und bei 1.77 m Körpergröße muss ich  definitiv verlängern. Ich hab also statt der 44, die nach dem ausmessen rausgekommen ist lieber mal eine 40 zugeschnitten. Da ich das Rileyschnittmuster drauf legen konnte war mir gleich klar, dass 40 locker reicht. Die Länge habe ich um 7.5 cm verlängert, indem ich etwa 1 cm oberhalb der Taschen eine zum Bruch senkrechte Linie gezogen habe. So sitzt der Pulli schön auf der Hüfte. Obwohl ich die 40 genäht habe war der Pulli bei der ersten Anprobe immernoch sehr weit, sodass ich an beiden Seitennähten jeweils 4 cm weg nehmen musste. Jetzt sitzt er schön lässig, aber nicht mehr ganz so sackartig.


Die Kapuze hab ich nicht gefüttert, da der Stoff innen schön kuschelig ist und der Hoodie eher schlicht, also ohne Kombistoff, sein sollte. Auch die Taschen sind einfach nur mit der linken Seite des Stoffes gefüttert.



33 Wind und Wetter Parka

Gestern hab ich ja schon ein bisschen geteasert, und heute ist er da, mein ganzer Stolz: Der Wind und Wetter Parka von Lotte&Ludwig! Er war schon sehr lange auf meiner Liste, denn ich hab selten so viele tolle Designbeispiele zu einem Ebook im Netz gesehen (zum Beispiel hier, hier und hier) und war echt heiß drauf ein so großes Projekt anzugehen. Aber so ein Mantel ist natürlich nicht an einem Tag genäht, deswegen hab ich mir extra in den Weihnachtsferien genug Zeit dafür genommen. Die Stoffe hatte ich schon auf dem Stoffmarkt in Freiburg im November gekauft. Der Außenstoff ist relativ dünne und schön weiche Baumwollpolyestermischung, die ich aber nur bedingt empfehlen würde. Wer robusten Stoff sucht, ist hiermit nicht so gut bedient, da der Stoff sehr franst. Das heißt, wenn einmal ein Löchlein im Stoff ist, wird es rasend schnell größer. Aber er ist einfach superschön anzuschauen und anzufassen, deswegen bin ich trotzdem echt zufrieden damit. Den Futterstoff (vom gleichen Stand beim Stoffmarkt wie der Außenstoff) finde ich auch echt cool mit diesem aztekisch anmutenden Muster. Gefüttert habe ich mit Vlieseline H630, was ich auch empfehlen kann, wenn man eher eine Übergangsjacke sucht, die nicht super warm ist.
Wir haben die Fotos übrigens zwischen zwei Regenschauern bei 3 Grad und echt kaltem Wind gemacht (daher die derangierte Frisur) und ich war sehr froh, als ich danach erstmal in die Badewanne konnte. Ich freu mich also auf den Frühling! Bei Frau Liebstes gibt es übrigens eine tolle Zusammenfassung welche Vlieseline für Jacken geeignet ist, je nachdem wie warm sie sein soll.

Das Schnittmuster ist echt toll gemacht: Die Erstellerin ist gelernte Maßschneiderin und Ingenieurin für Bekleidungstechnik und das merkt man auch. Der Mantel sitzt, wie er soll, ist an den Armen nicht zu eng - dank Zweinahtärmeln ist die Passform sehr gut. Auch an Brust und Rücken ist genug Bewegungsfreiheit vorhanden und der Mantel ist durch den Kordelzug sehr vorteilhaft.
Ich musste auch so gut wie nichts ändern, lediglich die Länge hab ich um 3 cm gekürzt und am Rückenteil die Rundung ein bisschen abgeflacht, weil er mir bei der finalen Anprobe noch ein bisschen lang erschien.




4 Meine Lieblingskleidung 2015

Ich hoffe ihr hattet schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Ich bin nun auch wieder zurück aus meiner selbst auferlegten (und sehr entspannten) Blogpause.
Bei mir gab es keinen Jahresrückblick (vor allem, weil ich, ganz ehrlich, den bei anderen Blogs selbst eher selten lese und ja noch in meiner Blogpause war). Aber wenns beim MeMadeMittwoch einen "Rückschaupost" gibt, mach ich gerne mit, denn da stöber ich total gerne in den tollen Zusammenfassungen der anderen Mädels und will natürlich in der Liste auch nicht fehlen.
Deswegen gibt's jetzt hier meine Top Kleidungsstücke 2015. Eigentlich sind fast alle Sachen, die ich genäht habe, Lieblingsstücke geworden, zumindest habe ich jedes einzelne mehrmals (und gerne) angehabt. Ich war jedenfalls beim Durchschauen der Blogposts echt fasziniert, was für einen Fortschritt ich seit Kauf meiner Covermaschine im April 2015 gemacht habe. Das war wohl tatsächlich der richtige Schritt gewesen, obwohl ich sie natürlich nicht für jedes Projekt verwendet habe.

Ich werde gar nicht viele Worte zu den Kleidern verlieren (hab schließlich in den einzelnen Blogposts schon genug zu jedem Stück geschrieben) sondern hab mir 5 Kriterien ausgedacht:
- Kombinierbarkeit (wie gut lässt es sich es sich mit meinen Hosen/Oberteilen/Accesoires kombinieren)
- Beliebtheit (wie oft hab ich es tatsächlich getragen)
- Nochmal-Näh-Faktor (wie viel Lust habe ich, es nochmal zu nähen).
- Passform (wie gut passt es mir, bzw. wieviele Änderungen waren nötig)
- Schnittmuster (wie gut kam ich mit dem Schnitt zurecht)

Klickt auf das Bild um zum Hauptblogpost zu gelangen und um nachvollzuziehen zu können, warum ich das Kleidungsstück so bewertet habe. Viel Spaß mit meinen Lieblingsstücken 2015, nächste Woche geht's dann wie gehabt mit einem neuen Projekt und auch einem kleinen Tutorial weiter :-)

Skater Dress (Kombi aus Pattydoo Livia und eigenem Rock)

Kombinierbarkeit: ***
Beliebtheit: ***
Nochmal-Näh-Faktor: ***
Passform: ***
Schnittmuster: ***
http://vervliestundzugenaeht.blogspot.de/2015/07/skater-dress-free-tutorial.html

http://vervliestundzugenaeht.blogspot.de/2015/08/skater-dress-nummer-2-tutorial.html



8 Fledermaus-Shirt aus Strick

 Habt ihr auch solche gekauften Lieblings-Basic-Teile im Kleiderschrank? Die super aussehen, und zu denen man soooo gerne das Schnittmuster hätte? Zu meinen gehört definitiv ein ganz einfaches Fledermausshirt, das ich letzten Winter gekauft habe, und das einfach so schön fällt und total bequem ist. Das Original ist aus ganz leichtem dünnen Strick und sieht super lässig aus. Vor ein paar Wochen war ich mal wieder beim Stoffmarkt und hab gleich ein paar Meter kuscheligen (natürlich melierten) Strick eingesackt (nachdem ich so viel Freude an meinem Strick-Cardigan habe), aus welchem auch ein Fledermausshirt werden sollte. Nur welches Schnittmuster ist nun das richtige? Es soll ja mindestens so gut aussehen wie das Liebligsteil aus dem Kleiderschrank. Ich hab aber gar nicht lange nach einem Schnitt gesucht, denn so schwierig kann es ja wohl nicht sein den Schnitt von so einem einfachen Teil abzunehmen, oder? Naja. Dank meinem Perfektionismus kann ich das jetzt nicht ganz unterschreiben. Das Abnehmen war eigentlich auch echt einfach. Praktisch bei den Ärmeln ist natürlich, dass man keine richtigen Ärmel abzeichnen muss, da diese überschnitten sind. Der Stoff war aber richtig rutschig, sodass ich vor allem beim Vorderteil einige Probleme hatte den Bruch richtig zu erkennen. Vielleicht war auch der Stoff vom Shirt schon ein bisschen verzogen? Ich hab das Shirt schön glatt ausgebreitet und meine durchsichtige Malerfolie drauf gepinnt, entlang der Nahtlinien abgezeichnet und danach die Nahtzugabe hinzugefügt. Ich hab dann alles so ein bisschen angepasst, dass die Schnittteile gut aufeinander passen und es von den Proportionen gut aussah. Genäht war das Shirt dann auch schnell - abgesehen vom Bündchen am Hals, mit dem ich erst nach dem dritten Versuch zufrieden war.


22 Fleecejacke Janice mit Schalkragen

OH - MY - GOD! Hab ich mir gedacht, als ich das (nicht mehr so neue) Schnittmuster Janice von Pattydoo entdeckt habe. Na, wer weiß auf wen ich anspiele? ;-) Janice in der Nähwelt ist  jedenfalls ein Kapuzenjackenschnittmuster, das ich für meinen zweiten Fleecejackenversuch auserkoren habe. Über den ersten reden wir lieber nicht, der liegt ganz tief unten in der Schublade und darf nie mehr raus. Frischen Mutes hab ich mich also an den zweiten Versuch gewagt und hab mir nach dem Zuschnitt (Größe 40, wegen dem Fleece) gleich nochmal gedacht OH - MY - GOD! Schon beim schneiden dachte ich, hm, könnte ein bisschen groß sein. Nach dem Heften wusste ich: da pass ich zweimal rein. Also erstmal wieder für ca 6 Wochen liegen lassen, denn verkleinern ist definitiv nicht eine meiner liebsten Tätigkeiten. Eigentlich hab ich die Hoffnung schon aufgegeben gehabt, bis ich die coolen Paspeltaschen an Biancas Sweatjacke gesehen habe. Sowas will ich auch ausprobieren. Und damit stand fest: Die Fleecejacke wird eine Probierjacke. Ich probier einfach alles aus, was ich schon immer mal probieren wollte, denn ich hab mir gedacht, wenns schief geht, ist die Jacke wenigstens noch zum Üben gut gewesen.
Zuerst einmal hab ich noch nie einen Reissverschluss an einem Kleidungsstück genäht, wenn man diesen Rock nicht mitzählt. Ist aber definitiv nicht schwer (und übrigens sieht man die leichten Wellen, die er auf dem Foto schlägt beim Tragen irgendwie nicht, die sind mir erst beim Sichten der Fotos aufgefallen). Auch der Beleg, der bei dem Schnittmuster dabei ist, war Neuland, aber auch nicht wirklich schwierig, da alles im Video super erklärt wird.
Dann hab ich mir gedacht, kann ich doch die Paspeltaschen auch noch testen, vor allem weil ich diese tolle Videoanleitung gefunden habe. Gar nicht mal so einfach würde ich sagen, ich hab glaub ich knapp 3 Stunden für eine Probetasche und die beiden tatsächlichen gebraucht. Wirklich zufrieden war ich nur mit der Probetasche, die beiden anderen sind leider etwas verschoben. Muss ich wohl nochmal üben. Aber das seh zum Glück mal wieder nur ich.


23 Ottobre Cardigan Melange Knit {Mini-Tutorial}

Ich hab den Namen des Cardigan aus der Ottobre 2/2015 ziemlich wörtlich genommen. Das Ding heißt Melange Knit, dann wirds auch aus einem Melange Knit. Mir hat das Designbeispiel aus der Zeitschrift so gut gefallen, dass ich auf dem Stoffmarkt wie eine Wilde nach einem schönen melierten Strickstoff gesucht habe. Ich hab schon fast aufgegeben, denn alles was ich gefunden habe, waren melierte Strickstoffe mit Glitzer. Bin ich ja erstmal nicht dagegen, aber die waren viel zu kratzig durch die Glitzerfasern. Ich brauch weich, angenehm fallend und leicht. Sonst, so hab ich mir gedacht, wirkt der Schnitt bestimmt nicht. Früher hab ich mich immer gegen lange Cardigans gewehrt, weil das angeblich den Hintern betont und die Taille nicht. Inzwischen find ich sie aber so schön lässig, dass mir das grad egal ist. Und ob es überhaupt stimmt - keine Ahnung...Jedenfalls trage ich häufig Strickjacken, weil ich immer was Schnelles zum Überziehen brauche. Diese Strickjacke hab ich eigentlich viel zu spät genäht. Sie wäre perfekt für den Sommer, da sie so dünn ist, dass sie bei den aktuellen Temperaturen nicht wirklich viel an Wärme hergibt. Aber der nächste Frühling und Sommer kommt ja bestimmt. Ein kleiner Nachteil an diesem superleichten Stoff (die ganze Jacke wiegt vielleicht 200g) ist, dass man ihn nicht so gut über langärmeligen Shirts tragen kann. Die Ärmel sitzen dann komisch, der Stoff "klebt" an dem unteren Stoff fest und das Weiche, Fließende, das man an den nackten Armen so gerne spürt ist einfach weg. Aus anderen Stoffen könnte ich mir das Jäckchen auch gut vorstellen, aber ich denke der Stoff sollte einen gewissen "drape" haben. Wie übersetzt man das denn am besten? Er sollte halt schön fallen oder ein bisschen Gewicht mitbringen, nicht so fest und steif sein.


14 Hoodie Riley

Ich muss zugeben, ich zeig euch hier meistens nur meine schönen Nähergebnisse (macht euch mehr Spaß und mir auch). Es gibt aber doch einige UFOs (unfinished objects) versteckt in irgendwelchen Schubladen, schnell außer Sichtweite gebracht um nicht daran erinnert zu werden, dass ich eigentlich mal einen tollen Plan hatte, Stoff gekauft und motiviert gestartet habe. Nur um dann festzustellen, dass es a) doof aussieht, b) soviel zu groß ist, dass ich keine Lust habe es zu verkleinern, c) überhaupt nicht so funktioniert wie ich es mir vorgestellt habe oder d) der Stoff mir mysteriöserweise plötzlich nicht mehr gefällt. Oder eine Kombination aus allen vieren. Deswegen ist es manchmal einfach schön ein Schnittmuster rauszukramen bei dem man genau weiß, dass es passt, bzw was man ändern muss damit es passt (hier wie immer die Ärmel). Der Riley von Pattydoo war einer meiner ersten selbst genähte Kleidungsstücke und er überzeugt mich immer wieder. Als ich auf dem Stoffmarkt vor ein paar Wochen den melierten kuscheligen Sweat gefunden habe, ist mir sofort dieser Riley vor Augen geschwebt. Einfach, sportlich und mit ein paar Ziernähten. Ich musste auch einfach mal schauen was ich aus meiner Cover rausholen kann. Vor der Ärmelcovernaht hatte ich ein bisschen Bammel, aber dank meines neuen Taylors Ham (siehe hier) hab ich richtig gut gebügelt und es ging ganz einfach. Bisschen gruselig ist es trotzdem immer wieder von der falschen Seite her zu nähen... Die Kapuze hab ich nach meinem Tutorial für die ungefütterte Kapuze genäht und über die Flatlocknaht noch drüber gecovert. Sieht gut aus und ist stabiler als eine reine Flatlocknaht. Außerdem ist die Innenseite so hübsch und kuschelig!




25 Sporthose Daily Routine {Ottobre 5/2015}

Ab und zu darf es bei mir ruhig mal etwas verrückter zugehen, auch im Kleiderschrank. Und beim Sport sowieso. Da braucht man schließlich gute Laune um sich überhaupt aufzuraffen - und beim Zumba, meiner Lieblingssportart (kann man das so nennen?) gehen crazy Muster und bunt ja immer. Ich find den schwarz blau gemusterten Lycra, den ich auf dem Stoffmarkt als Coupon gefunden habe, total cool - da gehen die Meinungen aber auseinander, wie ich inzwischen festgestellt habe. Meine Eltern sind wohl eher der Ansicht, wenn ich in die 80er gebeamt würde, ich würde nicht auffallen. Ob das jetzt gut oder schlecht ist, bin ich mir noch nicht sicher. Von "der Stoff sieht echt geil aus" und "den Stoff finde ich nicht schön" hab ich in meinem offline Bekanntenkreis schon ein paar Variationen gehört, deswegen bin ich jetzt echt gespannt, wozu ihr tendiert.
Die Sporthose Daily Routine aus der Ottobre 5/2015 hab ich mir zum Fahrradfahren, Zumbaen und Squashen für die kalte Jahreszeit genäht und bin sehr zufrieden, den Praxistest hat sie nämlich letzte Woche im Hollandurlaub schon bestanden: 40 km durchs zugige Zeeland geradelt und perfekt gekleidet.
Fake Yoga auf Wellenbrechern - alles friert bei schnuckeligen 12 Grad, nur die Beine nicht. Ziel erreicht.
Ich hab die Hose aus Double Face Lycra in 38 genäht, 36 hätte aber auch locker gereicht, sie könnte sogar noch ein bisschen enger sitzen, an den Beinen schlägt sie ganz leichte Falten. Ich musste auch ordentlich enger nähen, damit die 38 jetzt sitzt, vor allem an der Schrittnaht, vorne und hinten oben. Ich hab aber auch bei Kaufhosen häufig das Problem, dass hinten in den Bund noch locker die quergestellte Hand rein passt. Aber das ist das Schöne beim Nähen, sowas ist ganz schnell angepasst, da der Bund ja noch nicht angenäht ist. An den Waden hab ich auch bis zu den Knien hin sicher 2 bis 3 cm wegnehmen müssen, weil sie da etwas schlabberig war. Für die Variante das über die Zeit hinweg mit Muskeln aufzufüllen bin ich trotz toller Hose nicht motiviert.


30 Raphaela mit Knopfleiste

Eigentlich nähe ich unter der Woche nicht. Ist einfach zu stressig, bei einem Vollzeitjob. Wenn ich ein Nähzimmer hätte, dann vielleicht. Aber so geht für das Aufbauen und Aufräumen jedesmal eine halbe Stunde Zeit drauf. Das lohnt sich nur für längere Zeitabschnitte. Aber wenn man schon Dienstagmorgens anfängt von den Knopfleisten zu träumen, die man am Wochenende nähen will und nicht aufhören kann darüber nachzudenken, wie das neue T-shirt aussehen könnte, dann ist es wohl doch angebracht schon am Dienstag Abend die Nähmaschinen rauszuwuchten und nicht erst bis zum Wochenende zu warten.
Wobei es bei mir im Sommer (ja wir haben fast noch Sommer) am Wochenende sowieso knapp ist mit der Nähzeit. Einfach zu warm und zu viel Aktivitäten geplant. Noch ein Grund mehr sich auch unter der Woche zu motivieren.


30 Morris Blazer


(For the english version of this text, please scroll down) Kennt ihr das? Ein Schnittmuster, das einem von Anfang an gefällt, und man sich sagt, das mach ich unbedingt. Man schaut sich die Bilder von anderen im Netz an, und überlegt, wie das eigene Teil aussehen könnte. Aber irgendwie traut man sich doch nicht richtig ran. So gings mir mit dem Morris Blazer von Grainline Studios. Der Preis fürs Ebook ist ja nicht ganz ohne, etwa 13 Euro (inkl. VAT), die Anleitung ist auf englisch und auch die Stoffwahl hat mich schon vor dem Kauf des Schnittmusters vor ein echtes Problem gestellt: Was ist denn Ponte di Roma? Das war der Stoff, dem ich am häufigsten bei anderen Bloggern begegnet bin. Die deutsche Bezeichnung ist wohl Romanit, das ist aber soweit ich weiß auch relativ weit gegriffen. Im Stoffladen gabs keinen schönen, deshalb hab ich das ganze Projekt erstmal weiter nach hinten verschoben. War ja auch eher Kleidchen und T-Shirt Wetter im Sommer. Als es Ende August dann etwas kühler war, hat mich der Wunsch nach dem Morris wieder gepackt! Ich bin einfach über meinen Schatten gesprungen, hab den Schnitt bestellt und innerhalb von 3 Tagen geklebt, abgepaust und genäht. Nicht dass ihr denkt, der Schnitt wäre so aufwändig, dass man 3 Tage braucht. Im Gegenteil, ich war sehr überrascht, wie schnell ich fertig war. Aber wie das so ist, hat man einfach nicht genug Zeit alles an einem Stück zu nähen. Was die Stoffwahl anging: der perfekte Stoff (ein Interlock oder Doubleface Sweat, da bin ich mir nicht ganz sicher) hat die ganze Zeit unentdeckt in meiner Stoffkiste geschlummert ohne dass ich an ihn gedacht habe. Was beweist, dass ich dringend ein Stoffregal und keine Kiste brauche, dann hätte ich vielleicht auch einen besseren Überblick. (Apropos besseren Überblick: wer mir bei Instagram folgt, hat gesehen, dass ich endlich meine Garnkiste sortieren konnte!)

Nun zum Schnittmuster:


22 Skater Dress {Tutorial}


Ich wollte so gerne ein Jersey Sommerkleidchen nähen. Also erstmal den Kleiderschrank durchforstet, was hab ich denn, was kaufe ich denn normalerweise, was steht mir? Bis ich dann rausgefunden habe, dass der Stil, den ich gerne haben will, Skater Dress heißt, hat es auch etwas gedauert. (Skater Dress, weil der Schnitt auf der Taille sitzt und an Eiskunstläuferkleidchen erinnert.) Es ist einfach sehr vorteilhaft, wenn die Taille betont wird, und der Rock schön schwingt, finde ich. Also war dann klar, sowas will ich haben. Und wie es aussehen soll wusste ich auch schon: Oben die Livia von Pattydoo, die sitzt einfach klasse und unten rum ein schön geraffter Rock. Aber ein richtiges Schnittmuster für den Rock? Hab ich irgendwie keins gefunden, was mir so richtig gefällt. Hab auf mehreren Blogs rumgesucht, und als einzige Anleitung gefunden: Irgendwie ein Rechteck aus Jersey raffen und an den kurzen Seiten zusammen nähen. Aha. Hört sich irgendwie einfach an, aber zu viele Variablen waren noch unklar. Was für Maße soll das Rechteck haben? Leg ich die vorher fest, oder erst wenn es gerafft wurde? Wie will ich raffen? Wie und in welchem Schritt befestige ich das Oberteil am besten? Fragen über Fragen also. Und wie bei den meisten Projekten, die ich ohne richtige Anleitung angehe, hab ich mir stundenlang überlegt, wie ich am besten vorgehen könnte. Den Elastikkräuselfuß meiner Cover wollte ich unbedingt mal an einem tatsächlichen Nähprojekt ausprobieren (und nicht nur einfach um zu sehen, ob er funktioniert). Das war damit entschieden: Ich kräusel einfach mal drauf los und schau später ob's was wird.
Den schwarz weiß gestreiftem Jersey, hatte ich übrig, er durfte als Probemodell dienen, da ich eigentlich gar nicht gedacht hätte, dass es überhaupt klappt...Was dabei rausgekommen ist, könnt ihr hier auf den Fotos sehen. (Die ich übrigens IM See schießen (lassen) musste, es war einfach zu heiß. Trotz kurzem Kleid. Der Fotograf aka Schatz war nur mittelmäßig erfreut). Und ich bin so begeistert von meinem Skater Dress, dass ich euch so ein cooles, einfaches Nähprojekt natürlich nicht vorenthalten will. Für Ungeduldige: zum Tutorial etwas weiter runterscrollen.