Trockenblumen Ring DIY

Heute mal ein ganz super schnelles DIY, das eigentlich gar nicht unbedingt auf dem Blog gelandet wäre. Aber weil ich doch ein paar Tipps hab, an die ich mich in ein paar Jahren, wenn ich das nochmal machen möchte, nicht erinnern kann und weil ich die Bilder echt hübsch finde, findet dieser schnelle Trockenblumenring seinen Weg hierher. Ich hab das eigentlich schon alles eine ganze Weile geplant gehabt, aber immer wenn ich Zeit hatte, hat mir irgendwas gefehlt. Das Zusammensammeln der Zutaten war auch tatsächlich das schwierigste, sobald alles da war ging es ratzfatz. Ich hab 2 Ringe bei Depot gekauft, in 2 Größen, weil ich mir nicht ganz sicher war wie die Proportionen wirken werden. Das war auch gut, denn der kleinere hat überraschenderweise an die Haustür gepasst, da hatte ich damit gerechnet einen größeren zu brauchen, und der größere hat seinen Platz im Bad (heller Hintergrund, siehe weiter unten) gefunden.

Die meisten Trockenblumen und Gräser habe ich beim spazieren gehen gefunden, die großen gelben hab ich im Blumenladen gekauft (2 Euro das Stück...), einige waren noch von der Tischdeko der Hochzeit meiner Freundin übrig (u.A. Schleierkraut), von der ich netterweise ein paar Reste mitnehmen durfte. Im Bastelladen hab ich dann auch noch eine Packung echte Trockenblumen gesehen, bei der z. B. Getreidehalme dabei waren, zu dem Zeitpunkt hatte ich aber schon genug Material gefunden. Super funktioniert es auch mit Schafgarbe, die klappen ihre Blüten so nach oben, das gibt einen ganz coolen Effekt (siehe linkes Bild unten). Die Gräser, die aktuell blühen (die ganz am Rand vom Ring) bröseln etwas, aber mit ein bisschen Haarspray kriegt man das auch gut in den Griff.




Stricktop Emma

Ich hab festgestellt, dass ich im Sommer lieber Stricksachen trage, als im Winter. Verrückt, oder? Mich hat auch jeder komisch angeguckt, wenn ich auf die Frage, was ich da grade stricke, gesagt habe: ein Sommertop. Kann man im Sommer überhaupt Wolle tragen, war dann meistens die erste Frage. Die Antwort ist für mich super einfach: Ja definitiv, wenn es ein Baumwollgarn ist und es ein schön luftiges Top ist mit ordentlich Mehrweite (was bei negativer Mehrweite passiert und was ich davon halte, zeige und erzähle ich euch auch bald). Dann fühlt es sich fast an, wie gar nichts tragen, weil die Wolle einfach so um einen herumschwingt. Das hab ich vor 2 Jahren bei meinem Nordic Summer Top Light schon gemerkt, das hab ich sooo oft angehabt. Letztes Jahr im Sommer hab ich noch an meinem Cardigan rumgestrickt (der eigentlich im Herbst 2021 fertig werden sollte...Ähäm, ich hoffe ich kann ihn euch dann diesen Herbst zeigen), aber dieses Jahr hab ich schnelle Ergebnisse sehen wollen und was stricken, was ich dann direkt auch anziehen kann.
Ich hab also im März schon nach einer Sommertopanleitung gesucht und war direkt von dem Emma Top von Paula Strickt begeistert. Sah schon bisschen kompliziert aus, Halbpatent, mit den ganzen Zu- und Abnahmen, aber ich bin sehr froh, dass ich mich getraut habe. Mutig war ich übrigens auch bei der Farbauswahl, obenrum trage ich eher selten grün, aber dieser Salbeiton hat mich hier im lokalen Wollladen einfach angelacht.



Und die Wolle finde ich auch wahnsinnig toll, es ist die Katia Tencel Cotton in Farbe 31 Blassgrün, die es aber noch in so viel mehr schönen Farben gibt. Und super finde ich auch, dass sie zu 67% aus nachhaltig hergestelltem und biologosch abbaubarem Lyocell besteht. Ich hab mir danach direkt noch 2 weitere Farben holen müssen – sie ist nämlich mit 3,50€ noch dazu wirklich nicht teuer (wie immer keine Werbung, alles selbst gekauft und selbst begeistern lassen ;-) ).



So, jetzt mal zum Emma Top: Wie immer finde ich die Anleitungen von Paula strickt extrem gut und ausführlich, und obwohl beim Emma Top einige für mich neue Techniken dabei waren, hat das wirklich gut geklappt. Am Anfang hab ich in meiner Maschenprobe einfach alle Zu- und Abnahmetechniken ausprobiert, hatte auch noch Hilfe, von der lieben Hannah von hannah_lovesknitting, die mir vor 2 Jahren schon bei meinem Nordic Summer Top Light zur Seite gestanden hat und so nett war mir in einem Videocall ein paar Tipps zu geben.



In der Anleitung enthalten sind übrigens das Emma Top (für Garn mit Lauflänge von 100m/50g) und das Emma Top No 2 (für Garn mit Lauflänge von 120m/50g, etwas länger als das Emma Top und mit hohem Rückenausschnitt). Ich hab das Emma Top No2 gestrickt, da war ich mit meinem Garn mit 120m/50g einfach näher dran. Ich hab aber trotzdem zweimal die Vorderseite gestrickt und nicht den höheren Rückenausschnitt.


Ich hab Größe S gewählt, meine Maschenprobe war bei 20Mx46R (laut Anleitung sollte sie bei 20Mx38R sein), somit hab ich mir gedacht, dass es von der Weite sicher gut passt und ich einfach ein paar Reihen mehr stricke als angegeben, dann passt es von der Länge sicher auch. Ich glaube ich hätte nicht mal mehr Reihen stricken müssen (hab statt 108 Reihen für den Rumpf 142 Reihen gestrickt und 17 Reihen statt 15 für die Träger). Der Armausschnitt dürfte auf jeden Fall nicht tiefer sein (da lugt nämlich je nach BH das BH Band raus) und von der Länge her war ich eine ganze Weile nicht so zufrieden, weil es irgendwie entweder zu lang oder zu kurz zum kombinieren war.



Inzwischen finde ich die Länge aber zumindest zu dieser kurzen Hose eigentlich ganz passend. Das nächste würde ich aber trotzdem entweder ein paar Reihen verlängern oder verkürzen. French Tuck (also vorne in die Hose gesteckt) geht auch ganz gut, aber durch die dickere Struktur hüpft es gerne eigenständig wieder raus. Auch in Röcke kann mans nicht so gut stecken, es wirkt doch etwas klobig.



Jetzt verlinke ich noch ein paar gute Videos, die mir sehr geholfen haben, denn beim Halbpatent sind die Zu- und Abnahmen schon etwas seltsam. Halbpatent hab ich schon bei meinem Stirnband Nova (ebenfalls nach Anleitung von Paula Strickt) verwendet und fand es da schon mega cool, weil die Haptik einfach so fluffig ist. Konnte mir das bei einem Sommertop nicht so ganz vorstellen, war mir etwas unsicher, ob es zu dick wird, aber es fühlt sich wirklich so angenehm an.



Zunahmen

Maschen aus dem Querfaden aufnehmen (für den Schlitz am Saum): Hier gibt es ein Instagramhighlight, wo es wirklich sehr gut gezeigt wird, das ich aber fast nicht gefunden hätte, da es in der Anleitung nicht verlinkt ist. Und ich hatte nämlich besonders bei den rechts geneigten Zunahmen Probleme, weil der Umschlag da nochmal von vorne nach hinten aufgenommen wird und man nicht den schon bestehenden Umschlag verwendet.



Zusammen nähen der Seitennähte

Das ist auch wirklich easy, wird ebenfalls im Instagram Highlight von Paula Strickt gezeigt.



Doppelte rechts bzw links geneigte Abnahmen

Für Arm- und Halsausschnitt muss man doppelte rechts bzw links geneigte Abnahmen machen, da habe ich ein gutes Youtube Videos von Petite Knit gefunden. Einmal für rechts geneigte Abnahme , einmal für links geneigte Abnahme.



Zusammennähen der Träger

Fürs zusammennähen der Träger bei 1x1 Bündchen gibt es auch noch ein sehr gutes Video.



Und hiermit sind eigentlich alle Techniken vom Emma Top abgedeckt. Die kann man auch super erstmal separat üben, um dann zu entscheiden, ob man das Top stricken möchte oder nicht. Aber ich kann es wirklich nur empfehlen. Toll finde ich nämlich auch, dass die Träger genau perfekt sitzen, sodass sie den BH verdecken. Das ist nämlich das einzige, was ich bei meinem Nordic Summer Light Top ein bisschen schade finde: die Träger sind einen Ticken zu schmal um den BH-Träger zu verdecken, und normalerweise sind mir trägerlose BHs einfach zu unbequem für den Alltag.

Ich hab wieder Lifelines verwendet, die ich immer wieder zwischendrin eingezogen habe, da ich beim Halbpatent noch nicht rausgefunden habe, wie man die nachträglich einzieht, falls man einen Fehler gemacht hat. Das war mir echt ein bisschen zu knifflig. Vielleicht kennt ja jemand dafür ein gutes Video? Leider sieht man die Stellen, an denen die Lifeline saß, wenn man ganz genau hinschaut, obwohl ich das Top geblockt habe als es noch nicht zusammen genäht war, und dann nochmal danach. Das hat übrigens ewig gedauert zum Trocknen, weil es schon ein sehr dichtes Gewebe ist.

Lustigerweise hat das Stricken selbst aber gar nicht so lange gedauert, die Wolle habe ich Mitte März gekauft und Ende April war ich schon fertig. Hätte erwartet, dass ich durch das Halbpatent, wo ja schon recht viel Wolle verbraucht wird, nicht so schnell vorwärts komme.

Mal schauen ob ich das nächste noch dieses Jahr beginne, oder es wieder ein Frühjahrsprojekt wird. Alle Notizen zu diesem Projekt hab ich auch endlich mal ganz ordentlich bei Ravelry schon während dem Stricken gespeichert, schaut euch gerne mal meine Projektseiten dort an.

Bis bald,
eure Nina


Verlinkt bei MeMadeMittwoch, Du für Dich am DonnerstagCreativsalat