Posts mit dem Label Taschen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Taschen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

5 Tragetasche für Blechkuchen {Tutorial+Plotter Freebie}

Die besten Ideen sind ja meiner Meinung nach immer die, die einem spontan kommen, weil man sie genau in dem Moment braucht. So wars auch bei meiner Kuchenblechtragetasche. Ich wollte wie immer mit der Bahn zur Arbeit fahren, hatte aber schon den Geburtstagskuchen gemacht und hab mich gefragt, ob ich es nicht vermeiden kann nur wegen dem Kuchen das Auto zu nehmen. Für runde Kuchen habe ich einen Container zum Tragen, aber für meinen Blechkuchen (hmm, Erdbeer-Rhabarber!) hatte ich keine passende Transportmöglichkeit. Unter den Arm klemmen ist definitiv keine Option ;-).
Ich hab also schnell gegoogelt, denn Kuchentragetaschen hab ich schon einige im Netz gesehen. Allerdings immer nur für runde Kuchenformen, für Blechkuchen hab ich nichts gefunden. Mit Maßband und Kuchenblech ausgerüstet hab ich mich in mein Nähzimmer begeben, ein bisschen gerechnet und dann nach Stoffresten gesucht. Der hübsche Canvas mit Chevronstreifen von hier war noch von einem Gardinenprojekt vor ein paar Monaten übrig (leeeicht verschätzt mit der Länge des benötigten Stoffs) und der Rest hat genau gepasst.



Ein Plot passend zum Kuchenmotto musste natürlich auch drauf und nachdem ich auch hier online nicht fündig geworden bin, hab ich es einfach selbst designt. Wenn euch die Vorlage gefällt könnt ihr sie gerne hier als png oder studio3 Datei downloaden und für eure Projekte mit Kuchenthema verwenden.


6 Delari Bag #2


Ich glaube es gibt kein anderes Nähwerk von mir, was jemals so viel von mir benutzt oder getragen wurde, wie die Delari Bag Nr 1, die ich letztes Jahr genäht habe. Ich hab sie wirklich JEDEN Tag dabei und weiß schon gar nicht mehr, wie ich davor ohne Rucksack leben konnte. Es ist so viel praktischer wie jede Umhängetasche, wenn man immer die Hände frei hat und nichts irgendwo rumschlenkert.

Was war also der logische nächste Schritt? Klar, noch ein Rucksack. Als das Schnittmuster für die delari_bag#2 heraus kam, war ich im ersten Moment angetan, aber nicht wirklich überwältigt. Aber ist ja irgendwie klar: Die delari_bag#1 zu übertrumpfen wäre auch so gut wie unmöglich gewesen, die Messlatte war einfach zu hoch. Aber trotzdem hat mich das Design (und die Designbeispiele, z.B. hier und hier) überzeugt. Vor allem, nachdem ich auf dem Stoffmarkt schönes Leder dafür gefunden hatte, konnte ich mir meinen neuen kleinen Rucksack immer besser vorstellen.

Aber lustigerweise ging es nicht nur mir so. Schon als ich die ersten Handyfotos an Freundinnen geschickt habe, kam als erste Reaktion: „Schön, aber der Erste gefällt mir besser“. Dem kann ich nur bedingt zustimmen, denn für mich sind es zwei komplett unterschiedliche Rucksäcke, die man nicht vergleichen kann, denn sie haben einen unterschiedlichem Zweck. Der neue wäre gar keine Option für einen Rucksack für den tagtäglichen Gebrauch, dafür ist er zu klein. Es passt grade mal mein Geldbeutel, ein kleines Täschchen mit Krimskrams, ein Cardigan und ein Buch rein. Zumindest in die Mini Variante, die ich genäht habe. Aber genau das hat mir gefehlt. Der große war oftmals überdimensioniert, wenn ich nur mal schnell in die Stadt bin und ich hab doch wieder zu einer kleinen Handtasche gegriffen.



Aber genug mit den Rationalisierungen, warum ich diesen Rucksack brauchen kann – ich hab ihn genäht, ganz einfach weil ich Bock drauf hatte. Schon beim Ersten hatte ich wirklich viel Spaß beim Nähen, und das war auch dieses Mal wieder so.


15 Delari Bag

Ich hab oft genug gesagt, dass ich nicht gerne Taschen nähe. Das sieht man auch an der nicht vorhanden Fülle an Taschen auf diesem Blog (mit der Ausnahme dieser hier von 2013, die ich nur selten verwendet habe, wegen zu bunt und nicht wasserdicht und knickt komisch beim Tragen). Täschchen gehen super, die sind niedlich und man steckt sie einfach in eine gekaufte Tasche (Beispiele gibt es auf dem Blog genug). Jetzt kommt das große ABER. Als ich nämlich die Delari Bag gesehen habe, waren plötzlich alle Gründe, warum ich mir nie wieder eine Tasche genäht habe, wie weg geblasen. Dieses Design! Dieser "überhaupt nicht selbst gemacht" - Look. Und dann auch noch aus Leder (worauf ich eh mal Lust hatte). Ich hab meine eigene sofort vor Augen gehabt. Das nervige Zubehör suchen, die Frage, wie verstärke ich, verstärke ich überhaupt, und wird die Tasche dadurch vielleicht insgesamt schwerer, als alles, was ich rein tun könnte, schienen plötzlich nicht mehr ganz so gravierend. Das war es nämlich was ich bei der letzten Tasche echt doof fand. Im ersten Moment war ich damals begeistert: OMG, ich habe eine richtige große Tasche genäht, was für ein Projekt.



Dass das Gurtband aber in die Schulter geschnitten hat, die Tasche leer schon 2 kg gewogen hat, ich mich jedes Mal gefragt habe, wie schwer und nass sie wohl wird, wenn ich in einen Regenguss komme, und noch dazu einfach selbst genäht aussah, hat mich dann doch davon abgehalten sie jemals zu benutzen.


5 Clutch Emilia aus Leder und Spitze

Die Nähanleitungen von Modage find ich einfach super! Es gibt kaum jemand, der so ausführliche und präzise Anleitungen schreibt, wie Kathrin und dann auch noch so schöne (helle, scharfe und aussagekräftige) Fotos dazu macht. Ich bin mal wieder begeistert!
Das Ebook für die Clutch Emilia, das ich nun nach der Kosmetiktasche Lucie und der Tablettasche Sophie genäht habe, hat mal wieder echt Spaß gemacht. Und nicht nur weil ich schon während dem Nähen total begeistert von der eher zufällig entstandenen Spitze - Leder - Kombi war.



8 Seesack {Dawanda DIY Nähpaket}

Lustigerweise lag ich in unserer Strandmuschel am Meer, als ich die Nachricht bekam, dass ich den Seesack DIY Kit* von Dawanda und Stoffe.de nähen darf. Echt passend, oder? Ich hab mich richtig gefreut, denn eine große Tasche, in die viel reinpasst wollte ich sowieso mal wieder nähen  und für mein Sportzeug brauch ich auch was Stylischeres, als die Lola (von hier), die ich immer vollgestopft hab. Meine Badminton und Squashschläger sind da auch immer rausgefallen, weil sie zu wenig tief ist. Ein übergoßer Turnbeutel kam mir also grade recht! Und zwei neuen Herausforderungen wollte ich mich auch endlich mal stellen: Nähen mit (Kunst-)Leder und Nähen mit dickerem Garn. Im neuen DIY Portal von Dawanda gibt es seit neuestem nicht nur eine Menge toller Anleitungen, sondern auch ganze DIY Pakete zu kaufen.
Ich find das super praktisch, denn man bekommt alles gestellt, was man braucht ohne lange in zig Läden rumzueiern bzw. sich die Finger wund zu klicken beim Suchen im Onlineshop. Sehr angenehm. Die Farben des Seesacks sind schön neutral, da rennt man bei mir ja eh offene Türen ein. Wenn es sich nicht um kleine Accesoires wie Täschchen oder so handelt mag ich ja doch eher die dezente Farbschiene ohne großen Schnickschnack. 



Im Paket enthalten sind übrigens Stoff, Leder, Vlieseline, Garn, Ösen, Kordel und Schneiderkreide (wobei ich die nicht gebraucht habe).
Von meinen eigenen Nähutensilien hab ich noch 2 Ledernadeln gebraucht (2, weil mir eine stumpf geworden ist nach der Hälfte des Nähens) und viele, viele Wonderclips (siehe Instagram). Die Anleitung hab ich am Anfang kurz überflogen, da mir eigentlich schon klar war, was ich machen muss, für einen Anfänger steht aber alles wichtige drin. Was mich ein wenig hat stutzen lassen, waren die Maßangaben.
Als Mathematikerin hab ich da gleich mal nachgerechnet und war ein wenig verwirrt: 15 cm hohes Leder, 30 cm hoher Außenstoff und 45 cm hoher Innenstoff. Da kann doch was nicht stimmen. Bei 1 cm Nahtzugabe ist dann nämlich, wenn man den Lederstreifen und den Canvasstreifen zusammen näht das ganze Außenteil nur noch 43 cm hoch. Deswegen hab ich das Innenteil nur mit 43 x 110 cm zugeschnitten. Beim Kreis hab ich auch nochmal nachgerechnet: bei 110 cm Länge der Streifen kommt man nach dem Zusammennähen auf einen Umfang von 108 cm des Schlauchs. Das heißt der Kreis muss ebenfalls einen Umfang von 108 cm haben, damit alles gut aufeinander passt, sprich der Durchmesser muss d = Umfang / pi  = 108/3.14 = 34,37 cm sein. Angegeben sind 35 cm Durchmesser. Da hab ich nix dran geändert, ist ja nur ein dreiviertel Zentimeter und es hat beim Nähen dann ganz gut gepasst. Ist das jetzt schon zu viel Erbsenzählerei? Ich bin da wohl vorgeschädigt...