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8 Pullover Estelle

 Love at first sight - so kitschig muss ich leider meine Gefühle diesem Lochmuster-Pullover gegenüber äußern. Ich hab die ersten Fotos des Designs bei Paula von Paulastrickt (meiner Lieblingsdesignerin, wie man vielleicht merkt, siehe meine bisherigen Werke...) gesehen und war begeistert von dem schlichten, aber eleganten Lochmuster. Und das beste: ich hab noch nie Lochmuster gestrickt, also noch ein guter Grund die Anleitung zu kaufen und was neues zu lernen. Ich hab erstmal Wolle (Agone Linie 496, Farbe 02) im lokalen Wollladen gekauft, die eigentlich auch sehr gut gepasst hat, die Maschenprobe war perfekt von den Maßen, aber das Lochmuster kam einfach nicht so schön raus, wie auf den Fotos in der Anleitung, es sah ein bisschen flach aus. Deswegen hab ich dann doch klein beigegeben und genau die gleiche Wolle bestellt, wie im Original verwendet. Ich hab immer ein bisschen das Gefühl, dass es "gecheatet" ist, wenn man 1:1 das gleiche macht, aber es hat mir einfach so gut gefallen, und ich hatte schon beim Anker Sweater und beim No Frills Cardigan gute Erfahrungen damit gemacht die Originalwolle zu nehmen. Man hat ja immer noch genug damit zu tun die richtige Größe zu wählen und die Anleitung korrekt zu befolgen. Und nach meiner nicht ganz so guten Wollentscheidung beim Clara Cardigan (der pillt so...aber ich trag ihn trotzdem gern!), wollte ich dieses Mal auf Nummer sicher gehen. Die Wolle von Gepard Garn, Puno und Kid Seta, jeweils Farbe 142, gemeinsam gehalten ist nicht günstig. Ich hab 6 bzw 3 Knäuel gebraucht und es hat wirklich grade so gereicht und mich über 100€ gekostet. Ich hab noch 4 g Kid Seta und 11g Puno übrig, das war eine Punktlandung. Ich hab mich aber auch ran getastet, da sich der Pullover noch deutlich in der Länge dehnt nach dem Blocken. Ich hab einfach in regelmäßigen Abständen Lifelines eingezogen und solange gestrickt, bis die Wolle für Ärmel und Körper so gut wie weg war. Bevor ich die Bündchen gestrickt hab, durfte der Pulli ein Bad nehmen und er ist tatsächlich, wie auch in der Anleitung beschrieben um einige Zentimeter gewachsen. Notizen zu den finalen Reihenanzahlen gibt es übrigens auch auf meinem Ravelry.





13 Clara Cardigan

19 Grad sind echt nicht warm und schon gar nicht wenn man die meiste Zeit des Tages fast bewegungslos an einem PC sitzt. Deswegen hab ich direkt Anfang Oktober (sogar als es noch echt warm war) angefangen mein bisher wärmstes Kleidungsstück zu stricken. Nachdem ich kurz vorher ja meine letzte Jacke vollendet hatte (No Frills Cardigan, die gefühlt hundert Jahre, aber in echt nur 2 Jahre gedauert hat - mit Pausen), wollte ich "instant gratification". Den Clara Cardigan von Paula Strickt hatte ich schon eine ganze Weile auf meiner Favoritenliste, aber die Tatsache, dass er mit Nadelstärke 6,5 gestrickt wird, hat dann den Ausschlag gegeben. Im örtlichen Wollladen hab ich Wolle gefunden, Katia Super Merino (50% Polyacryl, 50% Schurwolle, 125m/100g, 6,95€), die ziemlich genau die Maschenprobe erfüllt hat, nicht furchtbar teuer und flauschig weich ist und eine schöne Farbe hat. Es gibt ein wahnsinnig großes Farbsortiment von der Wolle, aber ich wollte kein Statementpiece, sondern einen praktischen Alltagsbegleiter, der zu allem passt. Also bin ich bei einem kalten dunkelgrau gelandet.
Die ersten Reihen waren so schnell gestrickt, der Aufbau der Jacke echt mega cool und noch dazu einfach, wenn man Halbpatent mag (ich liebe es!) und für die Zunahmen folgendes Tutorial-Highlight von Paula Strickt kennt. Die Jacke wächst so wahnsinnig schnell, ich hab gefühlt alle paar Tage ein neues Knäuel Wolle gebraucht. In der Anleitung steht für Größe S 800g und ich musste sogar tatsächlich noch ein weiteres Knäuel nachkaufen, aber nur grade so anbrechen. Ich hab aber auch die Ärmel um 14 Reihen verlängert, also macht das Sinn.



Die Anleitung ist richtig gut, wie alle von Paula strickt (weshalb ich auch grade irgendwie keine Lust hab etwas von jemand anders zu stricken, außer vielleicht Petite Knit,weil die ähnlich gute Anleitungen haben...hat noch jemand eine Empfehlung?), es sind richtig viele Fotos drin, alle Techniken sind mit Fotos erklärt oder super Youtube Videos sind verlinkt. Insbesondere das empfohlene Youtubevideo zum italienisch abketten find ich klasse, endlich kann ich mir besser merken wann man was machen muss.


2 Soft Serve Twisted Beanie

Dieser Beitrag ist eine Mahnung an mich: Schreib auf, was du tust! Ich hab diese niedliche Mütze vor 2 Jahren gestrickt, für mein (damals noch ungeborenes) Patenkind. Es war ein bisschen kurz vor knapp, die Babyparty stand bevor und ich habs nichtmal geschafft von meinem Geschenk ein Foto zu machen, geschweige denn aufzuschreiben, welche Wolle ich verwendet habe oder welche Nadeln.



Ich weiß nur noch, dass ich sie genau nach Anleitung gestrickt habe. Es ist die Soft Serve Twisted Beanie von Knitatude, die eigentlich für Erwachsene ist. War mir aber egal, ich fand das Muster echt cool und in der Anleitung stand schon, dass die Autorin einen eher kleinen Kopf hat (wie ich auch). Beim Stricken kam sie mir damals schon irgendwie sehr groß vor, für ein Baby, ich bin dann aber doch bei der vorgegebenen Anzahl von Wiederholungen des Rapports geblieben.



10 No Frills Cardigan

Die Fertigstellung dieser Strickjacke hab ich mehr als ein halbes Jahr vor mir hergeschoben. Es hat tatsächlich nur noch die letzte Reihe, also das Abketten gefehlt. Aber irgendwie war ich im Frühjahr im Kopf blockiert, ob die Länge so passt, und da ja klar war, dass ich mindestens ein halbes Jahr warten muss, bis die Jacke zum Einsatz kommt, lag der Projektbeutel unbeachtet rum. Aber - ich hab mir ganz umsonst Gedanken gemacht, denn ich würde die Jacke in jeder Länge anziehen, so kuschelig wie die ist.
Es ist der No Frills Cardigan von Petite Knit, auch bekannt unter dem Namen Kein Schnickschnack Cardigan, oder im Original auf dänisch Ingen Dikkedarer Cardigan. "Dikkedarer", bestes dänisches Wort finde ich, das erweitert meinen Dänisch Wortschatz auf  ganze zwei Worte. Das andere Wort wäre Masker (Masche), was man in den extrem informativen Videos von Petite Knit das eine oder andere Mal hört. Obwohl die Videos nicht deutsch oder englisch sind, sieht man sehr gut, was man machen muss, was wohl auch der Grund ist, dass ich mir kaum Notizen zum Vorgehen gemacht habe.



Die Anleitung selbst ist recht einfach und wirklich sehr gut beschrieben, ich denke der einzig schwierige Teil ist der provisorische Maschenanschlag, der aber direkt am Anfang kommt. Wenn man den Teil also geschafft hat, dann ist der Rest der Jacke nur noch Durchhaltevermögen, denn sie strickt sich nicht unbedingt flott. Ich hab tatsächlich im Herbst 2020 angefangen und sie war erst im Februar 2022 (so gut wie) fertig. Das lag aber auch daran, dass ich nicht durchgehend dran gestrickt habe, ich hatte da bestimmt einige Pausen drin, denn irgendwann war sie auch einfach zu sperrig zum Mitnehmen.



9 Stricktop Zoe

Vor einem Monat hab ich euch mein Stricktop Emma gezeigt und schonmal angeteasert, dass ich euch noch was zu Stricktops mit negativer Mehrweite erzählen möchte. Und wie ihr unschwer an den Bildern erkennen könnt, ist das Top Zoe, das ich hier trage (ebenfalls von Paula Strickt) kein luftig lockeres Sommertop, obwohl es aus genau der gleichen Wolle ist (Katia Tencel Cotton in Farbe 7 Hellbeige). War mir auch vorher klar, dass es das in einem Rippenmuster natürlich nicht wird, ich wollte es aber trotzdem mal ausprobieren, einfach um zu sehen, wie mir das so gefällt. Und ich kann euch leider nicht sagen, dass ich Emma x-mal mehr getragen habe, als Zoe, denn x-mal Null wäre dann ja immer noch Null. Und Emma hab ich ooooft getragen. Und Zoe eben null. Aber es hätte auch was werden können, das Nordic Summer Top Light hat auch nicht nur positive Mehrweite und das liebe ich auch. Manchmal hilft nur ausprobiert, aber es ist mir einfach gefühlt zu eng, rutscht dadurch immer hoch (auch wenn in der Anleitung empfohlen wird in den Bund noch dünne Gummis einzuziehen) und auch den Schnitt finde ich für mich nicht so vorteilhaft (Notiz an mich selber: Lass es einfach mit dem Ringerrücken!). Ach ja, und es ist wirklich schwer zu kombinieren durch die Länge - würde es vielleicht im Urlaub noch zu ner Shorts oder so anziehen, aber ansonsten hat es mir leider nicht zu sehr viel gefallen. Die Kombi mit dem Breathless Skirt fand ich noch mit am besten, es hat zumindest für die Fotos hier gereicht. Versteht mich jetzt aber nicht falsch, ich bereue es aber trotzdem überhaupt nicht, dass ich das Top gestrickt habe, denn ich hab richtig viel dabei gelernt!





8 Stricktop Emma

Ich hab festgestellt, dass ich im Sommer lieber Stricksachen trage, als im Winter. Verrückt, oder? Mich hat auch jeder komisch angeguckt, wenn ich auf die Frage, was ich da grade stricke, gesagt habe: ein Sommertop. Kann man im Sommer überhaupt Wolle tragen, war dann meistens die erste Frage. Die Antwort ist für mich super einfach: Ja definitiv, wenn es ein Baumwollgarn ist und es ein schön luftiges Top ist mit ordentlich Mehrweite (was bei negativer Mehrweite passiert und was ich davon halte, zeige und erzähle ich euch auch bald). Dann fühlt es sich fast an, wie gar nichts tragen, weil die Wolle einfach so um einen herumschwingt. Das hab ich vor 2 Jahren bei meinem Nordic Summer Top Light schon gemerkt, das hab ich sooo oft angehabt. Letztes Jahr im Sommer hab ich noch an meinem Cardigan rumgestrickt (der eigentlich im Herbst 2021 fertig werden sollte...Ähäm, ich hoffe ich kann ihn euch dann diesen Herbst zeigen), aber dieses Jahr hab ich schnelle Ergebnisse sehen wollen und was stricken, was ich dann direkt auch anziehen kann.
Ich hab also im März schon nach einer Sommertopanleitung gesucht und war direkt von dem Emma Top von Paula Strickt begeistert. Sah schon bisschen kompliziert aus, Halbpatent, mit den ganzen Zu- und Abnahmen, aber ich bin sehr froh, dass ich mich getraut habe. Mutig war ich übrigens auch bei der Farbauswahl, obenrum trage ich eher selten grün, aber dieser Salbeiton hat mich hier im lokalen Wollladen einfach angelacht.





15 Ankers Sweater

Was kommt nach dem ersten Strickpulli? Klar, der zweite! Ich war so happy mit dem Ergebnis des ersten und so motiviert, dass ich mir direkt im Anschluss wieder ein Projekt ausgesucht habe. Ich hab viel überlegt und war ehrlich gesagt etwas überfordert mit der ganzen Auswahl an Strickmustern und mit der Wahl der Wolle. Beim ersten Pulli wars ja einfach, weil das Projekt mit der Made and Worn Website perfekt für meine Maße und meine Wolle konfiguriert war. Also hab ich beschlossen es erstmal einfach zu halten und hab mir ein super einfaches Strickmuster ausgesucht und direkt auch die Originalwolle bestellt. Man muss sich ja nicht gleich völlig aus dem Fenster lehnen.

Das Strickmusterlabel PetiteKnit ist vielleicht vielen hier bekannt und auch für den Ankers Sweater, den ich ausgewählt habe finden sich super viele Beispiele im Netz. Ich werde euch trotzdem von meinen Erfahrungen berichten.

Bezüglich der Wolle hab ich wie gesagt die Wolle verwendet, die auch für den Originalpulli verwendet wurde, die Anina von Filcolana. Die gibt’s natürlich nicht in jedem Wollgeschäft, das war aber zu dem Zeitpunkt eh egal, denn die Wolle hab ich während dem Lockdown online bei Tinkus Strickparadies (sehr guter Shop!) bestellt. Das war auch ein Grund ein niedriges Risiko einzugehen, denn wenn ich schon online bestellen muss, dann wenigstens eine vom Strickmusterersteller gewählte Wolle. Ich hab lange überlegt welche Farbe es werden soll. Hell sollte sie auf jeden Fall sein, damit das schöne Muster der Passe gut zur Geltung kommt. Und weil mir das Designbeispiel so gut gefallen hat, hab ich einfach die gleiche Farbe (Oatmeal) ausgewählt. Vielleicht etwas langweilig, aber für mich war es schon spannend genug, ob ich wirklich durchhalte einen ganzen Pulli (fast) nur mit rechten Maschen zu stricken, oder ob mir das langweilig werden würde, da wollte ich wenigstens das fertige „Produkt“ schon direkt vor Augen haben, als Motivation sozusagen. 



18 Nordic Summer Top Light

Ich hätte niemals gedacht, dass ich mir mal ein Top STRICKEN würde! Hört sich irgendwie verquer an, Wolle im Sommer zu tragen, finde ich. Aber ich hatte noch sommerliche Wolle übrig (Drops Belle, von diesem Häkel-Bikini und diesem Häkeleinkaufsnetz...), die für nicht mehr als ein Top gereicht hätte, und dann ist mir auf Insta das Nordic Summer Top Light vor die Füße gefallen und zack, da war die Inspiration. Das Strickmuster sah für mich als „Kleidungs-Strick-Neuling“ gar nicht so einfach aus, also hab ich mir gedacht, selbst wenns doof aussehen würde, oder ichs nicht tragen wollen würde – ich hätte wenigstens was dabei gelernt. Und ribbeln geht ja auch immer...

Lustigerweise hab ich dann beim Durchstöbern des Hashtags #nordicsummertoplight eine Version von Hannah_lovesknitting aus ebenjener Wolle gefunden und ein sehr netter Nachrichtenaustausch hat bestätigt, dass meine 178 g Wolle tatsächlich gut ausreichen sollten. 

Nach einem kurzen Überfliegen der Anleitung hatte ich das Gefühl, dass das alles machbar sein sollte, und hab motiviert Größe S angeschlagen. Nach den ersten 15 Reihen hab ich aber schon gemerkt, dass mir das zu locker sitzen wird, und hab auf Größe XS gewechselt. Eine Maschenprobe hab ich aus Angst, die Wolle könnte nicht reichen, nicht gemacht, sondern hab einfach soweit gestrickt, dass ich 10 Zentimeter hatte und hab danach ausgemessen. Also eigentlich schon ne Maschenprobe, nur halt ungeblockt. 



14 Michen Jumper von Made and Worn - mein erster Strickpullover

Was ist euer Traum-Projekt? Etwas vor dem ihr euch ein bisschen fürchtet, aber eigentlich echt Lust darauf habt? Um das ihr schon jahrelang herumschleicht, aber doch nie anfangt, weil es ja schief gehen könnte? Bei dem so viele Fragezeichen im Raum stehen, dass es unmöglich scheint überhaupt anzufangen?
Für mich war das bis jetzt definitiv ein selbstgestricker Pullover.

Ich hab immer die Strickpullis von anderen bewundert und einmal sogar Wolle gekauft, hab angefangen, aber bin an der Anleitung, die 10 verschiedene Maschenarten verwendet hat, gescheitert. Ich hab es 3 Mal versucht und immer war ein Fehler drin, oder ich hab den Überblick verloren. Die Wolle liegt immer noch als Mahnmal in meiner Wollschublade und guckt mich vorwurfsvoll an.

Egal, ich wollte nicht aufgeben, und hab also weiterhin die Augen offen gehalten, und gehofft, dass mich vielleicht irgendwann die perfekte Anleitung für Anfänger anspringt. Und tatsächlich – auf Instagram hatte ich ja letzten Winter die coole App von Made and Worn gefunden und hab eine perfekte Mütze für meinen Schatz gestrickt (ernsthaft, er liebt diese Mütze, sie sitzt so gut). Es war so einfach zu diesem perfekten Ergebnis zu kommen, erst eine Maschenprobe mit dem Muster stricken, die Maschenprobe und den Körper ausmessen und die Maße in die App eingeben. Und schon kommt eine personalisierte Strickanleitung heraus. Über die App wird man bei jeder Runde an die Hand genommen, so kann wirklich nichts schief gehen.



Und als ich gesehen habe, dass Made and Worn auch super schöne Pulli Strickmuster hat, wusste ich: das werde ich ausprobieren, das könnte tatsächlich klappen. Ich hab mich für den Michen Sweater (sprich „Mitschin“) entschieden, da mich die Muster und die Farbe des Designbeispiels auf der Website direkt angesprochen haben.

Ein paar Screenshots von der App


Man kann allerdings jede Sektion selbst gestalten und aus unterschiedlichen Muster auswählen und hat so fast unendlich viele Kombinationsmöglichkeiten. Außerdem kann wählen, wie weit der Pulli sitzen soll, ich hab die "engste" Variante mit 5-10 Zentimern positive ease genommen.


1 Stirnband Nova

Bevor der Winter (oder wie man das heutzutage nennt...) ganz vorbei ist, zeig ich euch noch meine diesjährige selbstgestrickte Kopfbedeckung. Wobei, meine ist es inzwischen nicht mehr. Als ich das Stirnband aufgezogen habe, hat es nicht sofort Klick gemacht, ich war nicht hin und weg. Als ich es aber der Freundin meines Bruders zum Anprobieren gegeben habe, war klar, das Stirnband ist wie für sie gemacht. Sie hat eine ganz andere Kopfform, ein länglicheres Gesicht und da kommt das breite Stirnband wirklich toll zur Geltung. Ich habe aber leider keine Fotos für euch, denn bei der Übergabe  war dazu keine wirkliche Gelegenheit (noch dazu im winterdunklen Wohnzimmer wäre das eh nix geworden).
Also müsst ihr mit mir als Model vorlieb nehmen und ich denke ich kann euch von der Schönheit dieses Stirnbands auch mit meinem zu kurzen Kopf überzeugen, haha.
Es ist wieder ein Modell aus meinem schönen Stirnband Buch von Paula Strickt, aus dem ich schon das Stirnband Lina gestrickt habe. Dieses Exemplar heißt Nova und hat einen raffinierten Knoten, der aber gar nicht schwer zu stricken ist. Hier kann man sich bei den Downloads schonmal einen Eindruck verschaffen, wie der Knoten gemacht wird.


Neu für mich war das Halbpatentmuster in dem das Stirnband gestrickt ist und das ist schön abwechslungsreich und macht wirklich Spaß. Und das Stirnband ist dadurch so unglaublich dick und kuschelig geworden, das ist sogar ohne Futter schon richtig warm.


2 Adventskranz stricken


Meinen neuen Adventskranz hab ich in Gedanken schon fertig gehabt, seit ich diesen schicken Kranz letztes Jahr bei mxLiving gesehen habe. Am liebsten würde ich ja eh ungefähr alles nachmachen, was Tanja auf ihrem Blog jemals gezeigt hat, aber zuerst einmal war der Kranz dran. Der vorweihnachtliche Stress und andere Ausreden haben mich aber daran gehindert, dass der Kranz schon letztes Jahr Wirklichkeit geworden ist.
Aber, nachdem ich ja vor 2 Wochen super motiviert mein Strickkissen beendet hatte, und danach noch ungefähr anderthalb Knäuel von der Heavy Wool übrig waren, kam mir sofort wieder der Kranz in den Sinn. Den Styroporkranz hatte ich schon letztes Jahr gekauft und somit konnte ich direkt anfangen. Ein Hoch auf die Vorrratslagerhaltung im Nähzimmer!

Und, ich sag euch, das geht so schnell! Ich hab einfach mit 12er Nadeln 15 Maschen angeschlagen und in kraus rechts gestrickt bis fast keine Wolle mehr übrig war (ungefähr 50 Reihen). Man braucht auch tatsächlich deutlich weniger Reihen als man vielleicht am Anfang vermutet, denn die Wolle wird am "äußeren" Ring stärker gedehnt, als in der Mitte, da ist der Umfang ja viel kleiner. Wenn man zu viele Reihen machen würde, käme das schöne "Streifenmuster" von rechten und linken Maschen auch gar nicht mehr so zur Geltung. Insgesamt kann das Rechteck also grob ein Drittel kürzer sein als der äußere Ringumfang.

Fürs zusammennähen der kurzen Enden hab ich dieses praktische Video Tutorial (ab Min 6:21) verwendet, wo gezeigt wird, wie man Anfang und Ende von einem Rechteck so zusammennäht, dass man keinen Übergang sieht, denn die Naht sieht aus wie eine Reihe rechter Maschen. Das hab ich auch schon bei meinem Stirnband gemacht und es ist echt super praktisch.



4 Kissenhülle im Schachbrettmuster stricken {Tutorial}

Sobald es draußen ungemütlich und dunkel wird, steigt meine Motivation, mich mit Wolle, Nadeln und Wärmflasche in meiner Ecke auf dem Sofa einzukuscheln. So natürlich auch dieses Jahr. Ich hab also die Wollschublade aufgemacht und gesucht, was ich denn noch so an Resten habe. Und was schaut mich da an: ein halb fertiges Kissen, das ich vor 2(!) Jahren angefangen habe. Man glaubt es kaum, beide Seiten waren komplett fertig, und ich hab mich wohl nur nicht aufraffen können, die beiden Teile zusammen zu nähen. Sogar das Inlet lag schon bereit. Ziemlich bescheuert, aber so funktioniert das mit der Kreativität wohl. Manchmal ist man einfach blockiert und legt etwas zur Seite, nur um dann ein paar Wochen, Monate oder Jahre später endlich die letzten Schritte zu gehen. Und in diesem Fall hat das tatsächlich nur eine halbe Stunde gedauert. Tja, das schöne ist, dass ich das Kissen schon ganz vergessen hatte, und schwupps, hab ich ein neues Dekoteil, das auch noch unglaublich kuschelig ist.

Das Muster finde ich richtig cool, es erinnert ein bisschen an ein Schachbrett, oder auch ein bisschen, als hätte man den Stoff gewebt. Das Muster für das Kissen hab ich damals auf Pinterest oder irgendwo gesehen und da es wirklich nicht schwer ist - eigentlich ist es das perfekte Anfängerprojekt, da man rechte und linke Maschen üben kann - braucht man eigentlich keine Anleitung. Ich erzähl euch aber trotzdem mal, wie ich vorgegangen bin.


Anleitung 



2 Ada Mütze von Made&Worn

(Scroll down for the english version of this post)

Obwohl ich Mathematikerin bin, rechne ich nicht gerne. Schon gar nicht etwas, was ein Algorithmus für mich übernehmen könnte. Und genau deshalb bin ich so begeistert von den Strickmustern des englischen Labels Made & Worn. Zum Einen, weil man nicht mehr ausrechnen muss, wie sich das Strickmuster anhand der Körpermaße, dem gewählten Garn und der gewählten Nadelstärke mit der Maschenprobe verändert. Das übernimmt der Algorithmus, wenn man die Werte eingibt und man kann sich sicher sein, dass alles korrekt ist. Und zum Anderen weil man mithilfe der Website, wo das Strickmuster digital hinterlegt ist, stets die Anleitung für die nächste Reihe sieht und so niemals das Problem hat, dass man plötzlich nicht mehr weiß, in der wievielten Runde man sich jetzt eigentlich befindet.

Ich hab das Label schon vor einer Weile auf Instagram entdeckt und mich, als ich nach einem Mützenstrickmuster für meinen Schatz gesucht habe, wieder daran erinnert. Das Konzept das Strickmuster auf der Website zu hinterlegen und immer nur Reihe für Reihe vorzugehen, fand ich echt interessant und die super schöne Ada Mütze hat mich sowieso überzeugt. Das coolste dabei: Man kann aus richtig vielen verschiedenen Texturen wählen (ich hab mich für den Triangle Stocking Stitch entschieden), die Mütze online designen, dann auf der Website Schritt für Schritt den Kopfumfang und die Maße der Maschenprobe eingeben und man bekommt direkt die fertige Anleitung maßgeschneidert für Person und Wolle ausgespuckt. Hey, eine Sache weniger, die einem beim Stricken das Leben schwer macht. Und wie ihr seht, hat meine persönliche Anleitung für die Mütze perfekt funktioniert.






4 Stirnband Lina

„In den Schnee fahren“. Das gibt’s bei mir in der Familie schon so lange ich denken kann. Sobald klar war, dass im Schwarzwald irgendwo Schnee liegt, sind wir losgefahren.  Als wir Kinder waren noch zum Schlittenfahren, später dann natürlich zum Snowboarden. Ich bin einfach der größte Schneefan überhaupt (meine Kollegen können bestätigen, dass ich, wenn es schneit, kaum noch zum Arbeiten komme, weil ich ständig rausgucken muss, ob es immer noch schneit). Und heute gehe ich auch noch super gerne Winterwandern oder am besten gleich Schneeschuhwandern. Da der Schwarzwald noch nie weiter als eine halbe Stunde Autofahrt entfernt war, ist das zum Glück auch oft spontan drin.
Wenn man den Ausflug dann noch schnell mit ein paar Fotos machen verbinden kann, bin ich umso froher. Denn ich finde es ungemein praktisch, wenn man das Unausweichliche (irgendwann muss ich ja die Fotos für den Blog hier schießen) mit dem Angenehmen verbinden kann – und besonders mein Schatz, der tüchtige Fotograf wird versöhnlich gestimmt, wenn es nach der Wanderung heiße Schokolade und leckere Torte gibt. Für alle aus der Region: Ich kann euch das Café Goldene Krone in St. Märgen wärmstens empfehlen. Die BESTEN Kuchen und Torten gibt es dort. 
So, aber jetzt zum eigentlichen Thema: Ich hab nochmal ein Stirnband gestrickt. Mein erstes dieses Jahr, ein Stirnband im Perlmuster mit Twist, finde ich nach wie vor super und es hat mich in einen kleinen Stirnbandrausch versetzt. Die sind einfach so schnell gestrickt und man kann wunderbar Muster ausprobieren.



 Ich hab schon eine ganze Weile das Instagram Profil von Paula Strickt angeschmachtet (ernsthaft, ich glaube auf keinem anderen Profil war ich in letzter Zeit so oft) und hab mir die vielen verschiedenen Stirnbänder angeschaut. Irgendwann hab ich mir dann einen Ruck gegeben und ihr Buch gekauft und ich bin begeistert!



3 Twist Stirnband im Perlmuster

Ihr kennts ja schon, jeden Winter MUSS ich mir eine neue Kopfbedeckung häkeln oder stricken. Letztes Jahr wars die gestrickte Wellenmütze, die Jahre davor meistens Boshis. Dieses Jahr hab ich es endlich geschafft ein neues Stirnband zu stricken. Stirnbänder haben ja den Vorteil, dass sie die Frisur nur minimal ruinieren. Der Pony wird zwar immer noch platt gedrückt, aber immerhin bleibt der Rest verschont. Außerdem bilde ich mir ein Stirnbänder würden auf meinen flutschigen Haaren besser halten. Ich hab sehr weiches Haar und mir schiebt es die Mütze regelmäßig nach oben, bis ich aussehe, als wäre ich im Cast von Schneewittchen einer der Zwerge mit Zipfelmütze. Das passiert bei einem Stirnband nicht ganz so leicht, das wird ja auch vom Zopf oder Knoten am hoch rutschen gehindert. Stabilere Substanz also. Das Stirnband hier hab ich nach der Anleitung von diesem Video gestrickt. Ich hab euch ja schon im Beitrag zum gestrickten Babyjäckchen erklärt, wie gut ich Strickvideos finde. Warum es sich schwer machen, wenn man es vorgemacht bekommen kann? Allerdings ist man auch dann nicht vor blöden Fehlern gefeit. Ich hab natürlich über die Stelle weg gespult, wo erklärt wird, wieviel Maschen man aufnehmen soll. Ich hab schließlich mit dünneren Garn gestrickt als im Video und mit anderen Nadeln und daher einfach ausprobiert, bis mir die Breite gefallen hat.





6 Baby Jäckchen Frederick

Bevor es um diese süße kleine Jacke geht, muss ich euch eine lustige Anekdote dazu erzählen: Ich stricke super gerne im Auto (natürlich nur als Beifahrer) und hab mich geärgert, dass es nun so dunkel ist, wenn wir mal längere Strecken am Abend fahren. Dann ist mir eingefallen, dass ich ja eine Stirnlampe habe, die ich normalerweise beim Camping verwende - sehr praktisch im Zelt, wenn man die Hände frei haben muss. Und die ist perfekt zum Stricken im Auto, wie ich fest gestellt habe. Blendet den Fahrer nicht und ist nicht so funzelig wie die eingebaute Leselampe. Seltsame Blicke von anderen Autofahrern an der Tankstelle sind aber vorprogrammiert, wenn man mit seinem Strickzeug und der Höhlenforscherlampe auf dem Kopf im Auto sitzt.



So, wir waren nun also auf der Autobahn, in einem Baustellenbereich mit 50 kmh und mein Schatz brummelt vor sich hin, dass das Licht bei dem Auto vor uns nicht richtig funktioniert. Ich hab nicht wirklich zugehört, bis er plötzlich zu mir sagt: "Ich mach jetzt das Fenster runter, sag mal dem Autofahrer direkt neben uns, dass sein Licht nicht richtig funktioniert. Auf französisch!". Ich war sehr perplex und das Fenster war unten. Der Typ im Auto neben uns guckt mich irritiert an, macht aber das Fenster ebenfalls runter. Ich war nicht wirklich eloquent in dem Moment, deute auf ihn und schreie quer über die Autobahn: "La lumière! La lumière!". Er guckt ziemlich verschreckt. Erst in dem Moment fällt mir auf, dass es vielleicht leicht seltsam ist, mit einer Stirnlampe auf dem Kopf "lumière" durch die Gegend zu rufen. Dass er das auf seine Rückleuchten und nicht auf meinen Kopfschmuck bezogen hat, bezweifle ich stark, haha :D.


So, jetzt aber zur Jacke: Ich wollte unheimlich gerne mal wieder was stricken. Was Neues. Keine Mütze, keine Stulpen, kein Schal. Und da traf es sich gut, dass Freunde von uns gerade Eltern eines Jungen geworden sind und ich richtig Lust auf die kleine süße Babyjacke hatte, die ich im Netz gefunden habe.


5 Strickmütze mit Wellenmuster

Es wird immer ungemütlicher und kälter, was steht also wie jedes Jahr auf dem Plan? Klar, Mütze! Aber diesmal eine ganz besondere, zumindest für mich: meine erste gestrickte Mütze. Ich bin ja ein großer Boshi-Fan und hab bisher mehr als nur eine (eher 20) produziert und viele haben es auch auf den Blog geschafft (inkl. Tutorials). Dieses Jahr hat es mich aber in den Fingern gejuckt mal wieder was zu stricken. Seit meinen beiden Stulpenpaaren (siehe hier und hier) hab ich mich nicht mehr dran gewagt, ich bin beim Stricken ja noch ziemlicher Anfänger.
Also hab ich mich gefragt: wo krieg ich die besten Anleitungen her? Soll ja schließlich so foolproof wie möglich werden. Einfache Frage: spätestens seit meinen Bellastulpen (auch hier im Foto) bin ich den Youtube-Videos von Ana Kraft verfallen. Es ist einfach so angenehm, wenn man jeden Schritt vorgeführt bekommt, da kann eigentlich gar nix schief gehen. In den Videos wird wirklich so super genau alles beschrieben, ich bin mal wieder total begeistert.
Und das beste: Trotz Umzug konnte ich wenigstens ein bisschen kreativ sein und im Zug stricken. Dank der dicken Wolle ist man nämlich ratzfatz fertig. Und noch toller: Ein paar schöne Fotos bei bestem Herbstwetter waren auch noch drin. Da bin ich nämlich die ganzen Wochen traurig an den wunderschönen Blättern vorbei gelaufen und hab mich geärgert, dass ich keine Zeit für Herbstspaziergänge und auch nix zum Fotografieren hab. Aber jetzt! Grade noch geschafft, bevor alles nur noch braun und grau aussieht.






8 Stulpen für meine Stiefel

Mir ziehts in die Schuhe rein! Ich hab mir echt superschöne neue Stiefelchen gegönnt, aber jetzt wo es so kalt ist, ziehts ein wenig, da die Stiefel nicht ganz am Bein anliegen. Und da ich ja Mrs. Eisfuß bin, ist das echt ein Problem. Erst mal hab ich ein bisschen in der Stadt gesucht, nach schönen passenden Stulpen, man denkt ja, da findet man ganz schnell was nettes, günstiges. Aber ziemlich bald war mir klar, der Braunton ist eher schwierig zu finden, die Stulpen alle viel zu lang oder dick oder teuer. Die Lösung lag natürlich auf der Hand, oder nicht?
Selber stricken!



12 Strickstulpen

Ich hab mich wieder ans Stricken getraut! Seit 10 Jahren hab ich gar nicht mehr gestrickt - ich weiß selber nicht so genau warum...Wahrscheinlich war mir die Wolle einfach zu teuer! Aber jetzt hab ich richtig reingehauen und Kaschmirwolle gekauft! Für 6,50€ das Knäuel! Hat mich beinahe in den Ruin getrieben, hab schließlich zwei davon gebraucht! Aber das war es auch wert! So kuschelige Stulpen hatte ich noch nie! Die Anleitung ist auch genial, das muss ich betonen! Ich bin total begeistert! Eigentlich war das ganze nämlich so: Ich wollte unbedingt die Eulen-Stulpen aus der Mollie Makes stricken. Aber natürlich komplett ohne Vorkenntnisse. Man nimmt sich ja sonst nichts vor! Also erst mal angefangen sich zu erinnern, was es überhaupt mit dem Stricken auf sich hat (Achja, linke und rechte Maschen gab es da...) Jede Menge Probegestrickt und wieder aufgeribbelt. Nachdem die linken und rechten einigermaßen gleichmäßig waren, hab ich mir gedacht: Nadelspiel, kann doch auch nicht so schwer sein. Theoretisch auch ganz easy, aber praktisch hatte ich immer so doofe Abstände an den Übergängen! Frustriert hab ich das Strickzeug in die Ecke geworfen und wieder meine treue Häkelnadel ausgepackt. Aber sowas lässt mich dann nicht los...Und meine Hände waren auch immernoch eisig im Büro! Und 20 Tassen Tee am Tag nur wegen den warmen Fingern zu trinken ist nicht wirklich produktiv, wenn man so zur Klorennerei neigt, wie ich. Also, weiter gegoogelt, und dann kam die Erlösung: Rundstricken mit einer Rundstricknadel! Geht super easy (wenn mans einmal gecheckt hat :-D).