Stirnband Lina

„In den Schnee fahren“. Das gibt’s bei mir in der Familie schon so lange ich denken kann. Sobald klar war, dass im Schwarzwald irgendwo Schnee liegt, sind wir losgefahren.  Als wir Kinder waren noch zum Schlittenfahren, später dann natürlich zum Snowboarden. Ich bin einfach der größte Schneefan überhaupt (meine Kollegen können bestätigen, dass ich, wenn es schneit, kaum noch zum Arbeiten komme, weil ich ständig rausgucken muss, ob es immer noch schneit). Und heute gehe ich auch noch super gerne Winterwandern oder am besten gleich Schneeschuhwandern. Da der Schwarzwald noch nie weiter als eine halbe Stunde Autofahrt entfernt war, ist das zum Glück auch oft spontan drin.
Wenn man den Ausflug dann noch schnell mit ein paar Fotos machen verbinden kann, bin ich umso froher. Denn ich finde es ungemein praktisch, wenn man das Unausweichliche (irgendwann muss ich ja die Fotos für den Blog hier schießen) mit dem Angenehmen verbinden kann – und besonders mein Schatz, der tüchtige Fotograf wird versöhnlich gestimmt, wenn es nach der Wanderung heiße Schokolade und leckere Torte gibt. Für alle aus der Region: Ich kann euch das Café Goldene Krone in St. Märgen wärmstens empfehlen. Die BESTEN Kuchen und Torten gibt es dort. 
So, aber jetzt zum eigentlichen Thema: Ich hab nochmal ein Stirnband gestrickt. Mein erstes dieses Jahr, ein Stirnband im Perlmuster mit Twist, finde ich nach wie vor super und es hat mich in einen kleinen Stirnbandrausch versetzt. Die sind einfach so schnell gestrickt und man kann wunderbar Muster ausprobieren.



 Ich hab schon eine ganze Weile das Instagram Profil von Paula Strickt angeschmachtet (ernsthaft, ich glaube auf keinem anderen Profil war ich in letzter Zeit so oft) und hab mir die vielen verschiedenen Stirnbänder angeschaut. Irgendwann hab ich mir dann einen Ruck gegeben und ihr Buch gekauft und ich bin begeistert!




Toll finde ich den super ausführlichen Anfangsteil, in dem alle Maschenarten kurz aber prägnant vorgestellt werden.  Die Grafiken sind sehr gut nachvollziehbar, was mir hilft, denn ich tue mich mit Strickanleitungen ja bekanntlich etwas schwer und bin immer froh, wenn sie ausführlich und am besten noch bebildert sind.



Bei dem Stirnband Lina, das ich mir ausgesucht habe, waren die Grafiken nicht nötig, denn es besteht nur aus rechten und linken Maschen und 4 einfachen Zöpfen, die aber einen tollen Effekt ergeben.


Ich hatte etwas Schwierigkeiten ein dafür geeignetes Garn zu finden. Man sollte sich schon an die Vorgabe ca 60m/50g halten, denn sonst wird das Stirnband zu dünn, oder viel zu breit. Durch das Muster ist es eher schwierig die Breite zu ändern. Ich habs zuerst mit dunkelroter Lana Grossa Bingo  versucht, die eine Lauflänge von 80m/50g hat, was ganz knapp zu dünn war. Ich hab das Stirnband auch fertig gestellt, trage es auch, aber war nicht so zufrieden, wie mit der jetzigen Version.
 
Ich hab also weitergesucht, und hab eigentlich nirgendwo ein passendes Garn gefunden, das empfohlene Woll Butt Ida Garn gab es nur online, und ohne es in der Hand gehabt zu haben, wollte ich es nicht bestellen. Die Wolle Superbingo, ebenfalls von Lana Grossa war mit 55m/50 g schon näher am Original dran und ich fand sie beim ersten Fühltest vor Ort sehr angenehm.

Schöne Farben gabs aber nicht, zumindest keine, die ich auf dem Kopf tragen wollte, ich musste also welche bestellen. Ich war mutig und hab die Farbe Rosenholz bestellt. Fancy Name, oder? Ich war allerdings suuuuper skeptisch, ob mir die Farbe steht, bei beige und rosa Tönen bin ich mir immer unsicher (dieses Top hier zum Beispiel ging gar nicht zu meinem Teint, deswegen wurde es verschenkt).
Jetzt bin aber sehr zufrieden mit dem Stirnband, vor allem, weil es eine tolle Eigenschaft hat: Durch den sich einrollenden Rand (erzeugt durch das Stricken der Randmaschen als jeweils rechte oder linke Masche, so wies im Muster grade kommt), liegt das Stirnband perfekt an und kein Wind kann an die Ohren kommen. Ich habs zusätzlich (wie immer) mit einem Streifen Sweat gefüttert – und das auch noch so gut wie unsichtbar, denn der Rand des Sweats verschwindet unter dem Rollrand - sieht sehr edel aus.
Ah, noch ein paar Worte zum Zusammenähen. Die Naht sieht man fast gar nicht oder? Ich hab leider vergessen eine Nahaufnahme zu machen, aber auf dem unteren linken Bild kann man die Naht ein bisschen sehen – bzw. eben doch kaum. Denn ich hab eine coole Variante gefunden, wie die Naht fast unsichtbar wird. Für rechte Maschen wird das hier in diesem Video (ab Min 6:21) ganz gut erklärt. Das Video hatte ich mir mal beim Stricken des ersten Stirnbands angeschaut, für linke Maschen hab ich leider nirgends eine Anleitung gefunden und habs mir von meiner Mama erklären lassen.
Beim Stricken bin ich fast immer überfordet wonach ich googlen soll, denn die Terminologie ist mir meistens nicht so ganz klar.
Vielleicht mach ich aus dem Zusammennähen mit rechten UND linken Maschen mal noch ein Tutorial draus (OMG, das wäre mein erstes Stricktutorial und das obwohl ich gar nicht der Strickprofi bin). Aber ihr wisst ja, meine Tutorials sind meistens aus meinem eigenen Bedürfnis geboren, damit ich mich später noch erinnern kann, was ich da eigentlich gemacht habe. 


Übrigens hab ich mich auch mal am Dämpfen versucht. Das Stirnband war doch arg voluminös, dadurch, dass sich die Rippen stark zusammen gezogen haben. Ich hab nachgelesen, und bei 100% Schurwolle, kann man wohl mit einem feuchten Tuch und dem Bügeleisen alles ganz vorsichtig etwas platt drücken. Ob das so gedacht war, wie ichs gemacht hab, weiß ich nicht, aber es hat ganz gut funktioniert. Das Maschenbild ist etwas gleichmäßiger geworden und das Stirnband etwas platter.

Ich will unbedingt noch ein paar weitere Stirnbänder aus dem Stirnbänder Stricken Buch nachstricken, obwohl ja hoffentlich bald das Stirnbandwetter nachlässt. Von der coolen Superbingo Wolle hab ich noch 2 hellgraue Knäuel - die hab ich mal vorsichtshalber mitbestellt, um, falls es nötig gewesen wäre, in meiner Farb Comfort Zone bleiben zu können, haha.


Übrigens gibt es auch tolle Anleitungen von Susanne Müller, der Buchautorin, in ihrem Shop, wer nicht gleich ein ganzes Buch kaufen möchte. Und für alle, die nicht stricken können oder wollen, kann man dort auch die Stirnbänder kaufen :-)

So, und jetzt hab ich mich doch selber überrascht, hab ich gedacht zu einem einfachen Stirnband gäb es nicht viel zu schreiben.

Bis bald,
Eure Nina

Verlinkt bei RUMS, LiebsteMaschen


Kommentare:

  1. Das Stirnband ist wunderschön geworden und das ausprobieren der unterschiedlichen Wollsorten hat sich gelohnt! Ich bin ja auch so ein nebenbei-Stricker und steige bei den unterschiedlichen Wollsorten immer noch eher schlecht als recht durch ;)
    Liebe Grüße,
    Marina

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  2. Die Fotos sind ein Traum und das Stirnband sowieso!
    Ganz liebe Grüße
    Sandra von Lieblingslife

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