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2 Shirt Max aus Waffelstrick

Welche Farbe finde ich wunderschön, aber sie steht mir einfach gar nicht? Genau! Dieser grandiose herbstliche Cognacton, der unglaublich schwer bei den Fotos korrekt herauszuarbeiten war. Glücklicherweise gibt es da ja einen Mann in meinem Leben mit braunen Augen und rötlichen Flecken im Bart, der diese Farbe sehr gut tragen kann und sich immer über einen neuen Pulli freut. Und ich freu mich, wenn die Farbe unter meiner Nähmaschine liegt. Den schönen Stoff hab ich letztes Jahr bei der IBO Messe in Friedrichshafen während unseres Bodenseeurlaubs gekauft. Die Messe haben wir nur besucht, weil es einen üblen Regentag gab, den wir nicht auf dem Campingplatz verbringen wollten und glücklicherweise gab es neben leckerem Streetfood auch einen Stoffstand - Mimorfabrics war da. Die haben sehr sehr hübsche Kinderstoffe und einige Unis, z. B. diesen coolen Waffelstrick. Er fällt eher steif und knittert auch ein kleines bisschen, aber für so ein mitteldicken Sweater passt er sehr gut. Und ein einfacher Sweater wird durch einen coolen Strukturstoff einfach gleich einen Ticken spannender.




9 Plateau Joggers

Selten hab ich mich so schwer getan beim Fotografieren (lassen) und Aussortieren von Fotos. Gefühlt hat keins der Fotos rüberbringen können, wie vorteilhaft diese Jogginghose eigentlich in Echt aussieht und wie perfekt sie passt. Ich glaube, ich hätte besser ein Video gemacht, in dem man den Fall vom weichen Strickstoff hätte sehen können und worin die schmal geschnittenen Hosenbeine besser zur Geltung gekommen wären. Die Idee kam mir aber natürlich erst bei der Sichtung der Fotos, da wars schon zu spät. Also müsst ihr euch das jetzt einfach mal vorstellen.

Der Schnitt dieser wundervollen Hose ist übrigens die Plateau Joggers von Closet Core Patterns, die ich für den (für deutsche Verhältnisse) wahnsinnigen Preis von 19.84 Euro erstanden habe.  Aber die unzähligen Beispiele, die man unter #plateaujoggers oder #closetcoreplateau auf Instagram finden kann, haben mich direkt überzeugt, denn bisher hab ich selten eine schmeichelhafte Jogginghose gesehen, geschweige denn besessen. Also Augen zu und 16$ in den Warenkorb, so schlimm kanns ja nicht sein. Ach, VAT kommt auch noch drauf. Hm, Euro Dollar Wechselkurs ist nicht wirklich genial grade - jeder "Weiter" - Klick erhöhte den Preis, aber die Entscheidung war ja schon gefallen... Und was soll man machen, für gute Qualität zahle ich auch gerne und meine bisherigen Jogginghosenversuche waren nur so mittel gerne getragen. Die Mira aus der La Maison Victor von vor einigen Jahren hab ich zwar echt oft getragen, aber sie war mir einfach zu weit und schlabberig und ist durch das lockere und zu schmale Gummiband irgendwie immer gerutscht. Die Passe am Hintern gefällt mir aber immer noch sehr gut.

Auf jeden Fall hab ich bei kaum einem Label so viel Vertrauen in die Schnittmuster wie bei Closet Core. Und wie gesagt, ich wurde nicht enttäuscht, die Hose war einfach zu nähen, hat ein gewisses Extra durch die raffinierte Taschenkonstruktion, bei der die Seitennaht verschwindet und wird bestimmt nicht nur einmal genäht bleiben. Ich muss nur ungefähr 3-6 Stück davon machen, dann bin ich zwecks Amortisation ganz gut dabei.





16 Hochzeitsgastkleid mit Blumenmuster

Die Hochzeitssaison hat begonnen! Ok, die erste Hochzeit ist rum und die zweite kommt im Juli. Aber hey, immerhin genug Hochzeiten, dass sich das Nähen von einem neuen Hochzeitsgastkleid gelohnt hat. Seit ich diesen Stoff vor ziemlich genau 5 Jahren in Madrid (ziemlich sicher bei Ribes y Casals) gekauft habe (wo ich im Rahmen einer anderen Hochzeit eingeladen war), hat er darauf gewartet genau dieses Kleid zu werden. Ich hab damals ja meine ersten Kleider aus Webware genäht – das Lilou Kleid und mein Kleid nach einem extra für mich angefertigten Maßschnitt. Beide hab ich blöderweise aus leicht dehnbarer Webware genäht, sodass ich richtig viel anpassen musste. Und im Mai 2017 hab ich diesen tollen, absolut gar nicht dehnbaren, echt steifen Satinstoff gefunden und wollte es direkt nochmal probieren. Hat jetzt nur 5 Jahre gedauert, aber da isses. Das Kleid, das ich mir genauso vorgestellt habe, eine Kombination aus dem Lilou Rock und meinem Maßschnitt-Oberteil! Ich wollte unbedingt eines mit einem richtig schön abstehenden Rock (ich wurde auch schon gefragt, ob da ein Petticoat drunter ist, aber nein, der Stoff hat einfach von alleine so viel Stand). Ich hab mir eine ganze Pinterest Pinnwand mit Inspirationskleidern angelegt, und ich finde meins reiht sich da wirklich gut ein.





15 Top Rosalia {La Maison Victor}

Darf ich euch Rosalia vorstellen? Rosalia lebt ganz weit außerhalb meiner Komfortzone... Sie ist verspielt und romantisch und hat Rüschenärmel und keine Taille. Normalerweise nicht das Schnittmuster nach dem ich greifen würde, aber ich hatte nunmal seit über 4 Jahren diesen schönen Spitzenstoff rumliegen und null Verwendung dafür. Und als ich die neue (und letzte deutsche!) La Maison Victor Juli/Aug 21 durchgeblättert habe, hatte ich beim Anblick der Rosalia direkt meinen Spitzenstoff im Kopf.

Eigentlich ist es super einfach zu nähen, aber ich habs trotzdem hinbekommen gleich mehrere (Denk-)Fehler einzubauen. Erster Fehler: Ich hab die Saumzugabe an der falschen Seite des Rückteils eingezeichnet, weil das fast rechteckig ist...War zum Glück nicht super schlimm, denn das Oberteil ist ja eh recht weit, da hab ichs einfach umgedreht, etwas vom Bruch weggenommen und nochmal neu zugeschnitten.

Dann hab ich übersehen, bzw einfach nicht wirklich mit eingerechnet, dass im Rückenteil ein Gummiband eingezogen wird. Die erste Anprobe hat nämlich ergeben, dass das Ding viel zu groß ist. Ich hab motiviert an der Seitennaht enger genäht ohne dran zu denken, dass der Gummizug das ja beheben wird. Joa, jetzt ist mein Gummiband relativ kurz, die Raffung fast nicht existent und obenrum ist es ein bisschen eng.





6 Bonn Shirt mit Schwalben

Wenn man immer wieder das gleiche näht, dann ist das doch echt der Beweis, dass man das perfekte Schnittmuster gefunden hat. Für mich ist das seit letztem Jahr das Bonn Shirt, das ich mal wieder mithilfe meines Tutorials ohne Ärmel genäht habe. Ich will euch gar nicht schon wieder mit meinen Monologen über die Wichtigkeit der richtigen Ärmelanpassung nerven, aber nur um es nochmal gesagt zu haben: Es ist wichtig, die Armausschnitte anzupassen, wenn man ein Kleidungsstück, das eigentlich Ärmel hat, ohne nähen will, vor allem bei Webware. Mehr dazu hier.
Auf jeden Fall hab ich diesen wunderschönen Schwalbenstoff bei  Decoline in Kollnau (#supportyourlocal 😉 ) gefunden und wusste direkt, wenn Bluse, dann nur das Bonn Shirt. Es ist einfach so easy zu nähen, passt perfekt und ich trage es so gerne im Sommer.
Ich hab eigentlich alles genau gleich gemacht, wie beim letzten Bonn Shirt, dem dunkelblauen mit den weißen Kreuzchen. Da hab ich mir zum Glück aufgeschrieben, was ich alles beim nächsten Mal anpassen will, und hab euch auch ein Freebie für die Taschen zum Download bereit gestellt, das ich direkt selber benutzt habe. Für den lässigen Look sind die Taschen echt unabdingbar, bei eleganteren Stoffen mag ichs lieber ohne, so wie hier bei meinem ersten Shirt. Ich hatte mir aufgeschrieben, beim nächsten Mal den Armausschnitt etwas tiefer zu setzen, weil der mir damals direkt nach dem ersten Mal tragen noch etwas eng vorkam. Inzwischen ist er bei dem blauen Shirt wohl etwas ausgeleiert, nicht viel, aber so, dass ich mir nicht erklären kann, warum ich das damals so aufgeschrieben hab. Aber, brav wie ich bin, hab ich mich natürlich dran gehalten, hab den Armausschnitt unter den Achseln etwas tiefer gelegt und freudig drauf los gelegt.



19 Blouson.jacke #3

Ein bisschen Zeit ist vergangen seit meinen ersten beiden Blouson.jacken (#1 und #2), und ich muss sagen, die beiden sind wohl die mit Abstand am häufigsten getragenen Kleidungsstücke (im Winter). Ich hab mir also schon länger eine weitere gewünscht, einfach für mehr Abwechslung. Aber mangels Stoffshopping-Möglichkeiten (ich vermeide ja Stoff online zu kaufen, wo es nur geht) hab ich das erst mal aufgeschoben. 

Bis mir dann ein (vermeintlicher) Stoff-Fehlkauf in die Finger fiel. Der gemusterte Jacquard One Love von Milliblus, der damals im Designheft zu einem superlangen Maxicardigan vernäht war. Den hab ich vor ein paar Jahren völlig begeistert ohne wirklichen Plan (aber definitiv kein Maxicardigan!) gekauft. Und als er dann zuhause lag war mir das Muster plötzlich zu grell und ich war irgendwie total abgeschreckt.

 Hab mich echt geärgert, denn die anderthalb Meter waren nicht günstig und mir ist sonst einfach kein wirklicher Verwendungszweck eingefallen. Also lag er ungeliebt rum, und ich hab oft überlegt, ob ich ihn verkaufen oder verschenken soll - bis es, wie so oft, wenn man nur lang genug geduldig wartet, Klick gemacht hat. Und innerhalb von einem Urlaubstag hatte ich plötzlich eine neue Blouson.jacke, die ich wie ihre beiden Vorgänger super gerne trage! Inzwischen mag ich das Muster vor allem in Verbindung mit dem neutralen Schwarz des Bündchens auch wieder sehr gerne und erinnere mich, warum ich am Anfang so begeistert davon war.



1 Regen-Hundemantel Yvie

So, bevor der Frühling vollends Einzug hält, zeige ich euch noch schnell meinen dritten Hundemantel Yvie (nach meinem kostenlosen Schnittmuster). Er ist in Größe M genäht und auch wieder (bis auf das Geschirr) komplett aus Resten. Meine liebe Freundin Bibi hat mir Softshellreste geschickt und dieser blaue Regensoftshell hat witzigerweise auch noch perfekt zu einem Reissverschluss gepasst, den ich mal fälschlicherweise bestellt habe. Nur zu lang war er natürlich wieder, weswegen ich ihn einfach schnell gekürzt habe. 

Der Mantel in Größe M fällt auf den Fotos (die auch schon wieder über einen Monat alt sind, upsi...) etwas weit aus, denn ich hab ihn extra größer genäht, damit er noch eine Weile passt. Dabei hab ich auch gemerkt, dass die kleine Yvie deutlich mehr in die Länge wächst, als in die Breite, daher muss ich mal schauen, wie die nächste Größe so an ihr ausfällt, oder ob ich sie direkt schmäler nähe. Die Anpassungen sind ja zum Glück super einfach.

Übrigens, das Schnittmuster wurde inzwischen von einigen nachgenäht, was mich sehr freut. Karin hat sogar einen Blogpost dazu geschrieben, sie hat ebenfalls Größe M für ihre schon ausgewachsene Bullylady genäht und es hat echt gut gepasst. Hier findet ihr ihren Blogpost und Fotos davon, alle anderen Versionen werde ich euch fortlaufend im Tutorial-Blogpost verlinken. Schickt mir also gerne Fotos und Infos zu euren Werken.
 

Das Geschirr hab ich versucht farblich etwas anzupassen und hab blaues Reflektorband und eine knallblaue Schnalle bestellt. Ich hab das Geschirr dieses Mal nicht verstellbar gemacht, denn das war bisher irgendwie nicht nötig gewesen. Bevor ich das Geschirr hätte verstellen müssen, war Yvie schon wieder rausgewachsen. Allerdings hab ich es so festgenäht, dass ich die Naht jederzeit auftrennen kann, und das Geschirr etwas größer machen kann.



5 Hemd Cliff {La Maison Victor}

Ist es ein Problem, wenn der Mann ein bisschen viel Bizeps hat? Ich will mich ja wirklich nicht beschweren, aber nur ein bisschen weniger und das Hemd hätte echt perfekt gepasst...Als Erinnerung an mich selbst: Das nächste Mal nicht nur ein Probeteil vom Körper machen, sondern auch die Ärmel mit dran nähen🙄🤣.

Aber von vorne: Endlich hatte ich mich aufgerafft und das schon lange geplante Hemd für meinen Mann begonnen. Im Frühjahr hatte ich Stoff bei MT Stofferie in Stuttgart gefunden, der wirklich perfekt für ein Hemd im Holzfällerstil passt. Es ist kein Flanell, sondern eher so eine Viskose Baumwollmischung, die einfach überhaupt nicht knittert und super weich ist (Artikelnr: 119496, aktuell leider nicht verfügbar). Das Nähen mit Karostoffen und die Tatsache, dass ich bisher noch kein Schnittmuster gefunden hatte, das mich komplett überzeugt hat, hat meine Motivation nicht unbedingt verstärkt. Gegen Ende des Sommers, als es wieder ein bisschen kühler wurde und ich mir schon vorstellen konnte, wie gut mein Mann in diesem Hemd aussehen würde, hab ich mich endlich ernsthaft auf die Suche nach einem Schnittmuster begeben. Eigentlich hab ich nur das Fairfield Button Up von Thread Theory in Betracht gezogen, da ich das schon so oft in den sozialen Medien gesehen hatte und es eigentlich immer gut aussah.

Allerdings wird es deutlich öfter als „Dress Shirt“ also eher schickes Anzugshemd oder festliches Hemd präsentiert, und das war gar nicht der Stil, den ich vor Augen hatte. Mein Mann ist zwar Anwalt, trägt aber so gut wie nie Hemd und Anzug und da lohnt sich das einfach nicht. Dafür mag er es sehr gern ein lässiges Hemd offen zu einem T-Shirt zu tragen. Ich hab also, auch weil ich den Preis für das Fairfield echt ordentlich fand, weitergesucht und bin in einer schon älteren La Maison Victor auf das Hemd Cliff (La Maison Victor 1/2016) gestoßen, das mir sofort gefallen hat. 

Nicht nur, weil das Designbeispiel auch im Holzfällerhemdenstil gezeigt wird, sondern auch, weil es diese coole Passe am Rücken hat, die das ganze etwas besonders macht. Man könnte die aber auch sehr einfach weglassen, wenn sie nicht gefällt oder nicht zum gewünschten Stil passt. Wir waren aber sehr davon begeistert.



10 Pacific Pullover Mountainbike-Shirt

Ich kann mich wirklich zu den glücklichen Menschen zählen, die viiiiele Hobbies haben. Neben dem Nähen, Häkeln, Stricken und generell kreativ sein, liebe ich auch Sport, insbesondere das Mountainbiken. Und wenn wir schon von Glück reden – im Schwarzwald gibt es einige der besten Mountainbikestrecken, sodass es mich besonders im Sommer deutlich öfter aufs Fahrrad als an die Nähmaschine zieht. Und jetzt hab ich es endlich mal geschafft diese beiden Hobbies zu kombinieren, indem ich mir ein lange vermisstes Mountainbike-Shirt genäht habe.
Ich hab mir vor ein paar Jahren mal einen ganzen Satz richtig guter Hosen gekauft, Trikots trage ich nicht so gerne, da reichen mir normale Sporttops und für den Winter hab ich ein paar super Thermoklamotten, da kann man dann auch bei Minusgraden unterwegs sein. Zwiebellook machts möglich. Was mir aber die ganze Zeit noch gefehlt hat, war ein mitteldickes Shirt, das mich durch die Zwischensaisons wie Frühling und Herbst bringen kann. So ganz geplant hab ich das Shirt aber nicht wirklich, eigentlich hab ich nach Sportstoff gesucht, weil ich für den Schatz nochmal eine Badehose nähen wollte – die letzte hat er beim Flussklettern auf Korsika zerrissen...😂

Dieses Mal sollte es also etwas festerer und trotzdem schnell trocknender Stoff sein, und ich hab mich echt gefreut, als ich die Sportlycras bei Karstadt (Artnr: 4062701423591) entdeckt habe. Mit dem Ballen bin ich zum Zuschneidetisch gegangen und hab so gesagt: „Ich hätte gerne 50 Zenti... äääh, 1 Meter 80, bitte!“. Mitten im Satz ist mir nämlich aufgegangen, dass der Stoff perfekt zu meinen schwarzen Fahrradklamotten passen würde.



Ja, und dann hatte ich den Stoff, aber keinen Plan welches Shirt daraus nun werden sollte. Ich bin schnell auf meine Sportklamotten-Schnittmusterseite des Vertrauens – greenstylecreations.com – gegangen und natürlich gab es da was passendes. Der Pacific Pullover sah genauso aus, wie ich mir das gedacht hatte.



9 Kimono Tee aus Resten

Na, kommt euch der Stoff bekannt vor? Aus dem hübschen Blumenstoff hab ich mir im Frühjahr mein erstes Bonn Shirt genäht und ich war so begeistert von diesem wundeschönen Stoff, dass ich unbedingt noch etwas aus den Resten nähen wollte. Ich war dann etwas im Zugzwang, weil ich auch wusste aus den allerletzten Fitzelchen sollen noch ein paar passende Masken entstehen (und zwar schnell!), aber dafür musste ich ja erstmal so weit kommen, dass wirklich kaum noch was übrig war.
 Nach dem Zuschnitt der Bluse waren noch ca 60 cm übrig, und daraus kann man definitiv kein ganzes Oberteil machen. Patchwork war also der Plan und ich hab den Stoff an alle meine übrigens Stoffe und Stoffreste gehalten und tatsächlich - ein lachsrosa Viskosejersey hat gepasst. Ich muss gestehen, ich erinnere mich nicht, wann oder wo ich den gekauft habe. Irgendwann bin ich dazu übergegangen kleine Klebezettel auf meine Neuerwerbungen zu kleben auf denen die Maße und der Kaufort oder sogar die Artikelnummer draufsteht. Hier gab es keinen Hinweis, was entweder bedeutet der Zettel ist abgefallen, oder der Stoff ist schon relativ alt. Ich vermute es ist ein Coupon vom Stoffmarkt, weil es ziemlich genau anderthalb Meter sind. Wie auch immer, es war genug davon da, dass ich ein halbes T-Shirt Oberteil zuschneiden und mir sicher sein konnte, dass der Stoff auch noch für ein anderes Teil reichen wird (den Zukunfts-Rest hab ich nun schon verbraucht, sozusagen).


Ich hab mich sehr schnell für das Kimono Tee von Maria Denmark entschieden, dass die meisten unter euch als eins der bekanntesten T-Shirt Freebooks kennen und hab es ein bisschen gehackt.



14 Bonn Shirt mit Brusttaschen

Ihr wisst ja, wenn mir ein Schnittmuster gefällt, dann näh ich nicht nur eins. Und deswegen ist es auch kein Wunder, dass mein zweites Bonn Shirt schon fertig ist. Ich hab noch während dem Nähen des ersten Shirts mit den Blumen (im Folgenden „Blumen Bonn Shirt“ genannt) meinen Stoff Stash nach passenden anderen Stoffen für das zweite gescoutet. Diesen dunkelblaue musselinartige Stoff hab ich vor ca 2 Jahren auf dem Stoffmarkt gekauft. An dem Stand hing ein Blusenkleid aus dem Stoff, das hat mir so gut gefallen, dass ich ohne Plan für ein Schnittmuster zugeschlagen habe. Versuche ich ja eher nicht zu machen, um keine Stofffehlkäufe zu produzieren, aber hier hat es sich nun als Fügung des Schicksals erwiesen, denn wie ihr sehen könnt ist ein wunderbares Bonn Shirt daraus geworden.

Kurz war ich versucht ein Bonn Dress zu machen, aber dann wollte ich doch lieber wieder die Möglichkeit haben es zu knoten, das gefällt mir einfach sehr gut grade. Und bei Blusenkleidern hab ich immer die Befürchtung, dass es zu brav aussieht. Aber irgendwann trau ich mich da auch mal ran. Wenn ich einen geeignet unbraven Stoff gefunden habe, oder so. Der Stoff ist übrigens ein bisschen verrückt, er fühlt sich an wie einlagiger Musselin, aber ist nicht so rumpfelig, außer am Rand direkt neben der Webkante. Da hat er sich richtig stark zusammengezogen und sah fast schon gecrasht aus. Ich hab dann lieber Richtung Mitte zugeschnitten. Das leicht rumpflige finde ich aber eigentlich ganz schön, Falten bekommt er auch keine und er hat einen schönen Fall. Könnt ihr mir sagen, was das ist? Musselin ist ja Double Gauze, wenn ich das richtig weiß, ist das also nur Gauze?






11 Bluse ärmellos nähen - Armausschnitt anpassen {Tutorial}

Wie oft hab ich in diversen Nähgruppen schon gelesen: „Kann ich das Schnittmuster XY auch ohne Ärmel nähen?“ Die Antwort war oft: „Ja kein Problem, lass sie einfach weg und versäuber das Armloch“. Das kann funktionieren, aber meistens wird es leider nicht wirklich gut, denn ein Schnittmuster mit Ärmeln wird ganz anders konstruiert als eines ohne. Das Armloch für ein Schnittmuster mit Ärmeln sitzt weiter außen auf der Schulter und ist deutlich weiter als ein enger anliegendes ärmelloses Pendant. Würde man also einfach die Ärmel weglassen, ist die Chance groß, dass die Schulternaht zu weit außen sitzt und man an den Seiten des Armlochs reingucken kann, weil der Armausschnitt aufklafft.


Versteht mich nicht falsch, oftmals, vor allem bei Jersey-Teilen, kann es funktionieren, nicht zu ändern, die Erfahrung haben bestimmt einige auch schon gemacht. Aber bei meiner neuen Bonn Bluse aus diesem superschönen Webware-Stoff wollte ich das Risiko nicht eingehen.



Mir war also klar, dass ich ein bisschen was ändern muss, damit ich das Schnittmuster, das eigentlich Ärmel hat, auch ohne Ärmel nähen kann.


8 Bonn Shirt ohne Ärmel



Nach diesem Blusenschnitt habe ich laaaaange gesucht! Vor 2 Jahren hab ich euch einen Rock gezeigt, den ich mit einer gekauften Bluse kombiniert habe und hab schon da geschrieben, ich suche unbedingt ein Schnittmuster, das so ähnlich ist. Und endlich bin ich fündig geworden! Es waren allerdings ein paar Anpassungen notwendig, denn das Bonn Shirt von Itch to Stitch, das ich hier genäht habe, hat eigentlich Ärmel. Aber dazu später mehr.
Ich hab vor kurzem in einer Facebook-Gruppe nochmal einen Aufruf gestartet, ob jemand einen Schnitt kennt, der so ähnlich ist, wie die Bluse auf dem Bild und tatsächlich hat jemand das Bonn Shirt vorgeschlagen, danke nochmal hierfür! Ausschlaggebend für die erneute Suche war dieser wunderschöne Blusenstoff, ein echter Designerstoff aus dem elsässischen Outlet Roppenheim. Dort gibt es nämlich im Laden Diffusione Tessile Designerstoffe zu kaufen (in einer etwas versteckten Ecke, die ich nur dank dem Hinweis von der lieben Nicole aka Miniwölkchen gefunden habe). Ich bin Anfang März an einem Samstagabend noch ganz schnell für 20 Minuten rüber ins Elsass geflitzt, um mir diesen Stoffladentip mal genauer anzuschauen.





12 Ginger Jeans in weiß

Diejenigen, die mich kennen werden mich jetzt wahrscheinlich für verrückt halten. Warum näht jemand, der Flecken magisch anzieht, eine weiße Hose? Glaubt mir, die Entscheidung fiel mir nicht leicht, und der ursprüngliche Plan war auch, diesen schönen weißen Stretch-Twill zu färben. Aber dann hat mir da jemand einen Flo ins Ohr gesetzt: “Näh sie doch erstmal weiß, färben kannst du sie ja auch, wenn sie fertig genäht ist. Dann hat sie halt weiße Kontrastnähte, sieht doch auch gut aus.“ Jo, ich bin kein Fan von Kontrastnähten, deswegen kommt hinterher färben eigentlich nicht in Frage, aber sobald ich mir die weiße Jeans mal vorgestellt hatte, hab ich sie nicht mehr aus meinem Kopf rausbekommen und mir tausend coole Outfits vorgestellt. Und manchmal muss man ja auch ein bisschen unvernünftig sein, YOLO, no risk no fun und so.

 Deswegen hab ich jetzt eine weiße Caprihose. Capri war sie etwas unfreiwillig, eigentlich wollte ich eher knöchellang haben, aber da hat mir der Stoff einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der war nämlich einfach mal nur 130 cm breit, beziehungsweise ohne Webkante nur so 125 cm. Jo, puzzeln kann ich, aber auch nur soviel, wie der Stoff hergibt. Egal, meine grüne Caprihose mit Schlitz trage ich ja auch unglaublich gerne, deswegen war das jetzt kein Drama. Den Stretch-Jeans hab ich bei MT Stofferie in Stuttgart gefunden, eine mir bis vor kurzem unbekannte Kette aus Frankreich, die ihren ersten deutschen Laden in Stuttgart eröffnet hat.





3 Shirt Max

Ist der Stoff nicht mega schön? Ich verstehe überhaupt nicht, warum der bestimmt 4 Jahre in meinem Stash rumlag. Aber, besser spät als nie, ist er jetzt ein Shirt Max von Pattydoo. Als es fertig war, hab ich von diversen Männern aus der Familie gehört: Oh, ich will auch eines! Leider reicht der übrige Stoff aber nur noch für ein Tanktop, haha. Falls es da Abnehmer geben sollte...

Aber, Spaß beiseite, der Stoff ist ein Isoli (Sommersweat) von Stoff und Stil, den ich wie gesagt schon vor einigen Jahren gekauft habe, und den es natürlich inzwischen nicht mehr gibt. Kennt ihr das, sobald es etwas nicht mehr produziert wird, wird es umso wertvoller, und man muss sich genau überlegen, was man daraus macht, denn man hat ja nur diese eine Chance?

Wahrscheinlich war ich deswegen so gehemmt und hab ihn rumliegen lassen. Vor kurzem bin ich aber meine digitalen Schnittmuster durchgegangen, denn ich hatte Lust mal wieder was für meinen Schatz zu nähen. Im Winter bin ich ja immer etwas unmotiviert für mich selbst zu nähen (dafür stricke ich umso mehr) und das ist die beste Zeit für den Schatz, etwas abzugreifen. Ich hab auf jeden Fall den Max von Pattydoo gefunden, den ich mal gekauft hatte, weil ich ein T-Shirt mit Knopfleiste aus Piqué Stoff nähen wollte, an dem ich aber, weil der Stoff so labbrig war so viel hätte ändern müssen, dass es in der UFO Kiste gelandet, und bis heute verschollen ist. Tatsächlich hab ich versucht das alte Shirt zu finden, um die Passform nochmal zu checken, aber ich war nicht erfolgreich.




5 Glitzer-Rock Fiore

 Man kanns ich nicht vorstellen, wie schwer ich es manchmal finde, den „perfekten“ Rock zu nähen. Eigentlich nur 2 Stoffstücke aneinander nähen, einen Bund dran, säumen, fertig. Aaaaber. Zu ausgestellt sieht mir zu sehr nach 50ern aus, zu eng betont die Hüften unvorteilhaft. Zu lang sieht bieder aus, zu kurz...naja, was soll ich sagen. Mit meinen beiden Fiore Röcken (1 und 2 ) letzten Sommer war ich schon sehr nah dran an meiner perfekten Rock Silhouette. Und im Sommer ist es ja auch nicht so schlimm, wenn der Rock schön luftig, flattrig und eben ein bisschen mehr ausgestellt ist, vor allem weil die Stoffe da ja deutlich dünner sind und besser fallen.
Mein erster Winter-Rock sollte dann aber gleich noch ein schickerer, nicht zu süßer „Party-Rock“ sein, für Weihnachtsfeiern, Silvester etc. Äh ja, ich weiß, ich bin damit ungefähr einen Monat zu spät – oder 11 Monate zu früh... Aber der dehnbare Crash-Jersey war noch übrig von meinem Glitzer-Silvester-Top, das immerhin rechtzeitig für das letzte Silvester fertig war. Ich hatte ja mehr gekauft um eventuell ein Kleid nähen zu können und weil mir der Stoff so gut gefallen hat, und so konnte ich statt Kleid immerhin noch einen Rock aus den Reststücken rausbekommen.





8 Glitzertop Edda

Glitzer! Das war das Motto der gestrigen Silvesterparty bei Freunden. Letztes Jahr ist leider nichts wirklich nach Plan verlaufen, deswegen war ich dieses Jahr umso motivierter einen schönen Abend zu haben und das Motto kam mir gerade recht. Bis kurz nach Weihnachten konnte ich mir aber überhaupt keine Gedanken dazu machen, und hatte als Backup Plan zumindest noch das (leider nicht wirklich glitzernde) Paillettenshirt.
Soweit musste es aber nicht kommen, denn bei meinem 5-Minuten Trip zu Karstadt am Samstag, den ich mir trotz Renovierungsstress rausgenommen habe, hab ich diesen glitzernden leicht gecrashten Jersey (Artikelnr: 004 2246117056624) gefunden.
In meinem Kopf gab es drei mögliche Projekte für die 1.80 m, die ich mitgenommen habe: A) Ein Rock, B) ein Kleid oder C) ein Top. Das Kleid wäre vielleicht die Gloria von Pattydoo geworden (Knoten habens mir grade angetan...), allerdings hat mich der leicht babydollhafte Schnitt etwas abgeschreckt. Obwohl man darunter sicher auch das Silvesterraclette gut hätte verstecken können. Somit wurden es dann Möglichkeit A UND C. Rock A ist nicht ganz fertig geworden, weil mir während des Nähprozesses klar wurde, dass ich nur das Top an Silvester tragen werde (und nicht vielleicht eine Kombination aus beidem) und die Priorität dann darauf fokussiert wurde.

Silvesterbrille von MiriamKreativ




7 Bademantel Lilja

Ich bin eine echte Frostbeule. Immer kalte Hände, kalte Füße und im Winter aus der warmen Dusche ins (zugegebenermaßen eigentlich normal geheizte) Bad zu steigen kostet mich echt Überwindung. Aber dafür gibt’s ja eine Lösung: kuscheliger Frottee! Ich war nie wirklich ein Bademanteltyp, aber jetzt weiß ich, was mir schon immer gefehlt hat! Direkt nach dem Abtrocknen in den vorgewärmten Bademantel (Danke, Heizung!) schlüpfen, Haare machen, schminken, anziehen. Da macht der kalte Wintermorgen deutlich mehr Spaß. So viel, dass ich an einem gemütlichen Winter-Wochenende den Bademantel auch schon kurzerhand als Morgenmantel umfunktioniert habe. Aber nur kurz, schließlich will man ja dann auch bald in den Traumanzug umsteigen. Ein bisschen Stil muss ja sein, hab ich Recht 😉?

Der Schnitt des Bademantels ist Lilja von Muckelie. Ich fand ihn auf Anhieb perfekt, weil er einen schönen großen gemütlichen Kragen hat und 2 große Taschen. Mehr braucht es ja nicht für einen Bademantel. Da ihre Schnitte für mich eher etwas groß ausfallen, hab ich direkt die kleinere Größe 36 gewählt, laut Tabelle wäre ich eher 38 gewesen, aber ich wollte nicht, dass die Schultern zu sehr überschnitten werden und wenn ich den Mantel eng binde, dass zu viel Stoff da ist. Wie man sieht hat das auch sehr gut funktioniert, die Größe ist genau richtig geworden. Ich hab ihn insgesamt auch um 7cm gekürzt.
Außerdem hab ich die Ärmel deutlich verschmälert, weil mir die bei den Designbeispielen zu weit waren. Dafür hab ich die Drehmethode verwendet, aber einfach umgekehrt. Statt den Ärmel durch auseinanderschieben zu vergrößern, hab ich einfach alles zusammengeschoben und so verschmälert.



8 Basic-Shirt Raphaela in Rot

Lieber Blog,
Ich habs schon wieder getan, obwohl ich mir vorgenommen habe, auch mal was Neues auszuprobieren und nicht immer beim Altbewährten zu bleiben. Aber ich konnte nicht anders, und bin doch wieder in alte Muster zurück gefallen. Ich hatte das Gefühl, dass ich einfach etwas Vertrautes brauche, etwas, womit ich mich auskenne, sodass ich die Schritte gefühlt blind gehen kann. Etwas bei dem ich mich nicht anstrengen, zweifeln, oder nachdenken muss, und weiß, dass ich am Ende happy sein werde.

Ihr wisst wovon ich rede, oder?
Jaaa, ich hab mal wieder ein Basic-Shirt genäht. Und wie oben schon erwähnt, eines mit dem ich mich gut auskenne, meine altbewährte Raphaela. Ich hab sie jetzt schon so oft genäht, dass sie hier auf dem Blog ihren eigenen Tag hat, mit dem ich alle Modelle auf einen Blick sehen kann.

Dieses Mal habe ich einen wunderschön roten Swafing Jersey namens Vanessa in der Farbe Burgundy vernäht. Ich hab ihn bei der Eröffnungsfeier von Stoffquelle im März gefunden und wollte eigentlich ein Jerseysommerkleid daraus nähen. Aber im Sommer war ich mit anderem beschäftigt (Hallo Bademode 😜), aber ich war so heiß darauf, diese coole Farbe zu tragen, dass ich mich dann doch für ein Shirt entschieden habe.
 

Und dafür hab ich auch echt Bedarf in meinem Kleiderschrank, vor allem für ein Shirt, das nicht meliert ist. Ich hab ja diesen schönen Blackwood Cardigan letztes Jahr genäht, und ich ziehe ihn leider nicht so oft an, wie ich gerne würde. Das liegt aber nicht daran, dass ich ihn nicht liebe (er ist sooo weich!), sondern an den Kombinationsmöglichkeiten.
 



0 Bikini Nähtutorial: Korsagenstäbchen einnähen

Erstmal noch ein großes Dankeschön, für eure lieben Kommentare zum Badeanzug und zum Bikini! Es freut mich wirklich mega, dass ihr euch so fürs Badesachen Nähen interessiert und euch meine ausführlichen Beschreibungen nicht langweilen😉. Heute machen wirs kurz und kommen direkt zur Anleitung. Ich hab ja schon geschrieben, dass ich euch nochmal genauer zeigen will, wie ich das mit den Korsagenstäbchen gemacht habe, denn der Teil ist nicht in der Anleitung des Jazz Bikini enthalten.

Ohne die Stäbchen ist bei mir das Oberteil ziemlich eingeknickt, weswegen ich mir angeschaut habe, wie das bei meinem letzten gekauften Bikini ausgesehen hat und das einfach nachgemacht habe.

Anleitung