Rock Fiore von Closet Case Patterns #2

Wenn etwas gut funktioniert, warum etwas ändern? Ich war so glücklich mit meinem neuesten Fiore Rock, dass ich nicht widerstehen konnte, und gleich nochmal einen genäht habe. Das war aber eher Zufall, denn der Stoff ist mir bei einem spontanen Karstadt-Besuch (bei dem wir auch den coolen Hosenstoff für die Louis Shorts von meinem Schatz gefunden haben) einfach so in die Hände gefallen. Es war nur noch ein Minirest auf dem Ballen - was mich nicht wundert, das tropische Muster finde ich super. Der Stoffrest (ArtNr.: 004 2246116988742) schien mir aber gerade noch so für den Fiore zu reichen.
Ganz so entspannt, wie der japanische Batist, den ich für den letzten Rock verwendet habe, ließ sich der Stoff leider nicht vernähen. Es ist eine Art Leinen-Polyester Mischung (vermute ich zumindest), der eigentlich echt praktisch ist. Er knittert gar nicht - trotz Leinen(look?), dafür verzieht er sich ohne Ende. Ich hab zugeschnitten und praktisch jedes Teil sah anders aus, als das entsprechende Schnittmusterteil. Beim Zusammennähen hab ich das auch echt gemerkt, ich hatte nämlich einen Versatz von 5 Zentimetern am Saum an der Seitennaht. Wahnsinn! Dabei wollte ich dieses Mal den Rock doch wirklich in Originallänge säumen. Das konnte ich knicken und hab die längstmögliche Stelle als Referenz rausgesucht und den Schatz wieder mit dem Rockabrunder ausgestattet. Das Ding hat sich wirklich rentiert.


 


Herren Badehose

Der Sommer 2019 steht bei mir wirklich unter dem Motto Bademode. Hätte ich ja niemals gedacht, als ich ganz unbedarft ein bisschen Lycra im Frühjahr gekauft habe. Mein erster Bikini ist ja ein grandioser Erfolg - ich hab nicht damit gerechnet wie gerne ich ihn anziehen würde. Ich hab diese Saison noch so gut wie gar nicht zu meinen gekauften Bikinis gegriffen. Die werden eh bald aussortiert, so ausgeleiert und ausgeblichen wie sie sind. A propos aussortieren: Bis vor kurzem hat der Schatz unter seiner Boardshorts eine furchtbar fadenscheinige Speedo Badehose als Art „Badeunterwäsche“ getragen. Man hat die nie an ihm gesehen, denn die richtige Badehose war ja drüber. Aber da wir jetzt bald in Urlaub gehen und in Frankreich in vielen Pools keine weiten Badehosen erlaubt sind, und besagte Badehose beinahe auseinander fällt, musste dringend eine neue her.

Ich hab kurzerhand die alte Badehose auseinander geschnitten und den Schnitt davon kopiert. Ohne auseinanderschnippeln hat das Schnittmuster abnehmen tatsächlich noch nie bei mir funktioniert, schon gar nicht bei dehnbaren Stoffen. Ich hatte aber auch tatsächlich keine andere Wahl, denn es gibt zwar einige gute Männerunterhosenschnitte (z.B. hier kostenlos von MDO&B Design), aber keinen einzigen für eine eng anliegende Badehose. Wichtig dabei ist natürlich, dass es keine 3 senkrechten Nähte im Vorderteil gibt, denn das sieht bei einer Badehose dann doch etwas seltsam aus. Also gings ans schnippeln, schade um die alte Badehose war es ja tatsächlich nicht.





Shorts Louis {La Maison Victor}

Ich hatte schon die ganze Zeit Lust mal eine Hose für meinen Schatz zu nähen (hab ich mir deutlich einfacher vorgestellt, wie eine Hose für Frauen zu nähen, haben ja nicht so viel Kurven, die Herren ;-) ) und war dementsprechend happy, als in der La Maison Victor von Mai/Juni ein sehr ansprechendes Schnittmuster namens Louis drin war. Mir hat der Schnitt wirklich sehr gut gefallen, mit den angeschnittenen Taschen und dem umgeschlagenen Saum (hier ein paar Beispiel auf Instagram). Einzig die hinteren Taschen waren nicht nach unserem Geschmack (ja, der Schatz wurde natürlich mit in die Planung einbezogen), deswegen habe ich sie etwas abgeändert, aber dazu später mehr.

Was dann natürlich noch gefehlt hat, war der passende Hosenstoff. Ich hab bei jedem Besuch im Stoffladen Ausschau gehalten, aber irgendwie war nie das richtige dabei und ich hatte die Hoffnung schon fast aufgegeben und wollte die Hose auf nächstes Jahr verschieben. Aber tatsächlich, bei einem Schnell-Schnell-Einkauf bei Karstadt (ich hab eigentlich nur einen Reißverschluss gebraucht), hab ich in einem gut versteckten Eck (unter einem dieser Tische, wo die Stoffe so schrecklich unübersichtlich gestapelt sind) ein ganzes Nest von leicht dehnbaren Hosenstoffen in unterschiedlichen Farben mit ca 20% Stretch gefunden (ArtNr: 004 2246117129427). Und uns ist direkt dieses mega geniale Koralle aufgefallen. Zum Glück war der Schatz überhaupt dabei, sonst hätte ich mich vielleicht nicht getraut ihn zu kaufen. Aber er war gleich genauso begeistert, denn er trägt zum Glück sehr gerne Farbe (siehe hier oder hier). Und wirklich verwunderlich: Der Stoff hat nur 6€/m gekostet. Das hat mich etwas skeptisch gemacht, aber ich kann sagen, er lässt sich perfekt vernähen, ist nicht super dick (sieht man daran, dass sich die hinteren Hosentaschen evtl ein bisschen durch drücken) und trägt sich wohl sehr angenehm, grade weil er nicht so dick ist.






Qiesy Top

Dass es dieses Top gibt hab ich zwei lieben Bloggerkolleginnen zu verdanken. Einmal Julia von der Stoffquelle (die ich schon als Ju-made sehr gerne gelesen habe) und Suse von BassStich. Bei Julia hab ich bei der Neueröffnung ihres Ladens bei diesem schönen Viskosestoff namens Moonstone Green von Atelier Brunette zugeschlagen und bei Suse hab ich das Qiesy Top von Kibadoo das erste mal richtig wahrgenommen, weil mir ihre Version so gut gefiel.
Das finde ich das schönste an der Online-Näh-Community: wie gut man sich gegenseitig inspirieren kann und so auf die schönsten Materialien stößt. Den Stoff hätte ich online nämlich eher nicht gekauft, weil ich trotz der (unglaublich) vielen Nähbeispiele, einfach immer unsicher bin, wenn ich den Stoff nicht anfassen und an meine Haut halten kann. Hier wäre das egal gewesen, ich wäre auch so glücklich geworden, das kann ich euch jetzt hinterher sagen.
Einziges kleines Aber: der Stoff knittert unglaublich! Er macht das zwar durch seine angenehme Haptik wieder wett, aber das hab ich nicht erwartet. Ich bin 10 Minuten mit dem Auto mitgefahren und hab mich frecherweise angelehnt. Diese Riesen-Querfalte auf dem Rücken ist der Dank. Hätte ein Bügeleisen auch nicht besser hingekriegt. Die kleinen Fältchen vorne sind vom Knick im Oberkörper beim Sitzen. Ich bin das ja gar nicht gewohnt, weil ich viel Jersey nähe und musste erstmal schlucken als ich die Bilder gesichtet habe - dem Schatz ist es beim Fotos machen nicht mal aufgefallen.





Rock Fiore von Closet Case Patterns

Ich glaube so schnell wie das Schnittmuster Fiore von Closet Case Patterns, hab ich noch nie ein Schnittmuster gekauft. Es ist Donnerstag Nachmittag Ende Juni und auf dem Weg nach Hause bekomme ich eine Mail: Die Rome Collection von Closet Case Patterns ist online. Auf den ersten Blick bin ich nicht wahnsinnig begeistert, alles sieht ziemlich oversize und boxy aus, was nicht unbedingt mein Style ist. Aber dann sehe ich den blauen Fiore Rock und es macht klick. Genau so ein Schnittmuster suche ich doch schon ewig. Ein simpler A-Linien Rock aus Webware mit einem nahtverdeckten Reissverschluss. Zuhause hab ich mir schnell die anderen Beispiele des Rocks angeschaut, aber leider hat Closet Case Patterns kein riesiges Probenähteam, weshalb die sich noch sehr in Grenzen gehalten haben. Trotzdem hab ich (fast) direkt auf Kaufen gedrückt. Vorher hab ich nochmal kurz geschluckt, denn 15 Euro für ein „einfaches“ Rock Schnittmuster sind doch relativ viel. Die anderen beiden Versionen, die ebenfalls enthalten sind, werde ich wahrscheinlich nie nähen, daher das kurze Zögern. Aber ich vertraue bei Closet Case Patterns einfach darauf, dass sie genau wissen, was sie tun und der Fall des Rocks und das Wissen, dass ich für meinen schönen teuren Blumenstoff von Stoffquelle sicher kein besseres Schnittmuster finden werde, haben mir dann doch den nötigen Schubs verpasst.





Sporthose Daily Routine #2 {Ottobre 5/2015}

Erstmal vielen Dank für die vielen lieben Kommentare zum Bikini letzte Woche! Und wie versprochen geht’s diese Woche direkt weiter mit der passenden Sporthose zum Sport-BH / Sport-Bikini. Glücklicherweise verbraucht ein Bikini nicht viel Stoff und ich hatte von meinem einen Meter Palmenlycra noch einiges übrig.
Weil es so mega viel Spaß gemacht hat, den Stoff zu vernähen, wollte ich gar nicht aufhören, und hab mich an den Schnitt Daily Routine aus der Ottobre erinnert, den ich 2015 schonmal genäht habe. Ganz hat es nicht für die Original-Hose gereicht, ich musste ziemlich puzzeln und konnte nur eine 3/4-Hose draus machen, aber das fand ich eh passender. Ich trage beim Sport im Fitnessstudio immer einer kurze Hose (auch im Winter, obwohl ich normalerweise so verfroren bin, aber schwitzen mit langer Hose geht einfach nicht), aber fürs Wandern hat mir noch eine „Zwischenhose“ gefehlt, etwas zwischen der dicken langen Daily Routine von 2015, die ich im Winter oft draußen anhabe und einer kurzen Sporthose für den Sommer. Außerdem musste ich Vorder- und Hinterhose verkehrt herum zuschneiden, das heißt einmal zeigen die Palmblätter nach unten, einmal nach oben. Aber ganz ehrlich, wem fällt das bei dem psychedelischen Muster überhaupt auf?





Power Sports Bra + Victoria = Sport-Bikini

Ich hatte meinen perfekten Bikini vor Augen. Ein Bikini, bei dem alles so schön hält, dass ich einen Köpfer in den See machen kann, ohne danach professionelle Tauchausrüstung zu brauchen um die Einzelteile meiner Badebekleidung wieder vom Grund zu fischen. Klar, kann man kaufen, nennt sich Sport-Bikini und sieht meistens echt langweilig aus. Am besten noch mit 3 Streifen an der Seite. Ugh.

Aber, wies manchmal so ist, wenn man ein gut gefülltes Stofflager hat (der coole Palmenlycra war mal ein spontan Onlinekauf von hier...), kommt die Inspiration von ganz alleine. Ok, ich hab ein bisschen nachgeholfen, indem ich mich mal wieder auf Instagram rumgetrieben habe und den richtigen Hashtags gefollowt habe. Und zwar erschien da plötzlich der Powersportsbra von Greenstyle Creations. Eigentlich ein Sport-BH Schnittmuster. Aber ich wusste direkt, das wird mein perfektes Bikinioberteil.

Ein bisschen Schiss hatte ich schon, ob das mit der Verarbeitung gut klappen wird, aber ich wusste auch, den Stoff kann ich eh für nix anderes verwenden, also los gehts.
Zuerst hab ich mich mal informiert, was ich überhaupt alles brauche. Davor hatte ich nämlich den meisten Bammel, dass ich nicht alle „Zutaten“ finden würde. Den schwarzen Badelycra für den Kontrast hab ich von Decoline, den gibts auch online und in vielen Farben und ich kann ihn sehr empfehlen. Er glänzt auf der rechten Seite allerdings ein bisschen, weil er auch unter die Rubrik Tanzstoff fällt, man könnte ihn aber auch einfach mit der linken Seite nach außen verarbeiten.





T-Shirt Valentina #2 {La Maison Victor}

Bei der letzten Valentina hab ich euch ja schon vorgeschwärmt, wie froh ich bin meinen perfekten lockeren T-Shirt Schnitt gefunden zu haben. Aber ob er wirklich was taugt, oder ob es doch nur ein Zufallstreffer war, weiß man ja erst, wenn mans nochmal versucht hat. Und jetzt kann ichs bestätigen, die Valentina ist mein Schnitt! Wenn ihr mehr Infos zum Schnittmuster, und meinen Änderungen (Ausschnitt!) haben möchtet, schaut doch einfach beim Blogpost von letztem Jahr vorbei.
Wirklich viel hab ich nämlich nicht zu erzählen, aber wegen der "Streifengang" und weil ich das Shirt so gerne mag, muss es natürlich hier verewigt werden.
Der Stoff ist vom Stoffmarkt, es gibt ihn noch in ganz vielen verschiedenen Farben und er ist eigentlich echt seltsam. Es ist ein Jersey, aber nicht suuuuper dehnbar sonder eher etwas fest, aber nicht sehr dick. Er hat einen leichten Flaum auf der rechten Seite und ist nicht komplett durchgefärbt. Aber super weich, fast schon samtig. Ich war auf jeden Fall erstmal begeistert, hab ihn mitgenommen und erst hinterher daran gedacht, was daraus werden soll. Da er nicht so dehnbar ist wollte ich auf Nummer sicher gehen und lieber etwas lockereres nähen, nicht dass am Schluss die Ärmel zu eng werden (...alles schonmal da gewesen...).
Bei Streifenstoffen ist es ja immer so eine Sache mit dem Ausschnittsbündchen: man muss gut gucken, dass nur eine Farbe auf dem Bündchen zu sehen ist (so wie ichs hier und hier gemacht habe). Oder man lässt es einfach von vorneherein und macht einen Ausschnitt "auf die feine Art", sodass man gar kein Bündchen sieht. So hab ichs hier gemacht und bin eigentlich ganz zufrieden. Es sind zwar leider ein paar senkrechte Zugfalten entstanden, aber ganz ehrlich, wer merkt das schon?
Trotzdem hab ich bei den Shirts da einfach den Ehrgeiz und hab schon so oft den Ausschnitt neu gemacht, wenns mir nicht gefallen hat.





Rock Sacré-Cœur

Wenn ein Schnittmuster angepriesen wird mit: „In nur einer Stunde fertig genäht“, dann lach ich nur innerlich und verdreifache die Zeit. Manchmal brauch ich alleine eine dreiviertel Stunde, bis ich einen Saum ordentlich genäht habe .
Aber, true story, für diesen Rock hab ich wirklich nur anderthalb Stunden gebraucht (und ja, die meiste Zeit ging fürs Säumen drauf, haha).
Es gibt ein kostenloses Tutorial für den Paperbag Waist Rock namens Sacré-Cœur auf der französischen Seite Les Coupons de Saint Pierre, aber keine Angst, Google Translator und die Bilder reichen aus um alles zu verstehen. Abgesehen davon, dass der Rock nicht nur super schnell fertig ist, ist er auch noch einfach zu nähen - absolut geeignet für komplette Anfänger. Die größte Herausforderung für mich war das Zuschneiden, da sich die Streifen beim Vorwaschen ziemlich verzogen haben. Wobei Zuschneiden da auch ordentlich übertrieben ist, man muss ja nur die Kanten oben und unten gerade abschneiden.

Zählt das jetzt eigentlich schon als Zero Waste Schnittmuster? Man hat ja schließlich so gut wie keinen Verschnitt, denn der Rock ist nur ein gerafftes Rechteck. Kann ich mir mal wieder selbst auf die Schulter klopfen: Stash abgebaut (die gewebte Viskose hab ich vor Jahren mal bei Stoff und Stil gekauft), kaum Müll produziert und ein hübsches Röckchen genäht. Nice!




Lady Topas aus Azulejos-Stoff

Inzwischen wisst ihr ja schon, dass ich luftige Sachen im Sommer bevorzuge. Im Winter darf es gerne mal eng anliegend sein (ich bilde mir ein das wäre wärmer), aber im Sommer: möglichst wenig Stoff-Haut-Kontakt. Luftiger Viskosejersey ist dafür natürlich perfekt. Diesen hübsch gemusterten Stoff, der an die portugiesischen Azulejo Fliesen angelehnt ist, habe ich im Frühjahr bei Karstadt (ArtNr: 004 2246116497114) gefunden und war direkt begeistert. Einziges Problem: Er ist hauchdünn. Leider gibt es ja eine „Mini“-Diskrepanz zwischen dem, was ich gerne trage und was ich gerne vernähe...hab ich euch ja schon beim letzten  MeMadeMittwoch erklärt, als ich euch meine neue Viskose Bluse vorgestellt habe.

Aber, Halleluja, ich hab das perfekte Schnittmuster für solche Stoffe gefunden: Die Lady Topas von Mialuna (ein für unser Online-Näh-Universum-Verhältnisse „uraltes“ Schnittmuster – ich hab es 2016 schonmal genäht und trage es immer noch so oft! ). Die Vorteile dieses Schnittmusters bei solchen federleichten Stoffe sind offensichtlich: Man muss sich nicht abmühen ans Shirt ein Bündchen zu nähen, das sich beim leichtesten Dehnen sowieso einrollt...und am Schluss bekommt man einen labbrigen oder zu sehr gerafften Ausschnitt. Bei der Lady Topas nimmt einem die Passe die ganze Arbeit ab, zum Glück. Einzig die Armausschnitte müssen eingefasst werden. Da die aber ziemlich grade sind, ist das nicht wirklich schwer.




Ein neues Nähzimmer


Ein neues Nähzimmer! Das hat sich meine Mama gewünscht, nachdem wir Kinder nun alle endgültig ausgezogen sind. Davor hatte sie ein nettes aber etwas ungemütliches Zimmer im Keller und ich hab ihr schon lange gesagt, warum nimmst du nicht eins der alten Kinderzimmer und gestaltest es als schönes Nähzimmer um? 

Es hat ein bisschen gedauert, aber nachdem ich ihr per 3D Zeichnung gezeigt habe, wie schön alles aussehen könnte, ging es dann doch ziemlich schnell. Ich hab die ganzen Möbel und den Grundriss des Zimmers mit dem Programm Sketchup maßstabsgetreu „nachgebaut“ und ihr ganz viele unterschiedliche Möglichkeiten gezeigt, wie wir die bestehenden und ein paar neue Möbel stellen könnten. Das war wirklich ausschlaggebend, denn oftmals fällt es ja nicht leicht ein schon lange bestehendes Zimmer "aufzulösen" und etwas völlig Neues damit zu machen. Es hat ein paar Anläufe gebraucht bis wir die perfekte Aufteilung gefunden hatten, dafür war es wirklich hilfreich, dass wir mit dem Programm die Möbel hin und her schieben konnten, bis alles am "richtigen" Platz stand. Das virtuelle Betreten des entstehenden Nähzimmers war wirklich cool, man bekommt sofort ein Raumgefühl. Dank der knöchelhohen Fensterbänke und der Heizkörper mussten wir beim Planen ein bisschen aufpassen, aber so wie es jetzt geworden ist, ist sie super zufrieden - und ich auch, muss ich doch bei Besuchen jetzt nicht mehr in den Keller um schnell was zu nähen, hehe.



Wir haben viele Ideen aus meinem Nähzimmer (ausführlicher Blogpost siehe hier) übernommen und ein paar Möbel upcyclen können. 


Tragetasche für Blechkuchen {Tutorial+Plotter Freebie}

Die besten Ideen sind ja meiner Meinung nach immer die, die einem spontan kommen, weil man sie genau in dem Moment braucht. So wars auch bei meiner Kuchenblechtragetasche. Ich wollte wie immer mit der Bahn zur Arbeit fahren, hatte aber schon den Geburtstagskuchen gemacht und hab mich gefragt, ob ich es nicht vermeiden kann nur wegen dem Kuchen das Auto zu nehmen. Für runde Kuchen habe ich einen Container zum Tragen, aber für meinen Blechkuchen (hmm, Erdbeer-Rhabarber!) hatte ich keine passende Transportmöglichkeit. Unter den Arm klemmen ist definitiv keine Option ;-).
Ich hab also schnell gegoogelt, denn Kuchentragetaschen hab ich schon einige im Netz gesehen. Allerdings immer nur für runde Kuchenformen, für Blechkuchen hab ich nichts gefunden. Mit Maßband und Kuchenblech ausgerüstet hab ich mich in mein Nähzimmer begeben, ein bisschen gerechnet und dann nach Stoffresten gesucht. Der hübsche Canvas mit Chevronstreifen von hier war noch von einem Gardinenprojekt vor ein paar Monaten übrig (leeeicht verschätzt mit der Länge des benötigten Stoffs) und der Rest hat genau gepasst.



Ein Plot passend zum Kuchenmotto musste natürlich auch drauf und nachdem ich auch hier online nicht fündig geworden bin, hab ich es einfach selbst designt. Wenn euch die Vorlage gefällt könnt ihr sie gerne hier als png oder studio3 Datei downloaden und für eure Projekte mit Kuchenthema verwenden.


Bluse Ina

Wenn ich Viskose in den Fingern habe, denke ich immer: „Ja, den Stoff will ich unbedingt vernähen, das wird sooo schön.“ Und wenn ich Viskose unter der Nähmaschine habe, denke ich immer: „Was hat mich nur geritten? Das ist sooo nervig!“ Und wenn das Stück dann fertig ist, bin ich meistens wieder versöhnt. Dieses Mal war es nicht ganz so furchtbar, weil ich aus den Malen davor gelernt habe. Meine anderen Viskoseversuche haben sich entweder schon in ihre Einzelteile aufgelöst, weil ich irgendwo eine Stelle vergessen habe zu versäubern (Donna Bluse) oder ich ärgere mich jedes Mal über die kleinen Unperfektheiten, wie verzogene Blenden (Bree Bluse). Deshalb hab ich genau darauf besonders geachtet:
  • Ich hab vor dem Nähen wirklich jedes einzelne Teil komplett versäubert, damit ich nicht aus Versehen einen Faden ziehe, oder sich das Teil beim Waschen auflöst.
  • Ich hab mit einer super dünnen Nadel genäht.
  • Ich hab den Obertransportfuß verwendet, damit sich keine Wellen beim Absteppen bilden – ist euch diese schöne Ausschnittblende aufgefallen?




Frau Josy mit Pailletten

Ein bisschen Bling-Bling aber nicht zu sehr – das ist genau meins. Deswegen haben mich die Pailletten wohl auch so angesprochen, die glitzern nämlich nicht wie die meisten. Sie sind einfach matt, aber sehen trotzdem ein bisschen schick aus. Ich hab sie mir so lange aufgespart, dass ich schon gar nicht mehr weiß, wo sie her sind. Macht aber nix, jetzt haben sie endlich ihren Auftritt. Ich hatte schon ziemlich Respekt davor, hab noch nie mit Pailletten genäht, weswegen ich mir gut überlegt habe, welches Schnittmuster sich dafür eignet. Es sollte eines sein, wo nicht allzu viel Paillettenstoff gebraucht wird – der ist nämlich relativ schwer. Ein Shirt aus dem kompletten Stoff und ich würde wohl aussehen wie in einem Kettenhemd. Und so schwer wie eine halbe Ritterrüstung wäre das gute Stück dann auch sicher.
Mir ist zum Glück sofort die Frau Josy von Fritzi und Schnittreif in den Sinn gekommen, denn die habe ich schon zweimal genäht (Version von 2016 und von 2017) und trage sie sehr gerne. Der Clou: Das Ärmelteil kann man wunderbar mit speziellem Stoff gestalten, denn es hat den Vorteil, dass man die Nahtzugabe nirgends umklappen muss, denn es hat keinen Saum. Die Ärmel sind mit einer Art Hochklappbündchen versehen, unter dem die versäuberte Kante des Paillettenstoffs perfekt verschwindet.






Macramee-Wandbehang & Ikea-Hack für Besta


Heute gibt es ein „Gesamtkunstwerk“ von mir und meinem Schatz: Er hat diesen coolen Schrank (einen richtigen Ikea-Hack 😉) gebaut und ich hab den Macramee-Wandbehang gemacht. Super, wenn man sich gegenseitig so schön ergänzen kann, oder?

Fangen wir erstmal mit dem Schrank an: Für unseren Flur wollte ich einen Ersatz für unseren alten Schubladenschrank, den wir zu Studentenzeiten mal geschenkt bekommen haben. Wir haben eine ganze Weile gesucht (er offline im Möbelgeschäft, ich online auf Pinterest und Instagram). Als ich diesen Beitrag von Gingered Things gefunden habe, wusste ich: sowas in der Art will ich auch. Ich mag ganz gerne geschlossene Schränke, das sieht immer so ordentlich aus, aber ein paar offene Ablagen finde ich auch sehr praktisch. Nur mit dem Holz hab ich ein bisschen gehadert: gutes Holz zu finden ohne gleich richtig viel Geld zu zahlen ist gar nicht so einfach. Umso erstaunter war ich, als wir bei toom auf ein Holz stießen, dessen Name mir jetzt partout nicht mehr einfallen will – der Name war ziemlich ungewöhnlich. Es ist auf jeden Fall richtig schön hell und war gar nicht teuer, 60 Euro für 2 große Stücke, die vor allem nicht aus mehreren Brettern zusammengeleimt sind. Wir haben es abgeschliffen, geölt und der Schatz hat alles montiert. Die Korpen sind von Ikea (Besta for the win!), die Griffe waren bei einem Ikea Pax von meinen Eltern übrig geblieben – die kann man leider nicht einzeln kaufen.





Blouson.jacke #2

Dieser Stoff hat es mir nicht leicht gemacht. Und zwar nicht jetzt vor Kurzem, sondern schon vor über zwei Jahren, als ich ihn das erste Mal vernäht habe. Ihr kennt das Ergebnis davon nicht, denn es war für die Tonne. Ich hab versucht einen gekauften Sweatblazer nachzunähen, was wirklich grandios in die Hose gegangen ist. Der Kragen fiel komisch, das Rückteil stand im 45 Grad Winkel (gefühlt) vom Rücken ab und alles war für die Katz. Aber das schlimmste war: ich hatte diesen wunderschönen Stoff angeschnitten, was ich lange vor mir hergeschoben habe. Die Reste hab ich natürlich aufgehoben, aber es war zu wenig für ein Erwachsenen-Teil. Und jetzt könnt ihr euch vielleicht vorstellen, wie ich mich gefreut habe, als ich genau diesen Stoff so viel später im gleichen Laden (Senci in Baden-Baden) erneut gefunden habe. Ich war überzeugt, dass so ein schöner Jacquard schon lange hätte ausverkauft sein müssen.
Ich hab also genug für eine Blousonjacke eingepackt, leider wusste ich nicht mehr genau, wieviel wirklich noch übrig war vom missglückten Projekt – es war mehr als ich dachte, jetzt hab ich wieder einiges daheim übrig. Die Blouson.jacke von Leni Pepunkt hatte ich ja schon im Dezember genäht (siehe hier) und war wirklich überrascht und begeistert wie gerne ich sie anziehe und ich wollte unbedingt noch eine.




Kosmetiktasche Casey

Das Problem mit sehr steifem Wachstuch ist: es kann brechen und aufreißen. So geschehen bei meiner heißgeliebten Reise-Kosmetiktasche nach dem Schnittmuster Vicky, die ich euch vor Jahren schon gezeigt habe. Nun ist sie leider von uns gegangen, wegen akuten aufgebrochenen Ecken. Sie war wirklich toll, es hat super viel reingepasst, aber leider habe ich immer drin rumwühlen müssen, bis ich alles gefunden hatte. Und das, obwohl ich schon 4 Extra Innentäschchen eingebaut habe.


Es war also klar, dass ein praktischerer Ersatz her muss. Und was meint ihr, wie ich mich gefreut habe, als die Casey von Pattydoo heraus kam. Genau das, was ich mir vorgestellt hatte, und natürlich wie immer, mit praktischem Pattydoo Video.





Schmusetuch Hase häkeln

Bis Ostern dauert es zwar noch ein Weilchen, aber ich muss euch doch schon diesen süßen Hasen zeigen, den ich über den Verlauf des letzten halben Jahres gehäkelt habe. Keine Sorge, es dauert natürlich nicht so lange das Tierchen fertigzustellen, es war eher eine On/Off Beziehung. Mal hab ich richtig viel am Stück gemacht, dann lag es wieder eine Weile in der Ecke. Die Anleitung dafür ist aus dem Buch „Gehäkelte Schmusetücher“. Ich bin jetzt nicht unbedingt das Zielpublikum für ein Schmusetuch, aber irgendwie hatte ich einfach Lust drauf. Und irgendwann kommt die Gelegenheit das Häschen zu verschenken. Bis dahin ziert es noch das Regal in meinem Nähzimmer und ich freue mich immer, wenn ich den kleinen chillenden Hasen sehe.

Er war eigentlich super einfach zu häkeln, die Anleitung ist sehr gut, das einzige was mir etwas Schwierigkeiten bereitet hat, war das Gesicht. Ich hab die Schnurrhaare bestimmt 10 mal wieder aufgemacht, nachdem ich sie aufgestickt hatte, weil sie schief saßen, oder nicht ganz mittig. Auch für die Augen hab ich ein bisschen gebraucht. Es ist wichtig, dass man den richtigen Abstand wählt, sonst sieht der Hase leicht schielend aus.




Ada Mütze von Made&Worn

(Scroll down for the english version of this post)

Obwohl ich Mathematikerin bin, rechne ich nicht gerne. Schon gar nicht etwas, was ein Algorithmus für mich übernehmen könnte. Und genau deshalb bin ich so begeistert von den Strickmustern des englischen Labels Made & Worn. Zum Einen, weil man nicht mehr ausrechnen muss, wie sich das Strickmuster anhand der Körpermaße, dem gewählten Garn und der gewählten Nadelstärke mit der Maschenprobe verändert. Das übernimmt der Algorithmus, wenn man die Werte eingibt und man kann sich sicher sein, dass alles korrekt ist. Und zum Anderen weil man mithilfe der Website, wo das Strickmuster digital hinterlegt ist, stets die Anleitung für die nächste Reihe sieht und so niemals das Problem hat, dass man plötzlich nicht mehr weiß, in der wievielten Runde man sich jetzt eigentlich befindet.

Ich hab das Label schon vor einer Weile auf Instagram entdeckt und mich, als ich nach einem Mützenstrickmuster für meinen Schatz gesucht habe, wieder daran erinnert. Das Konzept das Strickmuster auf der Website zu hinterlegen und immer nur Reihe für Reihe vorzugehen, fand ich echt interessant und die super schöne Ada Mütze hat mich sowieso überzeugt. Das coolste dabei: Man kann aus richtig vielen verschiedenen Texturen wählen (ich hab mich für den Triangle Stocking Stitch entschieden), die Mütze online designen, dann auf der Website Schritt für Schritt den Kopfumfang und die Maße der Maschenprobe eingeben und man bekommt direkt die fertige Anleitung maßgeschneidert für Person und Wolle ausgespuckt. Hey, eine Sache weniger, die einem beim Stricken das Leben schwer macht. Und wie ihr seht, hat meine persönliche Anleitung für die Mütze perfekt funktioniert.






Geldbeutel Grete


Nach meinem letzten Geldbeutel hab ich mir geschworen: der nächste wird nicht wieder aus Stoff, auch wenn es noch so hübsch aussieht. Und schon gar kein heller Stoff. Wie gut, dass es hellen KORK-Stoff gibt. Das Material wollte ich schon die ganze Zeit mal ausprobieren war aber von dem Korkpinnwand-Look etwas abgeturnt. Als ich dieses rosa Exemplar aber gesehen habe, war es um mich geschehen. Ich weiß nicht, ob ich grade eine postpubertäre rosa Phase habe, aber irgendwie hat es mir die Farbe aktuell angetan. Konnte man ja auch schon letzte Woche an diesem flauschigen rosa Traum von einem Cardigan sehen, dessen Reste hier übrigens dekorativ im Bild liegen.

Und damit der Kleinmädchentraum perfekt wird, musste natürlich noch ein Schmetterling mit drauf. Wenn schon, denn schon! (Aber immerhin nur ein geometrischer Vertreter der Spezies, ein bisschen cool muss es ja schon bleiben. Und hey, wenigstens kein Einhorn!)




Brot- und Obstbeutel nähen

Eigentlich wollte ich euch meine diesjährigen Weihnachtsgeschenke gar nicht zeigen. Zu unspektakulär - gibt es hier überhaupt jemand, der nicht schonmal einen Beutel genäht hat? - was soll ich denn dazu Neues schreiben? Aber dann hab ich beim Benutzen die letzten Wochen gemerkt, wie cool und praktisch diese Beutel sind und dass ich sie unbedingt verbreiten muss, auch wenn die halbe Leserschaft nur müde lächelt, weils jeder schonmal gesehen hat. Aber ganz ehrlich, wenns hier nur einen gibt, der sich von den Beutelchen inspirieren lässt, dann bin ich schon happy :-).




Ich hab sie zu Weihnachten verschenkt, auch damit ich motiviert bin mir selber einen zu nähen. Denn so unmotiviert ich zu diesem Blogpost war, genauso unmotiviert war ich mir einen „einfachen Beutel“ zu nähen. Aber ich wollte schließlich endlich einen Brotbeutel haben. Wir kaufen immerhin mehrmals pro Woche ein Brot oder Brötchen und so viel Papierbeutel sind einfach unnötig. Schande über mein Haupt, dass es überhaupt so lange gedauert hat, obwohl ich selbst nähen kann.




Fulton Sweater Blazer #2


Im Winter bin ich ja nur am frieren. Drinnen, draußen, daheim, im Büro. Mir ist eigentlich immer kalt. Zum Glück war ich mir dessen sehr bewusst, als ich Anfang November auf dem Stoffmarkt war und diesen kuscheligen rosa Wollstoff gefunden habe. Der wurde direkt eingepackt! Kennt ihr diesen Stand, der immer so hübsch farblich sortiert ist, alle Stoffe sind etwas teurer und „fancier“ als bei den anderen Ständen - beim 5 Euro Coupon Grabbeltisch ist definitiv nix fancy, haha. Wenn ich jetzt noch wüsste, wo ich den Flyer hin hab, könnte ich euch den Namen sagen...Jedenfalls schleiche ich da bei jedem Stoffmarkt rein (den Stand kann man nämlich meistens richtig betreten, der hat nen Ein- und Ausgang) und kauf dann doch nix.

Update: Ich hab den Stoff (in den anderen Farben) und den Stand gefunden, danke Stoffmarkt Facebook Seite!

Aber dieses Mal hat es mich doch gepackt und ich musste zwecks bevorstehender Frier-Jahreszeit diesen kuscheligen rosa Strickstoff (den es übrigens noch in super vielen anderen Farben gibt) unbedingt mitnehmen. Damals wusste ich noch nix von diesem tollen Schnittmuster namens Fulton Sweater Blazer von Alina Design Co und hab den Stoff einfach mal auf gut Glück ohne Plan eingepackt. Nach meinem ersten Fulton Sweater Blazer, den ich aus einem Stoff mit gutem Stand genäht habe, ganz brav, wie es in der Anleitung empfohlen wurde, bin ich dann aber doch übermütig geworden, und hab mir gedacht, das muss einfach aus diesem eher weichen (um nicht zu sagen labbrigen) Bouclé-Strickstoff auch gehen. Ich war natürlich nicht komplett risikofreudig, ein bisschen Schadenskontrolle muss ja schon sein, und ich hab den Stoff ein paarmal um mich gewickelt um zu sehen, wie er fallen würde. Und ich hab einen halben Probekragen genäht, um sicherzustellen, dass der schicke Ausschnitt nicht total schief geht.




Kaputten Jeans Reissverschluss austauschen {Tutorial}

Vor kurzem hab ich euch noch mein Leid geklagt: Ich war untröstlich, weil sich bei meiner neusten Ginger Jeans 2 Zähnchen aus dem Reissverschluss verabschiedet haben und der Zipper rausgerutscht war. Reparieren des Reissverschlusses definitiv unmöglich. Ich hab lange rum überlegt, ob ich die Hose vielleicht mit einer Knopfleiste, oder ein paar Ösen retten kann, aber das hat mir nicht gefallen. Bis ich dann endlich auf die Idee kam: Vielleicht kann man ja den Reissverschluss austauschen OHNE die ganze Hose auftrennen zu müssen. Ich meinte mich zu einnern schonmal irgendwo eine Anleitung dafür gesehen zu haben, hab sie aber nicht wieder gefunden. Ich hab also eine ganze Weile den Hosenstall angestarrt, bis ich mir gedacht habe: Was hast du schon zu verlieren? Den kaputten rausbekommen kann nicht so schwer sein, und wenn der neue nicht reingeht, dann gibt's halt doch Knöpfe.
Spoiler: Es hat funktioniert! Der neue ging ohne Probleme rein, und man sieht keinen Unterschied zu vorher - YAY!


Und für den Fall, dass jemand von euch das gleiche Problem hat, gibt's heute die Reparatur Anleitung. (Gibt es ein schöneres Gefühl, als etwas Kaputtes wieder heile zu machen? Ich brauch zwar immer gefühlt 20 Anläufe, bis ich mich ans Flicken mache - aber wenn man dann das reparierte Teil wieder anziehen kann, ist das so super).

Hier sieht man den Übeltäter...eins der rausgefallenen Zähnchen :-(
Die Anleitung sollte auch für jede gekaufte Jeans funktionieren, nicht nur für die selber genähten, da muss man nur schauen, dass man so Ähnliches Absteppgarn findet, wie bei der Hose verwendet wurde. Wobei das auch nicht so wichtig ist, der einzige Ort wo abgesteppt wird, ist eh unter dem Übertritt verborgen.


Anleitung

 



Freestyle Hoodie Luke

Ist es "unselfish sewing", wenn man den Mann in nem schicken Hoodie einkleiden will, weil man denkt, dass er darin super gut aussehen wird? Und ihn nicht mal groß fragt, bevor man los legt? Ok, ich hab ihm vielleicht kurz ein Bild vom Hoodie Luke von Pattydoo gezeigt und es abgesegnet bekommen, aber bei diesem Projekt war ich definitiv die treibende Kraft. Zum Glück gefällt ihm das fertige Stück aber genauso gut wie mir, haha😇.

Manchmal hab ich einfach eine Vision, eine Inspiration, vor der ich nicht davon laufen kann. Meistens weiß ich gar nicht, wo sie her kommt, aber hier ist mir beim Bilder bearbeiten plötzlich klar geworden, wo mein Unterbewusstsein diese Farbkombi, dieses Setting hergezaubert hat: und zwar von hier. Meine (gekaufte) Snowboardjacke, die ich beim Fotografieren vom Perlmuster-Stirnband anhatte, hat fast die gleichen colorblocking Farbtöne.

Man könnte mir jetzt vorwerfen, dass ich das alles geplant habe, und das Ding nachnähen wollte, aber als ich im November auf dem Stoffmarkt stand und Sweatstoffe nebeneinander gehalten habe um eine schöne Farbkombi für genau so einen Hoodie zu finden, hab ich mich nur haarscharf für diese 3 Stoffe entschieden und definitiv keine Sekunde (bewusst) an besagte Snowboardjacke gedacht. Lachen musste ich aber trotzdem, als ich den alten Blogpost gerade aufgerufen habe, um mir das Stirnband nochmal genauer anzuschauen und mir die Ähnlichkeit aufgefallen ist. Die Sweatstoffe sind übrigens super kuschelig weich und von dem Stoffmarktstand, bei dem es immer 1,5x1,5m Sweatcoupons in allen möglichen melierten Tönen gibt (da hab ich auch meine Wale und Sterne für die Traumanzüge her und wusste daher, dass der Stoff auch viiiele Wäschen aushält).