Kissenhülle im Schachbrettmuster stricken {Tutorial}

Sobald es draußen ungemütlich und dunkel wird, steigt meine Motivation, mich mit Wolle, Nadeln und Wärmflasche in meiner Ecke auf dem Sofa einzukuscheln. So natürlich auch dieses Jahr. Ich hab also die Wollschublade aufgemacht und gesucht, was ich denn noch so an Resten habe. Und was schaut mich da an: ein halb fertiges Kissen, das ich vor 2(!) Jahren angefangen habe. Man glaubt es kaum, beide Seiten waren komplett fertig, und ich hab mich wohl nur nicht aufraffen können, die beiden Teile zusammen zu nähen. Sogar das Inlet lag schon bereit. Ziemlich bescheuert, aber so funktioniert das mit der Kreativität wohl. Manchmal ist man einfach blockiert und legt etwas zur Seite, nur um dann ein paar Wochen, Monate oder Jahre später endlich die letzten Schritte zu gehen. Und in diesem Fall hat das tatsächlich nur eine halbe Stunde gedauert. Tja, das schöne ist, dass ich das Kissen schon ganz vergessen hatte, und schwupps, hab ich ein neues Dekoteil, das auch noch unglaublich kuschelig ist.

Das Muster finde ich richtig cool, es erinnert ein bisschen an ein Schachbrett, oder auch ein bisschen, als hätte man den Stoff gewebt. Das Muster für das Kissen hab ich damals auf Pinterest oder irgendwo gesehen und da es wirklich nicht schwer ist - eigentlich ist es das perfekte Anfängerprojekt, da man rechte und linke Maschen üben kann - braucht man eigentlich keine Anleitung. Ich erzähl euch aber trotzdem mal, wie ich vorgegangen bin.


Anleitung 



Basic-Shirt Raphaela in Rot

Lieber Blog,
Ich habs schon wieder getan, obwohl ich mir vorgenommen habe, auch mal was Neues auszuprobieren und nicht immer beim Altbewährten zu bleiben. Aber ich konnte nicht anders, und bin doch wieder in alte Muster zurück gefallen. Ich hatte das Gefühl, dass ich einfach etwas Vertrautes brauche, etwas, womit ich mich auskenne, sodass ich die Schritte gefühlt blind gehen kann. Etwas bei dem ich mich nicht anstrengen, zweifeln, oder nachdenken muss, und weiß, dass ich am Ende happy sein werde.

Ihr wisst wovon ich rede, oder?
Jaaa, ich hab mal wieder ein Basic-Shirt genäht. Und wie oben schon erwähnt, eines mit dem ich mich gut auskenne, meine altbewährte Raphaela. Ich hab sie jetzt schon so oft genäht, dass sie hier auf dem Blog ihren eigenen Tag hat, mit dem ich alle Modelle auf einen Blick sehen kann.

Dieses Mal habe ich einen wunderschön roten Swafing Jersey namens Vanessa in der Farbe Burgundy vernäht. Ich hab ihn bei der Eröffnungsfeier von Stoffquelle im März gefunden und wollte eigentlich ein Jerseysommerkleid daraus nähen. Aber im Sommer war ich mit anderem beschäftigt (Hallo Bademode 😜), aber ich war so heiß darauf, diese coole Farbe zu tragen, dass ich mich dann doch für ein Shirt entschieden habe.
 

Und dafür hab ich auch echt Bedarf in meinem Kleiderschrank, vor allem für ein Shirt, das nicht meliert ist. Ich hab ja diesen schönen Blackwood Cardigan letztes Jahr genäht, und ich ziehe ihn leider nicht so oft an, wie ich gerne würde. Das liegt aber nicht daran, dass ich ihn nicht liebe (er ist sooo weich!), sondern an den Kombinationsmöglichkeiten.
 



Beissring und Kinderbett-Girlande häkeln {Tutorial}

Das nächste Baby im Freundeskreis ist im Anmarsch und nachdem der süße Hasen-Beissring, den ich letztes Jahr gehäkelt habe, sehr gut ankam, hatte ich Lust wieder einen zu verschenken. Er ist einfach schnell gemacht, und praktisch, denn man weiß, dass es passt, schließlich bekommt jedes Baby irgendwann Zähne und der Beissring ist wirklich praktisch beim Zahnen. Damits ein bisschen abwechslungsreicher wird, wollte ich ein neues Tier häkeln.

Erst war ein Bär geplant, aber als ich kleine Ohren gehäkelt habe, und an den Kopf gehalten habe, sah das irgendwie falsch aus. Wie ein Koala mit zu kleinen Ohren. Also hab ich den Kopf nochmal angepasst und die Ohren größer gehäkelt. Und schon ist aus dem normalen Bär ein Koalabär geworden.

Statt dem Schal wollte ich mich mal an was neuem Versuchen und dem Bärchen ein Halstuch machen. Das war gar nicht so einfach und ich hab etliche Versuche gebraucht, bis das Halstuch die richtigen Proportionen hatte. Zuerst wollte ich es auch einzeln häkeln und dann irgendwie hinter dem Rücken binden, aber das sah nie wirklich schön aus. Also hab ich das Halstuch um den schon angenähten Koalakopf herumgehäkelt, was ein bisschen fummelig ist, aber das beste Ergebnis geliefert hat. Unten in der Anleitung zeige ich euch ein paar Fotos davon.

Statt der Schnullerkette hab ich dieses Mal eine Girlande gemacht, die man über die Krippe oder den Kinderwagen hängen kann.



Bikini Nähtutorial: Korsagenstäbchen einnähen

Erstmal noch ein großes Dankeschön, für eure lieben Kommentare zum Badeanzug und zum Bikini! Es freut mich wirklich mega, dass ihr euch so fürs Badesachen Nähen interessiert und euch meine ausführlichen Beschreibungen nicht langweilen😉. Heute machen wirs kurz und kommen direkt zur Anleitung. Ich hab ja schon geschrieben, dass ich euch nochmal genauer zeigen will, wie ich das mit den Korsagenstäbchen gemacht habe, denn der Teil ist nicht in der Anleitung des Jazz Bikini enthalten.

Ohne die Stäbchen ist bei mir das Oberteil ziemlich eingeknickt, weswegen ich mir angeschaut habe, wie das bei meinem letzten gekauften Bikini ausgesehen hat und das einfach nachgemacht habe.

Anleitung



Jazz Bikini

Kann ich mal kurz festhalten, dass ich niemals geglaubt hätte, einen „richtigen“ Bikini zu nähen? Und schon gar nicht, dass der besser passen würde als jeder vergleichbare gekaufte? Mit meinem Sportbikini, den ich Anfang des Sommers genäht habe und der ja eigentlich „nur“ ein Sport-BH ist, war ich ja schon total happy. Den Badeanzug Bahama aus der La Maison Victor, den ich euch letzte Woche gezeigt habe, finde ich ja auch wirklich genial und war wieder sehr überrascht, dass das alles ziemlich reibungslos funktioniert hat. Aber jetzt bin ich echt völlig aus dem Häuschen. Nachdem genug Stoffreste vom Badeanzug übrig waren, hab ich mir gedacht, hab ja nix zu verlieren, probiere ich mal einen anderen Bikini aus. Einen, der aussieht, wie die, die ich immer im Laden gekauft habe, die aber eigentlich nie wirklich gut saßen. Immer nur so ok. Entweder hat er ohne Träger nicht richtig gehalten, oder es sah einfach nicht sehr vorteilhaft aus. Warum wollte ich also unbedingt so einen?
Abgesehen davon, dass ich die Art wirklich sehr schön finde (wenn er denn richtig sitzt), werde ich auch relativ schnell braun (ein Nachmittag im Schwimmbad, und ich hab schon Bikiniträgerstreifen) und achte immer darauf, dass ich ein Oberteil habe mit dem ich auch in der Sonne sein kann, ohne, dass man das sofort sieht. Bikinis mit mittigen Trägern (für den Halt und das Design), die man runterklappen kann (für die Sonne) waren also schon immer mein Beuteschema. Allerdings konnte ich mir unter Anderem deshalb nicht vorstellen einen Bikini zu nähen, weil ich noch nie so ein Schnittmuster gesehen habe. 


Auf Instagram (heiliger Gral meiner Schnittmustersuche) hab ich über den Hashtag #sewingswimwear das mir noch unbekannte australische Schnittmusterlabel Swimstylepatterns gefunden. Und da gibt es Massen an coolen Bikini und Badeanzug Schnittmustern.



Badeanzug Bahama {La Maison Victor}

Alle sind schon voll im Herbst-Modus, auf allen Blogs nur Fleecejacken, und ich komm jetzt mit nem Badeanzug an, 😄...Ich hätte euch meinen neuen Badeanzug sehr gerne schon vor Ende des Sommers gezeigt, aber wie das so ist, mit Last-Minute-Prä-Urlaub-Nähaktionen: er wurde natürlich nur so kurz vor knapp vor der Abreise Ende August fertig, dass an Fotos nicht mal zu denken war. Aber so ist es eigentlich besser, denn jetzt kann ich euch einen umfassenden Erfahrungsbericht geben - abgesehen davon, eigentlich trägt man doch das ganze Jahr über nen Badeanzug und irgendwo ist immer Sommer, oder?

Erstmal die Facts vorneweg: ich bin super zufrieden mit dem Badeanzug, er ist genau so geworden, wie ich ihn mir vorgestellt habe. Bisher hatte ich nur einen alten Sportbadeanzug zum Bahnenschwimmen und ins Wasser springen, der aber nicht sehr schick ist. Und seit ich im Sommer im Schwimmbad und an Freundinnen wieder mehr Badeanzüge gesehen habe, hat mich die Lust gepackt. Spätestens seit meinen Sportbikini und den Herren-Badehosen war mir klar, dass auch ein Badeanzug machbar sein muss. Passend dazu gab es in der La Maison Victor 4/2019 das Schnittmuster Bahama Badeanzug. Damit war ich sofort Feuer und Flamme für einen Badeanzug! Ich hab noch ein bisschen nach anderen Schnittmustern recherchiert, bin aber dann bei dem Bahama geblieben, denn mit La Maison Victor hatte ich schon viele gute Erfahrungen gemacht, gerade auch bei komplizierten Schnitten (Shorts, Jacke). Und der überlappende Ausschnitt und der geraffte Stoff an der Seite haben mir sehr gut gefallen.





Rock Fiore von Closet Case Patterns #2

Wenn etwas gut funktioniert, warum etwas ändern? Ich war so glücklich mit meinem neuesten Fiore Rock, dass ich nicht widerstehen konnte, und gleich nochmal einen genäht habe. Das war aber eher Zufall, denn der Stoff ist mir bei einem spontanen Karstadt-Besuch (bei dem wir auch den coolen Hosenstoff für die Louis Shorts von meinem Schatz gefunden haben) einfach so in die Hände gefallen. Es war nur noch ein Minirest auf dem Ballen - was mich nicht wundert, das tropische Muster finde ich super. Der Stoffrest (ArtNr.: 004 2246116988742) schien mir aber gerade noch so für den Fiore zu reichen.
Ganz so entspannt, wie der japanische Batist, den ich für den letzten Rock verwendet habe, ließ sich der Stoff leider nicht vernähen. Es ist eine Art Leinen-Polyester Mischung (vermute ich zumindest), der eigentlich echt praktisch ist. Er knittert gar nicht - trotz Leinen(look?), dafür verzieht er sich ohne Ende. Ich hab zugeschnitten und praktisch jedes Teil sah anders aus, als das entsprechende Schnittmusterteil. Beim Zusammennähen hab ich das auch echt gemerkt, ich hatte nämlich einen Versatz von 5 Zentimetern am Saum an der Seitennaht. Wahnsinn! Dabei wollte ich dieses Mal den Rock doch wirklich in Originallänge säumen. Das konnte ich knicken und hab die längstmögliche Stelle als Referenz rausgesucht und den Schatz wieder mit dem Rockabrunder ausgestattet. Das Ding hat sich wirklich rentiert.


 


Herren Badehose

Der Sommer 2019 steht bei mir wirklich unter dem Motto Bademode. Hätte ich ja niemals gedacht, als ich ganz unbedarft ein bisschen Lycra im Frühjahr gekauft habe. Mein erster Bikini ist ja ein grandioser Erfolg - ich hab nicht damit gerechnet wie gerne ich ihn anziehen würde. Ich hab diese Saison noch so gut wie gar nicht zu meinen gekauften Bikinis gegriffen. Die werden eh bald aussortiert, so ausgeleiert und ausgeblichen wie sie sind. A propos aussortieren: Bis vor kurzem hat der Schatz unter seiner Boardshorts eine furchtbar fadenscheinige Speedo Badehose als Art „Badeunterwäsche“ getragen. Man hat die nie an ihm gesehen, denn die richtige Badehose war ja drüber. Aber da wir jetzt bald in Urlaub gehen und in Frankreich in vielen Pools keine weiten Badehosen erlaubt sind, und besagte Badehose beinahe auseinander fällt, musste dringend eine neue her.

Ich hab kurzerhand die alte Badehose auseinander geschnitten und den Schnitt davon kopiert. Ohne auseinanderschnippeln hat das Schnittmuster abnehmen tatsächlich noch nie bei mir funktioniert, schon gar nicht bei dehnbaren Stoffen. Ich hatte aber auch tatsächlich keine andere Wahl, denn es gibt zwar einige gute Männerunterhosenschnitte (z.B. hier kostenlos von MDO&B Design), aber keinen einzigen für eine eng anliegende Badehose. Wichtig dabei ist natürlich, dass es keine 3 senkrechten Nähte im Vorderteil gibt, denn das sieht bei einer Badehose dann doch etwas seltsam aus. Also gings ans schnippeln, schade um die alte Badehose war es ja tatsächlich nicht.





Shorts Louis {La Maison Victor}

Ich hatte schon die ganze Zeit Lust mal eine Hose für meinen Schatz zu nähen (hab ich mir deutlich einfacher vorgestellt, wie eine Hose für Frauen zu nähen, haben ja nicht so viel Kurven, die Herren ;-) ) und war dementsprechend happy, als in der La Maison Victor von Mai/Juni ein sehr ansprechendes Schnittmuster namens Louis drin war. Mir hat der Schnitt wirklich sehr gut gefallen, mit den angeschnittenen Taschen und dem umgeschlagenen Saum (hier ein paar Beispiel auf Instagram). Einzig die hinteren Taschen waren nicht nach unserem Geschmack (ja, der Schatz wurde natürlich mit in die Planung einbezogen), deswegen habe ich sie etwas abgeändert, aber dazu später mehr.

Was dann natürlich noch gefehlt hat, war der passende Hosenstoff. Ich hab bei jedem Besuch im Stoffladen Ausschau gehalten, aber irgendwie war nie das richtige dabei und ich hatte die Hoffnung schon fast aufgegeben und wollte die Hose auf nächstes Jahr verschieben. Aber tatsächlich, bei einem Schnell-Schnell-Einkauf bei Karstadt (ich hab eigentlich nur einen Reißverschluss gebraucht), hab ich in einem gut versteckten Eck (unter einem dieser Tische, wo die Stoffe so schrecklich unübersichtlich gestapelt sind) ein ganzes Nest von leicht dehnbaren Hosenstoffen in unterschiedlichen Farben mit ca 20% Stretch gefunden (ArtNr: 004 2246117129427). Und uns ist direkt dieses mega geniale Koralle aufgefallen. Zum Glück war der Schatz überhaupt dabei, sonst hätte ich mich vielleicht nicht getraut ihn zu kaufen. Aber er war gleich genauso begeistert, denn er trägt zum Glück sehr gerne Farbe (siehe hier oder hier). Und wirklich verwunderlich: Der Stoff hat nur 6€/m gekostet. Das hat mich etwas skeptisch gemacht, aber ich kann sagen, er lässt sich perfekt vernähen, ist nicht super dick (sieht man daran, dass sich die hinteren Hosentaschen evtl ein bisschen durch drücken) und trägt sich wohl sehr angenehm, grade weil er nicht so dick ist.






Qiesy Top

Dass es dieses Top gibt hab ich zwei lieben Bloggerkolleginnen zu verdanken. Einmal Julia von der Stoffquelle (die ich schon als Ju-made sehr gerne gelesen habe) und Suse von BassStich. Bei Julia hab ich bei der Neueröffnung ihres Ladens bei diesem schönen Viskosestoff namens Moonstone Green von Atelier Brunette zugeschlagen und bei Suse hab ich das Qiesy Top von Kibadoo das erste mal richtig wahrgenommen, weil mir ihre Version so gut gefiel.
Das finde ich das schönste an der Online-Näh-Community: wie gut man sich gegenseitig inspirieren kann und so auf die schönsten Materialien stößt. Den Stoff hätte ich online nämlich eher nicht gekauft, weil ich trotz der (unglaublich) vielen Nähbeispiele, einfach immer unsicher bin, wenn ich den Stoff nicht anfassen und an meine Haut halten kann. Hier wäre das egal gewesen, ich wäre auch so glücklich geworden, das kann ich euch jetzt hinterher sagen.
Einziges kleines Aber: der Stoff knittert unglaublich! Er macht das zwar durch seine angenehme Haptik wieder wett, aber das hab ich nicht erwartet. Ich bin 10 Minuten mit dem Auto mitgefahren und hab mich frecherweise angelehnt. Diese Riesen-Querfalte auf dem Rücken ist der Dank. Hätte ein Bügeleisen auch nicht besser hingekriegt. Die kleinen Fältchen vorne sind vom Knick im Oberkörper beim Sitzen. Ich bin das ja gar nicht gewohnt, weil ich viel Jersey nähe und musste erstmal schlucken als ich die Bilder gesichtet habe - dem Schatz ist es beim Fotos machen nicht mal aufgefallen.





Rock Fiore von Closet Case Patterns

Ich glaube so schnell wie das Schnittmuster Fiore von Closet Case Patterns, hab ich noch nie ein Schnittmuster gekauft. Es ist Donnerstag Nachmittag Ende Juni und auf dem Weg nach Hause bekomme ich eine Mail: Die Rome Collection von Closet Case Patterns ist online. Auf den ersten Blick bin ich nicht wahnsinnig begeistert, alles sieht ziemlich oversize und boxy aus, was nicht unbedingt mein Style ist. Aber dann sehe ich den blauen Fiore Rock und es macht klick. Genau so ein Schnittmuster suche ich doch schon ewig. Ein simpler A-Linien Rock aus Webware mit einem nahtverdeckten Reissverschluss. Zuhause hab ich mir schnell die anderen Beispiele des Rocks angeschaut, aber leider hat Closet Case Patterns kein riesiges Probenähteam, weshalb die sich noch sehr in Grenzen gehalten haben. Trotzdem hab ich (fast) direkt auf Kaufen gedrückt. Vorher hab ich nochmal kurz geschluckt, denn 15 Euro für ein „einfaches“ Rock Schnittmuster sind doch relativ viel. Die anderen beiden Versionen, die ebenfalls enthalten sind, werde ich wahrscheinlich nie nähen, daher das kurze Zögern. Aber ich vertraue bei Closet Case Patterns einfach darauf, dass sie genau wissen, was sie tun und der Fall des Rocks und das Wissen, dass ich für meinen schönen teuren Blumenstoff von Stoffquelle sicher kein besseres Schnittmuster finden werde, haben mir dann doch den nötigen Schubs verpasst.





Sporthose Daily Routine #2 {Ottobre 5/2015}

Erstmal vielen Dank für die vielen lieben Kommentare zum Bikini letzte Woche! Und wie versprochen geht’s diese Woche direkt weiter mit der passenden Sporthose zum Sport-BH / Sport-Bikini. Glücklicherweise verbraucht ein Bikini nicht viel Stoff und ich hatte von meinem einen Meter Palmenlycra noch einiges übrig.
Weil es so mega viel Spaß gemacht hat, den Stoff zu vernähen, wollte ich gar nicht aufhören, und hab mich an den Schnitt Daily Routine aus der Ottobre erinnert, den ich 2015 schonmal genäht habe. Ganz hat es nicht für die Original-Hose gereicht, ich musste ziemlich puzzeln und konnte nur eine 3/4-Hose draus machen, aber das fand ich eh passender. Ich trage beim Sport im Fitnessstudio immer einer kurze Hose (auch im Winter, obwohl ich normalerweise so verfroren bin, aber schwitzen mit langer Hose geht einfach nicht), aber fürs Wandern hat mir noch eine „Zwischenhose“ gefehlt, etwas zwischen der dicken langen Daily Routine von 2015, die ich im Winter oft draußen anhabe und einer kurzen Sporthose für den Sommer. Außerdem musste ich Vorder- und Hinterhose verkehrt herum zuschneiden, das heißt einmal zeigen die Palmblätter nach unten, einmal nach oben. Aber ganz ehrlich, wem fällt das bei dem psychedelischen Muster überhaupt auf?





Power Sports Bra + Victoria = Sport-Bikini

Ich hatte meinen perfekten Bikini vor Augen. Ein Bikini, bei dem alles so schön hält, dass ich einen Köpfer in den See machen kann, ohne danach professionelle Tauchausrüstung zu brauchen um die Einzelteile meiner Badebekleidung wieder vom Grund zu fischen. Klar, kann man kaufen, nennt sich Sport-Bikini und sieht meistens echt langweilig aus. Am besten noch mit 3 Streifen an der Seite. Ugh.

Aber, wies manchmal so ist, wenn man ein gut gefülltes Stofflager hat (der coole Palmenlycra war mal ein spontan Onlinekauf von hier...), kommt die Inspiration von ganz alleine. Ok, ich hab ein bisschen nachgeholfen, indem ich mich mal wieder auf Instagram rumgetrieben habe und den richtigen Hashtags gefollowt habe. Und zwar erschien da plötzlich der Powersportsbra von Greenstyle Creations. Eigentlich ein Sport-BH Schnittmuster. Aber ich wusste direkt, das wird mein perfektes Bikinioberteil.

Ein bisschen Schiss hatte ich schon, ob das mit der Verarbeitung gut klappen wird, aber ich wusste auch, den Stoff kann ich eh für nix anderes verwenden, also los gehts.
Zuerst hab ich mich mal informiert, was ich überhaupt alles brauche. Davor hatte ich nämlich den meisten Bammel, dass ich nicht alle „Zutaten“ finden würde. Den schwarzen Badelycra für den Kontrast hab ich von Decoline, den gibts auch online und in vielen Farben und ich kann ihn sehr empfehlen. Er glänzt auf der rechten Seite allerdings ein bisschen, weil er auch unter die Rubrik Tanzstoff fällt, man könnte ihn aber auch einfach mit der linken Seite nach außen verarbeiten.





T-Shirt Valentina #2 {La Maison Victor}

Bei der letzten Valentina hab ich euch ja schon vorgeschwärmt, wie froh ich bin meinen perfekten lockeren T-Shirt Schnitt gefunden zu haben. Aber ob er wirklich was taugt, oder ob es doch nur ein Zufallstreffer war, weiß man ja erst, wenn mans nochmal versucht hat. Und jetzt kann ichs bestätigen, die Valentina ist mein Schnitt! Wenn ihr mehr Infos zum Schnittmuster, und meinen Änderungen (Ausschnitt!) haben möchtet, schaut doch einfach beim Blogpost von letztem Jahr vorbei.
Wirklich viel hab ich nämlich nicht zu erzählen, aber wegen der "Streifengang" und weil ich das Shirt so gerne mag, muss es natürlich hier verewigt werden.
Der Stoff ist vom Stoffmarkt, es gibt ihn noch in ganz vielen verschiedenen Farben und er ist eigentlich echt seltsam. Es ist ein Jersey, aber nicht suuuuper dehnbar sonder eher etwas fest, aber nicht sehr dick. Er hat einen leichten Flaum auf der rechten Seite und ist nicht komplett durchgefärbt. Aber super weich, fast schon samtig. Ich war auf jeden Fall erstmal begeistert, hab ihn mitgenommen und erst hinterher daran gedacht, was daraus werden soll. Da er nicht so dehnbar ist wollte ich auf Nummer sicher gehen und lieber etwas lockereres nähen, nicht dass am Schluss die Ärmel zu eng werden (...alles schonmal da gewesen...).
Bei Streifenstoffen ist es ja immer so eine Sache mit dem Ausschnittsbündchen: man muss gut gucken, dass nur eine Farbe auf dem Bündchen zu sehen ist (so wie ichs hier und hier gemacht habe). Oder man lässt es einfach von vorneherein und macht einen Ausschnitt "auf die feine Art", sodass man gar kein Bündchen sieht. So hab ichs hier gemacht und bin eigentlich ganz zufrieden. Es sind zwar leider ein paar senkrechte Zugfalten entstanden, aber ganz ehrlich, wer merkt das schon?
Trotzdem hab ich bei den Shirts da einfach den Ehrgeiz und hab schon so oft den Ausschnitt neu gemacht, wenns mir nicht gefallen hat.





Rock Sacré-Cœur

Wenn ein Schnittmuster angepriesen wird mit: „In nur einer Stunde fertig genäht“, dann lach ich nur innerlich und verdreifache die Zeit. Manchmal brauch ich alleine eine dreiviertel Stunde, bis ich einen Saum ordentlich genäht habe .
Aber, true story, für diesen Rock hab ich wirklich nur anderthalb Stunden gebraucht (und ja, die meiste Zeit ging fürs Säumen drauf, haha).
Es gibt ein kostenloses Tutorial für den Paperbag Waist Rock namens Sacré-Cœur auf der französischen Seite Les Coupons de Saint Pierre, aber keine Angst, Google Translator und die Bilder reichen aus um alles zu verstehen. Abgesehen davon, dass der Rock nicht nur super schnell fertig ist, ist er auch noch einfach zu nähen - absolut geeignet für komplette Anfänger. Die größte Herausforderung für mich war das Zuschneiden, da sich die Streifen beim Vorwaschen ziemlich verzogen haben. Wobei Zuschneiden da auch ordentlich übertrieben ist, man muss ja nur die Kanten oben und unten gerade abschneiden.

Zählt das jetzt eigentlich schon als Zero Waste Schnittmuster? Man hat ja schließlich so gut wie keinen Verschnitt, denn der Rock ist nur ein gerafftes Rechteck. Kann ich mir mal wieder selbst auf die Schulter klopfen: Stash abgebaut (die gewebte Viskose hab ich vor Jahren mal bei Stoff und Stil gekauft), kaum Müll produziert und ein hübsches Röckchen genäht. Nice!




Lady Topas aus Azulejos-Stoff

Inzwischen wisst ihr ja schon, dass ich luftige Sachen im Sommer bevorzuge. Im Winter darf es gerne mal eng anliegend sein (ich bilde mir ein das wäre wärmer), aber im Sommer: möglichst wenig Stoff-Haut-Kontakt. Luftiger Viskosejersey ist dafür natürlich perfekt. Diesen hübsch gemusterten Stoff, der an die portugiesischen Azulejo Fliesen angelehnt ist, habe ich im Frühjahr bei Karstadt (ArtNr: 004 2246116497114) gefunden und war direkt begeistert. Einziges Problem: Er ist hauchdünn. Leider gibt es ja eine „Mini“-Diskrepanz zwischen dem, was ich gerne trage und was ich gerne vernähe...hab ich euch ja schon beim letzten  MeMadeMittwoch erklärt, als ich euch meine neue Viskose Bluse vorgestellt habe.

Aber, Halleluja, ich hab das perfekte Schnittmuster für solche Stoffe gefunden: Die Lady Topas von Mialuna (ein für unser Online-Näh-Universum-Verhältnisse „uraltes“ Schnittmuster – ich hab es 2016 schonmal genäht und trage es immer noch so oft! ). Die Vorteile dieses Schnittmusters bei solchen federleichten Stoffe sind offensichtlich: Man muss sich nicht abmühen ans Shirt ein Bündchen zu nähen, das sich beim leichtesten Dehnen sowieso einrollt...und am Schluss bekommt man einen labbrigen oder zu sehr gerafften Ausschnitt. Bei der Lady Topas nimmt einem die Passe die ganze Arbeit ab, zum Glück. Einzig die Armausschnitte müssen eingefasst werden. Da die aber ziemlich grade sind, ist das nicht wirklich schwer.




Ein neues Nähzimmer


Ein neues Nähzimmer! Das hat sich meine Mama gewünscht, nachdem wir Kinder nun alle endgültig ausgezogen sind. Davor hatte sie ein nettes aber etwas ungemütliches Zimmer im Keller und ich hab ihr schon lange gesagt, warum nimmst du nicht eins der alten Kinderzimmer und gestaltest es als schönes Nähzimmer um? 

Es hat ein bisschen gedauert, aber nachdem ich ihr per 3D Zeichnung gezeigt habe, wie schön alles aussehen könnte, ging es dann doch ziemlich schnell. Ich hab die ganzen Möbel und den Grundriss des Zimmers mit dem Programm Sketchup maßstabsgetreu „nachgebaut“ und ihr ganz viele unterschiedliche Möglichkeiten gezeigt, wie wir die bestehenden und ein paar neue Möbel stellen könnten. Das war wirklich ausschlaggebend, denn oftmals fällt es ja nicht leicht ein schon lange bestehendes Zimmer "aufzulösen" und etwas völlig Neues damit zu machen. Es hat ein paar Anläufe gebraucht bis wir die perfekte Aufteilung gefunden hatten, dafür war es wirklich hilfreich, dass wir mit dem Programm die Möbel hin und her schieben konnten, bis alles am "richtigen" Platz stand. Das virtuelle Betreten des entstehenden Nähzimmers war wirklich cool, man bekommt sofort ein Raumgefühl. Dank der knöchelhohen Fensterbänke und der Heizkörper mussten wir beim Planen ein bisschen aufpassen, aber so wie es jetzt geworden ist, ist sie super zufrieden - und ich auch, muss ich doch bei Besuchen jetzt nicht mehr in den Keller um schnell was zu nähen, hehe.



Wir haben viele Ideen aus meinem Nähzimmer (ausführlicher Blogpost siehe hier) übernommen und ein paar Möbel upcyclen können. 


Tragetasche für Blechkuchen {Tutorial+Plotter Freebie}

Die besten Ideen sind ja meiner Meinung nach immer die, die einem spontan kommen, weil man sie genau in dem Moment braucht. So wars auch bei meiner Kuchenblechtragetasche. Ich wollte wie immer mit der Bahn zur Arbeit fahren, hatte aber schon den Geburtstagskuchen gemacht und hab mich gefragt, ob ich es nicht vermeiden kann nur wegen dem Kuchen das Auto zu nehmen. Für runde Kuchen habe ich einen Container zum Tragen, aber für meinen Blechkuchen (hmm, Erdbeer-Rhabarber!) hatte ich keine passende Transportmöglichkeit. Unter den Arm klemmen ist definitiv keine Option ;-).
Ich hab also schnell gegoogelt, denn Kuchentragetaschen hab ich schon einige im Netz gesehen. Allerdings immer nur für runde Kuchenformen, für Blechkuchen hab ich nichts gefunden. Mit Maßband und Kuchenblech ausgerüstet hab ich mich in mein Nähzimmer begeben, ein bisschen gerechnet und dann nach Stoffresten gesucht. Der hübsche Canvas mit Chevronstreifen von hier war noch von einem Gardinenprojekt vor ein paar Monaten übrig (leeeicht verschätzt mit der Länge des benötigten Stoffs) und der Rest hat genau gepasst.



Ein Plot passend zum Kuchenmotto musste natürlich auch drauf und nachdem ich auch hier online nicht fündig geworden bin, hab ich es einfach selbst designt. Wenn euch die Vorlage gefällt könnt ihr sie gerne hier als png oder studio3 Datei downloaden und für eure Projekte mit Kuchenthema verwenden.


Bluse Ina

Wenn ich Viskose in den Fingern habe, denke ich immer: „Ja, den Stoff will ich unbedingt vernähen, das wird sooo schön.“ Und wenn ich Viskose unter der Nähmaschine habe, denke ich immer: „Was hat mich nur geritten? Das ist sooo nervig!“ Und wenn das Stück dann fertig ist, bin ich meistens wieder versöhnt. Dieses Mal war es nicht ganz so furchtbar, weil ich aus den Malen davor gelernt habe. Meine anderen Viskoseversuche haben sich entweder schon in ihre Einzelteile aufgelöst, weil ich irgendwo eine Stelle vergessen habe zu versäubern (Donna Bluse) oder ich ärgere mich jedes Mal über die kleinen Unperfektheiten, wie verzogene Blenden (Bree Bluse). Deshalb hab ich genau darauf besonders geachtet:
  • Ich hab vor dem Nähen wirklich jedes einzelne Teil komplett versäubert, damit ich nicht aus Versehen einen Faden ziehe, oder sich das Teil beim Waschen auflöst.
  • Ich hab mit einer super dünnen Nadel genäht.
  • Ich hab den Obertransportfuß verwendet, damit sich keine Wellen beim Absteppen bilden – ist euch diese schöne Ausschnittblende aufgefallen?




Frau Josy mit Pailletten

Ein bisschen Bling-Bling aber nicht zu sehr – das ist genau meins. Deswegen haben mich die Pailletten wohl auch so angesprochen, die glitzern nämlich nicht wie die meisten. Sie sind einfach matt, aber sehen trotzdem ein bisschen schick aus. Ich hab sie mir so lange aufgespart, dass ich schon gar nicht mehr weiß, wo sie her sind. Macht aber nix, jetzt haben sie endlich ihren Auftritt. Ich hatte schon ziemlich Respekt davor, hab noch nie mit Pailletten genäht, weswegen ich mir gut überlegt habe, welches Schnittmuster sich dafür eignet. Es sollte eines sein, wo nicht allzu viel Paillettenstoff gebraucht wird – der ist nämlich relativ schwer. Ein Shirt aus dem kompletten Stoff und ich würde wohl aussehen wie in einem Kettenhemd. Und so schwer wie eine halbe Ritterrüstung wäre das gute Stück dann auch sicher.
Mir ist zum Glück sofort die Frau Josy von Fritzi und Schnittreif in den Sinn gekommen, denn die habe ich schon zweimal genäht (Version von 2016 und von 2017) und trage sie sehr gerne. Der Clou: Das Ärmelteil kann man wunderbar mit speziellem Stoff gestalten, denn es hat den Vorteil, dass man die Nahtzugabe nirgends umklappen muss, denn es hat keinen Saum. Die Ärmel sind mit einer Art Hochklappbündchen versehen, unter dem die versäuberte Kante des Paillettenstoffs perfekt verschwindet.






Macramee-Wandbehang & Ikea-Hack für Besta


Heute gibt es ein „Gesamtkunstwerk“ von mir und meinem Schatz: Er hat diesen coolen Schrank (einen richtigen Ikea-Hack 😉) gebaut und ich hab den Macramee-Wandbehang gemacht. Super, wenn man sich gegenseitig so schön ergänzen kann, oder?

Fangen wir erstmal mit dem Schrank an: Für unseren Flur wollte ich einen Ersatz für unseren alten Schubladenschrank, den wir zu Studentenzeiten mal geschenkt bekommen haben. Wir haben eine ganze Weile gesucht (er offline im Möbelgeschäft, ich online auf Pinterest und Instagram). Als ich diesen Beitrag von Gingered Things gefunden habe, wusste ich: sowas in der Art will ich auch. Ich mag ganz gerne geschlossene Schränke, das sieht immer so ordentlich aus, aber ein paar offene Ablagen finde ich auch sehr praktisch. Nur mit dem Holz hab ich ein bisschen gehadert: gutes Holz zu finden ohne gleich richtig viel Geld zu zahlen ist gar nicht so einfach. Umso erstaunter war ich, als wir bei toom auf ein Holz stießen, dessen Name mir jetzt partout nicht mehr einfallen will – der Name war ziemlich ungewöhnlich. Es ist auf jeden Fall richtig schön hell und war gar nicht teuer, 60 Euro für 2 große Stücke, die vor allem nicht aus mehreren Brettern zusammengeleimt sind. Wir haben es abgeschliffen, geölt und der Schatz hat alles montiert. Die Korpen sind von Ikea (Besta for the win!), die Griffe waren bei einem Ikea Pax von meinen Eltern übrig geblieben – die kann man leider nicht einzeln kaufen.





Blouson.jacke #2

Dieser Stoff hat es mir nicht leicht gemacht. Und zwar nicht jetzt vor Kurzem, sondern schon vor über zwei Jahren, als ich ihn das erste Mal vernäht habe. Ihr kennt das Ergebnis davon nicht, denn es war für die Tonne. Ich hab versucht einen gekauften Sweatblazer nachzunähen, was wirklich grandios in die Hose gegangen ist. Der Kragen fiel komisch, das Rückteil stand im 45 Grad Winkel (gefühlt) vom Rücken ab und alles war für die Katz. Aber das schlimmste war: ich hatte diesen wunderschönen Stoff angeschnitten, was ich lange vor mir hergeschoben habe. Die Reste hab ich natürlich aufgehoben, aber es war zu wenig für ein Erwachsenen-Teil. Und jetzt könnt ihr euch vielleicht vorstellen, wie ich mich gefreut habe, als ich genau diesen Stoff so viel später im gleichen Laden (Senci in Baden-Baden) erneut gefunden habe. Ich war überzeugt, dass so ein schöner Jacquard schon lange hätte ausverkauft sein müssen.
Ich hab also genug für eine Blousonjacke eingepackt, leider wusste ich nicht mehr genau, wieviel wirklich noch übrig war vom missglückten Projekt – es war mehr als ich dachte, jetzt hab ich wieder einiges daheim übrig. Die Blouson.jacke von Leni Pepunkt hatte ich ja schon im Dezember genäht (siehe hier) und war wirklich überrascht und begeistert wie gerne ich sie anziehe und ich wollte unbedingt noch eine.




Kosmetiktasche Casey

Das Problem mit sehr steifem Wachstuch ist: es kann brechen und aufreißen. So geschehen bei meiner heißgeliebten Reise-Kosmetiktasche nach dem Schnittmuster Vicky, die ich euch vor Jahren schon gezeigt habe. Nun ist sie leider von uns gegangen, wegen akuten aufgebrochenen Ecken. Sie war wirklich toll, es hat super viel reingepasst, aber leider habe ich immer drin rumwühlen müssen, bis ich alles gefunden hatte. Und das, obwohl ich schon 4 Extra Innentäschchen eingebaut habe.


Es war also klar, dass ein praktischerer Ersatz her muss. Und was meint ihr, wie ich mich gefreut habe, als die Casey von Pattydoo heraus kam. Genau das, was ich mir vorgestellt hatte, und natürlich wie immer, mit praktischem Pattydoo Video.





Schmusetuch Hase häkeln

Bis Ostern dauert es zwar noch ein Weilchen, aber ich muss euch doch schon diesen süßen Hasen zeigen, den ich über den Verlauf des letzten halben Jahres gehäkelt habe. Keine Sorge, es dauert natürlich nicht so lange das Tierchen fertigzustellen, es war eher eine On/Off Beziehung. Mal hab ich richtig viel am Stück gemacht, dann lag es wieder eine Weile in der Ecke. Die Anleitung dafür ist aus dem Buch „Gehäkelte Schmusetücher“. Ich bin jetzt nicht unbedingt das Zielpublikum für ein Schmusetuch, aber irgendwie hatte ich einfach Lust drauf. Und irgendwann kommt die Gelegenheit das Häschen zu verschenken. Bis dahin ziert es noch das Regal in meinem Nähzimmer und ich freue mich immer, wenn ich den kleinen chillenden Hasen sehe.

Er war eigentlich super einfach zu häkeln, die Anleitung ist sehr gut, das einzige was mir etwas Schwierigkeiten bereitet hat, war das Gesicht. Ich hab die Schnurrhaare bestimmt 10 mal wieder aufgemacht, nachdem ich sie aufgestickt hatte, weil sie schief saßen, oder nicht ganz mittig. Auch für die Augen hab ich ein bisschen gebraucht. Es ist wichtig, dass man den richtigen Abstand wählt, sonst sieht der Hase leicht schielend aus.