Nordic Summer Top Light

Ich hätte niemals gedacht, dass ich mir mal ein Top STRICKEN würde! Hört sich irgendwie verquer an, Wolle im Sommer zu tragen, finde ich. Aber ich hatte noch sommerliche Wolle übrig (Drops Belle, von diesem Häkel-Bikini und diesem Häkeleinkaufsnetz...), die für nicht mehr als ein Top gereicht hätte, und dann ist mir auf Insta das Nordic Summer Top Light vor die Füße gefallen und zack, da war die Inspiration. Das Strickmuster sah für mich als „Kleidungs-Strick-Neuling“ gar nicht so einfach aus, also hab ich mir gedacht, selbst wenns doof aussehen würde, oder ichs nicht tragen wollen würde – ich hätte wenigstens was dabei gelernt. Und ribbeln geht ja auch immer...

Lustigerweise hab ich dann beim Durchstöbern des Hashtags #nordicsummertoplight eine Version von Hannah_lovesknitting aus ebenjener Wolle gefunden und ein sehr netter Nachrichtenaustausch hat bestätigt, dass meine 178 g Wolle tatsächlich gut ausreichen sollten. 

Nach einem kurzen Überfliegen der Anleitung hatte ich das Gefühl, dass das alles machbar sein sollte, und hab motiviert Größe S angeschlagen. Nach den ersten 15 Reihen hab ich aber schon gemerkt, dass mir das zu locker sitzen wird, und hab auf Größe XS gewechselt. Eine Maschenprobe hab ich aus Angst, die Wolle könnte nicht reichen, nicht gemacht, sondern hab einfach soweit gestrickt, dass ich 10 Zentimeter hatte und hab danach ausgemessen. Also eigentlich schon ne Maschenprobe, nur halt ungeblockt. 



Pacific Pullover Mountainbike-Shirt

Ich kann mich wirklich zu den glücklichen Menschen zählen, die viiiiele Hobbies haben. Neben dem Nähen, Häkeln, Stricken und generell kreativ sein, liebe ich auch Sport, insbesondere das Mountainbiken. Und wenn wir schon von Glück reden – im Schwarzwald gibt es einige der besten Mountainbikestrecken, sodass es mich besonders im Sommer deutlich öfter aufs Fahrrad als an die Nähmaschine zieht. Und jetzt hab ich es endlich mal geschafft diese beiden Hobbies zu kombinieren, indem ich mir ein lange vermisstes Mountainbike-Shirt genäht habe.
Ich hab mir vor ein paar Jahren mal einen ganzen Satz richtig guter Hosen gekauft, Trikots trage ich nicht so gerne, da reichen mir normale Sporttops und für den Winter hab ich ein paar super Thermoklamotten, da kann man dann auch bei Minusgraden unterwegs sein. Zwiebellook machts möglich. Was mir aber die ganze Zeit noch gefehlt hat, war ein mitteldickes Shirt, das mich durch die Zwischensaisons wie Frühling und Herbst bringen kann. So ganz geplant hab ich das Shirt aber nicht wirklich, eigentlich hab ich nach Sportstoff gesucht, weil ich für den Schatz nochmal eine Badehose nähen wollte – die letzte hat er beim Flussklettern auf Korsika zerrissen...😂

Dieses Mal sollte es also etwas festerer und trotzdem schnell trocknender Stoff sein, und ich hab mich echt gefreut, als ich die Sportlycras bei Karstadt (Artnr: 4062701423591) entdeckt habe. Mit dem Ballen bin ich zum Zuschneidetisch gegangen und hab so gesagt: „Ich hätte gerne 50 Zenti... äääh, 1 Meter 80, bitte!“. Mitten im Satz ist mir nämlich aufgegangen, dass der Stoff perfekt zu meinen schwarzen Fahrradklamotten passen würde.



Ja, und dann hatte ich den Stoff, aber keinen Plan welches Shirt daraus nun werden sollte. Ich bin schnell auf meine Sportklamotten-Schnittmusterseite des Vertrauens – greenstylecreations.com – gegangen und natürlich gab es da was passendes. Der Pacific Pullover sah genauso aus, wie ich mir das gedacht hatte.



Kimono Tee aus Resten

Na, kommt euch der Stoff bekannt vor? Aus dem hübschen Blumenstoff hab ich mir im Frühjahr mein erstes Bonn Shirt genäht und ich war so begeistert von diesem wundeschönen Stoff, dass ich unbedingt noch etwas aus den Resten nähen wollte. Ich war dann etwas im Zugzwang, weil ich auch wusste aus den allerletzten Fitzelchen sollen noch ein paar passende Masken entstehen (und zwar schnell!), aber dafür musste ich ja erstmal so weit kommen, dass wirklich kaum noch was übrig war.
 Nach dem Zuschnitt der Bluse waren noch ca 60 cm übrig, und daraus kann man definitiv kein ganzes Oberteil machen. Patchwork war also der Plan und ich hab den Stoff an alle meine übrigens Stoffe und Stoffreste gehalten und tatsächlich - ein lachsrosa Viskosejersey hat gepasst. Ich muss gestehen, ich erinnere mich nicht, wann oder wo ich den gekauft habe. Irgendwann bin ich dazu übergegangen kleine Klebezettel auf meine Neuerwerbungen zu kleben auf denen die Maße und der Kaufort oder sogar die Artikelnummer draufsteht. Hier gab es keinen Hinweis, was entweder bedeutet der Zettel ist abgefallen, oder der Stoff ist schon relativ alt. Ich vermute es ist ein Coupon vom Stoffmarkt, weil es ziemlich genau anderthalb Meter sind. Wie auch immer, es war genug davon da, dass ich ein halbes T-Shirt Oberteil zuschneiden und mir sicher sein konnte, dass der Stoff auch noch für ein anderes Teil reichen wird (den Zukunfts-Rest hab ich nun schon verbraucht, sozusagen).


Ich hab mich sehr schnell für das Kimono Tee von Maria Denmark entschieden, dass die meisten unter euch als eins der bekanntesten T-Shirt Freebooks kennen und hab es ein bisschen gehackt.



Bonn Shirt mit Brusttaschen

Ihr wisst ja, wenn mir ein Schnittmuster gefällt, dann näh ich nicht nur eins. Und deswegen ist es auch kein Wunder, dass mein zweites Bonn Shirt schon fertig ist. Ich hab noch während dem Nähen des ersten Shirts mit den Blumen (im Folgenden „Blumen Bonn Shirt“ genannt) meinen Stoff Stash nach passenden anderen Stoffen für das zweite gescoutet. Diesen dunkelblaue musselinartige Stoff hab ich vor ca 2 Jahren auf dem Stoffmarkt gekauft. An dem Stand hing ein Blusenkleid aus dem Stoff, das hat mir so gut gefallen, dass ich ohne Plan für ein Schnittmuster zugeschlagen habe. Versuche ich ja eher nicht zu machen, um keine Stofffehlkäufe zu produzieren, aber hier hat es sich nun als Fügung des Schicksals erwiesen, denn wie ihr sehen könnt ist ein wunderbares Bonn Shirt daraus geworden.

Kurz war ich versucht ein Bonn Dress zu machen, aber dann wollte ich doch lieber wieder die Möglichkeit haben es zu knoten, das gefällt mir einfach sehr gut grade. Und bei Blusenkleidern hab ich immer die Befürchtung, dass es zu brav aussieht. Aber irgendwann trau ich mich da auch mal ran. Wenn ich einen geeignet unbraven Stoff gefunden habe, oder so. Der Stoff ist übrigens ein bisschen verrückt, er fühlt sich an wie einlagiger Musselin, aber ist nicht so rumpfelig, außer am Rand direkt neben der Webkante. Da hat er sich richtig stark zusammengezogen und sah fast schon gecrasht aus. Ich hab dann lieber Richtung Mitte zugeschnitten. Das leicht rumpflige finde ich aber eigentlich ganz schön, Falten bekommt er auch keine und er hat einen schönen Fall. Könnt ihr mir sagen, was das ist? Musselin ist ja Double Gauze, wenn ich das richtig weiß, ist das also nur Gauze?






Makramee-Windlichter

Jetzt wo wir mehr Zeit zuhause verbringen, will ich es mir unbedingt überall so richtig schön machen. Unsere Terasse ist zwar schon ganz hübsch, aber ein bisschen mehr Deko kann auf keinen Fall schaden. Und meine Makramee-Skills wollte ich auch unbedingt ein bisschen ausbauen, nachdem mein letztes Projekt schon ein bisschen länger her ist. Gute Gründe also die Schnur auszupacken und mich auf Instagram inspirieren zu lassen.

Ich kann mich da ja in den vielen tollen Makramee-Accounts gradezu verlieren und nehme mir immer tausend verschiedene Projekte vor. Diese zwei Windlichter sind aber, im Gegensatz zu vielen anderen, tatsächlich Wirklichkeit geworden.





Michen Jumper von Made and Worn - mein erster Strickpullover

Was ist euer Traum-Projekt? Etwas vor dem ihr euch ein bisschen fürchtet, aber eigentlich echt Lust darauf habt? Um das ihr schon jahrelang herumschleicht, aber doch nie anfangt, weil es ja schief gehen könnte? Bei dem so viele Fragezeichen im Raum stehen, dass es unmöglich scheint überhaupt anzufangen?
Für mich war das bis jetzt definitiv ein selbstgestricker Pullover.

Ich hab immer die Strickpullis von anderen bewundert und einmal sogar Wolle gekauft, hab angefangen, aber bin an der Anleitung, die 10 verschiedene Maschenarten verwendet hat, gescheitert. Ich hab es 3 Mal versucht und immer war ein Fehler drin, oder ich hab den Überblick verloren. Die Wolle liegt immer noch als Mahnmal in meiner Wollschublade und guckt mich vorwurfsvoll an.

Egal, ich wollte nicht aufgeben, und hab also weiterhin die Augen offen gehalten, und gehofft, dass mich vielleicht irgendwann die perfekte Anleitung für Anfänger anspringt. Und tatsächlich – auf Instagram hatte ich ja letzten Winter die coole App von Made and Worn gefunden und hab eine perfekte Mütze für meinen Schatz gestrickt (ernsthaft, er liebt diese Mütze, sie sitzt so gut). Es war so einfach zu diesem perfekten Ergebnis zu kommen, erst eine Maschenprobe mit dem Muster stricken, die Maschenprobe und den Körper ausmessen und die Maße in die App eingeben. Und schon kommt eine personalisierte Strickanleitung heraus. Über die App wird man bei jeder Runde an die Hand genommen, so kann wirklich nichts schief gehen.



Und als ich gesehen habe, dass Made and Worn auch super schöne Pulli Strickmuster hat, wusste ich: das werde ich ausprobieren, das könnte tatsächlich klappen. Ich hab mich für den Michen Sweater (sprich „Mitschin“) entschieden, da mich die Muster und die Farbe des Designbeispiels auf der Website direkt angesprochen haben.

Ein paar Screenshots von der App


Man kann allerdings jede Sektion selbst gestalten und aus unterschiedlichen Muster auswählen und hat so fast unendlich viele Kombinationsmöglichkeiten. Außerdem kann wählen, wie weit der Pulli sitzen soll, ich hab die "engste" Variante mit 5-10 Zentimern positive ease genommen.


Bluse ärmellos nähen - Armausschnitt anpassen {Tutorial}

Wie oft hab ich in diversen Nähgruppen schon gelesen: „Kann ich das Schnittmuster XY auch ohne Ärmel nähen?“ Die Antwort war oft: „Ja kein Problem, lass sie einfach weg und versäuber das Armloch“. Das kann funktionieren, aber meistens wird es leider nicht wirklich gut, denn ein Schnittmuster mit Ärmeln wird ganz anders konstruiert als eines ohne. Das Armloch für ein Schnittmuster mit Ärmeln sitzt weiter außen auf der Schulter und ist deutlich weiter als ein enger anliegendes ärmelloses Pendant. Würde man also einfach die Ärmel weglassen, ist die Chance groß, dass die Schulternaht zu weit außen sitzt und man an den Seiten des Armlochs reingucken kann, weil der Armausschnitt aufklafft.


Versteht mich nicht falsch, oftmals, vor allem bei Jersey-Teilen, kann es funktionieren, nicht zu ändern, die Erfahrung haben bestimmt einige auch schon gemacht. Aber bei meiner neuen Bonn Bluse aus diesem superschönen Webware-Stoff wollte ich das Risiko nicht eingehen.



Mir war also klar, dass ich ein bisschen was ändern muss, damit ich das Schnittmuster, das eigentlich Ärmel hat, auch ohne Ärmel nähen kann.


Bonn Shirt ohne Ärmel



Nach diesem Blusenschnitt habe ich laaaaange gesucht! Vor 2 Jahren hab ich euch einen Rock gezeigt, den ich mit einer gekauften Bluse kombiniert habe und hab schon da geschrieben, ich suche unbedingt ein Schnittmuster, das so ähnlich ist. Und endlich bin ich fündig geworden! Es waren allerdings ein paar Anpassungen notwendig, denn das Bonn Shirt von Itch to Stitch, das ich hier genäht habe, hat eigentlich Ärmel. Aber dazu später mehr.
Ich hab vor kurzem in einer Facebook-Gruppe nochmal einen Aufruf gestartet, ob jemand einen Schnitt kennt, der so ähnlich ist, wie die Bluse auf dem Bild und tatsächlich hat jemand das Bonn Shirt vorgeschlagen, danke nochmal hierfür! Ausschlaggebend für die erneute Suche war dieser wunderschöne Blusenstoff, ein echter Designerstoff aus dem elsässischen Outlet Roppenheim. Dort gibt es nämlich im Laden Diffusione Tessile Designerstoffe zu kaufen (in einer etwas versteckten Ecke, die ich nur dank dem Hinweis von der lieben Nicole aka Miniwölkchen gefunden habe). Ich bin Anfang März an einem Samstagabend noch ganz schnell für 20 Minuten rüber ins Elsass geflitzt, um mir diesen Stoffladentip mal genauer anzuschauen.





Steckbrief für Bügeleinlage {Freebie}


Hand hoch, wer hat die letzten Tage fürs Ausmisten und Aufräumen im Nähzimmer genutzt? Ja, dann herzlichen Glückwunsch, ich hab mich leider noch nicht aufraffen können, haha. Das schöne Wetter hat mich tatsächlich mehr gelockt, als die unordentlichen Schubladen. Aber immerhin ein kleines Projekt, das mir schon die ganze Zeit in den Fingern gejuckt hat, hab ich in die Tat umgesetzt: Ich hab meine Bügel- und Gewebeinlagen sortiert und beschriftet.



Bisher waren die nämlich einfach in eine Schublade geschoben und immer wenn ich Einlage gebraucht hab, hab ich gesucht bis ich was Passendes gefunden habe. Oder ich hab nichts gefunden und bin mit dem konkreten Projekt im Hinterkopf einkaufen gegangen. Um dann direkt im Anschluss wieder zu vergessen, dass ich diese Einlage schonmal verwendet habe und wofür sie beim nächsten Mal zu gebrauchen wäre. Ein nicht wirklich idiotensicheres System.



Im Gegensatz zu meinem neuen:



Ginger Jeans in weiß

Diejenigen, die mich kennen werden mich jetzt wahrscheinlich für verrückt halten. Warum näht jemand, der Flecken magisch anzieht, eine weiße Hose? Glaubt mir, die Entscheidung fiel mir nicht leicht, und der ursprüngliche Plan war auch, diesen schönen weißen Stretch-Twill zu färben. Aber dann hat mir da jemand einen Flo ins Ohr gesetzt: “Näh sie doch erstmal weiß, färben kannst du sie ja auch, wenn sie fertig genäht ist. Dann hat sie halt weiße Kontrastnähte, sieht doch auch gut aus.“ Jo, ich bin kein Fan von Kontrastnähten, deswegen kommt hinterher färben eigentlich nicht in Frage, aber sobald ich mir die weiße Jeans mal vorgestellt hatte, hab ich sie nicht mehr aus meinem Kopf rausbekommen und mir tausend coole Outfits vorgestellt. Und manchmal muss man ja auch ein bisschen unvernünftig sein, YOLO, no risk no fun und so.

 Deswegen hab ich jetzt eine weiße Caprihose. Capri war sie etwas unfreiwillig, eigentlich wollte ich eher knöchellang haben, aber da hat mir der Stoff einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der war nämlich einfach mal nur 130 cm breit, beziehungsweise ohne Webkante nur so 125 cm. Jo, puzzeln kann ich, aber auch nur soviel, wie der Stoff hergibt. Egal, meine grüne Caprihose mit Schlitz trage ich ja auch unglaublich gerne, deswegen war das jetzt kein Drama. Den Stretch-Jeans hab ich bei MT Stofferie in Stuttgart gefunden, eine mir bis vor kurzem unbekannte Kette aus Frankreich, die ihren ersten deutschen Laden in Stuttgart eröffnet hat.





Shirt Max

Ist der Stoff nicht mega schön? Ich verstehe überhaupt nicht, warum der bestimmt 4 Jahre in meinem Stash rumlag. Aber, besser spät als nie, ist er jetzt ein Shirt Max von Pattydoo. Als es fertig war, hab ich von diversen Männern aus der Familie gehört: Oh, ich will auch eines! Leider reicht der übrige Stoff aber nur noch für ein Tanktop, haha. Falls es da Abnehmer geben sollte...

Aber, Spaß beiseite, der Stoff ist ein Isoli (Sommersweat) von Stoff und Stil, den ich wie gesagt schon vor einigen Jahren gekauft habe, und den es natürlich inzwischen nicht mehr gibt. Kennt ihr das, sobald es etwas nicht mehr produziert wird, wird es umso wertvoller, und man muss sich genau überlegen, was man daraus macht, denn man hat ja nur diese eine Chance?

Wahrscheinlich war ich deswegen so gehemmt und hab ihn rumliegen lassen. Vor kurzem bin ich aber meine digitalen Schnittmuster durchgegangen, denn ich hatte Lust mal wieder was für meinen Schatz zu nähen. Im Winter bin ich ja immer etwas unmotiviert für mich selbst zu nähen (dafür stricke ich umso mehr) und das ist die beste Zeit für den Schatz, etwas abzugreifen. Ich hab auf jeden Fall den Max von Pattydoo gefunden, den ich mal gekauft hatte, weil ich ein T-Shirt mit Knopfleiste aus Piqué Stoff nähen wollte, an dem ich aber, weil der Stoff so labbrig war so viel hätte ändern müssen, dass es in der UFO Kiste gelandet, und bis heute verschollen ist. Tatsächlich hab ich versucht das alte Shirt zu finden, um die Passform nochmal zu checken, aber ich war nicht erfolgreich.




Stirnband Nova

Bevor der Winter (oder wie man das heutzutage nennt...) ganz vorbei ist, zeig ich euch noch meine diesjährige selbstgestrickte Kopfbedeckung. Wobei, meine ist es inzwischen nicht mehr. Als ich das Stirnband aufgezogen habe, hat es nicht sofort Klick gemacht, ich war nicht hin und weg. Als ich es aber der Freundin meines Bruders zum Anprobieren gegeben habe, war klar, das Stirnband ist wie für sie gemacht. Sie hat eine ganz andere Kopfform, ein länglicheres Gesicht und da kommt das breite Stirnband wirklich toll zur Geltung. Ich habe aber leider keine Fotos für euch, denn bei der Übergabe  war dazu keine wirkliche Gelegenheit (noch dazu im winterdunklen Wohnzimmer wäre das eh nix geworden).
Also müsst ihr mit mir als Model vorlieb nehmen und ich denke ich kann euch von der Schönheit dieses Stirnbands auch mit meinem zu kurzen Kopf überzeugen, haha.
Es ist wieder ein Modell aus meinem schönen Stirnband Buch von Paula Strickt, aus dem ich schon das Stirnband Lina gestrickt habe. Dieses Exemplar heißt Nova und hat einen raffinierten Knoten, der aber gar nicht schwer zu stricken ist. Hier kann man sich bei den Downloads schonmal einen Eindruck verschaffen, wie der Knoten gemacht wird.


Neu für mich war das Halbpatentmuster in dem das Stirnband gestrickt ist und das ist schön abwechslungsreich und macht wirklich Spaß. Und das Stirnband ist dadurch so unglaublich dick und kuschelig geworden, das ist sogar ohne Futter schon richtig warm.


DIY-Bienenwachstücher + Freebie

Um meine Oma zu zitieren, als ich ihr das diesjährige Weihnachtsgeschenk gegeben habe: "Ach stimmt, die sind ja jetzt in Mode". Da hat sie definitiv Recht, und wahrscheinlich ist das auch ein bisschen seltsam, schließlich waren die früher immer "Mode". Die sind übrigens Bienenwachstücher, in die man Lebensmittel genau wie in Alu- oder Frischhaltefolie verpacken kann. Nur besser und nachhaltiger. Ziemlich sicher habt ihr auch schon genug Blogposts zum Thema "Bienenwachstücher selber machen" gelesen (ich bin schließlich auch durch einen auf die Idee gekommen, Anleitung siehe hier), aber für den unwahrscheinlichen Fall, dass nicht, kommt hier der nächste.

Ich hab recht spontan entschieden, dass ich die Bienenwachstücher selber machen will (muss man ja nicht, gibt schließlich eine Menge Anbieter, im Supermarkt oder online), aber ich hab zu dem Zeitpunkt noch ein Weihnachtsgeschenk für die Familie gesucht und da mach ich gerne mal was selbst (zum Beispiel die Brötchen- und Obstbeutel letztes Jahr oder die Wärmflaschenhüllen). Und dann wird favorisiert, was ich auch selber gut gebrauchen kann und was gut skaliert, schließlich gibt es einige zu beschenken.


Es war also Samstagvormittag Ende November (ups, hat echt lang gedauert, bis das hier ein Blogpost wurde - aber besser spät als nie) und mir fiel auf, dass ich vor Weihnachten noch genau den folgenden Sonntagmorgen zum Geschenke machen habe, sonst war alles schon verplant. Und ich wollte unbedingt die Bienenwachstücher machen, aber hatte noch kein Bienenwachs. Ich hab also angefangen rumzutelefonieren (so spontan kann man ja nix im Internet bestellen) und hab tatsächlich nach 3 Anrufen einen Imker nur 2km entfernt in unserem Dorf gefunden, der mir super nett angeboten hat, dass ich gleich am Mittag vorbeikommen kann und ein Kilo Bienenwachsplatten kaufen kann. Für grade mal 10€. Wer sich mal damit beschäftigt hat, weiß, dass Bienenwachspellets aus dem Netz vergleichsweise deutlich teurer sind. Ich hab mich also mega gefreut und auch gleich noch abgecheckt, dass die Platten auch wirklich dafür geeignet sind.





Glitzer-Rock Fiore

 Man kanns ich nicht vorstellen, wie schwer ich es manchmal finde, den „perfekten“ Rock zu nähen. Eigentlich nur 2 Stoffstücke aneinander nähen, einen Bund dran, säumen, fertig. Aaaaber. Zu ausgestellt sieht mir zu sehr nach 50ern aus, zu eng betont die Hüften unvorteilhaft. Zu lang sieht bieder aus, zu kurz...naja, was soll ich sagen. Mit meinen beiden Fiore Röcken (1 und 2 ) letzten Sommer war ich schon sehr nah dran an meiner perfekten Rock Silhouette. Und im Sommer ist es ja auch nicht so schlimm, wenn der Rock schön luftig, flattrig und eben ein bisschen mehr ausgestellt ist, vor allem weil die Stoffe da ja deutlich dünner sind und besser fallen.
Mein erster Winter-Rock sollte dann aber gleich noch ein schickerer, nicht zu süßer „Party-Rock“ sein, für Weihnachtsfeiern, Silvester etc. Äh ja, ich weiß, ich bin damit ungefähr einen Monat zu spät – oder 11 Monate zu früh... Aber der dehnbare Crash-Jersey war noch übrig von meinem Glitzer-Silvester-Top, das immerhin rechtzeitig für das letzte Silvester fertig war. Ich hatte ja mehr gekauft um eventuell ein Kleid nähen zu können und weil mir der Stoff so gut gefallen hat, und so konnte ich statt Kleid immerhin noch einen Rock aus den Reststücken rausbekommen.





Strohhalm-Wimpel {Plotter-Freebie}

Ich habs ja schon im letzten Post zum Glitzershirt erzählt, an Silvester war das Party-Motto "Glitzer"! Und da hatte ich direkt Lust endlich mal die Glitzerfolie (von hier, aber leider auf der Website nicht gefunden) auszuprobieren, die ich schon eine ganze Weile in meinem Plotterfolien-Ordner rumliegt. (Nur so als Idee, wie wäre es für nächstes Jahr mit dem Motto "Echt komisch changierendes Metallic"? Da hätte ich auch noch vier impulsgekaufte Folien...😅).

Ich war ungemein entzückt, als ich festgestellt habe, dass der Glitzerkarton, den ich die letzten Jahre für die coolen Silvesterbrillen von Miriam Kreativ verwendet habe 1a zu der Glitzerfolie passt. Die Brillen sind super, Miriam bringt jedes Jahr eine als Freebie vor Silvester raus, die man über den Newsletter erhalten kann.


(Dieses Jahr gabs auch noch ein 2020-Krönchen dazu, das hab ich auch gemacht, aber beim Fotografieren vergessen...Da hat es übrigens nicht geklappt die Papierstreifen, die um den Kopf rumgehen sollten, zu verwenden, deswegen hab ich einfach dünne Gummikordel durch die Löchlein an der Seite gefädelt und schon hat das Krönchen auf jeden Kopf gepasst und saß bombenfest.)

Die Glitzerbrillen waren schnell geplottet, bei so dickem Karton verwende ich als Einstellungen immer Messer 10, Geschwindigkeit 1, Druck 33. Ich schneide gerne auf meinen aus Windradfolie selbstgebastelten Schneidematten, die einfach genial sind und nicht zerschnitten werden können, falls man sich mal (wieder) irrt und neben den Karton schneidet.






Glitzertop Edda

Glitzer! Das war das Motto der gestrigen Silvesterparty bei Freunden. Letztes Jahr ist leider nichts wirklich nach Plan verlaufen, deswegen war ich dieses Jahr umso motivierter einen schönen Abend zu haben und das Motto kam mir gerade recht. Bis kurz nach Weihnachten konnte ich mir aber überhaupt keine Gedanken dazu machen, und hatte als Backup Plan zumindest noch das (leider nicht wirklich glitzernde) Paillettenshirt.
Soweit musste es aber nicht kommen, denn bei meinem 5-Minuten Trip zu Karstadt am Samstag, den ich mir trotz Renovierungsstress rausgenommen habe, hab ich diesen glitzernden leicht gecrashten Jersey (Artikelnr: 004 2246117056624) gefunden.
In meinem Kopf gab es drei mögliche Projekte für die 1.80 m, die ich mitgenommen habe: A) Ein Rock, B) ein Kleid oder C) ein Top. Das Kleid wäre vielleicht die Gloria von Pattydoo geworden (Knoten habens mir grade angetan...), allerdings hat mich der leicht babydollhafte Schnitt etwas abgeschreckt. Obwohl man darunter sicher auch das Silvesterraclette gut hätte verstecken können. Somit wurden es dann Möglichkeit A UND C. Rock A ist nicht ganz fertig geworden, weil mir während des Nähprozesses klar wurde, dass ich nur das Top an Silvester tragen werde (und nicht vielleicht eine Kombination aus beidem) und die Priorität dann darauf fokussiert wurde.

Silvesterbrille von MiriamKreativ