4 T-Shirt Valentina {La Maison Victor}


Den "perfekten" T-shirt Schnitt zu finden ist nicht so einfach, vor allem, wenn man ein paar super gut sitzende, gekaufte Shirts zuhause hat. Ihr kennt diesen Stil vielleicht: locker sitzend, aber trotzdem tailliert, kurze Ärmel, die nicht eng anliegen, sondern ein klitzekleines bisschen abstehen und ein schöner (Rundhals-)Ausschnitt. Einen super tollen eng anliegenden Basic Shirt Schnitt hab ich ja mit der Raphaela, die ich schon unzählige Male genäht habe, gefunden und da hab ich auch gemerkt, dass es wirklich viel wert ist einen variierbaren "Grundschnitt" zu haben um darauf aufzubauen. Und so einen wollte ich jetzt auch für ein lässigeres Shirt haben. Ich hab wirklich lange gesucht, bis ich überhaupt einen Schnitt gefunden habe, der mir von Anfang an vielversprechend erschien. Ich hab mir das neu erschienene Katja Shirt von Muckelie angeguckt (sieht sehr gut aus, aber war mir zu oversized in den Nähbeispielen, da hatte ich Angst, dass es zu schwer wäre die passende Größe auszuwählen). Das kostenlose Deer and Doe Plantain Shirt, auf das viele schwören, gefiel mir auch gut, hatte aber nicht die passenden kurzen Ärmel und ist ausgestellt ab der Taille. Gut gefallen hat mir auch das Lark Tee von Grainline Studios, aber huch, 16$ für einen T-shirt Schnitt? (Wahrscheinlich ist ers wert, aber manchmal bin ich doch ein bisschen Sparfuchs.) Das T-shirt #swag von FashionTamtam fällt auch in die Kategorie, war mir auf den ersten Blick aber einen Ticken zu weit für meine Anforderungen. So ging das noch eine ganze Weile weiter, alles wurde verworfen und im Endeffekt bin ich mal wieder auf der La Maison Victor Sammelseite LMVcollection.ovh gelandet.






7 Ginger Capri-Hose

Man könnte denken immer wieder das gleiche Schnittmuster zu nähen, würde langweilig werden. Das ist bei der Ginger Jeans von Closet Case Patterns definitiv nicht der Fall! Man kann kleine Änderungen einbauen, andere Verarbeitungsmethoden ausprobieren und die Stoffwahl trägt natürlich ihr Übriges dazu bei, dass es immer spannend bleibt.
Nach meiner letzten Ginger Jeans (einer Mid Rise Blue Jeans) war mein Fazit: Perfekter Sitz, aber leider nur im Stehen. Hinhocken war nicht drin und Sitzen wurde mit der Zeit auch unbequem, weswegen ich sie im Frühling radikal gekürzt habe (siehe Insta-Post). Mannomann, da ist mir echt ganz flau geworden, als ich die Beine abgeschnitten habe. Aber, ich hab draus gelernt, dass die nächste Ginger aus deutlich dehnbarerem Stoff genäht werden muss. Bei unserem kurzen Aufenthalt in Singapur im Mai hab ich mir nicht nehmen lassen, die Stoffläden in Chinatown zu besuchen. Bei Brighton habe ich diesen wundervollen, olivfarbenen, elastischen Stoff gefunden.

Mehr als „Stoff“ kann ich leider nicht zu sagen, denn es stand nicht dabei, was genau es ist. Er ist auf jeden Fall sehr dehnbar (lässt sich von 20 cm auf ca 25-26 cm dehnen = 25% Stretch, nicht zu verwechseln mit dem Elasthangehalt) und ist auch relativ dünn, so typischer „Caprihosen-Stoff“.
Deswegen war auch direkt klar, was daraus wird: Eine Caprihose, oder auch Dreiviertelhose. Die trage ich im Sommer einfach super gerne zur Arbeit.


11 Kleid Jessy Nr 2 {La Maison Victor}

Was passiert, wenn mal ein Kleidungsstück so richtig in die Hose geht, hab ich euch vor kurzem hier erzählt. Zur Erinnerung, beim ersten Versuch waren die Schultern bzw. die Träger zu weit auseinander, der Ausschnitt hat geklafft, und generell war das Ding einfach zu weit. In dem Fall hat das Kleid ja zum Glück eine neue Besitzerin bekommen. (Wie übrigens auch schon bei diesem Pulli geschehen, der zu klein war. Ihr seht es lohnt sich mit mir befreundet zu sein, haha. Zumindest wenn die Failrate so bleibt). Auf jeden Fall wollte ich nicht ganz bei diesem Schnittmuster aufgeben und hatte ja auch noch einen wunderschönen Crêpestoff, ebenfalls von Stoff und Stil aus München, der für ein zweites Kleid vorgesehen war. Nach ein paar Monaten Ruhepause hab ich der Jessy also nochmal eine Chance gegeben.
Ich hab das Probeoberteil, das ich schon für das erste Kleid gemacht habe solange angepasst bis es nicht mehr ganz so super weit saß, ich mich aber trotzdem noch drin bewegen konnte: ich hab jeweils vorne und hinten in der Mitte 4(!) cm rausgenomnen, insgesamt die Weite also um 8 cm reduziert. An den Seiten hab ich auch nochmal zur Taille hin etwas abgeschrägt, wahrscheinlich ca 4 cm.
 



6 Kleid Jessy {La Maison Victor}

Viele von euch LeserInnen, die oft hier vorbeischauen oder vielleicht einfach nur über Google hier gelandet sind, könnten den Eindruck haben, dass alles, was ich nähe, immer super wird. Ich zeige hier schöne Kleidungsstücke, mäkle ab und zu über kleine Unperfektheiten oder Fehlerchen, die ich beim nächsten Mal besser machen will. Dass hier aber oft genug Sachen in einer Kiste der Schande enden, weil sie überhaupt nicht passen, der Stoff so schwierig zu vernähen war, dass ich aufgegeben habe oder mir die Farbe an mir gar nicht gefällt, kann schon mal unter den Tisch fallen. Ich finde es aber wichtig zu betonen: nicht alles, was ich anfange, klappt, nicht alles, was fertig wird, sieht gut aus und darf auf den Blog. Nähen ist ein Hobby, dass sehr viel Geduld erfordert und eine hohe Frustrationsgrenze. Bei dem Kleid, das ich euch heute zeige war die Frustration besonders hoch. Warum es sich manchmal lohnt die Flinte nicht direkt ins Korn zu werfen, wie das Kleid trotzdem fertig wurde und jetzt nicht an mir sondern an meiner lieben Freundin Bibi von mississbibi.com gezeigt wird, muss ich euch jetzt mal genauer erzählen.





7 Bohemian Summer in Bali

Dieses Kleid war wohl Schicksal. Als ich im März in Weil am Rhein beim Stoffmarkt war, ist mir dieser Stoff auf dem Coupon Tisch in die Hände gefallen. Die Farben und das Muster haben mich sofort dieses Kleid vor Augen sehen lassen und ich wusste: das passt doch perfekt zu unserem anstehenden Urlaub auf Bali im Mai. Stoff eingepackt - und dann zuhause rum liegen lassen. Da war ja noch der eher ungeplante Urlaub vor dem Urlaub in Dubai gewesen und ein paar andere unvorhergesehene Wochenendaktivitäten und schon wurde die Zeit knapp. Ich hab also in meinem Kopf aufgegeben, mein Motto dieses Jahr ist nämlich Entschleunigung und das beinhaltet auch spontanen, eher stressigen Nähplänen, auch bekannt als "fixe Ideen", nicht nachzugeben. Ich hab also versucht mit mir im Reinen zu sein, den Stoff nicht mehr anzuschauen und einfach zu akzeptieren, dass es doch kein Bali Kleid geben würde. Aber dann kam Bibi zu Besuch und ich hab tatsächlich das ganze Kleid an dem Wochenende vor dem Urlaub genäht, an dem ich a) insgesamt 6 Leute als Übernachtungsgäste hatte, b) eine Geburtstagsfeier zuhause geschmissen haben und c) meine Eltern zu Besuch waren. (Bitte denkt jetzt nicht ich war ein schlechter Gastgeber, haha. Ich bin nur gut im Pausen nutzen 😛).



15 Breathless Rock

Röcke findet man hier auf dem Blog nur wenig, letztes Jahr hab ich sogar mal einen für den Sommer genäht, den ich aber aus einem doofen Grund bisher nicht getragen habe: das Futter raschelt mir zu arg.
Dieses Jahr war mein erklärtes Ziel im Frühjahr endlich einen (tragbaren) Rock zu nähen, dieses Mal aus Viskosejersey und schön lautlos schwingend. Der Breathless Rock von Miss Rosi sah auf vielen Instagram Beispielen wirklich schön aus (insbesondere dieser hier). Es ist ein simpler Bahnenrock, der keinen ganzen Teller formt und das Ebook enthält noch ein Kleid und Top. Bei Tellerröcken finde ich ja so super, dass sie an der Hüfte/Taille gar nicht auftragen und dann auch noch die Oberschenkel kaschieren. Was gibts besseres?
Ich hätte mir ja eigentlich auch einen halben oder dreiviertel Tellerrock selbst konstruieren können, aber ich muss ehrlich sagen: ich war einfach zu faul dazu, denn welches x-tel vom Tellerrock ist jetzt das richtige für das, was ich mir vorgestellt habe? Die Nähbeispiele haben mich außerdem überzeugt und warum mir dann so viel Arbeit machen, wenn ich auch direkt mit Nähen anfangen könnte? Außerdem haben die Bahnenteile bestimmt einen guten Grund, sonst wäre es ja nur ein Tellerrock.




Den Nähprozess von den Rockteilen könnt ihr euch übrigens hier anschauen, ich hab nämlich (inzwischen schon Ewigkeiten her) als ich den Rock genäht habe ein Time-Lapse Video auf Instagram geteilt.


0 MeMadeMay 2018

Jeden Tag etwas selbst Gemachtes tragen und ein Foto davon machen - das ist die Challenge der sich Tausende Nähbegeisterte jedes Jahr im Mai auf Instagram stellen, beim sogenannten MeMadeMay. Schon die letzten Jahre hatte ich damit geliebäugelt teilzunehmen, es aber einfach zu stressig gefunden jeden Tag ein Foto von mir machen zu müssen und mich damit begnügt zuzugucken, zu kommentieren und "heimlich" ganz viel MeMade zu tragen. Das Teilen, Liken Kommentieren und Inspirieren in der Nähcommunity auf Instagram gehört natürlich dazu und der gemeinsame Austausch ist der beste Teil am #MeMadeMay2018 und dieses Mal wollte ich einfach komplett dabei sein. Abgesehen davon ist es natürlich genial zu sehen, was man eigentlich die letzten Jahre so alles kreiert hat und stolz darauf zu sein.
Skaterdress | Hose Jenna | Kelly Anorak und Delaribag 1
Knopfleistenshirt | Ginger Jeans | T-Shirt Frau Josy
Top Joy | Kaneel Lederjacke | Ginger Jeans und Delaribag 2