0 Reissverschlusszähnchen entfernen leicht gemacht {Tutorial}

Ein ganz schnelles, spontanes Tutorial gibt es heute für euch - aber dafür mit Video! Ich muss ja sagen, ich bewundere alle Youtuber und Blogger, die Videos machen. Das ist gar nicht so einfach. Trotzdem bin ich mit unserem Minivideo ganz zufrieden, denn ich denke man erkennt ganz gut, wie man super einfach und schnell die Zähnchen von einem Plastikreissverschluss entfernen kann. Das braucht man ja insbesondere beim Jacken nähen immer wieder und bisher hatte ich immer Angst mir dabei den Reissverschluss kaputt zu machen - aber das ist jetzt vorbei! Das schicke pinke Reissverschlussstück hier ist übrigens noch ein Rest, der von meiner Susan Softshelljacke übrig geblieben ist, die ich euch letztens gezeigt habe.



Der Trick wird euch im Übrigen heute von meinem Schatz präsentiert, den ich ja zum Glück immer wieder anhauen darf, wenn es um Sachen geht, die Zangen beinhalten - Kam Snap Zangen, wenn ich nicht genug Kraft habe um durch 3 Schichten Stoff zu kommen, Prym Zangen für diverse Knöpfe, die super halten sollen oder normale Zangen um Reissverschlusszähnchen rauszureißen. Aber dann hab ich doch gestutzt, als der Schatz innerhalb von 2 Minuten 10 Zähnchen entfernt und kein einziges Mal geflucht hat  Und hab mir zeigen lassen, wie er das gemacht hat.



14 Softshelljacke Susan

Ich hab zwar schon einen Parka, einen Anorak und eine Lederjacke in den letzten...ääähm...18 Monaten genäht, aber noch ne Jacke geht schon noch, oder? Ich weiß nicht, was es ist, warum ich so heiß aufs Jacke nähen bin, aber ich versuch mal den Reiz zu erklären: Slow Sewing erstmal. Also langsames, Schritt für Schritt Befolgen einer Anleitung über mehrere Tage hinweg.
Finde ich irgendwie total entspannend. Und gleichzeitig auch spannend, denn obs was wird, weiß man wirklich erst am Schluss, wenn die letzte Naht beendet ist (Absteppen am Kragen kann schon noch einiges versauen...). Dann natürlich, dass kaum jemand denken würde, dass eine Jacke selbst genäht ist. Schon gar keine Lederjacke, oder Softshelljacke. Das hat so etwas Befriedigendes, wenn man das fertige Stück in Händen hält und es kaum von einer gekauften Jacke aus dem Sportladen oder besser noch Designershop zu unterscheiden ist. Und, dass man sich so richtig kreativ austoben kann. Wo man welche Absteppung hinsetzt, hat man ja auch schon bei der Lederjacke gesehen, kann viel ausmachen oder wo welche Reissverschlüsse hinkommen und wie das Innenleben versäubert wird. Das sind so ein paar Dinge, die mich immer wieder aufs Jacke nähen zurück kommen lassen.


Als letztes Jahr die Jacke Susan von Pattydoo rauskam, war ich schnell begeistert. Sah genauso aus, wie ich mir eine Softshelljacke vorstellen würde. Und es gibt ja viele Pros bei Pattydooschnitten: sie sind günstig (hallo, 2,99€ für eine Jacke!?), trotzdem qualitativ super hochwertig (ich sag nur ausführliches Video, in dem jeder Schritt genauestens vorgemacht wird) und das Beste: diese riesige Community in der jeder Schnitt, hundert, wenn nicht gar tausendfach genäht wird und man so auf ein unglaubliches Schwarmwissen zugreifen kann.


8 Off-Shoulder-Dress

Ich bin ja eher der praktische Typ. Ich nähe gerne Sachen, die ich brauche, von denen ich weiß, dass sie gut in meinen Kleiderschrank passen, dass sie bequem sind und dass ich sie oft anziehe. Aber ab und an überkommt mich dieses „Haben-will“ Gefühl, wenn ich  schicke Klamotten sehe. So ging’s mir auch bei den gefühlt tausenden Off-Shoulder Kleidern, die mir im Sommer vor der Nase rumgetanzt sind. Angefangen hat es mit dem hübschen schulterfreien Top, dass die Freundin meines Bruders im Urlaub anhatte. Da war ich schon angefixt. Und dann hab ich sie überall gesehen. Die schulterfreien Kleidchen oder Tops, meistens in Blau, manchmal auch gestreift und immer mit hübscher Borte am Volant.

Und dann führt da kein Weg dran vorbei, ich muss das dann auch nähen, sonst geht mir das nicht mehr aus dem Kopf! Und das obwohl ich Off Shoulder echt nicht praktisch oder gemütlich finde und sowas daher bisher nicht meinem Beuteschema entsprach.

Auf der Suche nach einer schönen Borte bin ich bei Stoffliebe in Freiburg vorbei gegangen und hab zwar nicht die Borte gefunden, die ich gesucht habe, aber dafür diesen traumhaften taublenblauen Viskosestoff (der leider schon Falten bekommt, wenn man nur an ihn denkt, geschweige denn ihn anfasst). Er ist nicht so dünn wie normale Viskose, sondern etwas schwerer und somit perfekt für ein Kleid. Leider war er auch nicht ganz billig, weshalb ich ein bisschen an der Länge gespart habe (meine Rechnung: Knie bis Schulter: 70 cm, Volant 20 cm, Bindeband, 5 cm - ok, ein Meter muss reichen).




4 Herren Fliege aus Stoffresten nähen {Tutorial}

Wir waren auf einer überragenden Hochzeit am Wochenende! Meine liebe Freundin hat geheiratet und ich war eine der Brautjungfern. Wir haben alle Kleider in ähnlichen Blautönen getragen, das sah so toll aus! Und bevor ihr fragt, nein, das Kleid auf den folgenden Bildern hab ich nicht selbst genäht, das haben wir zusammen bei einem coolen Mädelsausflug gekauft. Aber ganz ohne selber nähen geht natürlich nicht. Zuerst hatte ich gehofft (da mir das Kleid unglaublich viel zu lang war, danke 1,65m), dass ich aus den abgeschnittenen Resten vom Satin-Innenkleid eine kleine Clutch oder so nähen könnte, aber am Schluss waren es doch nur 12 cm, die weg fielen und das auch an den meisten Stellen nicht im Fadenlauf.

Aber etwas viel Besseres kann man ja aus solchen Kleidrestchen nähen: Eine passende Fliege plus Einstecktuch für den Herrn. Dafür braucht man nämlich wirklich nicht viel Stoff, für die Fliege habe ich nur ein Quadrat von 23 x 13 cm (kurze Seite parallel zum Fadenverlauf) verwendet, das Einstecktuch ist nur ein versäuberter Zuschnittrest, den ich dekorativ in die Tasche gesteckt habe (Original Saum nach oben, falls das Tuch mal verrutscht, damit man die Overlocknähte an der unteren Kante nicht sieht, hehe.)




12 Näh ich mir! {App Beta-Test}

Eine kleine unfreiwillige Blogpause gibt es hier grade. Ich bin leider nicht im Urlaub, sondern hab einfach nur richtig viel zu tun, sodass es im Nähzimmer und auf dem Blog ruhig geblieben ist. Aber ganz kann ich mein liebstes Hobby natürlich nicht ruhen lassen und hab mich deshalb sehr gefreut, als ich die Mail mit der Frage bekam, ob ich Beta-Tester für die neue "Näh ich mir!" - App sein will. Na klar! Wer hätte daran denn mehr Spaß, als eine nähende Softwareentwicklerin, haha?
Das wichtigste zuerst, hier bekommt ihr die App: Google Playstore Näh ich mir App.

Übrigens: ich hab nichts für diesen Beitrag bekommen, die App ist und wird nach Aussage der Macher kostenlos und werbefrei bleiben. Alles hier ist meine persönliche Meinung und weder ich noch die Macher verdienen Geld mit dem was wir tun.

Jetzt aber zum wichtigsten, der App: Sie ist noch im Aufbau und läuft auch nicht immer komplett störungsfrei (wobei das, wie wir raus gefunden haben, vor allem bei mir aufgetreten ist, und bei sonst niemanden, ich bin mal wieder special, haha). Aber, was ich bisher gesehen habe, hat mich wirklich begeistert.




12 Breathless Rock #2

Ich bin komplett uninspiriert, was ich euch über diesen Rock erzählen soll. Ich hab ihn genäht, also darf er auf den Blog, ist schließlich mein Tagebuch und da soll es keine Ausnahmen geben, nur weil ich nix Spannendes zu schreiben habe. Und wer weiß, wahrscheinlich guckt ihr euch eh nur die Bilder an, haha. Aber genau darum geht es schließlich: Bilder von Nähbeispielen. Ich freu mich immer, wenn ich zu einem potentiellen Schnittmusterkandidaten so viele Bilder wie möglich finde. Aus unterschiedlichen Stoffen und mit unterschiedlichen Mustern. Wirkt schließlich immer irgendwie anders.
Ok, genug darüber philosophiert, warum es sinnvoll ist, einen Blogpost zu machen. Ist immer sinnvoll, Punkt. Dafür mehr Facts: Das Schnittmuster ist wieder der Breathless Skirt von Miss Rosi, den ich euch vor kurzem schonmal hier in einem gemusterten schwarzen Viskosejersey gezeigt habe. Ich war totally in love, wollte also unbedingt noch einen ungemusterten. Dunkelblau geht immer, wie ich auch an meinem Stoffschrank gesehen habe: wie konnte es so weit kommen, dass ich geschlagene 6 unterschiedliche – aber immer dunkelblaue - Viskosejerseys gehortet habe?



4 T-Shirt Valentina {La Maison Victor}


Den "perfekten" T-shirt Schnitt zu finden ist nicht so einfach, vor allem, wenn man ein paar super gut sitzende, gekaufte Shirts zuhause hat. Ihr kennt diesen Stil vielleicht: locker sitzend, aber trotzdem tailliert, kurze Ärmel, die nicht eng anliegen, sondern ein klitzekleines bisschen abstehen und ein schöner (Rundhals-)Ausschnitt. Einen super tollen eng anliegenden Basic Shirt Schnitt hab ich ja mit der Raphaela, die ich schon unzählige Male genäht habe, gefunden und da hab ich auch gemerkt, dass es wirklich viel wert ist einen variierbaren "Grundschnitt" zu haben um darauf aufzubauen. Und so einen wollte ich jetzt auch für ein lässigeres Shirt haben. Ich hab wirklich lange gesucht, bis ich überhaupt einen Schnitt gefunden habe, der mir von Anfang an vielversprechend erschien. Ich hab mir das neu erschienene Katja Shirt von Muckelie angeguckt (sieht sehr gut aus, aber war mir zu oversized in den Nähbeispielen, da hatte ich Angst, dass es zu schwer wäre die passende Größe auszuwählen). Das kostenlose Deer and Doe Plantain Shirt, auf das viele schwören, gefiel mir auch gut, hatte aber nicht die passenden kurzen Ärmel und ist ausgestellt ab der Taille. Gut gefallen hat mir auch das Lark Tee von Grainline Studios, aber huch, 16$ für einen T-shirt Schnitt? (Wahrscheinlich ist ers wert, aber manchmal bin ich doch ein bisschen Sparfuchs.) Das T-shirt #swag von FashionTamtam fällt auch in die Kategorie, war mir auf den ersten Blick aber einen Ticken zu weit für meine Anforderungen. So ging das noch eine ganze Weile weiter, alles wurde verworfen und im Endeffekt bin ich mal wieder auf der La Maison Victor Sammelseite LMVcollection.ovh gelandet.