9 Pacific Pullover Mountainbike-Shirt

Ich kann mich wirklich zu den glücklichen Menschen zählen, die viiiiele Hobbies haben. Neben dem Nähen, Häkeln, Stricken und generell kreativ sein, liebe ich auch Sport, insbesondere das Mountainbiken. Und wenn wir schon von Glück reden – im Schwarzwald gibt es einige der besten Mountainbikestrecken, sodass es mich besonders im Sommer deutlich öfter aufs Fahrrad als an die Nähmaschine zieht. Und jetzt hab ich es endlich mal geschafft diese beiden Hobbies zu kombinieren, indem ich mir ein lange vermisstes Mountainbike-Shirt genäht habe.
Ich hab mir vor ein paar Jahren mal einen ganzen Satz richtig guter Hosen gekauft, Trikots trage ich nicht so gerne, da reichen mir normale Sporttops und für den Winter hab ich ein paar super Thermoklamotten, da kann man dann auch bei Minusgraden unterwegs sein. Zwiebellook machts möglich. Was mir aber die ganze Zeit noch gefehlt hat, war ein mitteldickes Shirt, das mich durch die Zwischensaisons wie Frühling und Herbst bringen kann. So ganz geplant hab ich das Shirt aber nicht wirklich, eigentlich hab ich nach Sportstoff gesucht, weil ich für den Schatz nochmal eine Badehose nähen wollte – die letzte hat er beim Flussklettern auf Korsika zerrissen...😂

Dieses Mal sollte es also etwas festerer und trotzdem schnell trocknender Stoff sein, und ich hab mich echt gefreut, als ich die Sportlycras bei Karstadt (Artnr: 4062701423591) entdeckt habe. Mit dem Ballen bin ich zum Zuschneidetisch gegangen und hab so gesagt: „Ich hätte gerne 50 Zenti... äääh, 1 Meter 80, bitte!“. Mitten im Satz ist mir nämlich aufgegangen, dass der Stoff perfekt zu meinen schwarzen Fahrradklamotten passen würde.



Ja, und dann hatte ich den Stoff, aber keinen Plan welches Shirt daraus nun werden sollte. Ich bin schnell auf meine Sportklamotten-Schnittmusterseite des Vertrauens – greenstylecreations.com – gegangen und natürlich gab es da was passendes. Der Pacific Pullover sah genauso aus, wie ich mir das gedacht hatte.



9 Kimono Tee aus Resten

Na, kommt euch der Stoff bekannt vor? Aus dem hübschen Blumenstoff hab ich mir im Frühjahr mein erstes Bonn Shirt genäht und ich war so begeistert von diesem wundeschönen Stoff, dass ich unbedingt noch etwas aus den Resten nähen wollte. Ich war dann etwas im Zugzwang, weil ich auch wusste aus den allerletzten Fitzelchen sollen noch ein paar passende Masken entstehen (und zwar schnell!), aber dafür musste ich ja erstmal so weit kommen, dass wirklich kaum noch was übrig war.
 Nach dem Zuschnitt der Bluse waren noch ca 60 cm übrig, und daraus kann man definitiv kein ganzes Oberteil machen. Patchwork war also der Plan und ich hab den Stoff an alle meine übrigens Stoffe und Stoffreste gehalten und tatsächlich - ein lachsrosa Viskosejersey hat gepasst. Ich muss gestehen, ich erinnere mich nicht, wann oder wo ich den gekauft habe. Irgendwann bin ich dazu übergegangen kleine Klebezettel auf meine Neuerwerbungen zu kleben auf denen die Maße und der Kaufort oder sogar die Artikelnummer draufsteht. Hier gab es keinen Hinweis, was entweder bedeutet der Zettel ist abgefallen, oder der Stoff ist schon relativ alt. Ich vermute es ist ein Coupon vom Stoffmarkt, weil es ziemlich genau anderthalb Meter sind. Wie auch immer, es war genug davon da, dass ich ein halbes T-Shirt Oberteil zuschneiden und mir sicher sein konnte, dass der Stoff auch noch für ein anderes Teil reichen wird (den Zukunfts-Rest hab ich nun schon verbraucht, sozusagen).


Ich hab mich sehr schnell für das Kimono Tee von Maria Denmark entschieden, dass die meisten unter euch als eins der bekanntesten T-Shirt Freebooks kennen und hab es ein bisschen gehackt.



13 Bonn Shirt mit Brusttaschen

Ihr wisst ja, wenn mir ein Schnittmuster gefällt, dann näh ich nicht nur eins. Und deswegen ist es auch kein Wunder, dass mein zweites Bonn Shirt schon fertig ist. Ich hab noch während dem Nähen des ersten Shirts mit den Blumen (im Folgenden „Blumen Bonn Shirt“ genannt) meinen Stoff Stash nach passenden anderen Stoffen für das zweite gescoutet. Diesen dunkelblaue musselinartige Stoff hab ich vor ca 2 Jahren auf dem Stoffmarkt gekauft. An dem Stand hing ein Blusenkleid aus dem Stoff, das hat mir so gut gefallen, dass ich ohne Plan für ein Schnittmuster zugeschlagen habe. Versuche ich ja eher nicht zu machen, um keine Stofffehlkäufe zu produzieren, aber hier hat es sich nun als Fügung des Schicksals erwiesen, denn wie ihr sehen könnt ist ein wunderbares Bonn Shirt daraus geworden.

Kurz war ich versucht ein Bonn Dress zu machen, aber dann wollte ich doch lieber wieder die Möglichkeit haben es zu knoten, das gefällt mir einfach sehr gut grade. Und bei Blusenkleidern hab ich immer die Befürchtung, dass es zu brav aussieht. Aber irgendwann trau ich mich da auch mal ran. Wenn ich einen geeignet unbraven Stoff gefunden habe, oder so. Der Stoff ist übrigens ein bisschen verrückt, er fühlt sich an wie einlagiger Musselin, aber ist nicht so rumpfelig, außer am Rand direkt neben der Webkante. Da hat er sich richtig stark zusammengezogen und sah fast schon gecrasht aus. Ich hab dann lieber Richtung Mitte zugeschnitten. Das leicht rumpflige finde ich aber eigentlich ganz schön, Falten bekommt er auch keine und er hat einen schönen Fall. Könnt ihr mir sagen, was das ist? Musselin ist ja Double Gauze, wenn ich das richtig weiß, ist das also nur Gauze?






3 Makramee-Windlichter

Jetzt wo wir mehr Zeit zuhause verbringen, will ich es mir unbedingt überall so richtig schön machen. Unsere Terasse ist zwar schon ganz hübsch, aber ein bisschen mehr Deko kann auf keinen Fall schaden. Und meine Makramee-Skills wollte ich auch unbedingt ein bisschen ausbauen, nachdem mein letztes Projekt schon ein bisschen länger her ist. Gute Gründe also die Schnur auszupacken und mich auf Instagram inspirieren zu lassen.

Ich kann mich da ja in den vielen tollen Makramee-Accounts gradezu verlieren und nehme mir immer tausend verschiedene Projekte vor. Diese zwei Windlichter sind aber, im Gegensatz zu vielen anderen, tatsächlich Wirklichkeit geworden.





14 Michen Jumper von Made and Worn - mein erster Strickpullover

Was ist euer Traum-Projekt? Etwas vor dem ihr euch ein bisschen fürchtet, aber eigentlich echt Lust darauf habt? Um das ihr schon jahrelang herumschleicht, aber doch nie anfangt, weil es ja schief gehen könnte? Bei dem so viele Fragezeichen im Raum stehen, dass es unmöglich scheint überhaupt anzufangen?
Für mich war das bis jetzt definitiv ein selbstgestricker Pullover.

Ich hab immer die Strickpullis von anderen bewundert und einmal sogar Wolle gekauft, hab angefangen, aber bin an der Anleitung, die 10 verschiedene Maschenarten verwendet hat, gescheitert. Ich hab es 3 Mal versucht und immer war ein Fehler drin, oder ich hab den Überblick verloren. Die Wolle liegt immer noch als Mahnmal in meiner Wollschublade und guckt mich vorwurfsvoll an.

Egal, ich wollte nicht aufgeben, und hab also weiterhin die Augen offen gehalten, und gehofft, dass mich vielleicht irgendwann die perfekte Anleitung für Anfänger anspringt. Und tatsächlich – auf Instagram hatte ich ja letzten Winter die coole App von Made and Worn gefunden und hab eine perfekte Mütze für meinen Schatz gestrickt (ernsthaft, er liebt diese Mütze, sie sitzt so gut). Es war so einfach zu diesem perfekten Ergebnis zu kommen, erst eine Maschenprobe mit dem Muster stricken, die Maschenprobe und den Körper ausmessen und die Maße in die App eingeben. Und schon kommt eine personalisierte Strickanleitung heraus. Über die App wird man bei jeder Runde an die Hand genommen, so kann wirklich nichts schief gehen.



Und als ich gesehen habe, dass Made and Worn auch super schöne Pulli Strickmuster hat, wusste ich: das werde ich ausprobieren, das könnte tatsächlich klappen. Ich hab mich für den Michen Sweater (sprich „Mitschin“) entschieden, da mich die Muster und die Farbe des Designbeispiels auf der Website direkt angesprochen haben.

Ein paar Screenshots von der App


Man kann allerdings jede Sektion selbst gestalten und aus unterschiedlichen Muster auswählen und hat so fast unendlich viele Kombinationsmöglichkeiten. Außerdem kann wählen, wie weit der Pulli sitzen soll, ich hab die "engste" Variante mit 5-10 Zentimern positive ease genommen.


9 Bluse ärmellos nähen - Armausschnitt anpassen {Tutorial}

Wie oft hab ich in diversen Nähgruppen schon gelesen: „Kann ich das Schnittmuster XY auch ohne Ärmel nähen?“ Die Antwort war oft: „Ja kein Problem, lass sie einfach weg und versäuber das Armloch“. Das kann funktionieren, aber meistens wird es leider nicht wirklich gut, denn ein Schnittmuster mit Ärmeln wird ganz anders konstruiert als eines ohne. Das Armloch für ein Schnittmuster mit Ärmeln sitzt weiter außen auf der Schulter und ist deutlich weiter als ein enger anliegendes ärmelloses Pendant. Würde man also einfach die Ärmel weglassen, ist die Chance groß, dass die Schulternaht zu weit außen sitzt und man an den Seiten des Armlochs reingucken kann, weil der Armausschnitt aufklafft.


Versteht mich nicht falsch, oftmals, vor allem bei Jersey-Teilen, kann es funktionieren, nicht zu ändern, die Erfahrung haben bestimmt einige auch schon gemacht. Aber bei meiner neuen Bonn Bluse aus diesem superschönen Webware-Stoff wollte ich das Risiko nicht eingehen.



Mir war also klar, dass ich ein bisschen was ändern muss, damit ich das Schnittmuster, das eigentlich Ärmel hat, auch ohne Ärmel nähen kann.


8 Bonn Shirt ohne Ärmel



Nach diesem Blusenschnitt habe ich laaaaange gesucht! Vor 2 Jahren hab ich euch einen Rock gezeigt, den ich mit einer gekauften Bluse kombiniert habe und hab schon da geschrieben, ich suche unbedingt ein Schnittmuster, das so ähnlich ist. Und endlich bin ich fündig geworden! Es waren allerdings ein paar Anpassungen notwendig, denn das Bonn Shirt von Itch to Stitch, das ich hier genäht habe, hat eigentlich Ärmel. Aber dazu später mehr.
Ich hab vor kurzem in einer Facebook-Gruppe nochmal einen Aufruf gestartet, ob jemand einen Schnitt kennt, der so ähnlich ist, wie die Bluse auf dem Bild und tatsächlich hat jemand das Bonn Shirt vorgeschlagen, danke nochmal hierfür! Ausschlaggebend für die erneute Suche war dieser wunderschöne Blusenstoff, ein echter Designerstoff aus dem elsässischen Outlet Roppenheim. Dort gibt es nämlich im Laden Diffusione Tessile Designerstoffe zu kaufen (in einer etwas versteckten Ecke, die ich nur dank dem Hinweis von der lieben Nicole aka Miniwölkchen gefunden habe). Ich bin Anfang März an einem Samstagabend noch ganz schnell für 20 Minuten rüber ins Elsass geflitzt, um mir diesen Stoffladentip mal genauer anzuschauen.