2 Tragetasche für Blechkuchen {Tutorial+Plotter Freebie}

Die besten Ideen sind ja meiner Meinung nach immer die, die einem spontan kommen, weil man sie genau in dem Moment braucht. So wars auch bei meiner Kuchenblechtragetasche. Ich wollte wie immer mit der Bahn zur Arbeit fahren, hatte aber schon den Geburtstagskuchen gemacht und hab mich gefragt, ob ich es nicht vermeiden kann nur wegen dem Kuchen das Auto zu nehmen. Für runde Kuchen habe ich einen Container zum Tragen, aber für meinen Blechkuchen (hmm, Erdbeer-Rhabarber!) hatte ich keine passende Transportmöglichkeit. Unter den Arm klemmen ist definitiv keine Option ;-).
Ich hab also schnell gegoogelt, denn Kuchentragetaschen hab ich schon einige im Netz gesehen. Allerdings immer nur für runde Kuchenformen, für Blechkuchen hab ich nichts gefunden. Mit Maßband und Kuchenblech ausgerüstet hab ich mich in mein Nähzimmer begeben, ein bisschen gerechnet und dann nach Stoffresten gesucht. Der hübsche Canvas mit Chevronstreifen von hier war noch von einem Gardinenprojekt vor ein paar Monaten übrig (leeeicht verschätzt mit der Länge des benötigten Stoffs) und der Rest hat genau gepasst.



Ein Plot passend zum Kuchenmotto musste natürlich auch drauf und nachdem ich auch hier online nicht fündig geworden bin, hab ich es einfach selbst designt. Wenn euch die Vorlage gefällt könnt ihr sie gerne hier als png oder studio3 Datei downloaden und für eure Projekte mit Kuchenthema verwenden.


9 Bluse Ina

Wenn ich Viskose in den Fingern habe, denke ich immer: „Ja, den Stoff will ich unbedingt vernähen, das wird sooo schön.“ Und wenn ich Viskose unter der Nähmaschine habe, denke ich immer: „Was hat mich nur geritten? Das ist sooo nervig!“ Und wenn das Stück dann fertig ist, bin ich meistens wieder versöhnt. Dieses Mal war es nicht ganz so furchtbar, weil ich aus den Malen davor gelernt habe. Meine anderen Viskoseversuche haben sich entweder schon in ihre Einzelteile aufgelöst, weil ich irgendwo eine Stelle vergessen habe zu versäubern (Donna Bluse) oder ich ärgere mich jedes Mal über die kleinen Unperfektheiten, wie verzogene Blenden (Bree Bluse). Deshalb hab ich genau darauf besonders geachtet:
  • Ich hab vor dem Nähen wirklich jedes einzelne Teil komplett versäubert, damit ich nicht aus Versehen einen Faden ziehe, oder sich das Teil beim Waschen auflöst.
  • Ich hab mit einer super dünnen Nadel genäht.
  • Ich hab den Obertransportfuß verwendet, damit sich keine Wellen beim Absteppen bilden – ist euch diese schöne Ausschnittblende aufgefallen?




4 Frau Josy mit Pailletten

Ein bisschen Bling-Bling aber nicht zu sehr – das ist genau meins. Deswegen haben mich die Pailletten wohl auch so angesprochen, die glitzern nämlich nicht wie die meisten. Sie sind einfach matt, aber sehen trotzdem ein bisschen schick aus. Ich hab sie mir so lange aufgespart, dass ich schon gar nicht mehr weiß, wo sie her sind. Macht aber nix, jetzt haben sie endlich ihren Auftritt. Ich hatte schon ziemlich Respekt davor, hab noch nie mit Pailletten genäht, weswegen ich mir gut überlegt habe, welches Schnittmuster sich dafür eignet. Es sollte eines sein, wo nicht allzu viel Paillettenstoff gebraucht wird – der ist nämlich relativ schwer. Ein Shirt aus dem kompletten Stoff und ich würde wohl aussehen wie in einem Kettenhemd. Und so schwer wie eine halbe Ritterrüstung wäre das gute Stück dann auch sicher.
Mir ist zum Glück sofort die Frau Josy von Fritzi und Schnittreif in den Sinn gekommen, denn die habe ich schon zweimal genäht (Version von 2016 und von 2017) und trage sie sehr gerne. Der Clou: Das Ärmelteil kann man wunderbar mit speziellem Stoff gestalten, denn es hat den Vorteil, dass man die Nahtzugabe nirgends umklappen muss, denn es hat keinen Saum. Die Ärmel sind mit einer Art Hochklappbündchen versehen, unter dem die versäuberte Kante des Paillettenstoffs perfekt verschwindet.






2 Macramee-Wandbehang & Ikea-Hack für Besta


Heute gibt es ein „Gesamtkunstwerk“ von mir und meinem Schatz: Er hat diesen coolen Schrank (einen richtigen Ikea-Hack 😉) gebaut und ich hab den Macramee-Wandbehang gemacht. Super, wenn man sich gegenseitig so schön ergänzen kann, oder?

Fangen wir erstmal mit dem Schrank an: Für unseren Flur wollte ich einen Ersatz für unseren alten Schubladenschrank, den wir zu Studentenzeiten mal geschenkt bekommen haben. Wir haben eine ganze Weile gesucht (er offline im Möbelgeschäft, ich online auf Pinterest und Instagram). Als ich diesen Beitrag von Gingered Things gefunden habe, wusste ich: sowas in der Art will ich auch. Ich mag ganz gerne geschlossene Schränke, das sieht immer so ordentlich aus, aber ein paar offene Ablagen finde ich auch sehr praktisch. Nur mit dem Holz hab ich ein bisschen gehadert: gutes Holz zu finden ohne gleich richtig viel Geld zu zahlen ist gar nicht so einfach. Umso erstaunter war ich, als wir bei toom auf ein Holz stießen, dessen Name mir jetzt partout nicht mehr einfallen will – der Name war ziemlich ungewöhnlich. Es ist auf jeden Fall richtig schön hell und war gar nicht teuer, 60 Euro für 2 große Stücke, die vor allem nicht aus mehreren Brettern zusammengeleimt sind. Wir haben es abgeschliffen, geölt und der Schatz hat alles montiert. Die Korpen sind von Ikea (Besta for the win!), die Griffe waren bei einem Ikea Pax von meinen Eltern übrig geblieben – die kann man leider nicht einzeln kaufen.





8 Blouson.jacke #2

Dieser Stoff hat es mir nicht leicht gemacht. Und zwar nicht jetzt vor Kurzem, sondern schon vor über zwei Jahren, als ich ihn das erste Mal vernäht habe. Ihr kennt das Ergebnis davon nicht, denn es war für die Tonne. Ich hab versucht einen gekauften Sweatblazer nachzunähen, was wirklich grandios in die Hose gegangen ist. Der Kragen fiel komisch, das Rückteil stand im 45 Grad Winkel (gefühlt) vom Rücken ab und alles war für die Katz. Aber das schlimmste war: ich hatte diesen wunderschönen Stoff angeschnitten, was ich lange vor mir hergeschoben habe. Die Reste hab ich natürlich aufgehoben, aber es war zu wenig für ein Erwachsenen-Teil. Und jetzt könnt ihr euch vielleicht vorstellen, wie ich mich gefreut habe, als ich genau diesen Stoff so viel später im gleichen Laden (Senci in Baden-Baden) erneut gefunden habe. Ich war überzeugt, dass so ein schöner Jacquard schon lange hätte ausverkauft sein müssen.
Ich hab also genug für eine Blousonjacke eingepackt, leider wusste ich nicht mehr genau, wieviel wirklich noch übrig war vom missglückten Projekt – es war mehr als ich dachte, jetzt hab ich wieder einiges daheim übrig. Die Blouson.jacke von Leni Pepunkt hatte ich ja schon im Dezember genäht (siehe hier) und war wirklich überrascht und begeistert wie gerne ich sie anziehe und ich wollte unbedingt noch eine.




4 Kosmetiktasche Casey

Das Problem mit sehr steifem Wachstuch ist: es kann brechen und aufreißen. So geschehen bei meiner heißgeliebten Reise-Kosmetiktasche nach dem Schnittmuster Vicky, die ich euch vor Jahren schon gezeigt habe. Nun ist sie leider von uns gegangen, wegen akuten aufgebrochenen Ecken. Sie war wirklich toll, es hat super viel reingepasst, aber leider habe ich immer drin rumwühlen müssen, bis ich alles gefunden hatte. Und das, obwohl ich schon 4 Extra Innentäschchen eingebaut habe.


Es war also klar, dass ein praktischerer Ersatz her muss. Und was meint ihr, wie ich mich gefreut habe, als die Casey von Pattydoo heraus kam. Genau das, was ich mir vorgestellt hatte, und natürlich wie immer, mit praktischem Pattydoo Video.





4 Schmusetuch Hase häkeln

Bis Ostern dauert es zwar noch ein Weilchen, aber ich muss euch doch schon diesen süßen Hasen zeigen, den ich über den Verlauf des letzten halben Jahres gehäkelt habe. Keine Sorge, es dauert natürlich nicht so lange das Tierchen fertigzustellen, es war eher eine On/Off Beziehung. Mal hab ich richtig viel am Stück gemacht, dann lag es wieder eine Weile in der Ecke. Die Anleitung dafür ist aus dem Buch „Gehäkelte Schmusetücher“. Ich bin jetzt nicht unbedingt das Zielpublikum für ein Schmusetuch, aber irgendwie hatte ich einfach Lust drauf. Und irgendwann kommt die Gelegenheit das Häschen zu verschenken. Bis dahin ziert es noch das Regal in meinem Nähzimmer und ich freue mich immer, wenn ich den kleinen chillenden Hasen sehe.

Er war eigentlich super einfach zu häkeln, die Anleitung ist sehr gut, das einzige was mir etwas Schwierigkeiten bereitet hat, war das Gesicht. Ich hab die Schnurrhaare bestimmt 10 mal wieder aufgemacht, nachdem ich sie aufgestickt hatte, weil sie schief saßen, oder nicht ganz mittig. Auch für die Augen hab ich ein bisschen gebraucht. Es ist wichtig, dass man den richtigen Abstand wählt, sonst sieht der Hase leicht schielend aus.