5 Bademantel Lilja

Ich bin eine echte Frostbeule. Immer kalte Hände, kalte Füße und im Winter aus der warmen Dusche ins (zugegebenermaßen eigentlich normal geheizte) Bad zu steigen kostet mich echt Überwindung. Aber dafür gibt’s ja eine Lösung: kuscheliger Frottee! Ich war nie wirklich ein Bademanteltyp, aber jetzt weiß ich, was mir schon immer gefehlt hat! Direkt nach dem Abtrocknen in den vorgewärmten Bademantel (Danke, Heizung!) schlüpfen, Haare machen, schminken, anziehen. Da macht der kalte Wintermorgen deutlich mehr Spaß. So viel, dass ich an einem gemütlichen Winter-Wochenende den Bademantel auch schon kurzerhand als Morgenmantel umfunktioniert habe. Aber nur kurz, schließlich will man ja dann auch bald in den Traumanzug umsteigen. Ein bisschen Stil muss ja sein, hab ich Recht 😉?

Der Schnitt des Bademantels ist Lilja von Muckelie. Ich fand ihn auf Anhieb perfekt, weil er einen schönen großen gemütlichen Kragen hat und 2 große Taschen. Mehr braucht es ja nicht für einen Bademantel. Da ihre Schnitte für mich eher etwas groß ausfallen, hab ich direkt die kleinere Größe 36 gewählt, laut Tabelle wäre ich eher 38 gewesen, aber ich wollte nicht, dass die Schultern zu sehr überschnitten werden und wenn ich den Mantel eng binde, dass zu viel Stoff da ist. Wie man sieht hat das auch sehr gut funktioniert, die Größe ist genau richtig geworden. Ich hab ihn insgesamt auch um 7cm gekürzt.
Außerdem hab ich die Ärmel deutlich verschmälert, weil mir die bei den Designbeispielen zu weit waren. Dafür hab ich die Drehmethode verwendet, aber einfach umgekehrt. Statt den Ärmel durch auseinanderschieben zu vergrößern, hab ich einfach alles zusammengeschoben und so verschmälert.



2 Adventskranz stricken


Meinen neuen Adventskranz hab ich in Gedanken schon fertig gehabt, seit ich diesen schicken Kranz letztes Jahr bei mxLiving gesehen habe. Am liebsten würde ich ja eh ungefähr alles nachmachen, was Tanja auf ihrem Blog jemals gezeigt hat, aber zuerst einmal war der Kranz dran. Der vorweihnachtliche Stress und andere Ausreden haben mich aber daran gehindert, dass der Kranz schon letztes Jahr Wirklichkeit geworden ist.
Aber, nachdem ich ja vor 2 Wochen super motiviert mein Strickkissen beendet hatte, und danach noch ungefähr anderthalb Knäuel von der Heavy Wool übrig waren, kam mir sofort wieder der Kranz in den Sinn. Den Styroporkranz hatte ich schon letztes Jahr gekauft und somit konnte ich direkt anfangen. Ein Hoch auf die Vorrratslagerhaltung im Nähzimmer!

Und, ich sag euch, das geht so schnell! Ich hab einfach mit 12er Nadeln 15 Maschen angeschlagen und in kraus rechts gestrickt bis fast keine Wolle mehr übrig war (ungefähr 50 Reihen). Man braucht auch tatsächlich deutlich weniger Reihen als man vielleicht am Anfang vermutet, denn die Wolle wird am "äußeren" Ring stärker gedehnt, als in der Mitte, da ist der Umfang ja viel kleiner. Wenn man zu viele Reihen machen würde, käme das schöne "Streifenmuster" von rechten und linken Maschen auch gar nicht mehr so zur Geltung. Insgesamt kann das Rechteck also grob ein Drittel kürzer sein als der äußere Ringumfang.

Fürs zusammennähen der kurzen Enden hab ich dieses praktische Video Tutorial (ab Min 6:21) verwendet, wo gezeigt wird, wie man Anfang und Ende von einem Rechteck so zusammennäht, dass man keinen Übergang sieht, denn die Naht sieht aus wie eine Reihe rechter Maschen. Das hab ich auch schon bei meinem Stirnband gemacht und es ist echt super praktisch.



0 Kissenhülle im Schachbrettmuster stricken {Tutorial}

Sobald es draußen ungemütlich und dunkel wird, steigt meine Motivation, mich mit Wolle, Nadeln und Wärmflasche in meiner Ecke auf dem Sofa einzukuscheln. So natürlich auch dieses Jahr. Ich hab also die Wollschublade aufgemacht und gesucht, was ich denn noch so an Resten habe. Und was schaut mich da an: ein halb fertiges Kissen, das ich vor 2(!) Jahren angefangen habe. Man glaubt es kaum, beide Seiten waren komplett fertig, und ich hab mich wohl nur nicht aufraffen können, die beiden Teile zusammen zu nähen. Sogar das Inlet lag schon bereit. Ziemlich bescheuert, aber so funktioniert das mit der Kreativität wohl. Manchmal ist man einfach blockiert und legt etwas zur Seite, nur um dann ein paar Wochen, Monate oder Jahre später endlich die letzten Schritte zu gehen. Und in diesem Fall hat das tatsächlich nur eine halbe Stunde gedauert. Tja, das schöne ist, dass ich das Kissen schon ganz vergessen hatte, und schwupps, hab ich ein neues Dekoteil, das auch noch unglaublich kuschelig ist.

Das Muster finde ich richtig cool, es erinnert ein bisschen an ein Schachbrett, oder auch ein bisschen, als hätte man den Stoff gewebt. Das Muster für das Kissen hab ich damals auf Pinterest oder irgendwo gesehen und da es wirklich nicht schwer ist - eigentlich ist es das perfekte Anfängerprojekt, da man rechte und linke Maschen üben kann - braucht man eigentlich keine Anleitung. Ich erzähl euch aber trotzdem mal, wie ich vorgegangen bin.


Anleitung 



8 Basic-Shirt Raphaela in Rot

Lieber Blog,
Ich habs schon wieder getan, obwohl ich mir vorgenommen habe, auch mal was Neues auszuprobieren und nicht immer beim Altbewährten zu bleiben. Aber ich konnte nicht anders, und bin doch wieder in alte Muster zurück gefallen. Ich hatte das Gefühl, dass ich einfach etwas Vertrautes brauche, etwas, womit ich mich auskenne, sodass ich die Schritte gefühlt blind gehen kann. Etwas bei dem ich mich nicht anstrengen, zweifeln, oder nachdenken muss, und weiß, dass ich am Ende happy sein werde.

Ihr wisst wovon ich rede, oder?
Jaaa, ich hab mal wieder ein Basic-Shirt genäht. Und wie oben schon erwähnt, eines mit dem ich mich gut auskenne, meine altbewährte Raphaela. Ich hab sie jetzt schon so oft genäht, dass sie hier auf dem Blog ihren eigenen Tag hat, mit dem ich alle Modelle auf einen Blick sehen kann.

Dieses Mal habe ich einen wunderschön roten Swafing Jersey namens Vanessa in der Farbe Burgundy vernäht. Ich hab ihn bei der Eröffnungsfeier von Stoffquelle im März gefunden und wollte eigentlich ein Jerseysommerkleid daraus nähen. Aber im Sommer war ich mit anderem beschäftigt (Hallo Bademode 😜), aber ich war so heiß darauf, diese coole Farbe zu tragen, dass ich mich dann doch für ein Shirt entschieden habe.
 

Und dafür hab ich auch echt Bedarf in meinem Kleiderschrank, vor allem für ein Shirt, das nicht meliert ist. Ich hab ja diesen schönen Blackwood Cardigan letztes Jahr genäht, und ich ziehe ihn leider nicht so oft an, wie ich gerne würde. Das liegt aber nicht daran, dass ich ihn nicht liebe (er ist sooo weich!), sondern an den Kombinationsmöglichkeiten.
 



1 Beissring und Kinderbett-Girlande häkeln {Tutorial}

Das nächste Baby im Freundeskreis ist im Anmarsch und nachdem der süße Hasen-Beissring, den ich letztes Jahr gehäkelt habe, sehr gut ankam, hatte ich Lust wieder einen zu verschenken. Er ist einfach schnell gemacht, und praktisch, denn man weiß, dass es passt, schließlich bekommt jedes Baby irgendwann Zähne und der Beissring ist wirklich praktisch beim Zahnen. Damits ein bisschen abwechslungsreicher wird, wollte ich ein neues Tier häkeln.

Erst war ein Bär geplant, aber als ich kleine Ohren gehäkelt habe, und an den Kopf gehalten habe, sah das irgendwie falsch aus. Wie ein Koala mit zu kleinen Ohren. Also hab ich den Kopf nochmal angepasst und die Ohren größer gehäkelt. Und schon ist aus dem normalen Bär ein Koalabär geworden.

Statt dem Schal wollte ich mich mal an was neuem Versuchen und dem Bärchen ein Halstuch machen. Das war gar nicht so einfach und ich hab etliche Versuche gebraucht, bis das Halstuch die richtigen Proportionen hatte. Zuerst wollte ich es auch einzeln häkeln und dann irgendwie hinter dem Rücken binden, aber das sah nie wirklich schön aus. Also hab ich das Halstuch um den schon angenähten Koalakopf herumgehäkelt, was ein bisschen fummelig ist, aber das beste Ergebnis geliefert hat. Unten in der Anleitung zeige ich euch ein paar Fotos davon.

Statt der Schnullerkette hab ich dieses Mal eine Girlande gemacht, die man über die Krippe oder den Kinderwagen hängen kann.



0 Bikini Nähtutorial: Korsagenstäbchen einnähen

Erstmal noch ein großes Dankeschön, für eure lieben Kommentare zum Badeanzug und zum Bikini! Es freut mich wirklich mega, dass ihr euch so fürs Badesachen Nähen interessiert und euch meine ausführlichen Beschreibungen nicht langweilen😉. Heute machen wirs kurz und kommen direkt zur Anleitung. Ich hab ja schon geschrieben, dass ich euch nochmal genauer zeigen will, wie ich das mit den Korsagenstäbchen gemacht habe, denn der Teil ist nicht in der Anleitung des Jazz Bikini enthalten.

Ohne die Stäbchen ist bei mir das Oberteil ziemlich eingeknickt, weswegen ich mir angeschaut habe, wie das bei meinem letzten gekauften Bikini ausgesehen hat und das einfach nachgemacht habe.

Anleitung



14 Jazz Bikini

Kann ich mal kurz festhalten, dass ich niemals geglaubt hätte, einen „richtigen“ Bikini zu nähen? Und schon gar nicht, dass der besser passen würde als jeder vergleichbare gekaufte? Mit meinem Sportbikini, den ich Anfang des Sommers genäht habe und der ja eigentlich „nur“ ein Sport-BH ist, war ich ja schon total happy. Den Badeanzug Bahama aus der La Maison Victor, den ich euch letzte Woche gezeigt habe, finde ich ja auch wirklich genial und war wieder sehr überrascht, dass das alles ziemlich reibungslos funktioniert hat. Aber jetzt bin ich echt völlig aus dem Häuschen. Nachdem genug Stoffreste vom Badeanzug übrig waren, hab ich mir gedacht, hab ja nix zu verlieren, probiere ich mal einen anderen Bikini aus. Einen, der aussieht, wie die, die ich immer im Laden gekauft habe, die aber eigentlich nie wirklich gut saßen. Immer nur so ok. Entweder hat er ohne Träger nicht richtig gehalten, oder es sah einfach nicht sehr vorteilhaft aus. Warum wollte ich also unbedingt so einen?
Abgesehen davon, dass ich die Art wirklich sehr schön finde (wenn er denn richtig sitzt), werde ich auch relativ schnell braun (ein Nachmittag im Schwimmbad, und ich hab schon Bikiniträgerstreifen) und achte immer darauf, dass ich ein Oberteil habe mit dem ich auch in der Sonne sein kann, ohne, dass man das sofort sieht. Bikinis mit mittigen Trägern (für den Halt und das Design), die man runterklappen kann (für die Sonne) waren also schon immer mein Beuteschema. Allerdings konnte ich mir unter Anderem deshalb nicht vorstellen einen Bikini zu nähen, weil ich noch nie so ein Schnittmuster gesehen habe. 


Auf Instagram (heiliger Gral meiner Schnittmustersuche) hab ich über den Hashtag #sewingswimwear das mir noch unbekannte australische Schnittmusterlabel Swimstylepatterns gefunden. Und da gibt es Massen an coolen Bikini und Badeanzug Schnittmustern.