5 Glitzer-Rock Fiore

 Man kanns ich nicht vorstellen, wie schwer ich es manchmal finde, den „perfekten“ Rock zu nähen. Eigentlich nur 2 Stoffstücke aneinander nähen, einen Bund dran, säumen, fertig. Aaaaber. Zu ausgestellt sieht mir zu sehr nach 50ern aus, zu eng betont die Hüften unvorteilhaft. Zu lang sieht bieder aus, zu kurz...naja, was soll ich sagen. Mit meinen beiden Fiore Röcken (1 und 2 ) letzten Sommer war ich schon sehr nah dran an meiner perfekten Rock Silhouette. Und im Sommer ist es ja auch nicht so schlimm, wenn der Rock schön luftig, flattrig und eben ein bisschen mehr ausgestellt ist, vor allem weil die Stoffe da ja deutlich dünner sind und besser fallen.
Mein erster Winter-Rock sollte dann aber gleich noch ein schickerer, nicht zu süßer „Party-Rock“ sein, für Weihnachtsfeiern, Silvester etc. Äh ja, ich weiß, ich bin damit ungefähr einen Monat zu spät – oder 11 Monate zu früh... Aber der dehnbare Crash-Jersey war noch übrig von meinem Glitzer-Silvester-Top, das immerhin rechtzeitig für das letzte Silvester fertig war. Ich hatte ja mehr gekauft um eventuell ein Kleid nähen zu können und weil mir der Stoff so gut gefallen hat, und so konnte ich statt Kleid immerhin noch einen Rock aus den Reststücken rausbekommen.


Auf jeden Fall hab ich mich erneut am Fiore Skirt orientiert, aber doch einiges geändert, bis ich endlich zufrieden war. Der Stoff ist nämlich deutlich schwerer, als all meine dünnen bisherigen (undehnbaren) Fiore-Stöffchen: Ich hab den gesamten Rock schon um 3 Zentimeter kürzer zugeschnitten (hätte ja auch nicht mehr Stoff gehabt), und hab dann nochmal um 4 Zentimeter nach der ersten Anprobe gekürzt. Danach wurden die Seiten um 7 Zentimeter eingenommen, allerdings ausgestellt. Das heißt am Saum war der Rock an beiden Seiten um jeweils 14 Zentimeter schmaler, an der Hüfte ganz oben um gar nichts. Intelligenterweise bin ich darauf auch erst gekommen, nachdem der Gummibund schon angenäht war. Das hat es nicht grade vereinfacht, aber funktioniert hat es zum Glück.


Ach ja, Gummibund. Ihr erinnert euch sicher, dass der Fiore Rock eigentlich aus undehnbarem Stoff und mit einem nahtverdeckten Reissverschluss genäht wird. Da mein Stoff aber ja dehnbar ist und ich noch so schön passendes edles Samtgummiband da hatte, hab ich den Rock einfach wie das Original zugeschnitten, nur vorne und hinten im Bruch. Die obere Kante hab ich versäubert und dann das Gummiband mit Zickzackstich oben auf gesteppt. Da muss man gut aufpassen, dass sich das nicht verschiebt und der Stoff immer schön glatt liegt, sonst könnte man ein kleines Fältchen reinnähen, das sich dann zu einer ausgewachsenen Falte quer über den Hintern entwickeln kann...been there! 🙈


Damit der Rock dann gerade hängt, also der Saum parallel zum Boden ist, hab ich wieder den Schatz mit dem Rockabrunder ausgerüstet und mich ganz bewegungslos hingestellt, während er eine Runde um mich gedreht hat und mit Kreide eine schöne bodenparallele Linie auf meinen Rock gepustet hat. So sind dann nochmal zwischen 2,5 und 4 Zentimetern Länge weggefallen.



So, das wars jetzt aber an Änderungen. Darf ich das eigentlich noch Fiore Skirt nennen? Soviel wie ich da rumgehackt habe? Naja, egal, ich bin auf jeden Fall ganz zufrieden mit der Silhouette und der Länge. Wahrscheinlich bleibt das Röckchen zwar bis zur nächsten Glitzer-Party oder bis zu den nächsten Feiertagen im Schrank, aber dann bin ich immerhin bestens ausgerüstet.

Falls ihr euch übrigens wundert, warum der Rock manchmal golden und manchmal rötlich schimmert. Ich stehe neben unserem dunkelroten Sessel und der "spiegelt" sich im Rock bei den Nahaufnahmen, das ist mir erst hinterher aufgefallen. Aber immerhin hab ich jetzt eine Ecke in der Wohnung gefunden in der ich im Winter ordentliche Fotos machen kann. Auch wenn meine Füße nicht ganz draufpassen. Zur Info: Ich habe schwarze Stiefel an und das passt wunderbar zum Rock.



Mit meinen Glitzertop lässt sich der Rock leider nicht zum Fake-Kleid kombinieren - wenn ich das mache, seh ich aus als würde ich an einer Eis-Revue teilnehmen, haha.



Gerade bin ich noch ein bisschen auf der Suche nach einem Mini-Rock mit nahtverdecktem Reissverschluss und Formbund in ganz leichter A-Linie (wirklich nur ganz wenig ausgestellt) für nicht dehnbare Stoffe (Twill, Wollstoff, Jeans), vielleicht mit Knöpfen in der Mitte – Wer da einen Tipp hat, gerne her damit!

Bis bald,
eure Nina

Verlinkt bei MeMadeMittwoch, SewLaLa, Du für Dich am Donnerstag

0 Strohhalm-Wimpel {Plotter-Freebie}

Ich habs ja schon im letzten Post zum Glitzershirt erzählt, an Silvester war das Party-Motto "Glitzer"! Und da hatte ich direkt Lust endlich mal die Glitzerfolie (von hier, aber leider auf der Website nicht gefunden) auszuprobieren, die ich schon eine ganze Weile in meinem Plotterfolien-Ordner rumliegt. (Nur so als Idee, wie wäre es für nächstes Jahr mit dem Motto "Echt komisch changierendes Metallic"? Da hätte ich auch noch vier impulsgekaufte Folien...😅).

Ich war ungemein entzückt, als ich festgestellt habe, dass der Glitzerkarton, den ich die letzten Jahre für die coolen Silvesterbrillen von Miriam Kreativ verwendet habe 1a zu der Glitzerfolie passt. Die Brillen sind super, Miriam bringt jedes Jahr eine als Freebie vor Silvester raus, die man über den Newsletter erhalten kann.


(Dieses Jahr gabs auch noch ein 2020-Krönchen dazu, das hab ich auch gemacht, aber beim Fotografieren vergessen...Da hat es übrigens nicht geklappt die Papierstreifen, die um den Kopf rumgehen sollten, zu verwenden, deswegen hab ich einfach dünne Gummikordel durch die Löchlein an der Seite gefädelt und schon hat das Krönchen auf jeden Kopf gepasst und saß bombenfest.)

Die Glitzerbrillen waren schnell geplottet, bei so dickem Karton verwende ich als Einstellungen immer Messer 10, Geschwindigkeit 1, Druck 33. Ich schneide gerne auf meinen aus Windradfolie selbstgebastelten Schneidematten, die einfach genial sind und nicht zerschnitten werden können, falls man sich mal (wieder) irrt und neben den Karton schneidet.






7 Glitzertop Edda

Glitzer! Das war das Motto der gestrigen Silvesterparty bei Freunden. Letztes Jahr ist leider nichts wirklich nach Plan verlaufen, deswegen war ich dieses Jahr umso motivierter einen schönen Abend zu haben und das Motto kam mir gerade recht. Bis kurz nach Weihnachten konnte ich mir aber überhaupt keine Gedanken dazu machen, und hatte als Backup Plan zumindest noch das (leider nicht wirklich glitzernde) Paillettenshirt.
Soweit musste es aber nicht kommen, denn bei meinem 5-Minuten Trip zu Karstadt am Samstag, den ich mir trotz Renovierungsstress rausgenommen habe, hab ich diesen glitzernden leicht gecrashten Jersey (Artikelnr: 004 2246117056624) gefunden.
In meinem Kopf gab es drei mögliche Projekte für die 1.80 m, die ich mitgenommen habe: A) Ein Rock, B) ein Kleid oder C) ein Top. Das Kleid wäre vielleicht die Gloria von Pattydoo geworden (Knoten habens mir grade angetan...), allerdings hat mich der leicht babydollhafte Schnitt etwas abgeschreckt. Obwohl man darunter sicher auch das Silvesterraclette gut hätte verstecken können. Somit wurden es dann Möglichkeit A UND C. Rock A ist nicht ganz fertig geworden, weil mir während des Nähprozesses klar wurde, dass ich nur das Top an Silvester tragen werde (und nicht vielleicht eine Kombination aus beidem) und die Priorität dann darauf fokussiert wurde.

Silvesterbrille von MiriamKreativ




5 The Sewing Oscars 2019 {Die Rückblick - Linkparty}

Wie jedes Jahr, wenn ich meinen Rückblick für die Sewing Oscars zusammen stelle, bin ich hin und her gerissen, welches meiner vielen heißgeliebten Kleidungsstücke das Rennen machen soll. Dieses Jahr war es nicht ganz so schwer, denn ich habe deutlich weniger genäht als die Jahre davor. Das lag zum Einen daran, dass ich ein echt erfülltes Jahr hatte, mit vielen tollen Unternehmungen und einfach viel Action und auch mein Beruf hat mich sehr gut beschäftigt - das ist absolut positiv gemeint! Und zum Anderen habe ich inzwischen einen wirklich gut gefüllten Kleiderschrank, sodass ich mich auf die wenigen Lücken konzentriert habe oder aber auf Nähprojekte, bei denen ich etwas neues lernen konnte. Aber scrollt einfach runter und seht selbst, wie ich meine Oscars vergeben habe. 

Wenn ihr auch mit eurem Näh-Rückblick mitmachen wollt, dann verlinkt euch gerne weiter unten im Link-Up. Ihr könnt mit jeglicher Art Rückblick mitmachen (solange es ums Kleidung nähen geht). Wenn ihr euch an den "Sewing Oscars" orientieren wollt, dann schaut doch hier nochmal in den Info Post rein, dort findet ihr alle ausführlichen Informationen zum Teilnehmen.


The Sewing Oscars 2019


01. Beste/r HauptdarstellerIn - das liebste bzw. am häufigsten getragene Kleidungsstück
02. Beste/r NebendarstellerIn - das am besten zu kombinierende Kleidungsstück 
03. Beste Regie - die aufwändigste Verarbeitung bzw. die technischste Herausforderung 
04. Bester Schnitt - das Lieblingsschnittmuster
05. Bestes Drehbuch - die beste Anleitung bzw. das beste Ebook
06. Ehrenoscar - das schönste für jemand anders genähte Kleidungsstück
07. Beste Kamera - die schönsten Bilder von eurem genähten Werk
08. Beste Visuelle Effekte - nach Belieben interpretierbar ;-)
09. Bestes Kostümdesign - gibt es hier vielleicht leidenschaftliche Faschingsfans/Cosplayer/Steampunks?
10. Bester Dokumentarfilm - habt ihr ein tolles Tutorial im Bereich Kleidung nähen erstellt dieses Jahr?
11. Goldene Himbeere (Anti Oscar) - der größte Reinfall

Hier gibts das Bildchen zum Mitnehmen, verlinkt die Party doch gerne bei euch auf dem Blog:

<a href="www.vervliestundzugenaeht.de/2018/12/the-sewing-oscars-2018.html"  target="_blank" ><img src="https://1.bp.blogspot.com/-vsCRZs70tso/XeYHr_Z7PZI/AAAAAAAAJCU/JkU3fkNyOvAINDj9ROlsACOKK1CpgprQgCPcBGAYYCw/s1600/The-Sewing-Oscars-Logo2019.png" alt="Die Rückblick LinkParty"width="220" height="220" style="margin:0 auto;" /></a>
 
Nun wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen! Mit einem Klick aufs Bild  gelangt ihr direkt zum entsprechenden Blogpost.

 Bester Hauptdarsteller

Mein bester Hauptdarsteller dieses Jahr ist der Bahama Badeanzug. Beim Nähen hat er sich ein bisschen wie eine Diva verhalten, was ja auch bei einem Star zu erwarten ist, aber dafür hat er danach auch all die Aufmerksamkeit bekommen, die er verdient hat. Im Urlaub und in diversen Thermenaufenthalten ist er nicht zu kurz gekommen und sieht trotz Salz und Chlor immer noch fantastisch aus!

https://vervliestundzugenaeht.blogspot.com/2019/09/badeanzug-bahama-la-maison-victor.html 

 

Bester Nebendarsteller



2 The Sewing Oscars 2019 {Info Post}

Wie war euer Nähjahr 2019? Habt ihr viele neue Projekte gestartet oder habt ihr nur die notwendigsten Sachen genäht? Egal wie es war, ich würde super gerne mit euch zurück blicken auf das Jahr 2019! Schon im 4. Jahr gibt es nun die "Sewing Oscars" Link Party, bei der wir gemeinsam unser Nähjahr nochmal an uns vorbeiziehen lassen und uns klar machen, was wir alles geschafft haben. Ich freue mich wahnsinnig auf eure Rückblicke mit denen wir dann ins Jahr 2020 starten werden.





Ihr wart die letzten paar Male ganz angetan von der Idee und habt fleißig mitgemacht - Unter den folgenden Links könnt ihr euch meinen Beitrag und die Beiträge der anderen BloggerInnen aus den letzten Jahren  nochmal anschauen und euch inspirieren lassen:



Ich hab mich super gefreut, dass die Aktion so viel Anklang gefunden hat, und würde mich noch mehr freuen, wenn ihr (wieder) dabei seid!

NEU DIESES JAHR: ihr könnt auch mit Instagram Accounts teilnehmen! Packt dazu einfach alle Oscars in einen Post und verlinkt diesen ODER verteilt die Oscars auf mehrere Posts und verlinkt den ersten oder letzten.
Bei den Sewing Oscars geht es darum auf unsere genähten Meisterwerke zurückzuschauen um zu sehen, worauf wir dieses Jahr stolz sein können.



5 Bademantel Lilja

Ich bin eine echte Frostbeule. Immer kalte Hände, kalte Füße und im Winter aus der warmen Dusche ins (zugegebenermaßen eigentlich normal geheizte) Bad zu steigen kostet mich echt Überwindung. Aber dafür gibt’s ja eine Lösung: kuscheliger Frottee! Ich war nie wirklich ein Bademanteltyp, aber jetzt weiß ich, was mir schon immer gefehlt hat! Direkt nach dem Abtrocknen in den vorgewärmten Bademantel (Danke, Heizung!) schlüpfen, Haare machen, schminken, anziehen. Da macht der kalte Wintermorgen deutlich mehr Spaß. So viel, dass ich an einem gemütlichen Winter-Wochenende den Bademantel auch schon kurzerhand als Morgenmantel umfunktioniert habe. Aber nur kurz, schließlich will man ja dann auch bald in den Traumanzug umsteigen. Ein bisschen Stil muss ja sein, hab ich Recht 😉?

Der Schnitt des Bademantels ist Lilja von Muckelie. Ich fand ihn auf Anhieb perfekt, weil er einen schönen großen gemütlichen Kragen hat und 2 große Taschen. Mehr braucht es ja nicht für einen Bademantel. Da ihre Schnitte für mich eher etwas groß ausfallen, hab ich direkt die kleinere Größe 36 gewählt, laut Tabelle wäre ich eher 38 gewesen, aber ich wollte nicht, dass die Schultern zu sehr überschnitten werden und wenn ich den Mantel eng binde, dass zu viel Stoff da ist. Wie man sieht hat das auch sehr gut funktioniert, die Größe ist genau richtig geworden. Ich hab ihn insgesamt auch um 7cm gekürzt.
Außerdem hab ich die Ärmel deutlich verschmälert, weil mir die bei den Designbeispielen zu weit waren. Dafür hab ich die Drehmethode verwendet, aber einfach umgekehrt. Statt den Ärmel durch auseinanderschieben zu vergrößern, hab ich einfach alles zusammengeschoben und so verschmälert.



2 Adventskranz stricken


Meinen neuen Adventskranz hab ich in Gedanken schon fertig gehabt, seit ich diesen schicken Kranz letztes Jahr bei mxLiving gesehen habe. Am liebsten würde ich ja eh ungefähr alles nachmachen, was Tanja auf ihrem Blog jemals gezeigt hat, aber zuerst einmal war der Kranz dran. Der vorweihnachtliche Stress und andere Ausreden haben mich aber daran gehindert, dass der Kranz schon letztes Jahr Wirklichkeit geworden ist.
Aber, nachdem ich ja vor 2 Wochen super motiviert mein Strickkissen beendet hatte, und danach noch ungefähr anderthalb Knäuel von der Heavy Wool übrig waren, kam mir sofort wieder der Kranz in den Sinn. Den Styroporkranz hatte ich schon letztes Jahr gekauft und somit konnte ich direkt anfangen. Ein Hoch auf die Vorrratslagerhaltung im Nähzimmer!

Und, ich sag euch, das geht so schnell! Ich hab einfach mit 12er Nadeln 15 Maschen angeschlagen und in kraus rechts gestrickt bis fast keine Wolle mehr übrig war (ungefähr 50 Reihen). Man braucht auch tatsächlich deutlich weniger Reihen als man vielleicht am Anfang vermutet, denn die Wolle wird am "äußeren" Ring stärker gedehnt, als in der Mitte, da ist der Umfang ja viel kleiner. Wenn man zu viele Reihen machen würde, käme das schöne "Streifenmuster" von rechten und linken Maschen auch gar nicht mehr so zur Geltung. Insgesamt kann das Rechteck also grob ein Drittel kürzer sein als der äußere Ringumfang.

Fürs zusammennähen der kurzen Enden hab ich dieses praktische Video Tutorial (ab Min 6:21) verwendet, wo gezeigt wird, wie man Anfang und Ende von einem Rechteck so zusammennäht, dass man keinen Übergang sieht, denn die Naht sieht aus wie eine Reihe rechter Maschen. Das hab ich auch schon bei meinem Stirnband gemacht und es ist echt super praktisch.