1 Schnullerkette und Beissring häkeln {Tutorial}

Immer wenn bei Freunden der anstehende Nachwuchs verkündet wird (also meistens so 5 Monate vor der Geburt) fang ich direkt an zu überlegen, was ich denn verschenken könnte. Und trotzdem bekomme ich es nie hin rechtzeitig fertig zu sein. Dieses kleine Set kam auch zu spät, aber hoffentlich trotzdem gut an :).
In letzter Zeit habe ich wirklich Lust niedliche kleine Sachen zu häkeln, die schnell gehen und wo man sich einfach austoben kann, ohne über die Größe nachdenken zu müssen. Bei meinem letzten Babyjäckchen hab ich mir einfach zu viele Gedanken gemacht, ob das Baby darin verschwindet oder es am Schluss doch zu klein wird und nur ein paar Mal getragen werden kann. So ein Set aus Beissring und Schnullerkette passt zum Glück immer. (Und falls das Baby keinen Schnuller mag ist die Kette immer noch ein lustiges Ding zum anfassen und spielen).
Ich hab wie immer zuerstmal nach einer guten Anleitung gesucht, aber irgendwie keine gefunden, die alles beinhaltet, was man braucht. Deswegen hab ich für euch heute eine "Pseudo"-Anleitung, denn  nicht alles ist selbst ausgedacht, aber mithilfe der folgenden Links werdet ihr von A bis Z an die Hand genommen um euer Set fertigzustellen.




Anleitung

Du brauchst:



10 Fulton Sweater Blazer

Heute ist der letzte MeMadeMittwoch in diesem Jahr. Seit einem Jahr gibt es den MMM nur noch monatlich und ich habe immerhin jeden Monat seit Februar mitgemacht. Januar hab ich nur verpasst, weil ich nicht gecheckt habe, dass mein heiß geliebter MeMadeMittwoch nicht mehr wöchentlich stattfindet (hier nochmal mein Plädoyer: bitte bitte wieder jede Woche!).
Es gab viele Stimmen, die gesagt haben, monatlich reicht doch, mehr als ein Teil pro Monat zeigt man ja doch nicht, und man kann ja auch auf andere Linkparties ausweichen.
Naja, für mich wars eher stressig, weil ich ja dann doch was fertig haben wollte um dabei sein zu können und der monatliche Termin hat mich mehr unter Druck gesetzt als der wöchentliche, da konnte man ja, wenns mal nicht geklappt hat einfach eine Woche später wieder mitmachen. Die Flexibilität ist da echt verloren gegangen.
Ein bisschen beeilen musste ich mich jetzt auch bei diesem schicken Teil, das zwar schon seit 2 Wochen fertig ist, aber da es sich dank der dunklen Jahreszeit als schwierig herausgestellt hat einen Zeitslot zu finden an dem es a) hell ist, b) die Jacke komplett fertig ist und c) mein Mann und ich beide Zeit (und Lust) zum fotografieren haben, war es dementsprechend aufwändig bei diesem letzten MMM dabei zu sein - und im Endeffekt hat mein Papa wieder die Fotos gemacht, wegen c) und weil er es so toll macht!
Aber ich wollte euch unbedingt mein neues Lieblingsteil zeigen, einen lässigen Sweater Blazer nach dem neusten Schnitt namens Fulton von Alina Design Co (die ich davor nicht wirklich auf dem Schirm hatte). Vor ein paar Wochen sind aber die ersten Bilder auf Instagram aufgepoppt und ich bin sofort dem Hashtag #fultonsweaterblazer gefolgt.





1 Einkaufsnetz Edda häkeln

Ich bin nicht zufrieden. Trotzdem will ich euch mein Werk heute zeigen, denn aus jedem Projekt, dass nichts geworden ist, kann man ja trotzdem was lernen. Aber von vorne: Das Einkaufsnetz Edda gibt es kostenlos bei We are knitters und ist von der tollen Paula M, nach deren Buch ich auch schon mein schönes Stirnband Lina gestrickt habe. Und ich will auch direkt sagen: Die Anleitung ist super, gut verständlich, alles macht Sinn und es gibt genug Leute (Tüt zum Beispiel!), die super Netze gestrickt (gibts auch als Strickanleitung) oder gehäkelt haben. Daran lag es definitiv nicht. Ich finde mein Netz auch eigentlich wirklich schön. Bloß praktikabel ist es leider gar nicht geworden. Das finde ich echt schade, denn die Idee hat mir sehr gefallen und ich bin ein großer Fan von allem, was einen davon abhält Plastiktüten zu verwenden.


Bei mir war es eindeutig die Woll-Wahl. Ich habe Drops Belle verwendet, aus dem ich auch meinen Häkelbikini von letztem Jahr gemacht habe (eigentlich sollte das ja was anderes werden, deswegen hab ich da noch Unmengen der Wolle übrig). Aber ein bisschen Stash abbauen erschien mir total sinnvoll, als ich angefangen habe das Netz zu häkeln.


11 Shirt Raphaela mit Curry Streifen

Habt ihr schonmal gelb hier auf dem Blog gesehen? Ähm, nein ich auch nicht. Und auch nicht in meinem Kleiderschrank. Ich war immer der Meinung, dass die Farben Gelb, Senf oder Curry da nicht hingehören, weil das "schwierig" mit meinem Hautton zu vereinbaren ist. Stellt sich raus, dass es in kleinen Dosen aber ganz ok ist. Was mich sehr freut, denn ich mag die Farbe an anderen total gerne und finde sie so schön herbstlich.
Den Stoff habe ich von Traumbeere aus Berlin, deren Stand ich schon vom Stoffmarkt kenne. Über den Laden bin ich ganz zufällig gestolpert, eigentlich wollte ich zu Stoff und Stil und wusste gar nicht, dass die direkt nebenan sind. Der Jersey ist eher etwas dicker, dafür aber sehr dehnbar, sodass ich mein Basic Schnitt Raphaela mit angepasstem Vorderteil wie immer in 36 nähen konnte.
Man könnte meinen, mir würde das irgendwann langweilig werden, aber nein, bisher sieht ja jede anders aus und die Herausforderungen bleiben auch nicht aus.
Denn das erste Mal, seit ich mit Streifenstoff arbeite, hat sich ein richtig doofer Fehler eingeschlichen. Beim Zuschnitt bin ich beim Bruch legen um einen Streifen verrutscht, sodass Vorder- und Rückenteil nicht mehr perfekt aufeinander gepasst haben und hinten die Streifen minimal schief laufen - seht ihrs auf dem rechten Foto? Mann, hab ich mich geärgert, als ich das festgestellt habe. Zum neu zuschneiden war nicht mehr genug Stoff vorhanden, ich kaufe immer nur 90cm, das reicht wunderbar für so ein Top.




3 Burda Dirndl {Gast Post}

Letztes Jahr hat meine Mama so ein tolles Dirndl genäht, und ich hab sie natürlich sofort überredet es auf dem Blog zu zeigen! "Sofort" übersetzt sich hier übrigens zu "ein dreiviertel Jahr später", weil dann passts ja besser zur Jahreszeit...
Ich bin ganz motiviert von ihrem schönen Dirndl und irgendwann wird es auch eins für mich geben, denn ich finde die so toll. Blöd nur, dass hier in Südbaden so wenig Gelegenheiten zum Dirndl tragen aufkommen, sodass der Drang bisher noch nicht so groß war 😉

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Es passierte im Frühjahr vor einem Jahr. Wir waren zum Geburtstag eines lieben Freundes eingeladen, bei dem als Dresscode „Dirndl oder Tracht“ möglich war. Dirndl war seit fast 50 Jahren kein Thema mehr für mich gewesen. Als Kind hatte ich ein wunderschönes Dirndl, das ich auch gerne trug, aber als Erwachsenene …?

Bei dem Fest habe ich traumhafte Dirndl in allen möglichen Ausführungen gesehen und nach einem Besuch auf dem Canstatter Wasen war klar: gekaufte Dirndl passen oder gefallen mir nicht oder sie sind sündteuer – aber ich will so eines haben! Also, mit Ninas tatkräftiger Unterstützung ans Werk. Auch hier konnte ich wieder erfahren wie toll Bloggerinnen einander mit Tipps und Tutorials unterstützen. Die Videotutorials von La Bavarese waren Gold wert, das Schnittmuster für das Dirndl 150 von Burda schnell gekauft, zusammengeklebt und vorbereitet.




10 Jeans nähen: 10 Tipps

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Nach meinem Beitrag zur neusten selbst genähten Jeans letzte Woche hab ich wirklich viele Nachrichten und Kommentare von euch bekommen – Danke dafür! Aber leider haben ganz viele von euch mir geschrieben, dass sie gerne eine Jeans nähen würden, sich aber noch nicht trauen. Oder ihr habt sogar gefragt, ob ihr euch denn überhaupt trauen sollt. Meine Antwort zu dem Thema ist ganz klar: JA! Traut euch!

Es gibt nicht viele Sachen, die man beim Jeans nähen falsch machen kann und damit ihr das auch seht, hab ich euch mal die häufigsten "Fehler" zusammen geschrieben, die mir eingefallen sind, bzw die ich ALLE in meiner „Jeans-Karriere“, die nun immerhin schon 4 Stück (plus eine kurze Hose) zählt, gemacht habe. Damit will ich euch natürlich nicht entmutigen, sondern meine Erfahrungen mit euch teilen und euch zeigen, dass es nur ein paar kleiner Tipps und Tricks bedarf um zu einem tollen Ergebnis zu kommen.

Ich habe vorrangig Ginger Jeans genäht, sowie eine Maritime Shorts, die ähnlich wie Jeans genäht wird, aber die meisten Tipps lassen sich eins zu eins auf andere Schnittmuster übertragen. Und übrigens: Obwohl ich bei allen Jeans kleine Fehler gemacht habe, sind alle was geworden! Ohne Ausnahme kann ich alle Jeans tragen, die eine liebe ich etwas mehr als die andere, aber das ist ja bei gekauften Jeans genauso. Und das beste: mit jeder weiteren hab ich ein bisschen was dazugelernt. Das heißt, die einzige Art und Weise herauszufinden, ob das Jeans nähen was für euch ist, ist anzufangen. Und mit diesem Gedanken geht es nun auch direkt los:


Tipp Nr 1: Keine Angst vor den Arbeitsschritten haben.


Der erste und größte Fehler überhaupt: Viele haben Angst überhaupt erst anzufangen, und ich kann das verstehen, ging es mir schließlich genauso, wenn ich nur an den Reissverschluss gedacht habe. Aber da muss ich euch sagen: Ihr braucht keine Angst vor der Technik haben, die Arbeitsschritte sind wirklich nicht schwieriger als bei vielen anderen Kleidungsstücken oder Taschen. Ich hab zum Beispiel viel mehr Respekt vor einer Bluse, da die wichtigsten Stellen rund ums Gesicht sind, wo jeder hin schaut – bei einer Hose kann man im schlimmsten Fall einfach ein Shirt drüber ziehen, und keiner sieht den schief sitzenden Knopf oder den unperfekten Bund mehr.

Ich kann euch versprechen ihr werdet euch ab und zu am Kopf kratzen und 3 mal über die Anleitung lesen, vielleicht auch mal eine Naht trennen, aber am Schluss werdet ihr eine Jeans haben. Und der Reissverschluss ist übrigens auch keine Ausrede – der sieht von außen kompliziert aus, aber ein Schritt nach dem anderen und plötzlich ist er fertig.

https://vervliestundzugenaeht.blogspot.com/2018/07/ginger-capri-hose.html
Klick aufs Bild um zum Blogpost zur Capri Hose zu gelangen



21 Ginger Jeans in Schwarz

25% Stretch sind die magische Zutat für die perfekte Ginger Jeans - zumindest für mich!
Vor ein paar Monaten hab ich eine oliv-farbene Ginger Capri Hose genäht, ihr erinnert euch? Da hatte ich relativ stretchigen Stoff verwendet, ebenfalls mit 25%  (was übrigens bedeutet, dass sich 20 cm Stoff aus der Mitte des Stoffs
auf 25 cm dehnen lassen) und ich hab im Sommer praktisch in dieser Hose gelebt. Endlich eine High Waist Ginger, die super gut passt UND bequem ist. Meine Low Waist Version war etwas lockerer geschnitten, da war es auch mit nicht ganz so dehnbarem Stoff bequem, und ich trage die Hose echt häufig, aber auch da würde ich mir wünschen, ich hätte sie etwas skinnier machen können.
Nach dem Erfolg mit der Capri, hatte ich Hummeln im Hintern rauszufinden, ob ich das wiederholen kann. Wenn man einmal was richtig Gutes genäht hat, heißt das ja nicht unbedingt, dass es mit einem anderen Stoff genauso gut wird. Also hab ich versucht einen möglichst ähnlichen zu finden  - und dann hatte ich sogar einen im Stoffschrank! Bei Stoff und Stil hatte ich letztes Jahr, direkt nachdem mir meine erste High Waist Jeans zu eng war (die Beine sind inzwischen abgeschnitten und die Jeans zur Shorts umfunktioniert, weil sie an den Beinen einfach zu unbequem war), nach dehnbareren Stoffen gesucht, und auf gut Glück diesen Stretchtwill mit 5% Elasthan mitgenommen. Der hier ist der gleiche Stoff, nur in navy, meinen schwarzen (Art Nr 420405)  gibt es online gerade nicht.