7 Bohemian Summer in Bali

Dieses Kleid war wohl Schicksal. Als ich im März in Weil am Rhein beim Stoffmarkt war, ist mir dieser Stoff auf dem Coupon Tisch in die Hände gefallen. Die Farben und das Muster haben mich sofort dieses Kleid vor Augen sehen lassen und ich wusste: das passt doch perfekt zu unserem anstehenden Urlaub auf Bali im Mai. Stoff eingepackt - und dann zuhause rum liegen lassen. Da war ja noch der eher ungeplante Urlaub vor dem Urlaub in Dubai gewesen und ein paar andere unvorhergesehene Wochenendaktivitäten und schon wurde die Zeit knapp. Ich hab also in meinem Kopf aufgegeben, mein Motto dieses Jahr ist nämlich Entschleunigung und das beinhaltet auch spontanen, eher stressigen Nähplänen, auch bekannt als "fixe Ideen", nicht nachzugeben. Ich hab also versucht mit mir im Reinen zu sein, den Stoff nicht mehr anzuschauen und einfach zu akzeptieren, dass es doch kein Bali Kleid geben würde. Aber dann kam Bibi zu Besuch und ich hab tatsächlich das ganze Kleid an dem Wochenende vor dem Urlaub genäht, an dem ich a) insgesamt 6 Leute als Übernachtungsgäste hatte, b) eine Geburtstagsfeier zuhause geschmissen haben und c) meine Eltern zu Besuch waren. (Bitte denkt jetzt nicht ich war ein schlechter Gastgeber, haha. Ich bin nur gut im Pausen nutzen 😛).



15 Breathless Rock

Röcke findet man hier auf dem Blog nur wenig, letztes Jahr hab ich sogar mal einen für den Sommer genäht, den ich aber aus einem doofen Grund bisher nicht getragen habe: das Futter raschelt mir zu arg.
Dieses Jahr war mein erklärtes Ziel im Frühjahr endlich einen (tragbaren) Rock zu nähen, dieses Mal aus Viskosejersey und schön lautlos schwingend. Der Breathless Rock von Miss Rosi sah auf vielen Instagram Beispielen wirklich schön aus (insbesondere dieser hier). Es ist ein simpler Bahnenrock, der keinen ganzen Teller formt und das Ebook enthält noch ein Kleid und Top. Bei Tellerröcken finde ich ja so super, dass sie an der Hüfte/Taille gar nicht auftragen und dann auch noch die Oberschenkel kaschieren. Was gibts besseres?
Ich hätte mir ja eigentlich auch einen halben oder dreiviertel Tellerrock selbst konstruieren können, aber ich muss ehrlich sagen: ich war einfach zu faul dazu, denn welches x-tel vom Tellerrock ist jetzt das richtige für das, was ich mir vorgestellt habe? Die Nähbeispiele haben mich außerdem überzeugt und warum mir dann so viel Arbeit machen, wenn ich auch direkt mit Nähen anfangen könnte? Außerdem haben die Bahnenteile bestimmt einen guten Grund, sonst wäre es ja nur ein Tellerrock.




Den Nähprozess von den Rockteilen könnt ihr euch übrigens hier anschauen, ich hab nämlich (inzwischen schon Ewigkeiten her) als ich den Rock genäht habe ein Time-Lapse Video auf Instagram geteilt.


0 MeMadeMay 2018

Jeden Tag etwas selbst Gemachtes tragen und ein Foto davon machen - das ist die Challenge der sich Tausende Nähbegeisterte jedes Jahr im Mai auf Instagram stellen, beim sogenannten MeMadeMay. Schon die letzten Jahre hatte ich damit geliebäugelt teilzunehmen, es aber einfach zu stressig gefunden jeden Tag ein Foto von mir machen zu müssen und mich damit begnügt zuzugucken, zu kommentieren und "heimlich" ganz viel MeMade zu tragen. Das Teilen, Liken Kommentieren und Inspirieren in der Nähcommunity auf Instagram gehört natürlich dazu und der gemeinsame Austausch ist der beste Teil am #MeMadeMay2018 und dieses Mal wollte ich einfach komplett dabei sein. Abgesehen davon ist es natürlich genial zu sehen, was man eigentlich die letzten Jahre so alles kreiert hat und stolz darauf zu sein.
Skaterdress | Hose Jenna | Kelly Anorak und Delaribag 1
Knopfleistenshirt | Ginger Jeans | T-Shirt Frau Josy
Top Joy | Kaneel Lederjacke | Ginger Jeans und Delaribag 2








16 Blackwood Cardigan


Einen schlichten Cardigan zu nähen, dürfte ja nicht so schwierig sein, oder? Solange man keine Ansprüche hat, wie ich: Er soll natürlich mindestens genauso schön fallen, wie ein gekaufter. Er soll die Silhouette betonen und nicht wie an Sack an mir hängen („Boxy“ hab ich immer noch nicht für mich entdeckt). Er soll (natürlich) nicht selbst genäht aussehen – was bei Strickstoffen entsprechend schwierig ist, denn die industriell gefertigten Strickkanten kann man schwer nachmachen.

Aber es gibt ein Schnittmuster, dass all meine Ansprüche (schon fast über-) erfüllt: den Blackwood Cardigan von Helens Closet. Ich hab mir vor kurzem mal wieder vorgenommen, mich mehr von der Schwarmintelligenz leiten zu lassen: gibt es viele Nähbeispiele, die an vielen gut aussehen, dann bin ich motivierter es zu wagen (ok, lassen wir die Kaneel Lederjacke mal außen vor, da war genau das Gegenteil der Fall). Jedenfalls gibt es vom Blackwood Cardigan eine MENGE! In unterschiedlichsten Stoffen an unterschiedlichsten Figuren. Und eins haben sie alle gemeinsam: Es sieht einfach gut aus!





2 Kuscheldrache Ida {Gastpost}

Heute gibt’s mal etwas ganz Neues. Von jemand ganz Neuem, haha. Meine Mama hat euch ja schon ein paar Mal hier ihre Nähwerke gezeigt (hier geht’s zu allen Gastposts) und ihre Schwester steht ihr da in nichts nach: Susi hat diesen super süßen Drachen genäht und da wusste ich, es ist mal wieder Zeit für einen Gastpost, auch weil Kuscheltiere hier noch gar nicht vertreten sind.
Es ist echt super, wenn die ganze Familie Spaß am Nähen und Selbermachen hat, bei jedem Familientreffen kann man sich erstmal über die neu entstandenen Werke austauschen, das ist wirklich toll. Und nun übergebe ich an Susi und ihren süßen Gefährten.
 


Normalerweise stricke ich ja lieber. Ich habe leider kein so liebevoll ausgestattetes Nähzimmer wie Nina. Ja darauf bin ich schon etwas neidisch. Nicht weil ich es ihr nicht gönne, im Gegenteil! Aber so ein tolles Nähzimmer wäre auch was für mich. Ich muss die Maschine immer wieder abbauen, wenn wir essen wollen. Das Strickzeug legt man einfach zur Seite und gut ist. Im letzten Jahr sind so 5 Strickjacken entstanden. Für meine Schulter eindeutig zu viel. Sie streikt und schmerzt und der Arzt hat mir Strickverbot erteilt :-(. Da hab ich mich wieder daran erinnert, dass ich ja noch nähen kann :-).












5 GoPro Case

Manchmal bin ich echt unbelehrbar und lass mich von einem DIY, das ich mir in den Kopf gesetzt habe, nicht abbringen. Auch wenn mich 3 verschiedene Familienmitglieder versuchen davon zu überzeugen es nicht zu tun und stattdessen einfach zu kaufen. So auch vor kurzem, als ich mir vorgenommen habe für unsere neu erstandene GoPro Kamera ein Case für den Transport zu nähen.


Wir haben zusätzlich zur Kamera einiges Zubehör gekauft und schon als wir das erste Mal übers Wochenende unterwegs waren, hat es mich gestört, dass ich keinen Überblick hatte, ob alles dabei ist und dass die Kamera so ungeschützt rumlag. Außerdem hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, dass sie verloren geht, so klein wie sie ist.

Da hab ich mich erstmal informiert, was für Aufbewahrungsmöglichkeiten es gibt und klar, man kann da einiges kaufen, schicke Köfferchen mit perfekt ausgestanztem Formschaum. Ist aber vielleicht nicht ganz so aufgeteilt, wie man es sich vorstellt und ganz günstig ist es auch nicht. Klar, dass da vor meinem inneren Auge Barney erschien und verkündete: "Challenge accepted!". Ich hab mich schon das perfekte Case nähen sehen.


33 Kaneel Lederjacke

(Please scroll down for the english version of this post.) Falls ihr euch grade fragt, was ich auf diesen Fotos selbst genäht habe – ja, ich kanns auch immer noch kaum glauben – es ist tatsächlich die Lederjacke! (Und um genau zu sein, auch das graue Shirt...).Ich glaube, als ich vor ziemlich genau 4 Jahren angefangen habe Kleidung selbst zu nähen, hätte ich es wohl wirklich nicht für möglich gehalten, dass ich mal eine richtige Jacke, geschweige denn eine Lederjacke nähe. Jacken sind ein bisschen meine Leidenschaft (Parka, Jacke, Anorak), und bei den meisten habe ich euch erzählt, so schwer ist es gar nicht, auch Anfänger sollen sich ruhig mal dran probieren.
Hier werde ich das nicht so leichtfertig tun, denn dieses Mammutprojekt hat mich vor einige Herausforderungen gestellt. Und ich habe wirklich viel Mut gebraucht überhaupt erst anzufangen. Aber das Design der Jacke und die Tatsache, dass ich nun schon ein paar Sachen aus Leder genäht habe (Rucksack 1 und Rucksack 2) hat mich dann doch überzeugt. Ich will euch auch gar nicht den Mut nehmen, denn die Jacke ist absolut machbar. Man sollte nur vorher vielleicht schon eine Jacke genäht haben (die Jacke Joy kann ich sehr für das erste Mal empfehlen) und schonmal Leder unter der Nadel gehabt haben, aber das trifft ja zum Glück auf viele unter uns zu.


Ich werde gleich eintauchen in den aufregenden Nähprozess, den ich für alle Interessierten sehr ausführlich beschreibe, aber zuerst einmal die wichtigsten Infos.