4 Frau Josy mit Pailletten

Ein bisschen Bling-Bling aber nicht zu sehr – das ist genau meins. Deswegen haben mich die Pailletten wohl auch so angesprochen, die glitzern nämlich nicht wie die meisten. Sie sind einfach matt, aber sehen trotzdem ein bisschen schick aus. Ich hab sie mir so lange aufgespart, dass ich schon gar nicht mehr weiß, wo sie her sind. Macht aber nix, jetzt haben sie endlich ihren Auftritt. Ich hatte schon ziemlich Respekt davor, hab noch nie mit Pailletten genäht, weswegen ich mir gut überlegt habe, welches Schnittmuster sich dafür eignet. Es sollte eines sein, wo nicht allzu viel Paillettenstoff gebraucht wird – der ist nämlich relativ schwer. Ein Shirt aus dem kompletten Stoff und ich würde wohl aussehen wie in einem Kettenhemd. Und so schwer wie eine halbe Ritterrüstung wäre das gute Stück dann auch sicher.
Mir ist zum Glück sofort die Frau Josy von Fritzi und Schnittreif in den Sinn gekommen, denn die habe ich schon zweimal genäht (Version von 2016 und von 2017) und trage sie sehr gerne. Der Clou: Das Ärmelteil kann man wunderbar mit speziellem Stoff gestalten, denn es hat den Vorteil, dass man die Nahtzugabe nirgends umklappen muss, denn es hat keinen Saum. Die Ärmel sind mit einer Art Hochklappbündchen versehen, unter dem die versäuberte Kante des Paillettenstoffs perfekt verschwindet.






2 Macramee-Wandbehang & Ikea-Hack für Besta


Heute gibt es ein „Gesamtkunstwerk“ von mir und meinem Schatz: Er hat diesen coolen Schrank (einen richtigen Ikea-Hack 😉) gebaut und ich hab den Macramee-Wandbehang gemacht. Super, wenn man sich gegenseitig so schön ergänzen kann, oder?

Fangen wir erstmal mit dem Schrank an: Für unseren Flur wollte ich einen Ersatz für unseren alten Schubladenschrank, den wir zu Studentenzeiten mal geschenkt bekommen haben. Wir haben eine ganze Weile gesucht (er offline im Möbelgeschäft, ich online auf Pinterest und Instagram). Als ich diesen Beitrag von Gingered Things gefunden habe, wusste ich: sowas in der Art will ich auch. Ich mag ganz gerne geschlossene Schränke, das sieht immer so ordentlich aus, aber ein paar offene Ablagen finde ich auch sehr praktisch. Nur mit dem Holz hab ich ein bisschen gehadert: gutes Holz zu finden ohne gleich richtig viel Geld zu zahlen ist gar nicht so einfach. Umso erstaunter war ich, als wir bei toom auf ein Holz stießen, dessen Name mir jetzt partout nicht mehr einfallen will – der Name war ziemlich ungewöhnlich. Es ist auf jeden Fall richtig schön hell und war gar nicht teuer, 60 Euro für 2 große Stücke, die vor allem nicht aus mehreren Brettern zusammengeleimt sind. Wir haben es abgeschliffen, geölt und der Schatz hat alles montiert. Die Korpen sind von Ikea (Besta for the win!), die Griffe waren bei einem Ikea Pax von meinen Eltern übrig geblieben – die kann man leider nicht einzeln kaufen.





8 Blouson.jacke #2

Dieser Stoff hat es mir nicht leicht gemacht. Und zwar nicht jetzt vor Kurzem, sondern schon vor über zwei Jahren, als ich ihn das erste Mal vernäht habe. Ihr kennt das Ergebnis davon nicht, denn es war für die Tonne. Ich hab versucht einen gekauften Sweatblazer nachzunähen, was wirklich grandios in die Hose gegangen ist. Der Kragen fiel komisch, das Rückteil stand im 45 Grad Winkel (gefühlt) vom Rücken ab und alles war für die Katz. Aber das schlimmste war: ich hatte diesen wunderschönen Stoff angeschnitten, was ich lange vor mir hergeschoben habe. Die Reste hab ich natürlich aufgehoben, aber es war zu wenig für ein Erwachsenen-Teil. Und jetzt könnt ihr euch vielleicht vorstellen, wie ich mich gefreut habe, als ich genau diesen Stoff so viel später im gleichen Laden (Senci in Baden-Baden) erneut gefunden habe. Ich war überzeugt, dass so ein schöner Jacquard schon lange hätte ausverkauft sein müssen.
Ich hab also genug für eine Blousonjacke eingepackt, leider wusste ich nicht mehr genau, wieviel wirklich noch übrig war vom missglückten Projekt – es war mehr als ich dachte, jetzt hab ich wieder einiges daheim übrig. Die Blouson.jacke von Leni Pepunkt hatte ich ja schon im Dezember genäht (siehe hier) und war wirklich überrascht und begeistert wie gerne ich sie anziehe und ich wollte unbedingt noch eine.

Der Stoff schien mir perfekt dafür zu sein, denn die Rückseite ist uni und passt natürlich perfekt zur Vorderseite, Bündchen waren damit also schon gebongt. Tja, Jacquard verhält sich leider nicht wie Bündchen, was man daran merkt, dass der Kragen nicht ganz so schön anliegt wie bei der ersten mit richtigem Bündchenstoff. Auch das Bündchen am Saum hat nicht so viel Stretch und damit Spannkraft. Aber weils farblich so schön passt, machts mir nichts aus.




Einen passenden Reissverschluss zu finden war wie immer ein Krampf, der den ich hier gewählt habe, hat mir wegen dem dezenten Metall ganz gut gefallen, das weiß ist zwar weißer als im Stoff, aber man nimmt was man kriegen kann. Da der Stoff etwas steifer und dicker ist, als beim ersten Blouson musste ich die Jacke ein wenig enger nähen, damit sie nicht so flächig wirkt.


Es erstaunt mich jedesmal, wie unterschiedlich ein Schnittmuster ausfällt und auch am Körper wirkt, je nachdem aus welchem Stoff man es näht. So langsam sollte ichs ja mal gelernt haben. Aber das macht das Nähen ja auch spannend. Wäre ja langweilig, wenn immer alles gleich bliebe.


Ich bin übrigens gerne wieder bei #12ausdemStoffregal dabei, denn dieser Stoff gehört zwar nicht zu meinen allerersten Schätzen, aber einen Platz im Rat der Ältesten hat er sich auf jeden Fall verdient, musste er schließlich sogar zweimal schmoren, bis da was draus wurde.


Und da ich jetzt doch ein bisschen mehr nachgekauft habe, wie benötigt, bleibt der Platz auch erstmal erhalten. Aber das macht nichts, da fällt mir sicher noch ein für was der Rest verwendet werden kann!

Bis bald,
eure Nina

Verlinkt bei MeMadeMittwochSewLaLaAfterworkSewing, CreativeLovers



4 Kosmetiktasche Casey

Das Problem mit sehr steifem Wachstuch ist: es kann brechen und aufreißen. So geschehen bei meiner heißgeliebten Reise-Kosmetiktasche nach dem Schnittmuster Vicky, die ich euch vor Jahren schon gezeigt habe. Nun ist sie leider von uns gegangen, wegen akuten aufgebrochenen Ecken. Sie war wirklich toll, es hat super viel reingepasst, aber leider habe ich immer drin rumwühlen müssen, bis ich alles gefunden hatte. Und das, obwohl ich schon 4 Extra Innentäschchen eingebaut habe.


Es war also klar, dass ein praktischerer Ersatz her muss. Und was meint ihr, wie ich mich gefreut habe, als die Casey von Pattydoo heraus kam. Genau das, was ich mir vorgestellt hatte, und natürlich wie immer, mit praktischem Pattydoo Video.





4 Schmusetuch Hase häkeln

Bis Ostern dauert es zwar noch ein Weilchen, aber ich muss euch doch schon diesen süßen Hasen zeigen, den ich über den Verlauf des letzten halben Jahres gehäkelt habe. Keine Sorge, es dauert natürlich nicht so lange das Tierchen fertigzustellen, es war eher eine On/Off Beziehung. Mal hab ich richtig viel am Stück gemacht, dann lag es wieder eine Weile in der Ecke. Die Anleitung dafür ist aus dem Buch „Gehäkelte Schmusetücher“. Ich bin jetzt nicht unbedingt das Zielpublikum für ein Schmusetuch, aber irgendwie hatte ich einfach Lust drauf. Und irgendwann kommt die Gelegenheit das Häschen zu verschenken. Bis dahin ziert es noch das Regal in meinem Nähzimmer und ich freue mich immer, wenn ich den kleinen chillenden Hasen sehe.

Er war eigentlich super einfach zu häkeln, die Anleitung ist sehr gut, das einzige was mir etwas Schwierigkeiten bereitet hat, war das Gesicht. Ich hab die Schnurrhaare bestimmt 10 mal wieder aufgemacht, nachdem ich sie aufgestickt hatte, weil sie schief saßen, oder nicht ganz mittig. Auch für die Augen hab ich ein bisschen gebraucht. Es ist wichtig, dass man den richtigen Abstand wählt, sonst sieht der Hase leicht schielend aus.




2 Ada Mütze von Made&Worn

(Scroll down for the english version of this post)

Obwohl ich Mathematikerin bin, rechne ich nicht gerne. Schon gar nicht etwas, was ein Algorithmus für mich übernehmen könnte. Und genau deshalb bin ich so begeistert von den Strickmustern des englischen Labels Made & Worn. Zum Einen, weil man nicht mehr ausrechnen muss, wie sich das Strickmuster anhand der Körpermaße, dem gewählten Garn und der gewählten Nadelstärke mit der Maschenprobe verändert. Das übernimmt der Algorithmus, wenn man die Werte eingibt und man kann sich sicher sein, dass alles korrekt ist. Und zum Anderen weil man mithilfe der Website, wo das Strickmuster digital hinterlegt ist, stets die Anleitung für die nächste Reihe sieht und so niemals das Problem hat, dass man plötzlich nicht mehr weiß, in der wievielten Runde man sich jetzt eigentlich befindet.

Ich hab das Label schon vor einer Weile auf Instagram entdeckt und mich, als ich nach einem Mützenstrickmuster für meinen Schatz gesucht habe, wieder daran erinnert. Das Konzept das Strickmuster auf der Website zu hinterlegen und immer nur Reihe für Reihe vorzugehen, fand ich echt interessant und die super schöne Ada Mütze hat mich sowieso überzeugt. Das coolste dabei: Man kann aus richtig vielen verschiedenen Texturen wählen (ich hab mich für den Triangle Stocking Stitch entschieden), die Mütze online designen, dann auf der Website Schritt für Schritt den Kopfumfang und die Maße der Maschenprobe eingeben und man bekommt direkt die fertige Anleitung maßgeschneidert für Person und Wolle ausgespuckt. Hey, eine Sache weniger, die einem beim Stricken das Leben schwer macht. Und wie ihr seht, hat meine persönliche Anleitung für die Mütze perfekt funktioniert.






6 Geldbeutel Grete


Nach meinem letzten Geldbeutel hab ich mir geschworen: der nächste wird nicht wieder aus Stoff, auch wenn es noch so hübsch aussieht. Und schon gar kein heller Stoff. Wie gut, dass es hellen KORK-Stoff gibt. Das Material wollte ich schon die ganze Zeit mal ausprobieren war aber von dem Korkpinnwand-Look etwas abgeturnt. Als ich dieses rosa Exemplar aber gesehen habe, war es um mich geschehen. Ich weiß nicht, ob ich grade eine postpubertäre rosa Phase habe, aber irgendwie hat es mir die Farbe aktuell angetan. Konnte man ja auch schon letzte Woche an diesem flauschigen rosa Traum von einem Cardigan sehen, dessen Reste hier übrigens dekorativ im Bild liegen.

Und damit der Kleinmädchentraum perfekt wird, musste natürlich noch ein Schmetterling mit drauf. Wenn schon, denn schon! (Aber immerhin nur ein geometrischer Vertreter der Spezies, ein bisschen cool muss es ja schon bleiben. Und hey, wenigstens kein Einhorn!)