6 Bonn Shirt mit Schwalben

Wenn man immer wieder das gleiche näht, dann ist das doch echt der Beweis, dass man das perfekte Schnittmuster gefunden hat. Für mich ist das seit letztem Jahr das Bonn Shirt, das ich mal wieder mithilfe meines Tutorials ohne Ärmel genäht habe. Ich will euch gar nicht schon wieder mit meinen Monologen über die Wichtigkeit der richtigen Ärmelanpassung nerven, aber nur um es nochmal gesagt zu haben: Es ist wichtig, die Armausschnitte anzupassen, wenn man ein Kleidungsstück, das eigentlich Ärmel hat, ohne nähen will, vor allem bei Webware. Mehr dazu hier.
Auf jeden Fall hab ich diesen wunderschönen Schwalbenstoff bei  Decoline in Kollnau (#supportyourlocal 😉 ) gefunden und wusste direkt, wenn Bluse, dann nur das Bonn Shirt. Es ist einfach so easy zu nähen, passt perfekt und ich trage es so gerne im Sommer.
Ich hab eigentlich alles genau gleich gemacht, wie beim letzten Bonn Shirt, dem dunkelblauen mit den weißen Kreuzchen. Da hab ich mir zum Glück aufgeschrieben, was ich alles beim nächsten Mal anpassen will, und hab euch auch ein Freebie für die Taschen zum Download bereit gestellt, das ich direkt selber benutzt habe. Für den lässigen Look sind die Taschen echt unabdingbar, bei eleganteren Stoffen mag ichs lieber ohne, so wie hier bei meinem ersten Shirt. Ich hatte mir aufgeschrieben, beim nächsten Mal den Armausschnitt etwas tiefer zu setzen, weil der mir damals direkt nach dem ersten Mal tragen noch etwas eng vorkam. Inzwischen ist er bei dem blauen Shirt wohl etwas ausgeleiert, nicht viel, aber so, dass ich mir nicht erklären kann, warum ich das damals so aufgeschrieben hab. Aber, brav wie ich bin, hab ich mich natürlich dran gehalten, hab den Armausschnitt unter den Achseln etwas tiefer gelegt und freudig drauf los gelegt.



3 Stillpullover Lynn

Vor ziemlich genau 5 Jahren hab ich für meine liebe Freundin Sue den letzten Hoodie genäht – ebenfalls die Lynn, wie hier. Den trägt sie noch unglaublich gerne, wie ich erfreut feststellen durfte! Zur Geburt meines süßen Patenkindes hab ich ihr einen „Nähgutschein“ geschenkt, denn das Baby bekommt sowieso was, aber die Mami wird ja oft vergessen, also wollte ich lieber, dass sie sich selbst was aussuchen darf, für sich oder für das Baby. Und, da sie die letzte Lynn so gerne anzieht war die Idee auch schnell da: ein Stillpulli!

Ich muss sagen, ich war erst ein bisschen skeptisch, wie wir das aus dickem Sweat gut hinbekommen, eine erste Idee, bei der der Pulli an den Seitennähten wie ein Shirt offen sein sollte, haben wir wieder verworfen und sind am Ende doch bei der klassischen Hochklapp-Optik gelandet. Soll ja schließlich praktisch sein. Und kuschelig!

Der Stoff ist aus meinem Fundus, eigentlich sollte da mal ein kompletter Jogginganzug für den Schatz entstehen, aber nachdem wir aus der eiskalten Altbauwohnung ausgezogen waren, war der erstmal abgemeldet.

Aber die Bündchen haben mir schon beim Kauf des Stoffes Probleme gemacht. Wenn man Sweat auf dem Stoffmarkt kauft, kann man ja auch direkt schon nach passenden Bündchen schauen, braucht man bei Sweat ja eigentlich immer. Aber sogar auf dem Stoffmarkt hab ich nur vage passenden Jersey gefunden, den ich eben in Ermangelung von Alternativen (ich hab echt den ganzen Stoffmarkt abgesucht) mitgenommen habe.


0 Hunde-Bademantel

Ich habe einen Hundebademantel genäht. Auch ein Satz von dem ich nie vermutetet hätte, dass ihr in mal auf diesem Blog zu lesen bekommt. Unter anderem, weil ich nicht mal wusste, dass Hundebademäntel existieren. Ich wäre wohl auch ohne die 200 Hundeaccounts, denen ich auf Instagram folge, niemals auf die Idee gekommen. Aber irgendwann hab ich die Frage nach einem guten Hundebademantel gesehen und viele hilfreiche Kommentare dazu. Und ich hab festgestellt, dass das doch tatsächlich eine praktische Sache wäre. Wenn wir Yvie mal baden, rubbeln wir sie sehr lang trocken, aber danach ist sie immer ziemlich klamm für ne ganze Weile. Damit sie sich nicht erkältet wurde sie bisher von uns dann in eine Decke oder ein anderes Handtuch eingewickelt, aus dem sie sich natürlich prompt wieder befreit hat.

Diese Erfahrungen und die Tatsache, dass ich noch ein bisschen Frottee von meinem Bademantel übrig hatte (zu wenig für was Neues, aber zu viel um es wegzuwerfen) haben nun zu diesem Wunderwerk der Schneiderskunst geführt: tadaaa, der Hundebademantel.

Die Basis ist natürlich mein kostenloses Schnittmuster Hundemantel Yvie, das ich aber ein bisschen angepasst habe. Ich hab Größe M genäht, aber sehr großzügig am Saum und an den Kanten ein paar Zentimeter dazugegeben. Bei der ersten Anprobe hab ich dann aber festgestellt, dass es doch etwas wenig war (das kleine Viech wächst einfach hartnäckig weiter...).



4 Babyset Pippa

Ich bin Patentante geworden 👶💗! Und natürlich muss das mit einem kleinen Geschenk gefeiert werden. Ich muss ehrlich sagen, ich hab mich ein bisschen schwer getan, da ich noch nie was für ein Baby genäht habe – shocking eigentlich, nach über 7 Jahren Nähblog... Aber gut, ich hab mich auf die Schwarmintelligenz der Nähcommunity verlassen und erstmal eine narrensichere Babypumphose und ein Halstuch genäht, das Babyset Pippy von Pattydoo. Nun ja, nicht unbedingt spannend für euch, aber das ist mir wie immer egal, denn das ist schließlich mein Nähtagebuch hier, ihr dürft nur netterweise mitlesen, haha.



1 Hundegeschirr aus Softshell

Die Zeiten für warme Hundemäntelchen sind glücklicherweise so gut wie vorbei. Aber neue Jahreszeit, gleiches Problem – gekaufte Sachen passen einfach nicht so gut. Also hab ich ein gekauftes Geschirr als Grundlage genommen und ein eigenes Schnittmuster daraus erstellt. Das hat natürlich nicht auf Anhieb perfekt funktioniert, aber die beiden Geschirre, die bisher entstanden sind, sind trotzdem sehr gut nutzbar und werden weiterhin verbessert. Beim ersten Geschirr (das blaue, Bilder siehe weiter unten) hab ich die letzten Restchen des Regenmantels verwendet und wollte einfach mal ausprobieren. Ich hab nicht mal (ganz untypisch für mich) eine Zwischenanprobe gemacht. 

Deswegen ist das blaue auch einen Ticken eng an der Brust geworden (gut, dass sich Softshell aber dehnt) und die Flügelchen sind so kurz, dass sie nicht mehr überlappen können. Bei dem rosa Geschirr wollte ich dann einige Fehler ausbessern, war aber etwas übermotiviert, sodass das ein bisschen groß geworden ist. Aber zum Glück sind beide trotz der paar Kleinigkeiten sehr gut nutzbar geworden und Lust ein drittes zu nähen hab ich auf jeden Fall. Genug Softshell ist auch noch da, dank dem großzügigen Restepaket, das mir meine Freundin Bibi geschickt hat. 

Ich hab für das Geschirr ein Seitenteil und ein Brustteil entworfen, und habe es einmal aus Softshell und einmal aus Sweat als Futter zugeschnitten. Nachdem die Teile an der Schulter bzw Seitennaht zusammen genäht sind, wird das Klettband auf den Flügelchen festgenäht (damit man die Naht später nicht sieht). 



19 Blouson.jacke #3

Ein bisschen Zeit ist vergangen seit meinen ersten beiden Blouson.jacken (#1 und #2), und ich muss sagen, die beiden sind wohl die mit Abstand am häufigsten getragenen Kleidungsstücke (im Winter). Ich hab mir also schon länger eine weitere gewünscht, einfach für mehr Abwechslung. Aber mangels Stoffshopping-Möglichkeiten (ich vermeide ja Stoff online zu kaufen, wo es nur geht) hab ich das erst mal aufgeschoben. 

Bis mir dann ein (vermeintlicher) Stoff-Fehlkauf in die Finger fiel. Der gemusterte Jacquard One Love von Milliblus, der damals im Designheft zu einem superlangen Maxicardigan vernäht war. Den hab ich vor ein paar Jahren völlig begeistert ohne wirklichen Plan (aber definitiv kein Maxicardigan!) gekauft. Und als er dann zuhause lag war mir das Muster plötzlich zu grell und ich war irgendwie total abgeschreckt.

 Hab mich echt geärgert, denn die anderthalb Meter waren nicht günstig und mir ist sonst einfach kein wirklicher Verwendungszweck eingefallen. Also lag er ungeliebt rum, und ich hab oft überlegt, ob ich ihn verkaufen oder verschenken soll - bis es, wie so oft, wenn man nur lang genug geduldig wartet, Klick gemacht hat. Und innerhalb von einem Urlaubstag hatte ich plötzlich eine neue Blouson.jacke, die ich wie ihre beiden Vorgänger super gerne trage! Inzwischen mag ich das Muster vor allem in Verbindung mit dem neutralen Schwarz des Bündchens auch wieder sehr gerne und erinnere mich, warum ich am Anfang so begeistert davon war.



11 Hoodie Faye mit Taschen {Schnittmuster-Hack}

Wenn das erste, was du für dich selber nach einem dreiviertel Jahr nähst ein Oversize Kuschelpulli ist, dann weißt du, dass der Homeoffice Alltag dich voll im Griff hat 🙈. Aber ne, Spaß beiseite, dieser Pulli war schon lange geplant, die Stoffe warten schließlich schon seit dem Hoodie Luke, den ich für meinem Mann genäht habe, auf ihren Einsatz. Aber ich kann natürlich nicht verleugnen, dass ich in letzter Zeit doch öfter zu meinen flauschigen Oberteilen (oder denen meines Mannes) gegriffen habe, besonders bei den zuletzt sehr abwechslungsreichen Temperaturen. Und es ist natürlich auch von Vorteil, dass Sweat schon mehr als nur ein paar Runden in der Waschmaschine drehen kann, wenn die dreckigen Hundepfoten mal wieder ihre Spuren hinterlassen. Also mehr als genug gute Gründe den Hoodie endlich anzugehen. Und dass die liebe Ina von Pattydoo genau in diesem Moment ihren drölfzigsten Hoodieschnitt veröffentlich hat, hat dann den Ausschlag gegeben.

Wer sich noch an meinen Blogpost zum Hoodie Luke erinnert (ich nicht, musste nachlesen), damals hab ich erklärt, ich würde gerne eine Jacke nähen, weil ich, wie ein Kleinkind, nicht gerne dicke Oberteile über den Kopf ziehe. Aber ich hab schon lange aufgegeben einen passenden Reissverschluss zu finden, und war daher wieder zum ursprünglichen Plan Hoodie zurückgekehrt. Allerdings war ich von den Farben her beim Zuschnitt etwas eingeschränkt, grau hatte ich kaum noch was übrig, rot dafür noch eine ganze Menge. Daher war ich ganz erfreut, dass es für die Faye sehr gut reicht, bei der Nelly (ebenfalls von Pattydoo und zuerst in der engeren Auswahl) wäre das nicht der Fall gewesen.