2 Hundemantel Yvie in Pink

Es ist soweit, die kalten Tage sind da und der Hund muss eingepackt werden. Natürlich ist die kleine Yvie schon längst wieder aus ihrem letzten Mäntelchen rausgewachsen, weswegen die nächste (vielleicht ihre finale?) Größe her muss. Mit ihren inzwischen 15 Monaten wird wahrscheinlich wachstumstechnisch nicht mehr viel passieren, sodass die Hoffnung da ist, dass dieses Mäntelchen (nach meinem kostenlosen Schnittmuster) uns den ganzen Winter begleiten wird. Ich muss auch sagen, dass ich jedes Mal gute Laune kriege, wenn ich sie darin einpacke, das knallige Pink gegen das Novembergrau funktioniert schon echt gut!

Ich hab dieses Mal übrigens eine Zwischengröße zwischen M und L genäht, denn L war unserer zierlichen Kleinen doch ein bisschen zu groß. Im Endeffekt ist es M geworden, aber mit sehr viel Nahtzugabe an den Seiten, und mehr Platz am Bruch im Vorderteil und größeren Armausschnitten. Den Rücken hab ich so verlängert, dass ein 35 cm Reissverschluss reingepasst hat. Ihre Maße sind inzwischen übrigens ...

Da es nur 2 Schnittteile sind ist das Anpassen echt super einfach, es ist nur wichtig, dass man einen ähnlich dehnbaren Stoff für den Innenstoff verwendet, wie für Außen und den Reissverschluss einmal kurz einheftet vor der Anprobe. Zum Nähen selber brauche ich inzwischen wirklich nicht mehr viel erzählen, in den letzten 4 Beiträgen (Mantel XS, Mantel S, Mantel M und Bademantel) inklusive natürlich dem super ausführlichen Tutorial hab ich euch alles mitgeteilt, was es zu diesem Schnittmuster wohl zu sagen gibt. Ich hab aber noch ein paar Fragen dazu bekommen, deswegen schreib ich dazu ein bisschen was:



Eine häufige Frage, die ich bekomme: Kann ich für das Schnittmuster eine Lizenz zum gewerblichen Nähen kaufen?


Nein, es wird keine Lizenz für das gewerbliche Nähen dieses Mäntelchens zu kaufen geben. Das liegt vor allem daran, dass ich selber nicht gewerblich arbeite, ich verdiene keinen Cent mit diesem Blog, es gibt keine Werbung, alle meine Tutorials und Schnittmuster sind kostenlos, da ich das alles nur zum Spaß mache. Mit einer Gewerblichkeit, in die ich dann wohl zwangsläufig rutschen würde, wenn ich anfangen würde Lizenzen zu verkaufen, käme eine Menge Arbeit auf mich zu, und die Schnittmuster müssten auch deutlich professioneller erstellt worden sein.



Ich teste zwar alles, was ich hier veröffentliche ausgiebig, und bekomme bisher nur gutes Feedback, aber ich bin keine Schnittdirectrice. Abgesehen davon gibt es schon genug andere kleine Anbieter, die tolle Hundemäntel nähen, denen ich keine Kundschaft wegnehmen möchte. Und alle können jede Menge Mäntel für ihre Hund und die Hunde von Freunden nähen und das ist doch auch schön.



Eine weitere beliebte Frage: Aus welchen Stoffen kann ich das Mäntelchen nähen?


Da würde ich sagen, alles was mindestens ein bisschen Stretchanteil hat, wie Softshell, Fleece oder Sweat geht gut. Bei nichtdehnbaren Stoffen wie Regenmantelstoff oder Ähnliches hab ich noch keine Erfahrungen, da würde ich mit sehr großzügiger Nahtzugabe arbeiten um eventuell mehr Spiel zu haben und die Armlöcher sollten auch etwas größer machen, damit nichts reibt.



Nächste Frage, die mich so oder ähnlich schon erreicht hat: Ich kann den Hund für den ich nähen will nicht ausmessen, der Mantel soll eine Überraschung sein. Welche Größe soll ich nähen?


Das finde ich extrem schwer zu beantworten, da würde ich zumindest eine heimliche Anprobe des Innenfutters inklusive eingeheftetem Reissverschluss empfehlen, denn es wäre ja super schade, wenn der Mantel hinterher nicht passt. Es findet sich zwar bestimmt immer ein anderer Hund (Obdachlosenhilfsvereine suchen häufig vor dem Winter!), dem er dann passt, aber ist ja trotzdem schade um das Geschenk.



So, wenn ihr noch mehr Fragen habt, immer her damit und ich freue mich auch immer sehr über Fotos von euren selbst genähten Hundemänteln. Benutzt gerne auch den Hashtag #hundemantelyvie, falls ihr was auf Social Media postet. In meinem Instagram Highlight bzw im Tutorial verlinke ich alle Fotos, die mich erreichen.



Ich wünsche euch einen kuscheligen Winter und verabschiede mich in eine längere Pause. Ich bin aber immer für Fragen erreichbar, also schreibt mir gerne einen Kommentar.

Übrigens, ab diesem Jahr wird es auch keine Sewing Oscars mehr geben, danke nochmal an alle, die die letzten 5 Jahre so motiviert mitgemacht haben!

Bis bald,
eure Nina

Verlinkt bei HandmadeOnTuesdayCreativeLovers, DvD

10 Powersports Bra Bikini mit Wellenmuster

Vor 2 Jahren hatte ich eine große Bikini-Nähphase, hab mir 3 Bikinis genäht, einen Sport-Bikini und 2 Bikinis zum Relaxen. Alle liebe ich heiß und innig und trage keine anderen mehr, aber ich hab natürlich Unterschiede festgestellt. Den Sportbikini hab ich aus Sportlycra (gemustert) und Tanzstoff genäht, den bunten Bikini aus Spoonflower Lycra. Der Sportbikini ist an dem Hosenbündchen etwas ausgeleiert und der gemusterte Stoff ist super stark ausgebleicht. Zum Glück einigermaßen gleichmäßig, sodass es nicht so sehr auffällt. Auch die Träger könnten etwas mehr Halt vertragen, denn wenn ich mit dem Kopf zuerst ins Wasser springe, rutscht er mir doch etwas zu sehr nach unten, weil die Träger zu dehnbar sind. Die Hose hält das glücklicherweise ganz gut aus. Aber das waren auf jeden Fall genug Gründe, dass ich für den diesjährigen Urlaub ins französische Jura motiviert war mir ein Upgrade zu nähen. Da der Bikini mit dem Spoonflower Stoff wirklich null komma null ausgebleicht ist, obwohl ich den wahrscheinlich sogar öfter getragen habe, war klar, dass ich für meinen neuen Powersportsbra Bikini wieder Spoonflower Lycra verwenden will. Was ich da nämlich so genial finde (keine Werbung, alles selbst gekauft wie immer), ist die Tatsache, dass nur gedruckt wird, was bestellt wird. Es gibt also keinen Überschuss.




Und natürlich die Riesenauswahl an Mustern und die Tatsache, dass man selber Designs hochladen kann. Nachteil ist natürlich der Preis von über 37,58 Euro pro Meter, wobei der wie man sieht auch gerechtfertigt ist, denn die Qualität kann sich sehen lassen. Und dieses Mal hab ich noch was (für mich) Neues ausprobiert, das sogenannte Fill-A-Yard System. Dabei kann man einen Yard (also 91cm) Stoff mit mehreren Designs befüllen und zahlt aber trotzdem nur den normalen Meterpreis. Da man bei Spoonflower keine Stoffmenge unter einem Meter kaufen kann (sonst würde sich wahrscheinlich der Druck nicht lohnen), ist das eine super Sache um trotzdem Stoffe kombinieren zu können ohne gleich 2 Meter Stoff kaufen zu müssen. So hab ich für beide Designs nur 34 Euro bezahlt und noch mehr als genug Stoff übrig für mindestens 2 weitere Bikinis. Notiz: das Fill-A-Yard System kann man nur mit selbst ausgesuchten Kombinationen füllen, wenn man eingeloggt ist, sonst werden einem nur vorgefertigte Kombinationen angezeigt.



Ich hab wie immer ewig gebraucht mich für einen Stoff zu entscheiden, denn die Fülle an Designs erschlägt mich jedes Mal und macht mich fast handlungsunfähig. Nachdem ich mir 20 Designs gespeichert habe, versucht habe mich von Ready-to-wear Bikinis inspirieren zu lassen und doch nichts gefunden habe, was mir so richtig gefiel, hab ich überlegt einfach nach einer Grundfarbe zu suchen. Also hab ich auf Türkis geklickt, denn Sommer und Türkis passen für mich super zusammen und so hab ich auf den ersten Blick dieses coole Wellendesign gefunden. Und mich einfach entschieden, ohne nochmal lange nachzudenken, denn sonst wäre das vor dem Urlaub sicher nix mehr geworden.

Dann gings noch darum einen passenden Unistoff zu finden. Spoonflower hat(te?) aber keine Unistoffe im Angebot, nur wenn Designer einfarbige Designs hochgeladen haben. Aber natürlich schwer zu finden und sicher zu sein, dass das dann wirklich passt. Bei meinem Design sind so viele Farben drin, da kann man schlecht falsch liegen, aber ich als kleiner Kontrollfreak wollte natürlich auf Nummer sicher gehen.



Was man da machen kann: Das Design auf dem PC speichern und mit einem Online Colorpicker den genauen Farbcode der Farbe, die man als Kombistoff haben möchte herausfinden. Dann kann man ein Bild mit dem Quadrat mit genau dieser Farbe erstellen, z.B. mit dem Windowsprogramm Paint, das Quadrat hochladen und auf den Stoff drucken lassen. Ich hab mit der Fill-a-yard Methode meinen Stoff horizontal geteilt und eine Hälfte mit dem Wellendesign und die andere in hellem Türkis bedrucken lassen.

Bevor ich mich für die Farbe des Kombistoff entscheiden konnte, hab ich aber erstmal digital rumprobiert, welche Farbe mir tatsächlich am besten gefallen würde. Ich hab mit Inkscape das Bikinischnittmuster mit den Designs gefüllt und mich dann für ein dunkles Blau entschieden.



Wie ihr seht ist es das aber nicht geworden, denn ich hab mich lieber „virtuell angezogen“, indem ich die Entwürfe auf ein Foto von meinem damaligen Powersportsbra Beitrag gelegt habe, damit ich sehen kann, wie die Farben auf meiner Haut wirken. Und da war klar, es wird doch helles türkis, denn das sieht gegen meine Hautton einfach besser aus.



Ich hab mich nie mit den verschiedenen Farbtypen (Winter, Sommer etc) beschäftigt, aber diese Methode hat echt gut funktioniert.



Zum Nähen selber brauche ich euch eigentlich nicht viel erzählen, denn die Hose habe ich genauso genäht wie die Hose des Blumen-Bikinis, nur den Zwickel, der im Schnittmuster (Victoria von Pattydoo) nicht vorgesehen ist, aber bei weißem Futterstoff möchte ich lieber nen Zwickel haben) hab ich ein kleines Stück verlängert (sieht man auf den Fotos nicht). Für die Hose habe ich an den Beinausschnitten 6mm Framilastic verwendet, am Bund 9mm und hab alles mit Bauschgarn im unteren Greifer geoverlockt, damit die Naht schön weich ist.

Für das Oberteil hab ich weißen Futterstoff verwendet, statt wie bei der ersten Version Tanzstoff, das hat leider als Nachteil mit sich gebracht, dass das Futter im Ausschnitt rauskrabbelt. Ich versteh es ehrlich gesagt nicht wirlich, vielleicht liegt es auch daran, dass der Spoonflowerlycra etwas fester ist als der andere Sportlycra und das durch die andere Dehnung passiert. Das ist tatsächlich das Einzige, was mir am Bikini nicht gefällt ansonsten bin ich super happy mit meiner neuen Sportvariante, die im Urlaub zum Glück auch häufig zum Einsatz kommen konnte!



Die Träger hab ich dieses Mal mit 9mm breitem Framilastic genäht, damit sie etwas mehr Halt geben und das hat super funktioniert. Noch ein Vorteil: die dünneren Träger der ersten Version haben sich schneller verdreht und das schöne Rückenmuster sah nicht mehr so gut aus. Die breiten Träger legen sich automatisch richtig hin, wenn man ihn anzieht.

Ach ja, das Anziehen... ist bei dieser Art Bikini etwas unangenehm, da er ja keinen Verschluss hat, muss man ihn über den Kopf ziehen. Auf der anderen Seite ist er nach dem Anziehkampf dann so bequem, dass ich darüber hinwegsehen kann.

In der Anleitung gibt es eine Variante, bei der man die Seitennähte am Futter offen lassen kann, und dann Einlagen reinschieben kann, für noch mehr Halt. Ich dachte ich probier das mal aus, hab schließlich den Cup von meinem Blumenbikini basierend auf dem Schnittmuster des Powersportsbra genäht. Also hab ich es offengelassen und dann mal einen Probecup, der noch von meinem damaligen Experimenten übrig war, reingeschoben.

Sah doof aus, denn der Stoff des Oberteils dehnt sich natürlich stark, während der Schaumstoff (Laminat) des Cups sich nicht dehnt. Man bekommt dann an der Seite einen kleinen Absatz wo der Cup aufhört. Ich hätte also den Cup zu den Seiten hin so verlängern müssen, dass der bündig mit den Seitennähten abschließt und das war mir dann doch zu viel Schaumstoff im Oberteil, auch wenn mans rausnehmen kann. Ich hab mir gedacht, kann ich später immer noch machen, und den gesamten Urlaub hab ichs nicht vermisst, also wirds auch wohl bei einem einlagenlosen Oberteil bleiben und ich nähe die Seitennähte noch zu, da bleibt man nämlich beim Anziehen gerne mit dem Finger drin hängen und reißt womöglich noch das Futter auf.

Aus dem Reststoff mache ich mir vielleicht noch ein passendes Jazzoberteil oder probiere mal ne neue Hosenvariante aus. Oder mein Patenkind bekommt nächstes Jahr einen süßen Badeanzug oder so, da fällt mir bestimmt was ein. 

Bis bald,
eure Nina

Verlinkt bei CreativeLovers, Du für Dich am Donnerstag, MeMadeMittwoch



3 Stoffwindel {kostenloses Schnittmuster}

Ich bin ja immer voll dabei, wenns ums Thema Plastikvermeidung geht, und als meine Freundin mich gefragt hat, ob ich für mein Patenkind Stoffwindeln nähen will, war ich sehr begeistert! Beziehungsweise begeistert und skeptisch, denn sowas hab ich noch nie gemacht und kannte mich dementsprechend natürlich gar nicht in der Thematik aus. Wie funktionieren Stoffwindeln denn? Wickelt man das Baby einfach so mittelalterstyle in ein paar Tücher ein? Ne natürlich nicht, das geht heutzutage super easy und hygienisch! Zum Glück hat sie sich mit der Hilfe ihrer Hebamme um das Aussuchen des „Systems“ gekümmert und ich musste nur meine Näh-Skills einbringen.

Sie hat sich für die sogenannte gDiaper entschieden, welche aus einer wiederverwendbaren auswaschbaren Plastikinnenwindel und kleinen Einlagen (ebenfalls waschbar oder wegwerfbar und kompostierbar für unterwegs) für in die Innenwindel besteht. Die Aussenwindel  kann man übrigens auch ganz normal kaufen, für alle die Lust auf Stoffwindeln haben, aber keine Lust oder Zeit zu nähen (keine Werbung, nix bezahlt hier, wie immer, aber meine Freundin ist sehr zufrieden mit dem System, das muss man ja auch erwähnen).

Der Plan war es mehrere Außenwindeln zu nähen, die Plastikinnenwindel kann man einzeln dazu kaufen, vor allem auf Ebay kommt man günstig an gebrauchte. Sie hat jeweils  Größe S und M gekauft und ich hab ein Schnittmuster dazu erstellt, das zu der Innenwindel passt. Das haben wir dann zusammen genäht. Wir haben eine richtige Produktionslinie gemacht, bei der sie alles zugeschnitten hat und ich gebügelt und genäht habe. So konnten wir in wenigen Stunden 5 Außenwindeln aus meinen ganzen Stoffresten nähen. Und ich könnte mich dran gewöhnen, jemand zu haben der mir alles zuschneidet und anreicht, haha.

Ja, und weil das alles sooooo einfach war und ich das Schnittmuster ja eh gemacht hab, stelle ich das natürlich kostenlos zur Verfügung, in der Hoffnung, dass noch jemand Lust hat den Plastikwindeln abzuschwören! Man kann die Windeln auch mit der ganz normalen Nähmaschine nähen, man braucht nicht mal eine Overlock dazu!



15 Top Rosalia {La Maison Victor}

Darf ich euch Rosalia vorstellen? Rosalia lebt ganz weit außerhalb meiner Komfortzone... Sie ist verspielt und romantisch und hat Rüschenärmel und keine Taille. Normalerweise nicht das Schnittmuster nach dem ich greifen würde, aber ich hatte nunmal seit über 4 Jahren diesen schönen Spitzenstoff rumliegen und null Verwendung dafür. Und als ich die neue (und letzte deutsche!) La Maison Victor Juli/Aug 21 durchgeblättert habe, hatte ich beim Anblick der Rosalia direkt meinen Spitzenstoff im Kopf.

Eigentlich ist es super einfach zu nähen, aber ich habs trotzdem hinbekommen gleich mehrere (Denk-)Fehler einzubauen. Erster Fehler: Ich hab die Saumzugabe an der falschen Seite des Rückteils eingezeichnet, weil das fast rechteckig ist...War zum Glück nicht super schlimm, denn das Oberteil ist ja eh recht weit, da hab ichs einfach umgedreht, etwas vom Bruch weggenommen und nochmal neu zugeschnitten.

Dann hab ich übersehen, bzw einfach nicht wirklich mit eingerechnet, dass im Rückenteil ein Gummiband eingezogen wird. Die erste Anprobe hat nämlich ergeben, dass das Ding viel zu groß ist. Ich hab motiviert an der Seitennaht enger genäht ohne dran zu denken, dass der Gummizug das ja beheben wird. Joa, jetzt ist mein Gummiband relativ kurz, die Raffung fast nicht existent und obenrum ist es ein bisschen eng.





4 Makramee Wandbehang in Steel

Ja, noch einer - aber dieses Mal nicht für mich sondern für die Wohnung meines Bruders und seiner Freundin. Die fand nämlich unseren Wandbehang (hier gezeigt) sehr schön. Und motiviert, wie ich nach dem Fertigstellen eines Projekts ja immer bin, hab ich ganz großspurig angekündigt: Such dir Garn aus, ich mach da mal was.



Verdrängt hab ich dabei wie immer, dass ich bei Projekten für andere immer etwas blockiert bin, weil ja alles ganz toll werden muss. Und dabei vergess ich dann aber auch immer, dass die Beschenkten sowieso alles toll finden, was ich für sie mache. Paradox...



6 Bonn Shirt mit Schwalben

Wenn man immer wieder das gleiche näht, dann ist das doch echt der Beweis, dass man das perfekte Schnittmuster gefunden hat. Für mich ist das seit letztem Jahr das Bonn Shirt, das ich mal wieder mithilfe meines Tutorials ohne Ärmel genäht habe. Ich will euch gar nicht schon wieder mit meinen Monologen über die Wichtigkeit der richtigen Ärmelanpassung nerven, aber nur um es nochmal gesagt zu haben: Es ist wichtig, die Armausschnitte anzupassen, wenn man ein Kleidungsstück, das eigentlich Ärmel hat, ohne nähen will, vor allem bei Webware. Mehr dazu hier.
Auf jeden Fall hab ich diesen wunderschönen Schwalbenstoff bei  Decoline in Kollnau (#supportyourlocal 😉 ) gefunden und wusste direkt, wenn Bluse, dann nur das Bonn Shirt. Es ist einfach so easy zu nähen, passt perfekt und ich trage es so gerne im Sommer.
Ich hab eigentlich alles genau gleich gemacht, wie beim letzten Bonn Shirt, dem dunkelblauen mit den weißen Kreuzchen. Da hab ich mir zum Glück aufgeschrieben, was ich alles beim nächsten Mal anpassen will, und hab euch auch ein Freebie für die Taschen zum Download bereit gestellt, das ich direkt selber benutzt habe. Für den lässigen Look sind die Taschen echt unabdingbar, bei eleganteren Stoffen mag ichs lieber ohne, so wie hier bei meinem ersten Shirt. Ich hatte mir aufgeschrieben, beim nächsten Mal den Armausschnitt etwas tiefer zu setzen, weil der mir damals direkt nach dem ersten Mal tragen noch etwas eng vorkam. Inzwischen ist er bei dem blauen Shirt wohl etwas ausgeleiert, nicht viel, aber so, dass ich mir nicht erklären kann, warum ich das damals so aufgeschrieben hab. Aber, brav wie ich bin, hab ich mich natürlich dran gehalten, hab den Armausschnitt unter den Achseln etwas tiefer gelegt und freudig drauf los gelegt.



3 Stillpullover Lynn

Vor ziemlich genau 5 Jahren hab ich für meine liebe Freundin Sue den letzten Hoodie genäht – ebenfalls die Lynn, wie hier. Den trägt sie noch unglaublich gerne, wie ich erfreut feststellen durfte! Zur Geburt meines süßen Patenkindes hab ich ihr einen „Nähgutschein“ geschenkt, denn das Baby bekommt sowieso was, aber die Mami wird ja oft vergessen, also wollte ich lieber, dass sie sich selbst was aussuchen darf, für sich oder für das Baby. Und, da sie die letzte Lynn so gerne anzieht war die Idee auch schnell da: ein Stillpulli!

Ich muss sagen, ich war erst ein bisschen skeptisch, wie wir das aus dickem Sweat gut hinbekommen, eine erste Idee, bei der der Pulli an den Seitennähten wie ein Shirt offen sein sollte, haben wir wieder verworfen und sind am Ende doch bei der klassischen Hochklapp-Optik gelandet. Soll ja schließlich praktisch sein. Und kuschelig!

Der Stoff ist aus meinem Fundus, eigentlich sollte da mal ein kompletter Jogginganzug für den Schatz entstehen, aber nachdem wir aus der eiskalten Altbauwohnung ausgezogen waren, war der erstmal abgemeldet.

Aber die Bündchen haben mir schon beim Kauf des Stoffes Probleme gemacht. Wenn man Sweat auf dem Stoffmarkt kauft, kann man ja auch direkt schon nach passenden Bündchen schauen, braucht man bei Sweat ja eigentlich immer. Aber sogar auf dem Stoffmarkt hab ich nur vage passenden Jersey gefunden, den ich eben in Ermangelung von Alternativen (ich hab echt den ganzen Stoffmarkt abgesucht) mitgenommen habe.