7 Rock Fiore von Closet Case Patterns

Ich glaube so schnell wie das Schnittmuster Fiore von Closet Case Patterns, hab ich noch nie ein Schnittmuster gekauft. Es ist Donnerstag Nachmittag Ende Juni und auf dem Weg nach Hause bekomme ich eine Mail: Die Rome Collection von Closet Case Patterns ist online. Auf den ersten Blick bin ich nicht wahnsinnig begeistert, alles sieht ziemlich oversize und boxy aus, was nicht unbedingt mein Style ist. Aber dann sehe ich den blauen Fiore Rock und es macht klick. Genau so ein Schnittmuster suche ich doch schon ewig. Ein simpler A-Linien Rock aus Webware mit einem nahtverdeckten Reissverschluss. Zuhause hab ich mir schnell die anderen Beispiele des Rocks angeschaut, aber leider hat Closet Case Patterns kein riesiges Probenähteam, weshalb die sich noch sehr in Grenzen gehalten haben. Trotzdem hab ich (fast) direkt auf Kaufen gedrückt. Vorher hab ich nochmal kurz geschluckt, denn 15 Euro für ein „einfaches“ Rock Schnittmuster sind doch relativ viel. Die anderen beiden Versionen, die ebenfalls enthalten sind, werde ich wahrscheinlich nie nähen, daher das kurze Zögern. Aber ich vertraue bei Closet Case Patterns einfach darauf, dass sie genau wissen, was sie tun und der Fall des Rocks und das Wissen, dass ich für meinen schönen teuren Blumenstoff von Stoffquelle sicher kein besseres Schnittmuster finden werde, haben mir dann doch den nötigen Schubs verpasst.





2 Sporthose Daily Routine #2 {Ottobre 5/2015}

Erstmal vielen Dank für die vielen lieben Kommentare zum Bikini letzte Woche! Und wie versprochen geht’s diese Woche direkt weiter mit der passenden Sporthose zum Sport-BH / Sport-Bikini. Glücklicherweise verbraucht ein Bikini nicht viel Stoff und ich hatte von meinem einen Meter Palmenlycra noch einiges übrig.
Weil es so mega viel Spaß gemacht hat, den Stoff zu vernähen, wollte ich gar nicht aufhören, und hab mich an den Schnitt Daily Routine aus der Ottobre erinnert, den ich 2015 schonmal genäht habe. Ganz hat es nicht für die Original-Hose gereicht, ich musste ziemlich puzzeln und konnte nur eine 3/4-Hose draus machen, aber das fand ich eh passender. Ich trage beim Sport im Fitnessstudio immer einer kurze Hose (auch im Winter, obwohl ich normalerweise so verfroren bin, aber schwitzen mit langer Hose geht einfach nicht), aber fürs Wandern hat mir noch eine „Zwischenhose“ gefehlt, etwas zwischen der dicken langen Daily Routine von 2015, die ich im Winter oft draußen anhabe und einer kurzen Sporthose für den Sommer. Außerdem musste ich Vorder- und Hinterhose verkehrt herum zuschneiden, das heißt einmal zeigen die Palmblätter nach unten, einmal nach oben. Aber ganz ehrlich, wem fällt das bei dem psychedelischen Muster überhaupt auf?





16 Power Sports Bra + Victoria = Sport-Bikini

Ich hatte meinen perfekten Bikini vor Augen. Ein Bikini, bei dem alles so schön hält, dass ich einen Köpfer in den See machen kann, ohne danach professionelle Tauchausrüstung zu brauchen um die Einzelteile meiner Badebekleidung wieder vom Grund zu fischen. Klar, kann man kaufen, nennt sich Sport-Bikini und sieht meistens echt langweilig aus. Am besten noch mit 3 Streifen an der Seite. Ugh.

Aber, wies manchmal so ist, wenn man ein gut gefülltes Stofflager hat (der coole Palmenlycra war mal ein spontan Onlinekauf von hier...), kommt die Inspiration von ganz alleine. Ok, ich hab ein bisschen nachgeholfen, indem ich mich mal wieder auf Instagram rumgetrieben habe und den richtigen Hashtags gefollowt habe. Und zwar erschien da plötzlich der Powersportsbra von Greenstyle Creations. Eigentlich ein Sport-BH Schnittmuster. Aber ich wusste direkt, das wird mein perfektes Bikinioberteil.

Ein bisschen Schiss hatte ich schon, ob das mit der Verarbeitung gut klappen wird, aber ich wusste auch, den Stoff kann ich eh für nix anderes verwenden, also los gehts.
Zuerst hab ich mich mal informiert, was ich überhaupt alles brauche. Davor hatte ich nämlich den meisten Bammel, dass ich nicht alle „Zutaten“ finden würde. Den schwarzen Badelycra für den Kontrast hab ich von Decoline, den gibts auch online und in vielen Farben und ich kann ihn sehr empfehlen. Er glänzt auf der rechten Seite allerdings ein bisschen, weil er auch unter die Rubrik Tanzstoff fällt, man könnte ihn aber auch einfach mit der linken Seite nach außen verarbeiten.





2 T-Shirt Valentina #2 {La Maison Victor}

Bei der letzten Valentina hab ich euch ja schon vorgeschwärmt, wie froh ich bin meinen perfekten lockeren T-Shirt Schnitt gefunden zu haben. Aber ob er wirklich was taugt, oder ob es doch nur ein Zufallstreffer war, weiß man ja erst, wenn mans nochmal versucht hat. Und jetzt kann ichs bestätigen, die Valentina ist mein Schnitt! Wenn ihr mehr Infos zum Schnittmuster, und meinen Änderungen (Ausschnitt!) haben möchtet, schaut doch einfach beim Blogpost von letztem Jahr vorbei.
Wirklich viel hab ich nämlich nicht zu erzählen, aber wegen der "Streifengang" und weil ich das Shirt so gerne mag, muss es natürlich hier verewigt werden.
Der Stoff ist vom Stoffmarkt, es gibt ihn noch in ganz vielen verschiedenen Farben und er ist eigentlich echt seltsam. Es ist ein Jersey, aber nicht suuuuper dehnbar sonder eher etwas fest, aber nicht sehr dick. Er hat einen leichten Flaum auf der rechten Seite und ist nicht komplett durchgefärbt. Aber super weich, fast schon samtig. Ich war auf jeden Fall erstmal begeistert, hab ihn mitgenommen und erst hinterher daran gedacht, was daraus werden soll. Da er nicht so dehnbar ist wollte ich auf Nummer sicher gehen und lieber etwas lockereres nähen, nicht dass am Schluss die Ärmel zu eng werden (...alles schonmal da gewesen...).
Bei Streifenstoffen ist es ja immer so eine Sache mit dem Ausschnittsbündchen: man muss gut gucken, dass nur eine Farbe auf dem Bündchen zu sehen ist (so wie ichs hier und hier gemacht habe). Oder man lässt es einfach von vorneherein und macht einen Ausschnitt "auf die feine Art", sodass man gar kein Bündchen sieht. So hab ichs hier gemacht und bin eigentlich ganz zufrieden. Es sind zwar leider ein paar senkrechte Zugfalten entstanden, aber ganz ehrlich, wer merkt das schon?
Trotzdem hab ich bei den Shirts da einfach den Ehrgeiz und hab schon so oft den Ausschnitt neu gemacht, wenns mir nicht gefallen hat.





2 Rock Sacré-Cœur

Wenn ein Schnittmuster angepriesen wird mit: „In nur einer Stunde fertig genäht“, dann lach ich nur innerlich und verdreifache die Zeit. Manchmal brauch ich alleine eine dreiviertel Stunde, bis ich einen Saum ordentlich genäht habe .
Aber, true story, für diesen Rock hab ich wirklich nur anderthalb Stunden gebraucht (und ja, die meiste Zeit ging fürs Säumen drauf, haha).
Es gibt ein kostenloses Tutorial für den Paperbag Waist Rock namens Sacré-Cœur auf der französischen Seite Les Coupons de Saint Pierre, aber keine Angst, Google Translator und die Bilder reichen aus um alles zu verstehen. Abgesehen davon, dass der Rock nicht nur super schnell fertig ist, ist er auch noch einfach zu nähen - absolut geeignet für komplette Anfänger. Die größte Herausforderung für mich war das Zuschneiden, da sich die Streifen beim Vorwaschen ziemlich verzogen haben. Wobei Zuschneiden da auch ordentlich übertrieben ist, man muss ja nur die Kanten oben und unten gerade abschneiden.

Zählt das jetzt eigentlich schon als Zero Waste Schnittmuster? Man hat ja schließlich so gut wie keinen Verschnitt, denn der Rock ist nur ein gerafftes Rechteck. Kann ich mir mal wieder selbst auf die Schulter klopfen: Stash abgebaut (die gewebte Viskose hab ich vor Jahren mal bei Stoff und Stil gekauft), kaum Müll produziert und ein hübsches Röckchen genäht. Nice!




13 Lady Topas aus Azulejos-Stoff

Inzwischen wisst ihr ja schon, dass ich luftige Sachen im Sommer bevorzuge. Im Winter darf es gerne mal eng anliegend sein (ich bilde mir ein das wäre wärmer), aber im Sommer: möglichst wenig Stoff-Haut-Kontakt. Luftiger Viskosejersey ist dafür natürlich perfekt. Diesen hübsch gemusterten Stoff, der an die portugiesischen Azulejo Fliesen angelehnt ist, habe ich im Frühjahr bei Karstadt (ArtNr: 004 2246116497114) gefunden und war direkt begeistert. Einziges Problem: Er ist hauchdünn. Leider gibt es ja eine „Mini“-Diskrepanz zwischen dem, was ich gerne trage und was ich gerne vernähe...hab ich euch ja schon beim letzten  MeMadeMittwoch erklärt, als ich euch meine neue Viskose Bluse vorgestellt habe.

Aber, Halleluja, ich hab das perfekte Schnittmuster für solche Stoffe gefunden: Die Lady Topas von Mialuna (ein für unser Online-Näh-Universum-Verhältnisse „uraltes“ Schnittmuster – ich hab es 2016 schonmal genäht und trage es immer noch so oft! ). Die Vorteile dieses Schnittmusters bei solchen federleichten Stoffe sind offensichtlich: Man muss sich nicht abmühen ans Shirt ein Bündchen zu nähen, das sich beim leichtesten Dehnen sowieso einrollt...und am Schluss bekommt man einen labbrigen oder zu sehr gerafften Ausschnitt. Bei der Lady Topas nimmt einem die Passe die ganze Arbeit ab, zum Glück. Einzig die Armausschnitte müssen eingefasst werden. Da die aber ziemlich grade sind, ist das nicht wirklich schwer.




8 Ein neues Nähzimmer


Ein neues Nähzimmer! Das hat sich meine Mama gewünscht, nachdem wir Kinder nun alle endgültig ausgezogen sind. Davor hatte sie ein nettes aber etwas ungemütliches Zimmer im Keller und ich hab ihr schon lange gesagt, warum nimmst du nicht eins der alten Kinderzimmer und gestaltest es als schönes Nähzimmer um? 

Es hat ein bisschen gedauert, aber nachdem ich ihr per 3D Zeichnung gezeigt habe, wie schön alles aussehen könnte, ging es dann doch ziemlich schnell. Ich hab die ganzen Möbel und den Grundriss des Zimmers mit dem Programm Sketchup maßstabsgetreu „nachgebaut“ und ihr ganz viele unterschiedliche Möglichkeiten gezeigt, wie wir die bestehenden und ein paar neue Möbel stellen könnten. Das war wirklich ausschlaggebend, denn oftmals fällt es ja nicht leicht ein schon lange bestehendes Zimmer "aufzulösen" und etwas völlig Neues damit zu machen. Es hat ein paar Anläufe gebraucht bis wir die perfekte Aufteilung gefunden hatten, dafür war es wirklich hilfreich, dass wir mit dem Programm die Möbel hin und her schieben konnten, bis alles am "richtigen" Platz stand. Das virtuelle Betreten des entstehenden Nähzimmers war wirklich cool, man bekommt sofort ein Raumgefühl. Dank der knöchelhohen Fensterbänke und der Heizkörper mussten wir beim Planen ein bisschen aufpassen, aber so wie es jetzt geworden ist, ist sie super zufrieden - und ich auch, muss ich doch bei Besuchen jetzt nicht mehr in den Keller um schnell was zu nähen, hehe.



Wir haben viele Ideen aus meinem Nähzimmer (ausführlicher Blogpost siehe hier) übernommen und ein paar Möbel upcyclen können.