0 Kissenhülle im Schachbrettmuster stricken {Tutorial}

Sobald es draußen ungemütlich und dunkel wird, steigt meine Motivation, mich mit Wolle, Nadeln und Wärmflasche in meiner Ecke auf dem Sofa einzukuscheln. So natürlich auch dieses Jahr. Ich hab also die Wollschublade aufgemacht und gesucht, was ich denn noch so an Resten habe. Und was schaut mich da an: ein halb fertiges Kissen, das ich vor 2(!) Jahren angefangen habe. Man glaubt es kaum, beide Seiten waren komplett fertig, und ich hab mich wohl nur nicht aufraffen können, die beiden Teile zusammen zu nähen. Sogar das Inlet lag schon bereit. Ziemlich bescheuert, aber so funktioniert das mit der Kreativität wohl. Manchmal ist man einfach blockiert und legt etwas zur Seite, nur um dann ein paar Wochen, Monate oder Jahre später endlich die letzten Schritte zu gehen. Und in diesem Fall hat das tatsächlich nur eine halbe Stunde gedauert. Tja, das schöne ist, dass ich das Kissen schon ganz vergessen hatte, und schwupps, hab ich ein neues Dekoteil, das auch noch unglaublich kuschelig ist.

Das Muster finde ich richtig cool, es erinnert ein bisschen an ein Schachbrett, oder auch ein bisschen, als hätte man den Stoff gewebt. Das Muster für das Kissen hab ich damals auf Pinterest oder irgendwo gesehen und da es wirklich nicht schwer ist - eigentlich ist es das perfekte Anfängerprojekt, da man rechte und linke Maschen üben kann - braucht man eigentlich keine Anleitung. Ich erzähl euch aber trotzdem mal, wie ich vorgegangen bin.


Anleitung 



8 Basic-Shirt Raphaela in Rot

Lieber Blog,
Ich habs schon wieder getan, obwohl ich mir vorgenommen habe, auch mal was Neues auszuprobieren und nicht immer beim Altbewährten zu bleiben. Aber ich konnte nicht anders, und bin doch wieder in alte Muster zurück gefallen. Ich hatte das Gefühl, dass ich einfach etwas Vertrautes brauche, etwas, womit ich mich auskenne, sodass ich die Schritte gefühlt blind gehen kann. Etwas bei dem ich mich nicht anstrengen, zweifeln, oder nachdenken muss, und weiß, dass ich am Ende happy sein werde.

Ihr wisst wovon ich rede, oder?
Jaaa, ich hab mal wieder ein Basic-Shirt genäht. Und wie oben schon erwähnt, eines mit dem ich mich gut auskenne, meine altbewährte Raphaela. Ich hab sie jetzt schon so oft genäht, dass sie hier auf dem Blog ihren eigenen Tag hat, mit dem ich alle Modelle auf einen Blick sehen kann.

Dieses Mal habe ich einen wunderschön roten Swafing Jersey namens Vanessa in der Farbe Burgundy vernäht. Ich hab ihn bei der Eröffnungsfeier von Stoffquelle im März gefunden und wollte eigentlich ein Jerseysommerkleid daraus nähen. Aber im Sommer war ich mit anderem beschäftigt (Hallo Bademode 😜), aber ich war so heiß darauf, diese coole Farbe zu tragen, dass ich mich dann doch für ein Shirt entschieden habe.
 

Und dafür hab ich auch echt Bedarf in meinem Kleiderschrank, vor allem für ein Shirt, das nicht meliert ist. Ich hab ja diesen schönen Blackwood Cardigan letztes Jahr genäht, und ich ziehe ihn leider nicht so oft an, wie ich gerne würde. Das liegt aber nicht daran, dass ich ihn nicht liebe (er ist sooo weich!), sondern an den Kombinationsmöglichkeiten.
 



1 Beissring und Kinderbett-Girlande häkeln {Tutorial}

Das nächste Baby im Freundeskreis ist im Anmarsch und nachdem der süße Hasen-Beissring, den ich letztes Jahr gehäkelt habe, sehr gut ankam, hatte ich Lust wieder einen zu verschenken. Er ist einfach schnell gemacht, und praktisch, denn man weiß, dass es passt, schließlich bekommt jedes Baby irgendwann Zähne und der Beissring ist wirklich praktisch beim Zahnen. Damits ein bisschen abwechslungsreicher wird, wollte ich ein neues Tier häkeln.

Erst war ein Bär geplant, aber als ich kleine Ohren gehäkelt habe, und an den Kopf gehalten habe, sah das irgendwie falsch aus. Wie ein Koala mit zu kleinen Ohren. Also hab ich den Kopf nochmal angepasst und die Ohren größer gehäkelt. Und schon ist aus dem normalen Bär ein Koalabär geworden.

Statt dem Schal wollte ich mich mal an was neuem Versuchen und dem Bärchen ein Halstuch machen. Das war gar nicht so einfach und ich hab etliche Versuche gebraucht, bis das Halstuch die richtigen Proportionen hatte. Zuerst wollte ich es auch einzeln häkeln und dann irgendwie hinter dem Rücken binden, aber das sah nie wirklich schön aus. Also hab ich das Halstuch um den schon angenähten Koalakopf herumgehäkelt, was ein bisschen fummelig ist, aber das beste Ergebnis geliefert hat. Unten in der Anleitung zeige ich euch ein paar Fotos davon.

Statt der Schnullerkette hab ich dieses Mal eine Girlande gemacht, die man über die Krippe oder den Kinderwagen hängen kann.



0 Bikini Nähtutorial: Korsagenstäbchen einnähen

Erstmal noch ein großes Dankeschön, für eure lieben Kommentare zum Badeanzug und zum Bikini! Es freut mich wirklich mega, dass ihr euch so fürs Badesachen Nähen interessiert und euch meine ausführlichen Beschreibungen nicht langweilen😉. Heute machen wirs kurz und kommen direkt zur Anleitung. Ich hab ja schon geschrieben, dass ich euch nochmal genauer zeigen will, wie ich das mit den Korsagenstäbchen gemacht habe, denn der Teil ist nicht in der Anleitung des Jazz Bikini enthalten.

Ohne die Stäbchen ist bei mir das Oberteil ziemlich eingeknickt, weswegen ich mir angeschaut habe, wie das bei meinem letzten gekauften Bikini ausgesehen hat und das einfach nachgemacht habe.

Anleitung



14 Jazz Bikini

Kann ich mal kurz festhalten, dass ich niemals geglaubt hätte, einen „richtigen“ Bikini zu nähen? Und schon gar nicht, dass der besser passen würde als jeder vergleichbare gekaufte? Mit meinem Sportbikini, den ich Anfang des Sommers genäht habe und der ja eigentlich „nur“ ein Sport-BH ist, war ich ja schon total happy. Den Badeanzug Bahama aus der La Maison Victor, den ich euch letzte Woche gezeigt habe, finde ich ja auch wirklich genial und war wieder sehr überrascht, dass das alles ziemlich reibungslos funktioniert hat. Aber jetzt bin ich echt völlig aus dem Häuschen. Nachdem genug Stoffreste vom Badeanzug übrig waren, hab ich mir gedacht, hab ja nix zu verlieren, probiere ich mal einen anderen Bikini aus. Einen, der aussieht, wie die, die ich immer im Laden gekauft habe, die aber eigentlich nie wirklich gut saßen. Immer nur so ok. Entweder hat er ohne Träger nicht richtig gehalten, oder es sah einfach nicht sehr vorteilhaft aus. Warum wollte ich also unbedingt so einen?
Abgesehen davon, dass ich die Art wirklich sehr schön finde (wenn er denn richtig sitzt), werde ich auch relativ schnell braun (ein Nachmittag im Schwimmbad, und ich hab schon Bikiniträgerstreifen) und achte immer darauf, dass ich ein Oberteil habe mit dem ich auch in der Sonne sein kann, ohne, dass man das sofort sieht. Bikinis mit mittigen Trägern (für den Halt und das Design), die man runterklappen kann (für die Sonne) waren also schon immer mein Beuteschema. Allerdings konnte ich mir unter Anderem deshalb nicht vorstellen einen Bikini zu nähen, weil ich noch nie so ein Schnittmuster gesehen habe. 


Auf Instagram (heiliger Gral meiner Schnittmustersuche) hab ich über den Hashtag #sewingswimwear das mir noch unbekannte australische Schnittmusterlabel Swimstylepatterns gefunden. Und da gibt es Massen an coolen Bikini und Badeanzug Schnittmustern.



15 Badeanzug Bahama {La Maison Victor}

Alle sind schon voll im Herbst-Modus, auf allen Blogs nur Fleecejacken, und ich komm jetzt mit nem Badeanzug an, 😄...Ich hätte euch meinen neuen Badeanzug sehr gerne schon vor Ende des Sommers gezeigt, aber wie das so ist, mit Last-Minute-Prä-Urlaub-Nähaktionen: er wurde natürlich nur so kurz vor knapp vor der Abreise Ende August fertig, dass an Fotos nicht mal zu denken war. Aber so ist es eigentlich besser, denn jetzt kann ich euch einen umfassenden Erfahrungsbericht geben - abgesehen davon, eigentlich trägt man doch das ganze Jahr über nen Badeanzug und irgendwo ist immer Sommer, oder?

Erstmal die Facts vorneweg: ich bin super zufrieden mit dem Badeanzug, er ist genau so geworden, wie ich ihn mir vorgestellt habe. Bisher hatte ich nur einen alten Sportbadeanzug zum Bahnenschwimmen und ins Wasser springen, der aber nicht sehr schick ist. Und seit ich im Sommer im Schwimmbad und an Freundinnen wieder mehr Badeanzüge gesehen habe, hat mich die Lust gepackt. Spätestens seit meinen Sportbikini und den Herren-Badehosen war mir klar, dass auch ein Badeanzug machbar sein muss. Passend dazu gab es in der La Maison Victor 4/2019 das Schnittmuster Bahama Badeanzug. Damit war ich sofort Feuer und Flamme für einen Badeanzug! Ich hab noch ein bisschen nach anderen Schnittmustern recherchiert, bin aber dann bei dem Bahama geblieben, denn mit La Maison Victor hatte ich schon viele gute Erfahrungen gemacht, gerade auch bei komplizierten Schnitten (Shorts, Jacke). Und der überlappende Ausschnitt und der geraffte Stoff an der Seite haben mir sehr gut gefallen.





13 Rock Fiore von Closet Case Patterns #2

Wenn etwas gut funktioniert, warum etwas ändern? Ich war so glücklich mit meinem neuesten Fiore Rock, dass ich nicht widerstehen konnte, und gleich nochmal einen genäht habe. Das war aber eher Zufall, denn der Stoff ist mir bei einem spontanen Karstadt-Besuch (bei dem wir auch den coolen Hosenstoff für die Louis Shorts von meinem Schatz gefunden haben) einfach so in die Hände gefallen. Es war nur noch ein Minirest auf dem Ballen - was mich nicht wundert, das tropische Muster finde ich super. Der Stoffrest (ArtNr.: 004 2246116988742) schien mir aber gerade noch so für den Fiore zu reichen.
Ganz so entspannt, wie der japanische Batist, den ich für den letzten Rock verwendet habe, ließ sich der Stoff leider nicht vernähen. Es ist eine Art Leinen-Polyester Mischung (vermute ich zumindest), der eigentlich echt praktisch ist. Er knittert gar nicht - trotz Leinen(look?), dafür verzieht er sich ohne Ende. Ich hab zugeschnitten und praktisch jedes Teil sah anders aus, als das entsprechende Schnittmusterteil. Beim Zusammennähen hab ich das auch echt gemerkt, ich hatte nämlich einen Versatz von 5 Zentimetern am Saum an der Seitennaht. Wahnsinn! Dabei wollte ich dieses Mal den Rock doch wirklich in Originallänge säumen. Das konnte ich knicken und hab die längstmögliche Stelle als Referenz rausgesucht und den Schatz wieder mit dem Rockabrunder ausgestattet. Das Ding hat sich wirklich rentiert.