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14 Hoodie Riley

Ich muss zugeben, ich zeig euch hier meistens nur meine schönen Nähergebnisse (macht euch mehr Spaß und mir auch). Es gibt aber doch einige UFOs (unfinished objects) versteckt in irgendwelchen Schubladen, schnell außer Sichtweite gebracht um nicht daran erinnert zu werden, dass ich eigentlich mal einen tollen Plan hatte, Stoff gekauft und motiviert gestartet habe. Nur um dann festzustellen, dass es a) doof aussieht, b) soviel zu groß ist, dass ich keine Lust habe es zu verkleinern, c) überhaupt nicht so funktioniert wie ich es mir vorgestellt habe oder d) der Stoff mir mysteriöserweise plötzlich nicht mehr gefällt. Oder eine Kombination aus allen vieren. Deswegen ist es manchmal einfach schön ein Schnittmuster rauszukramen bei dem man genau weiß, dass es passt, bzw was man ändern muss damit es passt (hier wie immer die Ärmel). Der Riley von Pattydoo war einer meiner ersten selbst genähte Kleidungsstücke und er überzeugt mich immer wieder. Als ich auf dem Stoffmarkt vor ein paar Wochen den melierten kuscheligen Sweat gefunden habe, ist mir sofort dieser Riley vor Augen geschwebt. Einfach, sportlich und mit ein paar Ziernähten. Ich musste auch einfach mal schauen was ich aus meiner Cover rausholen kann. Vor der Ärmelcovernaht hatte ich ein bisschen Bammel, aber dank meines neuen Taylors Ham (siehe hier) hab ich richtig gut gebügelt und es ging ganz einfach. Bisschen gruselig ist es trotzdem immer wieder von der falschen Seite her zu nähen... Die Kapuze hab ich nach meinem Tutorial für die ungefütterte Kapuze genäht und über die Flatlocknaht noch drüber gecovert. Sieht gut aus und ist stabiler als eine reine Flatlocknaht. Außerdem ist die Innenseite so hübsch und kuschelig!




9 Ein Riley für meine Oma

Heute darf ich euch einen besonderen Gast auf meiner Seite vorstellen: meine Oma! Ich bin mir ziemlich sicher, dass ein guter Anteil meiner Kreativgene auf ihre Kappe geht! Schon als Kind bin ich von ihr mit Pullis und Oberteilen bestrickt worden, und jede Menge Bastelnachmittage, die ich bei ihr verbracht habe, haben ihre Spuren hinterlassen.
Und so freut es mich umso mehr, dass ich jetzt auch Klamottentechnisch was zurück geben kann (bebastelt wurde sie ja schon oft genug von mir). Als sie im Herbst den Miro gesehen hatte, den ich genäht habe, ist sie sofort reingeschlüpft und hat verkündet: "So einen möchte ich auch!" Kein Problem, das freut mich sehr! Aber da nehmen wir doch lieber den Damenschnitt eines Hoodies, obwohl der Miro auch sehr cool an ihr aussah (trotz der 2 Nummern zu groß, sehr gangsta!). Und der Riley von Pattydoo passt mal wieder perfekt!



12 Kapuzenpulli Riley mit Sternchen

Ja ich weiß, das ist schon der vierte Riley...aber diesmal nicht für mich sondern für meine liebe Freundin Sue. Er steht ihr ausgezeichnet, oder?

Je mehr Rileys man näht, desto besser gelingen sie. Bei diesem bin ich echt neidisch und würde mir sofort den gleichen nochmal nähen, aber der wunderbar kuschelige Stoff im Laden ist aus. Also mal abwarten ob noch welcher nach kommt....Den Schnitt hab ich so gelassen wie er war, nur wie immer die Ärmel nach der Drehmethode vergrößert.


12 Eisblauer Riley Hoodie

Oje, ich habs schon wieder getan! Noch ein Riley...Aber das geht auch so fix und mit echter Gelinggarantie, so mag ich das. Lange hab ich mich ja nicht getraut Kleidung selbst zu nähen, weil es einfach keine Schnitte gab, von denen ich
a) dachte, dass ich das kann
b) dachte, dass sie gut aussehen und die dann am Schluss auch so aussahen, wie ich es mir vorgestellt hab. Aber der Riley erfreut mich ein ums andere Mal.
Der Sweat den ich benutzt habe, ist der selbe wie bei Riley Nummer 2, nur diesmal in Eisblau, der sich beim ersten Mal im Stoffladen noch scheu in einer Ecke versteckt hat, sodass ich ihn übersehen hab. Aber das ist mir zum Glück kein zweites Mal passiert. Der Blümchenstoff sieht alleine, oder wenn man ihn neben dunkelblauen Stoff hält echt langweilig aus, aber mit etwas peppigeren Farben kommt er richtig gut zur Geltung. Ich war ganz überrascht, was die Kombination ausmacht! Cool finde ich ja auch die megadicke Kordel, die gibt der Kapuze nämlich ein bisschen Stand. Und als hätte ich es gewusst, hab ich den Tunnel genau in der richtigen Breite genäht (obwohl ich die Kordel erst nach der Fertigstellung gekauft habe).


20 Riley Nummer 2

Ich hab euch schon vor 3 Wochen von meinem ersten Riley-Versuch berichtet.  Ich hab ja einiges gelernt und mir gesagt, beim nächsten wird alles besser. Der Vorsatz hat mich einiges an Nerven gekostet, aber Riley Nummer 2 ist tatsächlich besser geworden.
Zur Stoffauswahl: Diesmal hab ich einen dickeren Sweatshirtstoff genommen und Jersey für Bündchen und Innenfutter der Kapuze. Aber da kam dann auch schon der erste Haken: Andere Dicke, andere Dehnbarkeit. Also Pulli um die Schultern rum eine Nummer größer genäht und nach unten hin auslaufen lassen, damit es nicht zu sackig wird. Die Ärmel waren ja beim ersten schon etwas eng, was  zum Glück ausgeglichen wurde durch die starke Dehnbarkeit des grauen Sweats. Beim zweiten Riley musste ich also gut drauf achten, dass die Ärmel ordentlich passen. Also hab ich mich total professionell gefühlt, als ich mit der Drehmethode (Anleitung hab ich hier gemacht) die Ärmel um 1,5cm obenrum vergrößert habe. Tja von wegen professionell - Ärmel angenäht und geflucht. Immer noch zu schmal, aber am Unterarm. Nächster Versuch. Ärmel um 4 cm mit der Drehmethode vergrößert, angenäht und geflucht. Immer noch zu eng.


7 Drehmethode zur Vergrößerung von Ärmeln {Tutorial}


So, jetzt gibts hier noch auf Nachfrage eine kleine Anleitung: Die Drehmethode, für alle Menschen mit starken Oberarmen. Damit kann man ganz leicht mehr Raum für den Arm schaffen und dabei bleiben Armkugel, Ärmellänge und Armloch gleich.
Ich hab bei meinem schönen Riley Hoodie festgestellt wie hilfreich diese Methode ist. Ihr braucht dafür
  • den vom Schnittmuster abgepausten Ärmel auf Seidenpapier (NICHT akkurat ausgeschnitten)
  • eine Schere
  • Tesafilm
  • und am besten jemand der euch beim Festhalten hilft.

Ich hab einfach mal einen Quasiärmel auf normales Druckerpapier abgemalt (das sich natürlich nicht so gut zum falten eignet, deswegen steht das so komisch hoch. Bei Seidenpapier hat man das Problem nur minimal, auch weil mein Beispiel-Ärmel natürlich maximal was für eine Puppe werden könnte).
Im ersten Schritt malt ihr eine Querlinie, die unterhalb der Armkugel sitzt. Wahrscheinlich ist euer Ärmel nicht symmetrisch, dann sieht die Linie etwas schräger aus. Dazu malt ihr im 90 Grad Winkel eine Linie, die etwa oben in der Mitte der Armkugel beginnt und etwa in der Mitte unten endet.


22 Hoodie Riley


Ich bin total fasziniert - ich hab mich an Jersey getraut, und es war gar nicht so gruselig wie befürchtet! Ich wollte schon die ganze Zeit mal einen Hoodie nähen, aber hab mich vor einer ganzen Liste von Sachen gefürchtet, die ja alle so schwierig sind, oder schief gehen können. Man hört ja genug Horrorstories über dehnbaren Stoff und was alles passieren kann, wenn man es nicht richtig macht. Ich hab mich am meisten vor welligen Nähten gefürchtet. Die sind zwar nicht ganz ausgeblieben, aber nicht so tragisch für das erste (eigentlich) Probemodell. Inzwischen bin ich aber so happy damit, dass ich fast traurig bin, dass es hier viel zu warm ist um  einen Winterpulli anzuziehen ;-)
Aber der Reihe nach: Das Schnittmuster ist von Pattydoo und wenn man es mal endlich ausgedruckt hat und zusammengeklebt hat, kann es auch schon losgehen. Ich hab wie im Video erklärt mit den Schulternähten angefangen, und war so glücklich, dass die funktioniert haben, dass ich es gleich angezogen habe. Was mir den Kommentar eingebracht hat: "Warum nähst du dir eigentlich so eine Bleiweste, wie beim Zahnarzt?"