Jeans nähen: 10 Tipps

Nach meinem Beitrag zur neusten selbst genähten Jeans letzte Woche hab ich wirklich viele Nachrichten und Kommentare von euch bekommen – Danke dafür! Aber leider haben ganz viele von euch mir geschrieben, dass sie gerne eine Jeans nähen würden, sich aber noch nicht trauen. Oder ihr habt sogar gefragt, ob ihr euch denn überhaupt trauen sollt. Meine Antwort zu dem Thema ist ganz klar: JA! Traut euch!

Es gibt nicht viele Sachen, die man beim Jeans nähen falsch machen kann und damit ihr das auch seht, hab ich euch mal die häufigsten "Fehler" zusammen geschrieben, die mir eingefallen sind, bzw die ich ALLE in meiner „Jeans-Karriere“, die nun immerhin schon 4 Stück (plus eine kurze Hose) zählt, gemacht habe. Damit will ich euch natürlich nicht entmutigen, sondern meine Erfahrungen mit euch teilen und euch zeigen, dass es nur ein paar kleiner Tipps und Tricks bedarf um zu einem tollen Ergebnis zu kommen.

Ich habe vorrangig Ginger Jeans genäht, sowie eine Maritime Shorts, die ähnlich wie Jeans genäht wird, aber die meisten Tipps lassen sich eins zu eins auf andere Schnittmuster übertragen. Und übrigens: Obwohl ich bei allen Jeans kleine Fehler gemacht habe, sind alle was geworden! Ohne Ausnahme kann ich alle Jeans tragen, die eine liebe ich etwas mehr als die andere, aber das ist ja bei gekauften Jeans genauso. Und das beste: mit jeder weiteren hab ich ein bisschen was dazugelernt. Das heißt, die einzige Art und Weise herauszufinden, ob das Jeans nähen was für euch ist, ist anzufangen. Und mit diesem Gedanken geht es nun auch direkt los:


Tipp Nr 1: Keine Angst vor den Arbeitsschritten haben.


Der erste und größte Fehler überhaupt: Viele haben Angst überhaupt erst anzufangen, und ich kann das verstehen, ging es mir schließlich genauso, wenn ich nur an den Reissverschluss gedacht habe. Aber da muss ich euch sagen: Ihr braucht keine Angst vor der Technik haben, die Arbeitsschritte sind wirklich nicht schwieriger als bei vielen anderen Kleidungsstücken oder Taschen. Ich hab zum Beispiel viel mehr Respekt vor einer Bluse, da die wichtigsten Stellen rund ums Gesicht sind, wo jeder hin schaut – bei einer Hose kann man im schlimmsten Fall einfach ein Shirt drüber ziehen, und keiner sieht den schief sitzenden Knopf oder den unperfekten Bund mehr.

Ich kann euch versprechen ihr werdet euch ab und zu am Kopf kratzen und 3 mal über die Anleitung lesen, vielleicht auch mal eine Naht trennen, aber am Schluss werdet ihr eine Jeans haben. Und der Reissverschluss ist übrigens auch keine Ausrede – der sieht von außen kompliziert aus, aber ein Schritt nach dem anderen und plötzlich ist er fertig.

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Tipp Nr 2: Keine Angst vor den Anpassungen haben


Das war meine größte Angst vor der ersten Jeans und so lange hab ich vor mir selbst gerechtfertigt keine Jeans zu nähen, indem ich gesagt habe: „Ach, es ist ja schon so schwierig eine gut sitzende Jeans in einem Laden zu finden, da ist es sicher noch schwerer eine zu nähen“. Aber das stimmt so nicht.
Erstmal braucht es ein kurzes Plädoyer für die Ginger Jeans: das ist ein wahnsinnig tolles Schnittmuster. Das muss man einfach mal sagen. Ich hab es nun schon an den unterschiedlichsten Frauen gesehen, und immer sitzt es toll. Und dann gibt es ja noch die Tipps von Closet Case Patterns, in denen eigentlich alle Symptome und ihre Anpassungen ganz klar strukturiert beschrieben sind (sogar O- oder X-Beine!). Viele dieser Änderungen muss man nicht mal am Schnittmuster selbst durchführen, sondern kann mit ein bisschen mehr oder weniger Nahtzugabe an der richtigen Stelle schon super viel erreichen.

Und was besonders wichtig ist: Ob ein paar Falten mehr oder weniger da sind, fällt niemandem auf, wichtig ist nur, ob die Hose bequem ist und ob man sich darin gut fühlt. Für mich war es eine Offenbarung endlich Hosen zu haben, die am Rücken nicht immer abstehen, denn das ist mit meinem leichten Hohlkreuz eine wirkliche Herausforderung beim Hosen kaufen. Aber jetzt Schluss mit der Motivationsansprache und weiter geht’s mit etwas praxisbezogeneren Tips.

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Tipp Nr 3: Den richtigen Stoff auswählen



Ja, das ist jetzt so einfach gesagt, und glaubt mir, ich musste da auch durch Trial and Error lernen, aber was ich nun weiß ist: Überlegt zuerst, was für ein Art Hose ihr nähen wollt. Darf die Hose an den Beinen etwas lockerer sitzen? Dann ist auch ein Stoff mit weniger Dehnbarkeit geeignet (meiner Meinung nach sollte es immer mindestens 15% sein, denn ich mag es lieber, wenn man sich bequem hinhocken kann, ohne dass der Bund zu stark einschneidet oder die Blut in den Beinen in der Hocke abgedrückt wird). Bei meiner Blue Jeans, die ja eigentlich skinny werden sollte waren die 15% allerdings schon zu wenig, sodass ich sie abgeschnitten habe.

Die Dehnbarkeit, also den Stretchfaktor, bestimmt man übrigens indem man 20 cm Stoff in der Mitte des Stoffstücks nimmt, so weit dehnt wie möglich und dann die Länge des gedehnten Stoffs misst. Für 10 % dehnt sich der Stoff zum Beispiel von 20 auf 22 cm, für 25 % auf 25 cm. Die Formel ist ganz einfach:

x cm gedehnter Stoff / 20 cm ungedehnter Stoff - 1 = Prozentsatz der Dehnbarkeit
z.B. 25 cm / 20 cm - 1 = 0,25 = 25% Dehnbarkeit 

Der Stretchgehalt ist nicht zu verwechseln mit dem Elasthangehalt des Stoffes, der irgendwo zwischen 2% und 5% liegen sollte und nur angibt, wie sich der Stoff zusammensetzt. Die Dehnbarkeit selbst hängt aber noch von anderen Faktoren ab, wie zum Beispiel den restlichen „Zutaten“ des Stoffes und der Dicke. Für eine Skinny Jeans habe ich nun festgestellt, sollte der Stoff mindestens 25 % Dehnbarkeit haben, damit die Hose richtig schön eng anliegen kann, man sich aber trotzdem noch gut bewegen kann. Wenn ihr also vorher schon wisst, ob eure Hose eher Boyfriend, Slim oder doch richtig Skinny sein soll, ist es auch einfacher einen Stoff auszuwählen.

Übrigens: habt nicht den Anspruch, direkt eine Jeans zu nähe, die aussieht wie von der Stange. Probiert es doch zuerst mal mit einem einfarbigen Stoff. Klar, ich trage auch gerne ausgewaschene Blue Jeans und es gibt viele Tutorials und Videos, wie man sich selbst eine ausgewaschene oder destroyed Jeans machen kann. Für die allererste Jeans kann es aber vor Frustration bewahren erstmal einen "bunten" Stoff zu verwenden.
Ich für meinen Teil gebe mich grade aber auch damit zufrieden vorrangig "farbige" Jeans zu nähen, sprich aus Stoff, der Jeans-ähnlich ist, Twill zum Beispiel. Denn der muss nicht ausgewaschen sein, um gut auszusehen und gibt trotzdem das tolle Gefühl, selbst eine Hose genäht zu haben, die auch wirklich getragen wird.
Dass ich mich erstmal auf anderen Stoff, statt Denim beschränke, liegt übrigens auch daran, dass ich noch in keinem Laden und auf keinem Stoffmarkt einen Jeansstoff gefunden habe, der mir dehnbar genug war. (Die liebe Julia von Tüt hat aber vor kurzem über einen stretchigen Stoff von Stoff und Stil berichtet, der dem ein Ende setzen könnte.) Aber nichtsdestotrotz, auch gemusterte oder bunte Stoffe können zu tollen Hosen führen, ich wünsche mir grade zum Beispiel, dass ich einen coolen Blumenstoff finde, aus dem ich eine Frühlingshose für nächstes Jahr nähen kann.


Tipp Nr 4: Den Bund erst ganz am Ende zuschneiden


So, jetzt geht's endlich mit dem Nähen los. Bzw, erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Ich lege alle Teile erstmal auf Stoff aus - man braucht im Normalfall nur 1,50m bei einer Stoff Breite von mindestens 1,40m - und schneide alles zu, bis auf den Bund. Denn an dem Schnittteil kann sich nochmal was ändern, wenn man zum Beispiel Stoff an der hinteren Passennaht wegnimmt oder hinzufügt. Wenn dann die Hose bis auf den Bund fertig ist, schneide ich das Bundteil einmal zu, hefte es fest und schaue ob ich daran nochmal etwas ändern muss. Hier kann es nämlich gut sein, dass am Schnittteil selbst etwas verändert wird, wie man zum Beispiel auf dem Bild unten sehen kann, wo ich eine Hohlkreuzanpassung gemacht habe.
Erst wenn ich zufrieden bin wird auch das zweite (innere) Bundteil zugeschnitten. So kann man auch besser einschätzen ob das äußere Bundteil verstärkt werden muss. Hätte ich beide Bundteile von Anfang an zugeschnitten, und es hätte sich nochmal was geändert, wäre der Stoff verschwendet gewesen, oder im schlimmsten Fall keiner mehr übrig für eine weitere Version. Plant also am besten ein den Bund nicht doppelt, sondern vielleicht 3 oder 4 mal zuschneiden zu müssen.

Tipp Nr 5: Die Hosenbeine mit dem Lineal zuschneiden.


Wo wir grade beim Zuschneiden sind: Die Hosenbeine schneide ich mit Hilfe eines Patchworklineals zu. Nicht weil die Hosenbeine viereckig sind, sondern weil ich die Fadenlaufpfeile des Schnittmusters ganz genau parallel zur Webkante lege. Das verhindert, dass sich die Hosenbeine drehen. Mir ist das bei meinen ersten beiden Jeans passiert und dann bilden sich entweder Zugfalten quer übers Bein, oder die Innenbeinnaht wandert im Wadenbereich nach vorne.

Tipp Nr 6: Die Knipse auf Kniehöhe nicht übersehen


Die sich drehenden Beine können aber auch eine andere Ursache haben: Im Kniebereich gibt es an Vorder- und Hinterbein Knipse, die man ganz leicht übersehen kann, da sie mit der Kürzen/Verlängern Linie zusammenfallen. Hier ist es wichtig, dass das Hinterbein, das etwas kürzer ist, als das Vorderbein zwischen Schrittnaht und Knips leicht gedehnt angenäht wird.

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 Tipp Nr 7: Die Taschen Eingriffe sauber umbügeln


Nun hab ich noch einen „Beauty Tipp“ für euch. Das Spaßigste am Jeans nähen ist das bunte Futter, bei dem man völlig verrückte Stoffe einbauen kann, denn das bekommt von außen ja keiner mit. Oder sollte zumindest keiner. Denn wenn man beim Umbügeln der Eingriffstaschennähte nicht ordentlich bügelt, dann scheint das Taschenfutter oben an der Kante durch. Hier hab ich mir nun angewöhnt das Taschenfutter einfach mit einer etwas kürzeren Nahtzugabe zuzuschneiden und beim Umbügeln extra gut aufzupassen, dass das Futter nur innen zu sehen ist. Hier hab ich auch die Erfahrung gemacht, dass selbst wenn es bei der Hose im flachen Zustand auf dem Bügelbrett nicht so aussieht, als könnte man die Naht sehen, durch die Bewegung am Körper beim Laufen schiebt sich die Tasche schon mal vor und deshalb sollte der Außenstoff am Umbruch weiter nach innen gehen. Aber das sind nun wirklich "Luxusprobleme" und der Tipp ist nur nice to have ;-).

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Tipp Nr 8: Beinsäume mit einem dehnbaren Stich nähen


Bei allen meinen Jeans hab ich die gesamte Hose mit einem nicht dehnbaren Stich genäht, und das funktioniert auch wunderbar. Außer bei den Beinsäumen, insbesondere bei den schmalen Beinen. Die müssen ja über die Füße gezogen werden und Fuß plus Ferse ist meistens breiter als der Knöchel selber. Meistens ist deshalb die Hose unten auch relativ schmal, vor allem bei Skinny Jeans. Die Folge ist: die Naht platzt irgendwann beim Anziehen, wenn sie immer leicht gedehnt werden muss, beim Hose über die Füße ziehen. Deswegen nähe ich inzwischen alles mit einem nicht dehnbaren Stich, bis auf die Säume, da nehme ich zum Beispiel den 3fach Geradstich meiner normalen Nähmaschine.

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Tipp Nr 9: Einen passenden Reißverschluss verwenden


Zum Reissverschluss hab ich drei Tipps auf einmal. 
Verwendet auf jeden Fall einen Jeansreissverschluss, nicht irgendeinen Metallreissverschluss. Die meisten anderen aus Metall haben nämlich einen deutlich größeren Zipper, der dann den Hosenstall aufdrückt, egal wie ordentlich der genäht ist (so geschehen bei meiner Capri...).

Und wegen aktuellem Anlass: Nehmt einen guten Reissverschluss! Ich hab so einen Schreck bekommen, als am Wochenende ein Zähnchen aus dem Reissverschluss meiner schwarzen neuen Jeans gefallen ist und der Zipper plötzlich alleine nach oben gefahren ist, ohne den Reissverschluss dabei zu schließen. Ich hab zwar wie immer einen Markenreissverschluss verwendet, und das ist mir bisher noch nie passiert, aber die Momente, in denen ich mir ausgemalt habe, dass ich die halbe Hose wieder auftrennen muss, wünsche ich niemandem ;-). Im Endeffekt war es Glück im Unglück, wir haben den Zipper wieder eingefädelt bekommen, ironischerweise durch das Zähnchenloch. Das war ganz unten am Zipper, sodass ich da einfach quer drüber genäht habe, und der Reissverschluss jetzt einfach nur ein Stückchen kürzer ist. Reicht aber um sie anzuziehen.

Und der letzteTipp: Es ist egal wie lange der Reissverschluss ist. Er sollte die Mindestlänge haben, die im Ebook angegeben ist, aber falls diese Länge nicht vorhanden ist, nehmt einfach den nächstlängeren. Er wird sowieso einfach abgeschnitten (ohne Zähnchen abtrennen, yay!) und verschwindet im Bund

 

Tipp Nr 10: den Bund nach dem neuen Tutorial nähen


Und a propos Bund: Seit kurzem gibt es ein tolles Tutorial wie man den Bund der Ginger noch ordentlicher nähen kann. Dabei ist die offene Naht, die am Ende mit der Absteppnaht geschlossen wird nicht innen am Übergang zur Hose, sondern oben am Bund. Schaut euch einfach das Tutorial an und glaubt mir, es ist einfacher und wird ordentlicher. Hier auf dem Bild seht ihr oben den "neuen" Bund und unten den alten.

 

Bonus Tipp: Heften und Staystitchen

 

Das muss ich euch jetzt doch noch ans Herz legen: Ich hefte super viel beim Jeans nähen. Es dauert zwar ein bisschen und das Auftrennen ist ätzend, aber nichts ist besser, als vor dem finalen Zusammennähen schon sicher sein zu können, dass alles passt.
Nachdem die Front zusammengenäht ist, inklusive Reissverschluss, hefte ich die Passe an die Hinterbeine, nähe die Schrittnaht am Hinterteil, nähe mit kleinem Stich oben an der Passe in der Nahtzugabe entlang, damit sich beim vielen An- und Ausziehen die Schnittteile nicht verziehen und hefte Hinterbeine und Vorderbeine zusammen.

Damit wird erst mal getestet, wieviel Nahtzugabe benötigt wird (ist ja zum Glück 1.6 cm schon enthalten und man hat viel Spiel) und ob sich zum Beispiel die Schrittnaht (wegen Falten) oder die Mittelnaht am Hintern (wegen Abstehen) nochmal ändert oder andere Anpassungen gemacht werden müssen.

Außerdem kann man schonmal die hinteren Taschen drauf pinnen um zu schauen, ob der Sitz gut ist. Ein halber Zentimeter kann hier nämlich viel ausmachen. Da hilft auch der Blick einer zweiten Person, der Vergleich mit gekauften Jeans und am besten ein paar Fotos von der angezogenen Jeans mit dran gehefteten Taschen. (Nach dem Jeans nähen muss ich immer dran denken die Popobilder wieder von meinem Handy löschen, haha).

Denkt außerdem daran: Heftnähte, die mit einem deutlich größeren Stich genäht sind (bei mir 6 mm), sind minimal dehnbarer als normale Nähte. Wenn die Hose also mit Heftstich schon eng sitzt, kann es sein, dass sie fertig zusammen genäht noch einen Ticken enger ist.




Jetzt habt ihr wirklich viele Tipps und Erfahrungen von mir und es bleibt nur noch die Anleitung genau zu lesen und in den grandiosen Sew Along von Closet Case Patterns zur Ginger Jeans zu schauen, egal ob ihr eine Ginger Jeans oder eine andere Jeans näht.

Ich denke das waren genug Jeans Nähtipps um euch die Angst ein bisschen zu nehmen. Und falls nicht, dann schreibt mir gerne mit euren Fragen!

Bis bald,
eure Nina

Verlinkt bei CreadienstagHandmadeOnTuesday, Dienstagsdinge

Kommentare:

  1. Hallo Nina,
    danke für den Beitrag, ich glaube ich probiere demnächst die Ginger Jeans auch mal. Wie machst du das mit kleineren Änderungen die du an der gehfeteten Hose vornimmst (z.B. weniger NZG an einigen Stellen etc.) Schreibst du dir das nur auf oder zeichnest du das direkt im Schnittmuster ein?
    VG
    Patricia

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    1. Hallo Patricia,
      Meistens näh ich an der gehefteten Hose solange rum, bis ich zufrieden bin. Dann zeichne ich mit Frixion Stift direkt auf dem Stoff ein, welches die beste Naht ist und nähe die mit kleinem Stich als endgültige Naht. Bei dunklem Stoff trenne ich die Heftnaht und stecke mir gleichzeitig Nadeln damit ich weiß wo ich danach nähen muss. Am Schnittmuster selber ändere ich eigentlich nichts (bis auf beim Bund, da zeichnet man sich ja ein neues Schnittteil), da ich bei jeder Hose von neuem anpasse, kommt schließlich stark auf den Stoff an. Aber keine Sorge, alle halb so wild!
      Liebe Grüße und viel Erfolg, Nina

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  2. Das hast du sehr schön zusammengefasst!

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  3. Hallo Nina
    Da kann ich dir nur zustimmen. Eine einigermassen passende Hose zu nähen ist wirklich nicht so kompliziert. Ich habe z.B. kaum eine Kaufhose bei der ich nicht den Bund anpasse... Aber man hat höhere Ansprüche, wenn man es selbst macht. Liebe Grüsse Alexandra

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  4. Ich gehöre auch zu der Fraktion, die „Angst“ vor den Anpassungen hat. Ich habe aber schon ein paar Kinderhosen genäht und daher noch einen Tipp für das Taschenfutter: Wenn du die Nahtzugabe am Tascheneingriff erst ans Futter heftest (auch Untersteppnaht oder flachsteppen genannt) und anschließend alles zusammen absteppst, bleibt das Futter garantiert innen. Von innen sind dann allerdings 2 Nähte sichtbar.

    Danke für deine schöne Zusammenfassung, irgendwann trau ich mich dann vielleicht auch mal :)

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  5. So wundervolle Tips aber diese Anleitung ist doch in Englisch.... Ich befürchte, dass ich da davorsitze und nix verstehe... hach...
    LG; Kati

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    1. Also wie schon zu Beginn beschrieben, du musst nicht die Ginger nähen, es gibt viele andere tolle Jeansschnittmuster. Die Skinny Jeans von Sewera ist auf deutsch und spricht mich ebenfalls sehr an, da hab ich tolle Beispiele an MississBibi gesehen, schau malhier
      Und abgesehen davon, kannst du ja mal den Sewalong anschauen (Klick hier), zwar auch auf Englisch, aber mit so vielen Bildern! Der lässt sich eh auf alles Jeans nähen übertragen, das haben mir auch schon einige berichtet.
      Und zum Glück wird Google Translator auch immer besser ;-)
      Trau dich ;-) Du wirst es nicht bereuen.
      Liebe Grüße, Nina

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    2. Danke Nina für deine motivierenden Worte! Tatsächlich lässt mich die Idee des Jeansnähens nicht los. So schwer kanns ja nicht sein, immerhin hab ich mir schon eine Winterjacke genäht... Die Skinny Jeans bei MississBibi sieht auch sehr gut aus, danke für diesen Tip!! Und auch dein Tip zur Elastiziät des Stoffes ist echt gold wert, ich hatte bislang immer nur auf den Elasthananteil geschaut.
      Liebe Grüße, Kati

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  6. Vielen Dank für die tollen Tipps!
    Ich habe mich bisher noch nicht ans Jeans nähen gewagt, aber mit deinen Tipps im Hinterkopf steht dem jetzt nichts mehr im Weg :)

    Lieben Gruß
    Sarah

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  7. An das Taschenfutter mache ich immer einen Besatz aus Oberstoff. Das geht auch gut und macht die Kante stabiler. Einen schönen motivierenden Beitrag hast du da geschrieben! Viele Grüße Regina

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