2 Beissring und Kinderbett-Girlande häkeln {Tutorial}

Das nächste Baby im Freundeskreis ist im Anmarsch und nachdem der süße Hasen-Beissring, den ich letztes Jahr gehäkelt habe, sehr gut ankam, hatte ich Lust wieder einen zu verschenken. Er ist einfach schnell gemacht, und praktisch, denn man weiß, dass es passt, schließlich bekommt jedes Baby irgendwann Zähne und der Beissring ist wirklich praktisch beim Zahnen. Damits ein bisschen abwechslungsreicher wird, wollte ich ein neues Tier häkeln.

Erst war ein Bär geplant, aber als ich kleine Ohren gehäkelt habe, und an den Kopf gehalten habe, sah das irgendwie falsch aus. Wie ein Koala mit zu kleinen Ohren. Also hab ich den Kopf nochmal angepasst und die Ohren größer gehäkelt. Und schon ist aus dem normalen Bär ein Koalabär geworden.

Statt dem Schal wollte ich mich mal an was neuem Versuchen und dem Bärchen ein Halstuch machen. Das war gar nicht so einfach und ich hab etliche Versuche gebraucht, bis das Halstuch die richtigen Proportionen hatte. Zuerst wollte ich es auch einzeln häkeln und dann irgendwie hinter dem Rücken binden, aber das sah nie wirklich schön aus. Also hab ich das Halstuch um den schon angenähten Koalakopf herumgehäkelt, was ein bisschen fummelig ist, aber das beste Ergebnis geliefert hat. Unten in der Anleitung zeige ich euch ein paar Fotos davon.

Statt der Schnullerkette hab ich dieses Mal eine Girlande gemacht, die man über die Krippe oder den Kinderwagen hängen kann.



0 Bikini Nähtutorial: Korsagenstäbchen einnähen

Erstmal noch ein großes Dankeschön, für eure lieben Kommentare zum Badeanzug und zum Bikini! Es freut mich wirklich mega, dass ihr euch so fürs Badesachen Nähen interessiert und euch meine ausführlichen Beschreibungen nicht langweilen😉. Heute machen wirs kurz und kommen direkt zur Anleitung. Ich hab ja schon geschrieben, dass ich euch nochmal genauer zeigen will, wie ich das mit den Korsagenstäbchen gemacht habe, denn der Teil ist nicht in der Anleitung des Jazz Bikini enthalten.

Ohne die Stäbchen ist bei mir das Oberteil ziemlich eingeknickt, weswegen ich mir angeschaut habe, wie das bei meinem letzten gekauften Bikini ausgesehen hat und das einfach nachgemacht habe.

Anleitung



19 Jazz Bikini

Kann ich mal kurz festhalten, dass ich niemals geglaubt hätte, einen „richtigen“ Bikini zu nähen? Und schon gar nicht, dass der besser passen würde als jeder vergleichbare gekaufte? Mit meinem Sportbikini, den ich Anfang des Sommers genäht habe und der ja eigentlich „nur“ ein Sport-BH ist, war ich ja schon total happy. Den Badeanzug Bahama aus der La Maison Victor, den ich euch letzte Woche gezeigt habe, finde ich ja auch wirklich genial und war wieder sehr überrascht, dass das alles ziemlich reibungslos funktioniert hat. Aber jetzt bin ich echt völlig aus dem Häuschen. Nachdem genug Stoffreste vom Badeanzug übrig waren, hab ich mir gedacht, hab ja nix zu verlieren, probiere ich mal einen anderen Bikini aus. Einen, der aussieht, wie die, die ich immer im Laden gekauft habe, die aber eigentlich nie wirklich gut saßen. Immer nur so ok. Entweder hat er ohne Träger nicht richtig gehalten, oder es sah einfach nicht sehr vorteilhaft aus. Warum wollte ich also unbedingt so einen?
Abgesehen davon, dass ich die Art wirklich sehr schön finde (wenn er denn richtig sitzt), werde ich auch relativ schnell braun (ein Nachmittag im Schwimmbad, und ich hab schon Bikiniträgerstreifen) und achte immer darauf, dass ich ein Oberteil habe mit dem ich auch in der Sonne sein kann, ohne, dass man das sofort sieht. Bikinis mit mittigen Trägern (für den Halt und das Design), die man runterklappen kann (für die Sonne) waren also schon immer mein Beuteschema. Allerdings konnte ich mir unter Anderem deshalb nicht vorstellen einen Bikini zu nähen, weil ich noch nie so ein Schnittmuster gesehen habe. 


Auf Instagram (heiliger Gral meiner Schnittmustersuche) hab ich über den Hashtag #sewingswimwear das mir noch unbekannte australische Schnittmusterlabel Swimstylepatterns gefunden. Und da gibt es Massen an coolen Bikini und Badeanzug Schnittmustern.



18 Badeanzug Bahama {La Maison Victor}

Alle sind schon voll im Herbst-Modus, auf allen Blogs nur Fleecejacken, und ich komm jetzt mit nem Badeanzug an, 😄...Ich hätte euch meinen neuen Badeanzug sehr gerne schon vor Ende des Sommers gezeigt, aber wie das so ist, mit Last-Minute-Prä-Urlaub-Nähaktionen: er wurde natürlich nur so kurz vor knapp vor der Abreise Ende August fertig, dass an Fotos nicht mal zu denken war. Aber so ist es eigentlich besser, denn jetzt kann ich euch einen umfassenden Erfahrungsbericht geben - abgesehen davon, eigentlich trägt man doch das ganze Jahr über nen Badeanzug und irgendwo ist immer Sommer, oder?

Erstmal die Facts vorneweg: ich bin super zufrieden mit dem Badeanzug, er ist genau so geworden, wie ich ihn mir vorgestellt habe. Bisher hatte ich nur einen alten Sportbadeanzug zum Bahnenschwimmen und ins Wasser springen, der aber nicht sehr schick ist. Und seit ich im Sommer im Schwimmbad und an Freundinnen wieder mehr Badeanzüge gesehen habe, hat mich die Lust gepackt. Spätestens seit meinen Sportbikini und den Herren-Badehosen war mir klar, dass auch ein Badeanzug machbar sein muss. Passend dazu gab es in der La Maison Victor 4/2019 das Schnittmuster Bahama Badeanzug. Damit war ich sofort Feuer und Flamme für einen Badeanzug! Ich hab noch ein bisschen nach anderen Schnittmustern recherchiert, bin aber dann bei dem Bahama geblieben, denn mit La Maison Victor hatte ich schon viele gute Erfahrungen gemacht, gerade auch bei komplizierten Schnitten (Shorts, Jacke). Und der überlappende Ausschnitt und der geraffte Stoff an der Seite haben mir sehr gut gefallen.





13 Rock Fiore von Closet Case Patterns #2

Wenn etwas gut funktioniert, warum etwas ändern? Ich war so glücklich mit meinem neuesten Fiore Rock, dass ich nicht widerstehen konnte, und gleich nochmal einen genäht habe. Das war aber eher Zufall, denn der Stoff ist mir bei einem spontanen Karstadt-Besuch (bei dem wir auch den coolen Hosenstoff für die Louis Shorts von meinem Schatz gefunden haben) einfach so in die Hände gefallen. Es war nur noch ein Minirest auf dem Ballen - was mich nicht wundert, das tropische Muster finde ich super. Der Stoffrest (ArtNr.: 004 2246116988742) schien mir aber gerade noch so für den Fiore zu reichen.
Ganz so entspannt, wie der japanische Batist, den ich für den letzten Rock verwendet habe, ließ sich der Stoff leider nicht vernähen. Es ist eine Art Leinen-Polyester Mischung (vermute ich zumindest), der eigentlich echt praktisch ist. Er knittert gar nicht - trotz Leinen(look?), dafür verzieht er sich ohne Ende. Ich hab zugeschnitten und praktisch jedes Teil sah anders aus, als das entsprechende Schnittmusterteil. Beim Zusammennähen hab ich das auch echt gemerkt, ich hatte nämlich einen Versatz von 5 Zentimetern am Saum an der Seitennaht. Wahnsinn! Dabei wollte ich dieses Mal den Rock doch wirklich in Originallänge säumen. Das konnte ich knicken und hab die längstmögliche Stelle als Referenz rausgesucht und den Schatz wieder mit dem Rockabrunder ausgestattet. Das Ding hat sich wirklich rentiert.


 


4 Herren Badehose

Der Sommer 2019 steht bei mir wirklich unter dem Motto Bademode. Hätte ich ja niemals gedacht, als ich ganz unbedarft ein bisschen Lycra im Frühjahr gekauft habe. Mein erster Bikini ist ja ein grandioser Erfolg - ich hab nicht damit gerechnet wie gerne ich ihn anziehen würde. Ich hab diese Saison noch so gut wie gar nicht zu meinen gekauften Bikinis gegriffen. Die werden eh bald aussortiert, so ausgeleiert und ausgeblichen wie sie sind. A propos aussortieren: Bis vor kurzem hat der Schatz unter seiner Boardshorts eine furchtbar fadenscheinige Speedo Badehose als Art „Badeunterwäsche“ getragen. Man hat die nie an ihm gesehen, denn die richtige Badehose war ja drüber. Aber da wir jetzt bald in Urlaub gehen und in Frankreich in vielen Pools keine weiten Badehosen erlaubt sind, und besagte Badehose beinahe auseinander fällt, musste dringend eine neue her.

Ich hab kurzerhand die alte Badehose auseinander geschnitten und den Schnitt davon kopiert. Ohne auseinanderschnippeln hat das Schnittmuster abnehmen tatsächlich noch nie bei mir funktioniert, schon gar nicht bei dehnbaren Stoffen. Ich hatte aber auch tatsächlich keine andere Wahl, denn es gibt zwar einige gute Männerunterhosenschnitte (z.B. hier kostenlos von MDO&B Design), aber keinen einzigen für eine eng anliegende Badehose. Wichtig dabei ist natürlich, dass es keine 3 senkrechten Nähte im Vorderteil gibt, denn das sieht bei einer Badehose dann doch etwas seltsam aus. Also gings ans schnippeln, schade um die alte Badehose war es ja tatsächlich nicht.





10 Shorts Louis {La Maison Victor}

Ich hatte schon die ganze Zeit Lust mal eine Hose für meinen Schatz zu nähen (hab ich mir deutlich einfacher vorgestellt, wie eine Hose für Frauen zu nähen, haben ja nicht so viel Kurven, die Herren ;-) ) und war dementsprechend happy, als in der La Maison Victor von Mai/Juni ein sehr ansprechendes Schnittmuster namens Louis drin war. Mir hat der Schnitt wirklich sehr gut gefallen, mit den angeschnittenen Taschen und dem umgeschlagenen Saum (hier ein paar Beispiel auf Instagram). Einzig die hinteren Taschen waren nicht nach unserem Geschmack (ja, der Schatz wurde natürlich mit in die Planung einbezogen), deswegen habe ich sie etwas abgeändert, aber dazu später mehr.

Was dann natürlich noch gefehlt hat, war der passende Hosenstoff. Ich hab bei jedem Besuch im Stoffladen Ausschau gehalten, aber irgendwie war nie das richtige dabei und ich hatte die Hoffnung schon fast aufgegeben und wollte die Hose auf nächstes Jahr verschieben. Aber tatsächlich, bei einem Schnell-Schnell-Einkauf bei Karstadt (ich hab eigentlich nur einen Reißverschluss gebraucht), hab ich in einem gut versteckten Eck (unter einem dieser Tische, wo die Stoffe so schrecklich unübersichtlich gestapelt sind) ein ganzes Nest von leicht dehnbaren Hosenstoffen in unterschiedlichen Farben mit ca 20% Stretch gefunden (ArtNr: 004 2246117129427). Und uns ist direkt dieses mega geniale Koralle aufgefallen. Zum Glück war der Schatz überhaupt dabei, sonst hätte ich mich vielleicht nicht getraut ihn zu kaufen. Aber er war gleich genauso begeistert, denn er trägt zum Glück sehr gerne Farbe (siehe hier oder hier). Und wirklich verwunderlich: Der Stoff hat nur 6€/m gekostet. Das hat mich etwas skeptisch gemacht, aber ich kann sagen, er lässt sich perfekt vernähen, ist nicht super dick (sieht man daran, dass sich die hinteren Hosentaschen evtl ein bisschen durch drücken) und trägt sich wohl sehr angenehm, grade weil er nicht so dick ist.