20 Kirchenliedblätter {Hochzeits-DIY}


Für die kirchliche Trauung wollten wir ein richtig schönes Liedblatt, das man als Gast vielleicht auch aufheben möchte. Und unserem Motto "Kraftpapier, Jute, Spitze und das ganze Gedöns" wollten wir natürlich auch treu bleiben. Hier haben wir schönes dünnes Kraftpapier gefunden und im Copyshop bedrucken und tackern lassen. Der Druck ist nochmal schöner als zuhause und die Heftchen kommen einfach aus der Maschine geschossen. Super. Man muss nicht alles selber machen ;-) 



Was aber selbst gemacht ist (und auch ein paar Stündchen Arbeit gekostet hat), war meine Idee Taschentücher für Freudentränen in die Liedblätter zu integrieren. Zuerst war ich ein bisschen skeptisch, ob Taschentücher überhaupt nötig sind, aber im Nachhinein bin ich so froh, dass wir das gemacht haben, wir haben sie nämlich beide dringend gebraucht!
Zu Befestigung haben wir einfach zwei Löcher mit einer Wollnadel ins Papier gebohrt, ein bisschen helle Wolle durch gefädelt und jeweils 2 Taschentücher mit einer Schleife vorne fest gebunden. Helle Wolle und kein Bindfaden wie sonst überall, weil ein heller Akzent einfach ein Muss ist bei dem dunklen Papier. Sonst sieht es sehr schnell trist und nach Umweltpapier aus. Blöd nur, dass die Wolle richtig labbrig nach unten hing und die Schleife vorne gar nicht so schön war. Mein Lösungsansatz war wie immer Kleber. Kleine Tupfen Gütermann Textilkleber auf die oberen Schlaufen und einfach fest kleben. Bisschen friemelig, aber die Schleifen sahen danach super aus! (Übrigens generell ein guter Tipp zum Schleife binden: immer auf dem Kopf binden, also hier das Heft so drehen, dass die Schrift auf dem Kopf steht, dann wird die Schleife hübscher!)





18 Basic Shirt

Was macht man, wenn die normale Nähmaschine seit über 6 Wochen in Reparatur ist? Klar, die anderen zwei benutzen! Wenn man das Glück hat, das ich habe, und noch eine Overlock und eine Cover besitzt. Sorry, ich will jetzt nicht eingebildet klingen, sondern einfach nur das Positive an dieser für mich echt doofen Situation sehen. Ich bin nämlich inzwischen so geknickt, dass meine Pfaff seit Anfang März in Reparatur ist (das liegt übrigens daran, dass Pfaff so lange mit der Ersatzteillieferung braucht, nicht an der Werkstatt), dass ich sogar meine alte Pfaff zum Service gebracht habe. Das hat immerhin nur 1 Woche gedauert und ich bin sooo happy, dass ich wieder vollständig bin. Seit mehreren Wochen habe ich keine Kleidung mehr genäht, das letzte Kleidungsstück war mein Morris Blazer Anfang März. Um wieder reinzukommen, und weil ich mir das immer wieder vornehme, habe ich mir ein Basic Shirt genäht. Das hab ich nämlich zugunsten spannendere Projekte (siehe Blazer) immer wieder nach hinten geschoben, aber jetzt hat es perfekt gepasst, grade weil man keine normale Nähmaschine dafür braucht.
Der Schnitt ist Raphaela von Lasari Design. Ich hab wie auch bei meinem Knopfleistenshirt schon den Rücken und die Ärmel verwendet und das Vorderteil im Bruch zugeschnitten und den Ausschnitt angepasst. Es hat sich einfach rausgestellt, dass der Schnitt bei mir super sitzt, also warum nach was anderem suchen, wenn man ein schönes figurbetontes Basic Shirt haben will?







11 Brauttasche {Hochzeits-DIY}

Meine Brauttasche wollte ich unbedingt selbst nähen - wenn schon nicht das ganze Kleid. Beim Brautkleid hab ich nur ungefähr 2 Minuten überlegt, eine leise, eine laut. Daraufhin kam sofort das VETO! Mein Schatz hat sich wohl in lebhaften Farben das Drama ausgemalt, das er zu erdulden hätte, wenn es schief geht. Oder ich nur den richtigen Stoff nicht finde.
Ich war ihm dann ganz dankbar, dass er mir die Entscheidung mehr oder weniger abgenommen hat, und bin ganz im Basteln und Design unserer Deko und anderer Kleinigkeiten aufgegangen. Aber als das Kleid (Nr 7261) gefunden war, war mir klar, dass ich eine passende Brauttasche und das Ringkissen dazu nähen will. Praktischerweise war beim Kleid eine etwas seltsame Stola dabei: 0,7 x 2,20 m doppelt gelegter Satinstoff. Der Stoff war der gleiche wie beim Unterkleid, das durch die Spitze durchscheint, hat also perfekt gepasst. Da ich die Stola umfunktioniert habe, kann man da schon von Upcycling sprechen? ;-)
Ich hab bis zur Abholung des Kleids bei der Schneiderin mit dem Nähen gewartet, und wollte den Stoff, der nach der Änderung übrig bleibt für Tasche und Kissen verwenden - obwohl das Kleid erst 2 Wochen vor der Hochzeit fertig war.
Zwischendurch hab ich einen kleinen Schock gekriegt, da meine Nähmaschine 5 Wochen vor der Hochzeit zur Werkstatt musste (und bis heute nicht zurück ist, danke Ersatzteillieferung von Pfaff...). Aber zum Glück hab ich ja eine liebe Mama, deren Nähmaschine ich zuhause verwenden konnte, um an Tasche und Ringkissen zu arbeiten. Der ursprüngliche Plan war eine Clutch zu nähen (meine Lederclutch Emilia war da der erste Prototyp), die aber durchfiel, einfach weil sie mir nicht schick genug war mit der eckigen Form. Zum Glück hatte ich eine Art Eingebung mit der Bügeltasche (ok, bei der Schneiderin hab ich eine ähnliche an einem Brautkleid hängen sehen) und hab mich an den süßen Stofflichkeiten Shop erinnert, wo man alles für Taschen bekommt. Ein Anruf und ich wusste welcher Bügel für mein Vorhaben geeignet war. Und trotz Ostern hat sich die liebe Besitzerin direkt auf den Weg zur Post gemacht, damit ich noch genug Zeit habe meine Tasche vor der Hochzeit fertig zu stellen. In der Zeit in der ich auf den Bügel gewartet habe, hab ich übrigens diese Probetasche genäht, um die Proportionen auszutesten. Der Bügel war sehr ähnlich, nur insgesamt zu klein für die richtige Brauttasche und auch ohne Ösen für die Kette.





59 Hochzeitseinladung aus Kraftpapier {Freebie + Font Tips}

(Please scroll down for the english version of this post)
Genäht hab ich nicht so viel für unsere Hochzeit - aber gebastelt und designt! Nach kurzem Stöbern auf Pinterest wusste ich schon innerhalb kürzester Zeit wie das "Thema" unserer Hochzeit sein soll. Pinterest führt es unter "rustic wedding", rustikale Hochzeit hört sich aber nicht so toll an. Also haben wir es intern mit "Jute und Spitze" betitelt, da konnten sich dann die diversen Dienstleister, die damit konfrontiert waren auch leicht etwas darunter vorstellen.


Anfänglich hab ich gesagt, Nee, Design mach ich nicht, das ist mir zu aufwändig, wir bestellen lieber im Internet und lassen alles schön stressfrei drucken. Tjaaa, dann kam da wieder mein perfektionistischer (und geiziger) Geist durch. Gefällt mir alles nicht, zu wenig individualisierbar, zu teuer und so weiter... Eine Offenbarung hatte ich, als ich mir das Freebook von Kreativ Labor Berlin angeschaut habe. Ach, Kraftpapier heißt das! Naja, wer "braunes Papier" googelt, bekommt halt auch braunes Papier.




18 Amigurumi Brautpaar und Neuigkeiten {Hochzeits-DIY}

Heute gibt es ein kleines Bilderrätsel zu unseren Aktivitäten am Wochenende. Ok, es ist nicht sehr schwer...



5 Ein Blick hinter die Kulissen {Mein Fotoequipment}

Vor ein paar Wochen habe ich euch einen Einblick in meinen Blogger-Alltag gegeben. Ohne schöne Fotos gäbe es hier keine Beiträge, deswegen ist mir meine Kamera besonders wichtig. Heute erzähl ich euch ein bisschen was über meine kleine Ausrüstung.

Ich hab das Glück, dass mein Papa ein toller Fotograf ist, der mir viele Tipps geben kann und von dem ich schon zwei Kameras und ein Objektiv günstig abkaufen konnte. Und ein weiterer Glücksfall ist natürlich mein Schatz, der ohne zu jammern, Fotosessions mit mir macht, wenn ich ihn brauche. Und wenn es nur darum geht einen Hintergrund an Ort und Stelle zu halten. Sowieso muss ich da jetzt mal kurz loben: egal auf welche verrückten Ideen ich komme (Schneiderpuppen zersägen, Fotoshooting im Schnee, spontan in einen See steigen) er macht bei meinen Blogaktivitäten immer klaglos und tapfer mit (und manchmal, vermute ich, macht es ihm sogar ein klitzekleines bisschen Spaß).


Zurück zu den Fotos: Zuerst habe ich mit einer Canon Eos 400D fotografiert und hab mir nun selbst zu Weihnachten die Eos 600D geschenkt. Zum Glück konnte ich sie wieder günstig von meinem Papa bekommen.
Die 600D hat, neben einem besseren Sensor, ein Schwenkdisplay, sodass man gut Fotos aus allen möglichen Perspektiven machen kann. Mein favorisiertes Blogobjektiv mit dem wunderschönen Bokeh ist das Tamron 28 - 75 mm, das ich über alles liebe! Hier bei Lisa könnt ihr mehr drüber erfahren.


Die Brennweite ist auf der Canon dank Cropfaktor eher 45-120 mm, aber das stört mich nicht so arg, vor allem weil ich jetzt zu Weihnachten noch das Sigma 18-200 mm dazu gekauft habe, das mein Vater auch aussortiert hat. Das wird aber eher mein Urlaubsobjektiv mit dem man auch mal einen weiteren Blickwinkel hat.
Hier auf den Bildern seht ihr den Unterschied zwischen den Brennweiten ganz gut (und ihr könnt die hübsche Terasse inklusive Biomülleimer meiner Eltern bewundern. Aber ein gutes Set wie ich schon letzte Woche festgestellt habe).


Im ersten Jahr hab ich meine Blogfotos vorwiegend mit dem Handy gemacht, was natürlich auch geht, aber es macht doch einen Riesenunterschied, wenn man ein paar mehr Möglichkeiten hat und auch bei schlechteren Bedingungen (Licht, Hintergrund) noch gute Fotos machen kann. Besonders toll finde ich, dass die Bilder im Raw-Format sind, und man so viele Kleinigkeiten super ausbügeln kann. Ich kann euch also nur ans Herz legen, sofern es finanziell möglich ist, eine gute DSLR anzuschaffen. Ich kann es mir inzwischen nicht mehr ohne vorstellen.

Kleidung fotografiere ich vorwiegend draußen, wobei das im Winter echt ungemütlich ist und auch nur am Wochenende möglich, da ich den ganzen Tag arbeite. Auf meinem Balkon kann ich kleinere Gegenstände wie Täschchen fotografieren, das ist leider der einzige Ort in der Wohnung der richtiges Tageslicht abbekommt. Als Hintergründe hab ich mich auch bei Lisa inspirieren lassen und mir einen hellen und einen dunklen Holzhintergrund gebastelt. Aber oft genug hol ich auch Tapetenprobestücke aus dem Baumarkt, die haben so schöne Muster. Mal unaufgeregt, mal ein bisschen spannender, wie man es grade mag. Und die gibt es sogar umsonst, wenn man im Baumarkt nett fragt.

Die hübsche Tasche war auch nochmal eine Investition für sich, aber ich bin sehr glücklich, dass ich das Geld in die Hand genommen habe. Kennt ihr diese typischen Outdoorstyle-Kamerataschen? Die sind ja alle sehr praktisch, aber nicht wirklich ansehnlich. Wie oft hab ich die Jototes Taschen auf diversen Blogs angeschmachtet - ich finde es so toll, dass sie aussehen wie ganz normale Taschen. Meine ist aber auch wirklich praktisch, meine Kamera passt auch mit langem Objektiv super rein, zwei weitere passen in die seitlichen Unterteilungen und es gibt jede Menge kleine Fächer für Speicherkarten, Akku, Objektivdeckel...


Echt cool finde ich auch meine Eye-Fi Karte (Amazon, ca 25 Euro - bei mir hat sie nur 12 gekostet, deswegen hab ich mir gleich 2 angeschafft). Damit kann man per WLAN (Achtung, nicht bei allen Kameras verfügbar) die Jpgs direkt von der Kamera aufs Handy übertragen, falls die Kamera nicht sowieso schon direkte WLAN-Übertragung unterstützt. Einziger Nachteil: Funktioniert nicht bei allen WLANs (zum Beispiel bei öffentlichen oder halb-öffentlichen nicht) und sie ist leider seeeeehr langsam. Also wer schnell viele Fotos schießt, sollte besser zu einer anderen Karte greifen. Bei unserem Schneeshooting hab ich sehr darüber geflucht, weil wir so gefroren haben und ich einfach schnell fertig sein wollte, haha. Aber super um ein paar Schnappschüsse direkt von der Kamera auf Instagram oder so zu posten. 

Ja das ist meine Foto Ausrüstung. Die ist sicher noch ausbaufähig, aber ich bin sehr zufrieden damit, vor allem den Kauf meines Tamron Objektivs, das ich relativ günstig gebraucht auf Ebay gefunden habe, hab ich keine Sekunde bereut. Vielleicht konnte ich ja dem einen oder anderen mit meinen Hintergrundinfos weiter helfen, schreibt mir gerne in den Kommentaren was für Foto(ausrüstungs)tipps ihr habt, ich bin gespannt!

15 Bügeltäschlein

Ich hab mich nochmal an ein Bügeltäschchen getraut. Letztes Jahr hab ich ja schon mal welche genäht, und war noch nicht so hundertprozentig zufrieden. Auf den Fotos damals sah man es nicht so, aber sie waren (für meine perfektionistische Seele) zu schief und unordentlich. Also hab ich mir das Bügeltäschchen nochmal zur Brust genommen.


Ich finde es immer wieder spannend was dabei rauskommt, da man ja den Schnitt selber macht (zum Beispiel hier beschrieben). Diesmal hab ich einen 12 cm breiten und 5 cm hohen Bügel genommen, die Höhen des Täschchens hab ich mit 10 cm gewählt und den Boden 8 cm tief gemacht. Die Seiten haben ihr Volumen durch eine Verschiebung des Seitenbügels um 25 Grad.