10 Kleid Solange {La Maison Victor}

Ja, das ist wirklich das Kleid Solange aus der La Maison Victor 4/2017. Von dem ursprünglichen Schnittmuster ist zwar nicht mehr viel übrig geblieben und alle, die denken, dass ihr Kleid so aussieht wie meins, wenn sie Solange nähen, werden wahrscheinlich überrascht sein - aber die Basis ist immerhin noch da. Eigentlich wollte ich gar nichts an dem Schnitt ändern, außer ihn vielleicht ein bisschen taillieren. Im Endeffekt ist nun aber der Ausschnitt und die Methode den Reissverschluss einzunähen anders, die Ärmel sind verschwunden, die Länge ist gekürzt und im Taillenbereich wurde relativ viel Stoff weg genommen. Tja, Solange es am Schluss passt, ne ;-)?
Aber zurück auf Anfang: ich hatte im Frühjahr einen Streifensweat (online nicht mehr auffindbar) bei Stoff und Stil bestellt und bin mal wieder auf Isoli reingefallen. Das ist kein richtiger Sweat, sondern eher festerer, nur leicht dehnbarer Strickstoff. Ich hab ehrlich keine Ahnung, wie mir das zweimal passieren konnte, denn das war schon bei diesem grünen Stoff von vor ein paar Jahren der Fall. Nun ja, der ursprüngliche Plan wurde verworfen und der Stoff zu einem Dasein mit unbestimmten Verwendungszweck und unbestimmter Verweildauer in meinem Stoffschrank verurteilt.





14 Schwarzes Shirt mit Ärmeln aus Spitze

"Was soll ich bloß anziehen?", hab ich mich vor kurzem gefragt. Erstmal nicht weiter spektakulär, passiert ja öfter mal. Nur, dass ich tatsächlich in dem Moment nichts Adäquates zum Anziehen hatte. Ich war mit ein paar Freunden in der Stadt in einer Bar verabredet und konnte nichts leger Schickes in meinem Kleiderschrank finden. Alles war mir irgendwie zu langweilig, büromäßig oder spießig. Ich wollte unbedingt etwas abendtaugliches, mit dem man vielleicht später sogar noch ein bisschen tanzen gehen könnte.
Ja, für den speziellen Abend hat‘s natürlich nicht mehr gereicht etwas zu nähen (und zum Glück hab ich auch noch was einigermaßen Passendes gefunden), aber zumindest bin ich JETZT vorbereitet. Kurz darauf hab ich mich nämlich an die Arbeit gemacht und mir ein neues „Abends-Weggeh-Top“ genäht.
Es wurde sogar (unfreiwillig ) noch ausgehmäßiger als geplant, denn der Ausschnitt hat sich seltsam verzogen und ist nun minimal tiefer als ich mir das vorgestellt hatte. Basis ist „mein“ Tshirt-Schnitt Raphaela in Größe 36, bei dem ich nur das Schnittteil für die Ärmel angepasst habe.




9 Hose Pencil Shape {Ottobre 5/2015} {Gastpost}

Dass ich nicht die Einzige in der Familie bin, die gut nähen kann, hab ich euch ja schon erzählt. Und ab und zu bin ich erfolgreich darin, meine Mama dazu zu überreden, euch hier ihre genähten Meisterwerke zu zeigen und "leihe" ihr meinen Blog gerne aus. Und da kann ich schonmal ein kleines bisschen neidisch werden, denn ihre Stoff- und Schnittmusterwahl gefällt mir immer total (schaut mal unbedingt ihre tolle Softshelljacke oder ihre schicken Sommerkleidchen an). Bei der Hose, die sie euch in ihrem heutigen Gastpost zeigt, hab ich sofort gewusst, die ist so schön, die muss unbedingt auf den Blog! (Auch wenn es ein Jahr gedauert hat, bis es mal in die Wochenendplanung gepasst hat, Fotos zu machen). Und jetzt wo ich die Bilder sehe, bin ich noch ein kleines bisschen mehr traurig, dass es den schönen Stoff nicht mehr zu kaufen gibt... Aber lest nun selbst, was sie uns über ihre schicke Sommerhose zu erzählen hat.

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Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Was sich bewährt, kann immer wieder recht einfach nachgearbeitet werden und wird mit jedem Mal ein bisschen besser. 




22 Blusentop Bree {La Maison Victor}


Dass es diese Bluse auf den Blog geschafft hat, ist echt ein Wunder. Ich hab zwischendrin 2 mal aufgegeben, das Ding in die Ecke geworfen und mich dann doch nochmal aufgerafft. (Das ist übrigens das fiese Viskoseteil, wegen dem ich mein halbes Nähzimmer umgeräumt habe, nur um mich vor den Nähen zu drücken, wie ich euch vor 3 Wochen gewehklagt habe...).
Ich muss auch direkt sagen, dass ich nicht wirklich zufrieden mit dem Blusentop bin, was nicht am Schnitt, Bree aus der La Maison Victor 4/16 in Größe 36, liegt.
Der Stoff (ein Fundstück vom Stoffmarkt) hat es mir unglaublich schwer gemacht. Es hat schon mit dem Zuschnitt angefangen. Immerhin sind es nur 3 Schnittteile. Mit dem Rollschneider und vielen Nähgewichten hab ich es dann einigermaßen ordentlich hinbekommen. Das Versäubern war aber ein Krampf. Ich hab keine Einstellung an der Overlock gefunden, die mir den Stoff nicht minimal zusammen gezogen hat, wenn ich nur eine Lage Stoff durch die Maschine hab laufen lassen. 
Hat da jemand Tipps für hauchzarten Stoff? Das war dann auch ein Riesenproblem, als ich den Ausschnitt genäht habe. Der Beleg im Nacken wurde noch ganz ordentlich, aber das Umklappen und Feststeppen der Umschläge an den Vorderteilen sah einfach nur schrecklich aus.




10 Bohemian Summer mit Inka Print

Bis vor kurzem dachte ich noch dieser wunderschöne Stoff müsste sich bis nächsten Sommer gedulden, bis mir das perfekte Schnittmuster über den Weg läuft. Kennt ihr das? Manchmal hat man so einen tollen Stoff (hier Inka Print Nr. 271740 von Stoff und Stil) und ist plötzlich zu gehemmt, den Stoff überhaupt nur anzuschneiden? Bei mir lag er im Nähzimmer wochenlang auf der Couch und immer wieder hab ich ihn genommen, an mich dran gehalten, hab den Fall bewundert und jedes Mal wieder weg gelegt, weil ich nicht DAS Schnittmuster dafür hatte. Beim Stöbern auf der schönen Seite von Kreativwölkchen ist mir dann die Bohemian Summer ins Auge gefallen (tolle Expemplare gibt es auch bei Nähbar und Nähwald zu sehen). Der überkreuzte Ausschnitt mit leichter Raffung und die kleinen Flügelärmelchen haben mir super gut gefallen – und dass man mir mit einem gerafften Rock eine Freude macht, wisst ihr nicht erst seit meinem drölfzigsten Skaterdress. Vor allem weil ich in einem Anflug von Geiz (mal wieder) nur 1,5 m bestellt habe. Einen Tellerrock kann ich damit nicht machen, damit war die andere ins Auge gefasste Variante Geschichte. Aber bei so einem querlaufenden Muster tut man sich da wohl auch keinen Gefallen.




16 Häkelbikini {Tutorial}

Eigentlich hätte es diesen Beitrag gar nicht geben sollen, denn einen Bikini zu häkeln hatte ich überhaupt nicht auf dem Plan - das ist einfach so passiert. Nicht mal eine Anleitung dafür hab ich gehabt. Und der Titel führt auch ein wenig in die Irre. Ist ja gar kein ganzer Bikini, zur Hose kam es nicht mehr und er ist auch nicht wirklich fürs Wasser geeignet (zumindest hab ichs noch nicht ausprobiert)...
Aber eins nach dem anderen: für unseren Urlaub vor ein paar Wochen wollte ich mir was zum Häkeln mitnehmen, denn die schönen Abende vor dem Wohnwagen wollte ich nicht ganz unkreativ verbringen. Also hab ich überlegt was ich brauchen könnte. Schon das ganze Frühjahr über hab ich nach einem Stoff oder einer Spitze gesucht, aus der ich mir ein Strandüberwurfding nähen wollte. Aber der perfekte Stoff wollte nicht gefunden werden. Also next best thing: häkeln.
Auf Garnstudio.de (tolle Seite!) hab ich eine hübsche Bohoweste gefunden, und schnell die Wolle noch vor dem Urlaub bestellt. Motiviert hab ich das Muster ausprobiert, das hat schon ganz gut geklappt, dank coolem Anleitungsvideo (über Vimeo kann man sich übrigens alle Videos für offline runterladen).





9 Frau Josy in Magenta

Direkt aus dem Urlaub wieder da, hats mich an die Nähmaschine gezogen. Und um mich aus meiner Urlaubsentspannung wachzurütteln (wohlgemerkt unbeabsichtigt), hab ich es mir nicht wirklich leicht gemacht. Der magenta-rote Viskosejersey von Stoff und Stil war schon seit langem auf der Sommernähliste und ich hab mich wirklich gefreut, als Selmin Rot als Juli Farbe der #12coloursofhandmadefashion verkündet hat. So hab ich (wie schon öfter bei dieser Aktion) einen Schubs in Richtung eines schönen Stoffes bekommen. Allerdings ist er nicht nur schön, sondern auch super anstrengend zu vernähen gewesen. Oder ich hab mich halt nach der langen Nähpause echt doof angestellt... Nach meiner ersten Frau Josy war klar, dass ich nochmal eine nähen möchte, schon allein um die kleinen Passformkorrekturen auszuprobieren. Dieses mal hab ich also direkt Größe S gewählt und musste tatsächlich fast nichts am Schnitt ändern. Das heißt aber leider nicht, dass ich nicht auftrennen musste. Die Raglannähte wurden alle nochmal aufgemacht, zumindest an dem kleinen Stück an dem die Ärmelaufschläge auf die Raglannähte treffen. Ich muss mir mal merken, dass die Aufschläge etwas kürzer sein müssen, denn sonst machen sie (bei Viskosejersey) eine kleine Beule nach außen direkt an der Naht. Der Ausschnitt wurde auch getrennt, und ich bin noch nicht 100 Prozent zufrieden. An der einen Seite fällt das Bündchen ein bißchen nach außen, das ist einfach so schwierig bei sehr dehnbaren Stoffen. Ein bisschen zu stark gezogen, dann kräuselt der Stoff sich, ein bisschen zu wenig gezogen und es liegt nicht an...