23 Morris Blazer No 2


Ein Schnitt bei dem ich mir sicher war, dass er ein zweites Mal genäht wird, ist der Morris Blazer von Grainline Studio. Der erste, der eigentlich nur ein Probeblazer war ist schon echt super geworden, sodass ich mir sicher war, dass ich den guten Stoff anschneiden kann. Der fuchsia-farbene Romanit (von Nähzentrum Senci) hat es mir einfach direkt angetan. 29 Euro der Meter hat mich aber auch erstmal schlucken lassen. Meine Freundin, die im Stoffladen dabei war, hat aber ganz treffend gesagt: bei Vero Moda oder sonst wo würdest du auch 50 Euro für nen Blazer zahlen und nicht groß drüber nachdenken. Und dass er passt weißt du jetzt ja schon. Ok überzeugt! Und dank dem Preis lag er dann auch gar nicht so lange im Stofflager. Gebundenes Kapital und so. Geht ja nicht. Zum Glück lässt sich der Morris Blazer aber auch super schnell nähen (und das ist wirklich keine Floskel, ich bin auch beim zweiten Mal überrascht, dass ich ihn an einem Nachmittag zusammengenäht hatte). Einziges Manko: mittendrin ist der Fußanlasser meiner Nähmaschine ausgefallen. Da scheint ein Kontakt in der Nähmaschine defekt zu sein. In dem Moment war ich echt froh, dass meine Pfaff Passport 2.0 einen Start-Stop-Knopf hat. Wobei mir das echt ein Graus ist - ich brauche beide Hände zum nähen und die präzise Kontrolle über das Pedal. Es hat zwar geklappt, den Blazer konnte ich also auch fertig stellen, aber ich hab echt gezittert bei der Absteppnaht am Kragen. Da sieht man ja jeden Fehler sofort.




9 Bernina Blogger Days und Handmade Kultur Schürze

Dieses Wochenende war ein wunderbares Wochenende! Zusammen mit 19 anderen Bloggern war ich nämlich bei den Bernina* Blogger Days am Bodensee und durfte eine grandiose Zeit im Bernina Creative Center in Steckborn verbringen. Ende Januar hatte ich mich (ohne wirklich zu glauben ausgewählt zu werden) für die Bernina Blogger Days beworben.


Und umso mehr hab ich mich gefreut, als ich tatsächlich ausgesucht wurde - und wirklich aufgeregt wurde ich, als ich die tolle Gästeliste gesehen habe: so viele Bloggerinnen, die ich schon lange lese, und natürlich auch schon immer mal kennen lernen wollte, und so viele neue tolle Blogs, auf die ich durch diese Aktion aufmerksam wurde.




8 Tony

Der Stoff für diesen Pulli lag seit September im Stoffschrank. Im November gab's die Ankündigung von Pattydoo, dass es die Lynn auch als Männerversion Tony geben würde und da wusste ich: ich muss mich gedulden und den Stoff aufsparen. Eigentlich sollte der Schatz den Pulli nämlich fertig zu Weihnachten bekommen. Tony war bis dahin aber leider noch nicht geboren, sodass es nur einen Gutschein gab (und ganz ehrlich, ich hätte es vor Weihnachten eh nicht pünktlich geschafft, sodass ich wahrscheinlich zugeschnittene Einzelteile verschenkt hätte...) Umso besser, dass der Schnitt dann im Januar kam und ich mehr als genug Zeit hatte den Pulli ganz in Ruhe zu nähen. Und das praktische war: ich hab den Schatz einfach in die da schon fertig gestellte Lynn schlüpfen lassen und die saß ein bisschen spack, aber das war eine gute Orientierungshilfe. Ich hab also Größe L genäht, um ganz sicher zu gehen, hab an den Seiten und den Ärmeln aber noch ein paar Zentimeter weg genommen. Größe M hätte also auch gut gereicht. Von dem coolen melierten Sweat (übrigens der gleichen wie hier, nur in blau) hab ich nur 2 m mitgenommen, ohne zu bedenken, dass ich ja auch Bündchen aus dem Stoff machen will. Das wurde dann so richtig knapp und ich hatte echt Glück, dass ich alle Teile rausgekriegt habe. Die Kapuze war dann unfreiwillig ungefüttert, aber zu diesem Stoff gibt es einfach keinen passenden. Aber bei der Lynn hab ich ja auch nicht gefüttert, also hat mich das während dem nähen nicht wirklich alarmiert.

Nach der ersten Anprobe war ich dann aber schon etwas geknickt. Der Männerkragen ist deutlich weiter als der Frauenkragen und der Stoff ist auch etwas dünner als der Sweat, aus dem ich die Lynn genäht habe. Dementsprechend hängt die Kapuze jetzt etwas seltsam.




8 Burda Jacke aus Softshell {Gastpost}

Heute übergebe ich das Wort mal wieder an meine Mama. Sie hat eine so tolle Softshelljacke genäht, dass ich sie einfach überreden musste, sie euch hier zu zeigen! Und ich glaube so ein verrücktes Fotoshooting wie das vor 3 Wochen hatte ich noch nie. Im Tal hat es geschüttet wie blöd, und wir hatten die grandiose Idee in den Schwarzwald in den Schnee zu fahren (um ein bisschen zu spazieren und Fotos zu machen). Circa 100 Meter nach der Schneefallgrenze lag der erste Wagen in einem Graben neben der Straße, starker Wind, die komplette Straße zugeschneit und alle Autos, die uns überholt hatten kamen zurück. Aber so eine schöne Schneegelegenheit darf man doch nicht ungenutzt lassen. Also sind wir 50 Meter in einen Waldweg gelaufen und haben das schnellste Fotoshooting der Welt hingelegt. Alle 2 Minuten mit dem Taschentuch über die Kameralinse gewischt, Hände komplett rot gefroren, SD-Karte viel zu langsam für die Frequenz in der ich gerne Bilder gemacht hätte aber meine Mama strahlt trotz eisigem Wind!

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Mitte Januar 2016: SKIURLAUB, SONNE, SCHNEE!!! Und schon tut sich die Frage auf: was zieh ich zum Skifahren an? Es könnte ja schon ziemlich kalt werden und dann brauche ich eine Softshelljacke unter der Skijacke, damit der Wind nicht durchgeht. Soll ich also wieder das alte, gammelige Teil in verwaschenem Schwarz rauskramen oder mich der Verbesserung stellen?




20 Jacke Kelopuu Nr. 2 / Versäubern mit Ripsband {Tutorial}

Da ich ja meine letzte Kelopuu so liebe hab ich nicht lange gezögert und noch eine genäht! Dieses Mal aus dunkelblau meliertem Strickfleece von Michas Stoffecke, sehr kuschelig muss ich sagen. Und aus den Kommentaren zur letzten Jacke hab ich rausgehört, dass ihr gerne ein bisschen genauer sehen wollt, wie die Versäuberung mit dem Ripsband genäht wird. Deswegen hab ich während dem Nähen ein paar Fotos gemacht und kann euch ein kleines Tutorial dazu zeigen.

Zur Jacke selbst noch kurz: Ich hab eigentlich alles genau gleich gemacht, wie bei der ersten, nur den Saum der Kapuze hab ich nicht wie vorgegeben zugeschnitten, sondern hab ab der Kante insgesamt 4 cm zum Umschlagen gelassen. So haben die Ösen mehr Platz und die Cover beim Feststeppen auch. Dieses mal hab ich auch Paspeltaschen dazugenäht, weil ich es doch sehr praktisch finde und auch einfach gerne meine Hände in den Taschen vergrabe. Bei der ersten Kelopuu hab ich auch ein bisschen ein Phantomtaschenproblem. Ich suche mit den Händen nach den Taschen, aber es sind keine da. Vielleicht näh ich da mal noch welche dran. Nach meinem ersten eher missglückten Paspeltaschenversuch bin ich diesesmal echt ein bisschen stolz, denn sie sind mir supergut gelungen. Da blitzt kein bisschen Taschenfutter raus und grade und symmetrisch sind sie auch.

So, jetzt aber zum Tutorial. Ich versuche alles so zu erklären, dass ihr die Technik theoretisch auch an einer beliebigen anderen Jacke anwenden könnt. Ich hoffe es verwirrt nicht, dass ich teilweise halbe Zahlen eingefügt habe, aber ich hab später noch mehr Bilder gemacht und mir gedacht, je mehr Bilder, desto besser :).



Ihr braucht:


13 Lynn

Zur Zeit ist es leicht Sweatlastig hier - liegt wohl an den ungemütlichen Temperaturen. Erst die Jacke Kelopuu, jetzt die Lynn von Pattydoo und bald gibt's noch mehr! Aber da muss man bei diesem Wetter wohl durch. Und auch, wenn man denkt, dass es eine gute Idee ist jede Menge Hoodiegutscheine zu Weihnachten zu verschenken. Meine liebe Freundin Sue trägt ihren Riley von letztem Jahr so gerne, dass es nicht sehr schwer war mir ein passendes Weihnachtsgeschenk auszudenken. Aber ein bisschen Abwechslung (nicht nur für sie) muss sein, deswegen gab es dieses Jahr statt Riley eine Lynn.
Im Vorfeld hab ich mich durch das Pattydooforum und diverse Blogbeiträge gewühlt um möglichst viele Infos zur Passform zu finden. Das ist das schöne an Pattydooschnittmustern: abgesehen davon, dass sie immer sehr gut gemacht sind, werden sie von so vielen genäht, dass man viele Infos dazu findet. Nach meiner Lektüre war mir klar: der Schnitt fällt riesig aus und bei 1.77 m Körpergröße muss ich  definitiv verlängern. Ich hab also statt der 44, die nach dem ausmessen rausgekommen ist lieber mal eine 40 zugeschnitten. Da ich das Rileyschnittmuster drauf legen konnte war mir gleich klar, dass 40 locker reicht. Die Länge habe ich um 7.5 cm verlängert, indem ich etwa 1 cm oberhalb der Taschen eine zum Bruch senkrechte Linie gezogen habe. So sitzt der Pulli schön auf der Hüfte. Obwohl ich die 40 genäht habe war der Pulli bei der ersten Anprobe immernoch sehr weit, sodass ich an beiden Seitennähten jeweils 4 cm weg nehmen musste. Jetzt sitzt er schön lässig, aber nicht mehr ganz so sackartig.


Die Kapuze hab ich nicht gefüttert, da der Stoff innen schön kuschelig ist und der Hoodie eher schlicht, also ohne Kombistoff, sein sollte. Auch die Taschen sind einfach nur mit der linken Seite des Stoffes gefüttert.



8 Ein Blick hinter die Kulissen {Über das Bloggen}

Immer häufiger bekomme ich E-Mails von euch, und ich freue mich über jede einzelne!  Und oft stellt ihr mir sogar sehr ähnliche Fragen. Deswegen hab ich mir überlegt euch einen kleinen Blick hinter die Kulissen von Vervliest und Zugenäht zu geben. Ich habe den Text in einige Teile aufgeteilt, damit ihr nicht von meinem Redeschwall erschlagen werdet. Heute geht es ein bisschen um die Hintergründe des Bloggens, beim nächsten Mal möchte ich euch ein bisschen genauer über mein Material und Equipment (Fotokamera/Nähmaschinen etc) erzählen.
Die häufigsten Fragen bzw. das größte Interesse gilt natürlich meinen Tutorials und den vorgestellten Projekten, aber oft höre ich auch raus, dass viele überlegen einen eigenen Blog zu gründen und gern ein paar Infos haben möchten. Natürlich gibt es, vor allem von großen Blogs, schon jede Menge Infos zu dem Thema, aber vielleicht bekomme ich, grade weil mein Blog kein großer und auch ohne finanziellen Hintergrund ist, häufiger diese Frage gestellt.
Zuerst einmal ein paar technische Infos: ich verwende Blogger.com (wie man ja an der URL schon sieht) und da das Simple Thema. Meinen Header habe ich mir mit Photoshop zusammen gebastelt, und einfach ein paar quadratische Bilder aus unterschiedlichen Blogposts verwendet, so sieht der Leser gleich was ihn auf meinem Blog erwartet. Tolle Schriftarten findet man zum Beispiel auf dafont.com, eine hübsche Farbpalette für das Blog Design finde ich immer auf Pinterest (gebt doch einfach mal Color Palette ein, ich könnte mich da Stunden lang durch klicken). Wer sich für ein paar Tricks und Kniffe zu Blogger und Layout interessiert, sollte unbedingt mal bei Jakaster vorbeischauen. Rebecca hat dort eine tolle HTML Reihe aufgebaut, auf Grund derer sich bei mir eine Menge Fragezeichen in Luft aufgelöst haben.
Die hübschen Datumsbubbles habe ich nach einem Tutorial von CopyPasteLove erstellt. Auf dem Blog ist leider nicht mehr so viel los, aber das Archiv hält einiges an Infos zu CSS und HTML bereit. Versteht mich nicht falsch, man kann einen Blog auch (fast) komplett ohne HTML betreiben, aber es hilft doch, ein paar Grundlagen zu beherrschen.