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10 Top Livia in weiß

Ein schlichtes weißes Tanktop wollte ich kaufen. Nähen wollte ich eigentlich nicht, denn da gibt's wirklich spannenderes. Und sowas gibt's ja echt an jeder Ecke zu kaufen. Denkt man.
Ich bin also los gezogen und wollte ein schlichtes, langweiliges, einfaches, weißes Top kaufen. So eins, was man unter spannende andere Oberteile anziehen kann oder zu bunten Hosen. ABER: es war einfach kein Top zu finden, bei dem sich nicht der (nude farbene) BH drunter abgezeichnet hätte, oder man ihn nicht gleich ganz gesehen hätte. Der Stoff war einfach immer zu dünn. Ziemlich frustriert bin ich nach einer Stunde shoppen (was ich inzwischen eh nicht mehr so gerne mache, denn die Zeit könnte man ja sinnvoller im Nähzimmer verbringen) in den nächsten Stoffladen und hab therapeutisch in der Restekiste gewühlt. Und siehe da, ein Stück rein weißer Jersey, nicht zu dick und nicht zu dünn ist mir in die Hände gefallen. Und dann ist mir auch noch eingefallen, dass das diesmonatige (gibts das Wort?) Motto bei den #12coloursofhandmadefashion ja weiß ist. Da war ich dann gar nicht mehr frustriert, sondern motiviert und hab mir mein Basic Top einfach selber genäht. Und damit es nicht ganz so langweilig wird, gab es noch Spitzen - Gummiband als Versäuberung am Ausschnitt dazu. Dafür hab ich einfach das Gummiband rechts auf rechts an den Ausschnitt mit leichter (!) Dehnung genäht, umgeklappt und fest gecovert.





10 Racerback Top in Pink

Achtung, heute wird es PINK! Passend zum Thema pink der #12coloursofhandmadefashion habe ich ein Muckelie Top mit perfekt eingefassten Kanten genäht. Da muss ich mir doch selber mal auf die Schulter klopfen - auch wenn mein Verdienst gefühlt gar nicht sehr groß ist, denn der Bandeinfasser hat die meiste Arbeit übernommen.
Vor 2 Wochen hab ich euch meine ersten Versuche mit dem Bandeinfasser gezeigt und wie versprochen gibt es nun hier das fertige Ergebnis zu sehen. Um keine Verwirrung zu stiften: Was ihr hier seht, sind die Ergebnisse des Original Bandeinfassers, 12.7 mm, zweimal um. Den durfte ich mir von Bibi ausleihen und mal ein bisschen probieren.
Mit ihren Einstellungen war er super einfach montiert und ich hab direkt ein geniales Ergebnis erhalten. Und ich hab nicht mal zwei Stunden für dieses Top gebraucht, inklusive Schnitt abpausen, zuschneiden und nähen. Und das ist suuuuper schnell für mich, ich kann in so ein Top locker mal 3 Stunden oder mehr stecken. Perfektionismus ole! Wovor ich mich am meisten gefürchtet habe: Labbriger Ausschnitt. Normalerweise dehne ich selbst das Band, mit dem eingefasst wird während dem overlocken und finde das gar nicht mal so einfach, immer gleich stark zu ziehen (beziehungsweise in Rundungen ein bisschen mehr als an geraden Stellen). Aber hier war das überhaupt kein Problem.  Ihr seht am Rückenausschnitt, der ja auch relativ stark gerundet ist, liegt alles perfekt an, und auch am Ausschnitt vorne steht nichts ungewünscht ab, dabei hab ich während dem Annähen keinerlei Änderungen an der Dehnung, sprich wie oft das Band durch den Rechen geführt wird oder wie fest der Fußdruck ist,  gemacht. Die Grunddehnung, die durch den Rechen entsteht, reicht also schon.





37 Kelly Anorak

In den Weihnachtsferien hab ich leicht größenwahnsinnig ein Mammutprojekt gestartet: das (damals noch) neuste Schnittmuster Kelly Anorak von Closet Case Files hat mir sofort super gut gefallen  - und nachdem mir das Parka nähen im letzten Winter so viel Spaß gemacht hat, war sofort klar, dass es nicht bei diesem einen bleiben wird. Allerdings ist dieser Parka auch deutlich anders. Zum einen ist er ein Anorak und damit nicht gefüttert. Den Wind und Wetter Parka, den ich letzten Winter genäht habe, ziehe ich im Jahr an nur ganz wenig Tagen an, da er für die kalten Tage zu kalt und für die warmen Tage zu warm ist. Die richtige Temperatur gibt es fast nie.Also bin ich in mich gegangen und hab überlegt, was ich tatsächlich gerne trage. Im Winter: Daunenjacke, mollig warm. Im Frühjahr: Daunenjacke, bis es irgendwann so warm wird, dass ich auf Softshell-, Fleece- oder Jeansjacke wechseln kann. Wobei Jeansjacke dann doch lange Zeit fast wieder zu dünn ist. Daher die Idee: Etwas wärmer wie Jeansjacke aber nicht so warm wie der gefütterte Parka. Und das hab ich, glaube ich, sehr gut erreicht, denn der Kelly Anorak ist aus Stretch-Twill, etwa so fest wie Jeans, dafür aber hochgeschlossener und auch länger.
Den Stoff hab ich (wie auch den für meine Ginger Jeans, mein erstes aufwändiges Closet Case Files Projekt) bei Stoff und Stil gefunden. Er ist leicht dehnbar, lässt sich aber trotzdem wunderbar vernähen. Ich hab mit Vlieseline H220 verstärkt und mich auch weitestgehend an die Anleitung gehalten.