0 FAQs zu den Hochzeitsfreebies

Viele, viele Mails hab ich von euch bekommen, bezüglich der Einladungen und Save the DatesKirchenliedblätter und Mini-Gästebücher, die ich euch vor etwas weniger als einem Jahr hier zur Verfügung gestellt habe. Ein paar Bilder von euren fertigen Einladungen könnt ihr übrigens auf meinem Pinterestboard "Eure Werke" anschauen.

Es kamen aber nicht nur hübsche Fotos per Mail, sondern auch eine Menge Fragen zu Photoshop. Deswegen zeige ich euch heute nochmal Schritt für Schritt wie ihr die Dateien personalisieren könnt, beziehungsweise wo ihr die einzelnen Grafiken findet.
Übrigens, mit einem Klick aufs nächste Bild kommt ihr zu den übrigen Hochzeits-DIY-Themen :-)

http://vervliestundzugenaeht.blogspot.de/p/hochzeit.html

So, jetzt aber zu euren Fragen:



12 Erfahrungen mit dem Bandeinfasser (Janome Cover)


Dass ich Bandeinfasser mag, weiß ich nicht erst, seit ich den Schrägbandeinfasser für meine Bernina ausprobiert habe. Der Bandeinfasser für die Janome Cover ist ein interessantes Thema, auf dass ich schon ein paar Mal gestoßen bin, aber doch wegen den vielen Infos überfordert war. Original Bandeinfasser von Janome (120 Euro) oder Zulieferer Teil von Ebay/Nahttechnik (50-60 Euro)? Oder doch Billigteil mit fragwürdigen Versandbedingungen (11 Dollar)? Welche Breite? Einfach umgeschlagen oder doppelt umgeschlagen? So viele Entscheidungen mussten getroffen werden und das auch noch ohne, dass ich jemals mit so einem Ding genäht hätte.
Also war ich sehr froh, als ich von Bibi den Doppelfaltschrägbinder (Originalteil 42 auf 12,7mm gefaltet) ausleihen durfte und probieren konnte. Was für eine Erleuchtung! (Das Top, das dabei entstanden ist, zeige ich euch auch bald als pinken Beitrag zu den #12colorsofhandmadefashion).

Nachdem ich einmal angefixt war, hab ich mich richtig mit dem Thema beschäftigt und für meinen Freundinne, die eine Janome Cover haben, eine Sammelbestellung bei Nahttechnik organisiert und insgesamt 8 Bandeinfasser bestellt (manche doppelt), was uns auch einen guten Rabatt beschert hat - danke Herr Bauer! Insgesamt habe ich also nun verschiedene Breiten geschickt bekommen, die ich (netterweise dank meiner Mitbestellerinnen) direkt ausprobieren durfte. Ich zeige euch, was für Ergebnisse man mit den unterschiedlichen Breiten der Bandeinfasser erzielt. Das hätte ich nämlich selber gerne gesehen, als ich mir überlegt habe, welche(r) Bandeinfasser der richtige für mein ästhetisches Empfinden ist, beziehungsweise, mit welchem sich am einfachsten arbeiten lässt.



9 Perfekte Ecken wenden {Tutorial}

Vor kurzem hab ich euch gezeigt, wie man die Manschetten beim Kelly Anorak näht. Dieses Tutorial hat verständlicherweise nur einen kleinen Teil von euch interessiert, aber eine ganz tolle Technik wird dabei verwendet, von der ich glaube, dass sie vielen helfen kann. Ich war auf jeden Fall hin und weg, als ich endlich kapiert habe, wie ich mein Falzbein zum Wenden richtig verwende. Ich muss zugeben, ich hab das spitze Ding am Falzbein einfach genommen um in die Ecken rein zu pieksen und gehofft, dass sie schön liegt. Es geht aber viiiiel einfacher!  Und man braucht auch nicht unbedingt ein Falzbein dafür. Es geht auch mit einem anderen etwas spitzerem Gegenstand gut, zum Beispiel einer dickeren Stricknadel.
So, ich hoffe ihr lacht mich jetzt nicht alle aus, so nach dem Motto, ach, hat sies auch mal endlich kapiert ;-). Hier kommt mein kleines Mini Tutorial:





Anleitung




13 Sportshirt Roya

Foto: Florian Basler (www.photo-b.de)
 Dieses Shirt hab ich ganz knapp vor der Tonne bewahrt und bin unglaublich froh, dass ich es getan habe! Ich hab aus dem Sportjersey von Stoff und Stil ganz unbedarft angefangen ein langärmeliges Sporttop (Schnitt Roya) zu nähen. Der Bedarf war definitiv da, ich bin nämlich immer sehr kurzärmelig und -beinig im Sportstudio unterwegs, Sommers wie Winters. Ich mag es einfach nicht, wenn ich schwitze und dann auch noch lange Klamotten anhabe. Auf dem Weg zum Kurs und am Anfang friere ich aber doch manchmal und ich fühle mich auch besser, wenn ich danach schnell was überziehen kann, um keine Erkältung zu bekommen, deshalb war ein langes Shirt schon lange auf der Nähliste.
Foto: Florian Basler (www.photo-b.de)
So, warum war es eigentlich ein Kandidat für die Tonne? Der Stoff ist der schwierigste mit dem ich bisher gearbeitet habe, covertechnisch. Zuschneiden und zusammen nähen war kein Problem. Ursprünglich wollte ich aber alle Raglannähte und Säume covern. Das hat aber überhaupt nicht geklappt.
Der Stoff wollte einfach nicht transportiert werden. Probestücke sahen  immer super aus, das echte Teil hatte Fehlstiche ohne Ende, weil der Stoff hängen blieb. Auftrennen war auch ein Graus, nix mit einfach an einem Fäden ziehen und die ganze Naht ribbelt sich auf. Irgendwann hab ich dann die Geduld verloren, nachdem der Ausschnitt auch noch komisch abstand (nicht das Problem der falschen Dehnung, sondern der Ausschnitt passte einfach nicht. Ich und Raglan eben...)  und hab das Teil in die Ecke geworfen. Und war ganz schön traurig,  weil ich den Neonstoff so toll fand. 
Nach ein paar Wochen kam mir dann der Gedanke, dass offenkantige Verarbeitung vielleicht die Lösung ist. Der Jersey franst ja nicht, und lässig sieht es auch aus. Also hab ich mühevoll den Saum wieder aufgetrennt (die Umbügelfalten sieht man wohl bis zur nächsten Wäsche noch) und den Ausschnitt mit dem Rollschneider abgeschnitten. Mit der Schere geht das nicht so gut, die macht schnell Zacken. Alle Nahtenden wurden von Hand versäubert, damit nichts aufgehen kann, vor allem nicht die abgeschnittenen Overlocknähte. Am Ausschnitt steht es trotzdem noch ein bisschen ab, ich denke da werde ich die eine oder andere Raglannaht nochmal enger nähen. Ansonsten gefällt mir der Schnitt Roya echt gut, schnell genäht und schön lässig. Ich hab übrigens Größe 36 genäht.


16 Rollkragenpullover Steph {La Maison Victor}

Eigentlich wollte ich ja nur ein schlichtes graues Basic Shirt nähen, ohne viel Schnickschnack. Dann hab ich die neue La Maison Victor gesehen und das Kleid Steph. Cool, Rollkragen wollte ich schon ewig mal wieder haben und scheint ja sogar ganz modern zu sein grade (kein Hauptargument, aber nett zu haben). Also hab ich los gelegt, das Kleid zum Shirt gekürzt, und zugeschnitten. Und da ist mir plötzlich die dunkelblaue überbreite Spitzenborte in die Hände gefallen, die perfekt zu dem grau gepasst hat. Also hab ich meine Pläne über den Haufen geworfen und ein absolutes Unbasic Shirt genäht. Kombinationsmöglichkeiten mit Cardigans oder Pullis: eher begrenzt. Aber dafür liebe ich es mehr als jedes langweilige Basic Ding.
Zum Schnittmuster: ich habe Größe 36 genäht, aber an den Seiten noch etwas eingenomme. Da es eigentlich ein Kleid ist, wäre es sonst etwas schlabberig um den Bauch gewesen. Ich mag den Rollkragen sehr gerne, weil er vorne nicht zu eng am Hals sitzt und man kein Doppelkinn bekommt, wenn man den Kopf senkt. Geht bei Rollis ja schnell, selbst wenn man nicht mal eins hat. Allerdings hätte ich erwartet, dass der Kragen nicht einfach nur ein Rechteck ist, sondern ein bisschen an den Ausschnitt angepasst, damit es sich im Nacken nicht staut. 


Ich hab das verpeilt nachträglich zu machen, hab dem Schnittmuster vertraut und hab nicht dran gedacht, dass ich das ja sonst auch immer mache (siehe Tutorial Benchkragen oder Fleeceloop). 
Die Abrundung verhindert einfach, dass im Nacken der Stoff zu hoch ist. Ich hab also das Originalschnittteil verwendet und so schlimm ist es auch nicht geworden.


 Den Spitzenaufsatz hab ich übrigens am Vorderteil erstmal überall auf die Nahtzugabe aufgenäht und dann einfach alle Teile ganz normal angenäht. Super easy, man muss nur aufpassen, dass die Spitze symmetrisch und ganz flach liegt, vor allem, wenn sich bei dehnbaren Stoffen das Vorderteil etwas verziehen kann. Die Spitze ist übrigens auch dehnbar und ich hab sie an der Bogenkante nicht aufs Shirt genäht, man könnte also einfach mit der Hand drunter fahren. Ich hab sie letztes Jahr bei der Nadelwelt in Karlsruhe an einem sehr gut sortierten Stande gefunden, der viel Spitze als Meterware in relativ breiten Streifen hatte. ich hab jetzt bei meiner so gut wie die ganze Breite ausgenutzt.

Der graue Stoff war ein ganz wundervoller Coupon vom Stoffmarkt, bei dem ich mal wieder zu gerne wüsste, was es ist, denn er ist super weich, trotzdem eher dicker und lässt sich genial verarbeiten. Meine Covernähte sind so gut wie unsichtbar geworden, das finde ich immer extra toll.



Den Schnitt finde ich auch echt gut, denke ich werde den noch öfter vernähen. Die Rollizeit ist zwar bald vorbei, aber für kühlere Tage finde ich ihn perfekt, denn der Kragen ist schön wärmend und der Stoff auch etwas dicker als normaler Jersey.

Bis bald,
eure Nina
Verlinkt bei Me Made Mittwoch, AfterWorkSewing und Meertje.

7 Grafische Bilder mit dem Plotter

Als mich meine Freunde und Familie nach Weihnachten gefragt haben, was ich geschenkt bekommen habe, und ich geantwortet habe: "Einen Plotter!", haben die meistens ziemlich fragend geguckt. Ich hab dann etwas lahm hinzugefügt: "Ja, da kann man Bügelbilder und Aufkleber mit machen...". Hat sich leider immer noch nicht so angehört, als könnte man deshalb in Jubel ausbrechen (so wie ich es unter dem Weihnachtsbaum getan habe). Deswegen wollte ich jetzt auch mal die "kleinen" Dinge ansprechen, die man mit diesem tollen Gerät so machen kann. Unter anderem das eigenen Heim verschönern. Die meisten denken da jetzt wahrscheinlich an peinliche Wand-Tattoos (ja, es gibt auch ganz nette und wer weiß, vielleicht hab ich auch mal irgendeins). Mein erster Gedanke waren aber ein paar coole, skandinavisch minimalistische Bilder.

In der neuen Wohnung ist ja noch ein bisschen Platz um was auszuprobieren und nach ein paar Minuten auf Pinterest (ja, tatsächlich, keine Stunden!) hab ich zwei schöne Grafiken gefunden (Herz und Love), die mir gut gefallen haben und perfekt für über unser Gästesofa sind.
Ach ja und wie der Zufall es will, ist heute sogar Valentinstag, das heißt ich bin mit meinem Herzchen/Liebesthema ungeplanterweise sogar absolut up to date!




3 Kelly Anorak: Manschetten nähen / How to sew the cuffs {Tutorial}

(Please scroll down for the english version of this post.) Letzte Woche hab ich euch meinen Kelly Anorak gezeigt und einen seeeehr ausführlichen Bericht dazu geschrieben. Zu dem Anorak gibt es eine tolle Anleitung und die kniffligsten Schritte, Reissverschluss, Blende und Taschen sind in einem Sew Along von Closet Case Files mit Bildern gezeigt. Die Manschetten fand ich jetzt aber auch nicht so einfach, denn dazu gibt es nur die normale Anleitung. Als ich dann nach der ersten Manschette gecheckt habe, wie man es am besten macht, hab ich bei der zweiten für euch mitfotografiert und darf euch mit der Erlaubnis von Heather von Closet Case Files zeigen, wie man die Manschetten näht.
Ich hoffe ihr könnt das Tutorial irgendwann mal gebrauchen :-) Der Kelly Anorak ist nämlich so cool, dass ich mir vorstellen könnte, dass einige von euch vielleicht auch bald Lust drauf kriegen ihn zu nähen und sich freuen, wenn es ein paar Bilder mehr gibt.



Last week I showed you my finished Kelly Anorak. Today I can show you (with kind permission of Heather of Closet Case Files) how to sew the cuffs of the Kelly Anorak. I was so glad that there were sew alongs for the harder parts like the pockets and the placket, but I struggled a bit with my first cuff. But as soon as I got the hang of it, I took pictures for you guys, so it would be easier for you, when you sew the Kelly Anorak.


 

Anleitung Manschetten nähen 

Tutorial How to sew the cuffs