11 Rollkragenpullover Steph {La Maison Victor}

Eigentlich wollte ich ja nur ein schlichtes graues Basic Shirt nähen, ohne viel Schnickschnack. Dann hab ich die neue La Maison Victor gesehen und das Kleid Steph. Cool, Rollkragen wollte ich schon ewig mal wieder haben und scheint ja sogar ganz modern zu sein grade (kein Hauptargument, aber nett zu haben). Also hab ich los gelegt, das Kleid zum Shirt gekürzt, und zugeschnitten. Und da ist mir plötzlich die dunkelblaue überbreite Spitzenborte in die Hände gefallen, die perfekt zu dem grau gepasst hat. Also hab ich meine Pläne über den Haufen geworfen und ein absolutes Unbasic Shirt genäht. Kombinationsmöglichkeiten mit Cardigans oder Pullis: eher begrenzt. Aber dafür liebe ich es mehr als jedes langweilige Basic Ding.
Zum Schnittmuster: ich habe Größe 36 genäht, aber an den Seiten noch etwas eingenomme. Da es eigentlich ein Kleid ist, wäre es sonst etwas schlabberig um den Bauch gewesen. Ich mag den Rollkragen sehr gerne, weil er vorne nicht zu eng am Hals sitzt und man kein Doppelkinn bekommt, wenn man den Kopf senkt. Geht bei Rollis ja schnell, selbst wenn man nicht mal eins hat. Allerdings hätte ich erwartet, dass der Kragen nicht einfach nur ein Rechteck ist, sondern ein bisschen an den Ausschnitt angepasst, damit es sich im Nacken nicht staut. 


Ich hab das verpeilt nachträglich zu machen, hab dem Schnittmuster vertraut und hab nicht dran gedacht, dass ich das ja sonst auch immer mache (siehe Tutorial Benchkragen oder Fleeceloop). 
Die Abrundung verhindert einfach, dass im Nacken der Stoff zu hoch ist. Ich hab also das Originalschnittteil verwendet und so schlimm ist es auch nicht geworden.


 Den Spitzenaufsatz hab ich übrigens am Vorderteil erstmal überall auf die Nahtzugabe aufgenäht und dann einfach alle Teile ganz normal angenäht. Super easy, man muss nur aufpassen, dass die Spitze symmetrisch und ganz flach liegt, vor allem, wenn sich bei dehnbaren Stoffen das Vorderteil etwas verziehen kann. Die Spitze ist übrigens auch dehnbar und ich hab sie an der Bogenkante nicht aufs Shirt genäht, man könnte also einfach mit der Hand drunter fahren. Ich hab sie letztes Jahr bei der Nadelwelt in Karlsruhe an einem sehr gut sortierten Stande gefunden, der viel Spitze als Meterware in relativ breiten Streifen hatte. ich hab jetzt bei meiner so gut wie die ganze Breite ausgenutzt.

Der graue Stoff war ein ganz wundervoller Coupon vom Stoffmarkt, bei dem ich mal wieder zu gerne wüsste, was es ist, denn er ist super weich, trotzdem eher dicker und lässt sich genial verarbeiten. Meine Covernähte sind so gut wie unsichtbar geworden, das finde ich immer extra toll.



Den Schnitt finde ich auch echt gut, denke ich werde den noch öfter vernähen. Die Rollizeit ist zwar bald vorbei, aber für kühlere Tage finde ich ihn perfekt, denn der Kragen ist schön wärmend und der Stoff auch etwas dicker als normaler Jersey.

Bis bald,
eure Nina
Verlinkt bei Me Made Mittwoch, AfterWorkSewing und Meertje.

7 Grafische Bilder mit dem Plotter

Als mich meine Freunde und Familie nach Weihnachten gefragt haben, was ich geschenkt bekommen habe, und ich geantwortet habe: "Einen Plotter!", haben die meistens ziemlich fragend geguckt. Ich hab dann etwas lahm hinzugefügt: "Ja, da kann man Bügelbilder und Aufkleber mit machen...". Hat sich leider immer noch nicht so angehört, als könnte man deshalb in Jubel ausbrechen (so wie ich es unter dem Weihnachtsbaum getan habe). Deswegen wollte ich jetzt auch mal die "kleinen" Dinge ansprechen, die man mit diesem tollen Gerät so machen kann. Unter anderem das eigenen Heim verschönern. Die meisten denken da jetzt wahrscheinlich an peinliche Wand-Tattoos (ja, es gibt auch ganz nette und wer weiß, vielleicht hab ich auch mal irgendeins). Mein erster Gedanke waren aber ein paar coole, skandinavisch minimalistische Bilder.

In der neuen Wohnung ist ja noch ein bisschen Platz um was auszuprobieren und nach ein paar Minuten auf Pinterest (ja, tatsächlich, keine Stunden!) hab ich zwei schöne Grafiken gefunden (Herz und Love), die mir gut gefallen haben und perfekt für über unser Gästesofa sind.
Ach ja und wie der Zufall es will, ist heute sogar Valentinstag, das heißt ich bin mit meinem Herzchen/Liebesthema ungeplanterweise sogar absolut up to date!




3 Kelly Anorak: Manschetten nähen / How to sew the cuffs {Tutorial}

(Please scroll down for the english version of this post.) Letzte Woche hab ich euch meinen Kelly Anorak gezeigt und einen seeeehr ausführlichen Bericht dazu geschrieben. Zu dem Anorak gibt es eine tolle Anleitung und die kniffligsten Schritte, Reissverschluss, Blende und Taschen sind in einem Sew Along von Closet Case Files mit Bildern gezeigt. Die Manschetten fand ich jetzt aber auch nicht so einfach, denn dazu gibt es nur die normale Anleitung. Als ich dann nach der ersten Manschette gecheckt habe, wie man es am besten macht, hab ich bei der zweiten für euch mitfotografiert und darf euch mit der Erlaubnis von Heather von Closet Case Files zeigen, wie man die Manschetten näht.
Ich hoffe ihr könnt das Tutorial irgendwann mal gebrauchen :-) Der Kelly Anorak ist nämlich so cool, dass ich mir vorstellen könnte, dass einige von euch vielleicht auch bald Lust drauf kriegen ihn zu nähen und sich freuen, wenn es ein paar Bilder mehr gibt.



Last week I showed you my finished Kelly Anorak. Today I can show you (with kind permission of Heather of Closet Case Files) how to sew the cuffs of the Kelly Anorak. I was so glad that there were sew alongs for the harder parts like the pockets and the placket, but I struggled a bit with my first cuff. But as soon as I got the hang of it, I took pictures for you guys, so it would be easier for you, when you sew the Kelly Anorak.


 

Anleitung Manschetten nähen 

Tutorial How to sew the cuffs

 



8 Plotterfolien Info Übersicht {Freebie}

https://www.dropbox.com/s/pewzkqoahgwnu44/Plotter-Folien-Uebersicht-Download.pdf?dl=0Ganz spontan hat mich heute morgen der Aufräumwahn überfallen. Mein Plotter steht nun ja schon einige Zeit bei mir und natürlich war ich nicht faul und habe jede Menge Folien geshoppt und auch schon einiges ausprobiert. Was mich nun aber immer gestört hat: ich hab schnell den Überblick verloren, wo ich welche Folie bestellt habe und wie genau man sie behandelt. Jedes Mal musste ich eine neue Probe machen und kleine Stückchen aufbügeln um zu sehen, ob alles hält.
Deswegen hab ich mir eine Vorlage gemacht und meine Folien in einen große Registerkartenmappe einsortiert. Die meisten Folien, die ich habe sind A4 Größe, weshalb sie super in den Ordner passen. In jede Registerkarte lege ich nun die Übersicht mit dazu und weiß immer genau, wo welche Folie herkommt und mit welchen Einstellungen ich gute Ergebnisse erzielt habe. Oft schreiben die Hersteller ja auch dazu, wie man Aufbügeln oder Abziehen soll.
Falls ihr auch Lust habt eure Plotterfolien ein bisschen besser zu ordnen und eure Infos schneller und einfacher griffbereit zu haben, dann ladet euch gerne mein Übersichts-Freebie für den privaten Gebrauch runter. Für den Download klickt einfach aufs Bild oder hier.




35 Kelly Anorak

In den Weihnachtsferien hab ich leicht größenwahnsinnig ein Mammutprojekt gestartet: das (damals noch) neuste Schnittmuster Kelly Anorak von Closet Case Files hat mir sofort super gut gefallen  - und nachdem mir das Parka nähen im letzten Winter so viel Spaß gemacht hat, war sofort klar, dass es nicht bei diesem einen bleiben wird. Allerdings ist dieser Parka auch deutlich anders. Zum einen ist er ein Anorak und damit nicht gefüttert. Den Wind und Wetter Parka, den ich letzten Winter genäht habe, ziehe ich im Jahr an nur ganz wenig Tagen an, da er für die kalten Tage zu kalt und für die warmen Tage zu warm ist. Die richtige Temperatur gibt es fast nie.Also bin ich in mich gegangen und hab überlegt, was ich tatsächlich gerne trage. Im Winter: Daunenjacke, mollig warm. Im Frühjahr: Daunenjacke, bis es irgendwann so warm wird, dass ich auf Softshell-, Fleece- oder Jeansjacke wechseln kann. Wobei Jeansjacke dann doch lange Zeit fast wieder zu dünn ist. Daher die Idee: Etwas wärmer wie Jeansjacke aber nicht so warm wie der gefütterte Parka. Und das hab ich, glaube ich, sehr gut erreicht, denn der Kelly Anorak ist aus Stretch-Twill, etwa so fest wie Jeans, dafür aber hochgeschlossener und auch länger.
Den Stoff hab ich (wie auch den für meine Ginger Jeans, mein erstes aufwändiges Closet Case Files Projekt) bei Stoff und Stil gefunden. Er ist leicht dehnbar, lässt sich aber trotzdem wunderbar vernähen. Ich hab mit Vlieseline H220 verstärkt und mich auch weitestgehend an die Anleitung gehalten.





10 Schürze im Fifties-Stil

Ab und zu nähe ich ja was für andere - zu Weihnachten wird es aber meistens nichts, weil das vorher einfach zu stressig ist und ich nicht gut kalkulieren kann, wie lange ich tatsächlich für ein Projekt brauche. Als ich aber mitgekriegt habe, dass meine Oma sich eine Schürze wünscht, ist dieser Pin vor meinem geistigen Auge aufgepoppt und ich wollte doch noch vor Weihnachten los legen. Ein Spontantrip ins Stoffgeschäft und ich kam mit wunderschönem Gütermannstoff zurück. Die kleinen Zwetschgen auf dem Oberteil finde ich super süß: themengerecht, denn meine Oma macht sooo leckeren Zwetschgenkuchen, aber nicht zu aufdringlich. Mit Gütermannstoff arbeite ich super gerne, er lässt sich einfach sehr angenehm verarbeiten. Besonders wenig mag ich, wenn der Stoff beim Bügeln zickt und die Falten einfach nicht rausgehen wollen. Das hat man ja oft bei günstigerem, dünnen Stoff, hier aber gar nicht. Den Schnitt, der dabei war, hab ich ein wenig abgeändert. Ich hab den Rock verbreitert, damit er noch weiter nach hinten geht und in das Oberteil hab ich nach der ersten Anprobe eine Kellerfalte eingefügt, damit das Oberteil nicht über der Brust absteht.


5 Staubschutzhülle für Bernina 530 Nähmaschine

Heute werde ich meinem Blog abtrünnig. Aber das ist gar nicht schlimm, denn ihr dürft mich gerne mit auf den Bernina Blog begleiten. Dort zeige ich euch nämlich meine selbst genähte Staubschutzhülle für meine brandneue Bernina 530. Seit ich bei den Bernina Blogger Days war hab ich ja so unterbewusst von einer Bernina Nähmaschine geträumt. Ich wollte es mir nicht so richtig eingestehen und hab weiter tapfer auf meiner Pfaff Passport genäht, auch einer guten Maschine, aber als der Black Friday Ende November mit seinen unschlagbaren Angeboten kam, bin ich doch weich geworden.
So, klickt euch gerne über diesen Link zum Bernina Blog, dort findet ihr die Maße für die Schnittteile für die Hülle, sodass ihr sie vielleicht ganz bald selbst nach nähen könnt.
Übrigens: die Hülle passt auch auf die Vorgängermodelle der 530, die Aurora Reihe!

Ach ja: für die Bernina 800 DL Overlock habe ich auch schon eine Hülle inklusive Schnittmuster gezeigt. Und letzte Woche gab es eine Hülle für meinen neuen Plotter inklusive Schnittmuster, Tutorial und Plotterfreebie für alle 3 Plottermodelle, Cameo 2, 3 und Portrait.

Ihr seht, ich bin der mega Hüllen-Fan - fast alle meine Schätze sind nun gut verpackt, es fehlt nur noch die Janome Cover, die steckt noch in ihrer Plastikhülle.

Der coole Plot ist übrigens ein Freebie Printable von der lieben  Ute von Schneiderherz und es drückt einfach genau aus, was ich  in dem Moment empfinden will, in dem ich meine Maschine von der Hülle befreie und los lege. Danke dafür!

Bis bald,
eure Nina

Verlinkt bei Creadienstag, Meertje, HandmadeOnTuesday,, Dienstagsdinge