4 Hundemantel aus Softshell

Ich hätte nie gedacht, dass ich mal ein Hunde Mäntelchen nähen würde (hätte aber auch nie gedacht, dass unser Traum vom Hund so schnell wahr werden wurde - danke Corona😜). Auf jeden Fall fand ich Hundeklamotten immer ein bisschen seltsam, auch weil ich dachte das wäre ne Fashion Choice und keine Notwendigkeit. Schande über mein Haupt, es gibt viele Rassen, die in den kalten Jahreszeiten ein Mäntelchen brauchen. Insbesondere Rassen, die keine oder kaum Unterwolle haben, sehr junge oder sehr alte Hunde. Unsere kleine Yvie ist ja noch sehr jung und trägt auch bauchfrei. Hm, hört sich etwas falsch an, ist aber so 😂. Auf jeden Fall wird sie angezogen, wenn wir längere Zeit raus ins Kalte oder Nasse gehen. Was sich aber wirklich nicht einfach gestaltet hat, war die Suche nach einem geeigneten Mantel. Wir haben im Laden versucht welche anzuprobieren, haben auch welche gekauft und dann wieder zurück gegeben, weil sie einfach nicht sehr gut saßen. 

Nur eines hat recht gut gepasst, und das haben wir lustigerweise als Dreingabe zu einer auf Ebay gekauften Hundebox von einer Frenchiebesitzerin geschenkt bekommen. Das Jäckchen war aber von Anfang an zu klein, aber bis auf ein paar Details hat es uns gut gefallen. Also hab ich den Schnitt abgenommen, an ein paar Stellen angepasst und nach genäht. Ich hab den Armausschnitt etwas verändert und den Bauchausschnitt verlängert, damit möglichst viel nackiger Bauch bedeckt ist.

Das Jäckchen passt nun deutlich besser als alle Gekauften (und zurück Gegebenen). Das Außenmaterial ist Softshell von meiner Softshelljacke, das Innenfutter ist Fleece von meiner Fleecejacke - es hat mich sehr gefreut nur vorhandene Stoffe zu verwenden und ein bisschen den Inhalt meine Restekiste (okeee, Kisten... ) zu reduzieren. 



5 Hemd Cliff {La Maison Victor}

Ist es ein Problem, wenn der Mann ein bisschen viel Bizeps hat? Ich will mich ja wirklich nicht beschweren, aber nur ein bisschen weniger und das Hemd hätte echt perfekt gepasst...Als Erinnerung an mich selbst: Das nächste Mal nicht nur ein Probeteil vom Körper machen, sondern auch die Ärmel mit dran nähen🙄🤣.

Aber von vorne: Endlich hatte ich mich aufgerafft und das schon lange geplante Hemd für meinen Mann begonnen. Im Frühjahr hatte ich Stoff bei MT Stofferie in Stuttgart gefunden, der wirklich perfekt für ein Hemd im Holzfällerstil passt. Es ist kein Flanell, sondern eher so eine Viskose Baumwollmischung, die einfach überhaupt nicht knittert und super weich ist (Artikelnr: 119496, aktuell leider nicht verfügbar). Das Nähen mit Karostoffen und die Tatsache, dass ich bisher noch kein Schnittmuster gefunden hatte, das mich komplett überzeugt hat, hat meine Motivation nicht unbedingt verstärkt. Gegen Ende des Sommers, als es wieder ein bisschen kühler wurde und ich mir schon vorstellen konnte, wie gut mein Mann in diesem Hemd aussehen würde, hab ich mich endlich ernsthaft auf die Suche nach einem Schnittmuster begeben. Eigentlich hab ich nur das Fairfield Button Up von Thread Theory in Betracht gezogen, da ich das schon so oft in den sozialen Medien gesehen hatte und es eigentlich immer gut aussah.

Allerdings wird es deutlich öfter als „Dress Shirt“ also eher schickes Anzugshemd oder festliches Hemd präsentiert, und das war gar nicht der Stil, den ich vor Augen hatte. Mein Mann ist zwar Anwalt, trägt aber so gut wie nie Hemd und Anzug und da lohnt sich das einfach nicht. Dafür mag er es sehr gern ein lässiges Hemd offen zu einem T-Shirt zu tragen. Ich hab also, auch weil ich den Preis für das Fairfield echt ordentlich fand, weitergesucht und bin in einer schon älteren La Maison Victor auf das Hemd Cliff (La Maison Victor 1/2016) gestoßen, das mir sofort gefallen hat. 

Nicht nur, weil das Designbeispiel auch im Holzfällerhemdenstil gezeigt wird, sondern auch, weil es diese coole Passe am Rücken hat, die das ganze etwas besonders macht. Man könnte die aber auch sehr einfach weglassen, wenn sie nicht gefällt oder nicht zum gewünschten Stil passt. Wir waren aber sehr davon begeistert.



15 Ankers Sweater

Was kommt nach dem ersten Strickpulli? Klar, der zweite! Ich war so happy mit dem Ergebnis des ersten und so motiviert, dass ich mir direkt im Anschluss wieder ein Projekt ausgesucht habe. Ich hab viel überlegt und war ehrlich gesagt etwas überfordert mit der ganzen Auswahl an Strickmustern und mit der Wahl der Wolle. Beim ersten Pulli wars ja einfach, weil das Projekt mit der Made and Worn Website perfekt für meine Maße und meine Wolle konfiguriert war. Also hab ich beschlossen es erstmal einfach zu halten und hab mir ein super einfaches Strickmuster ausgesucht und direkt auch die Originalwolle bestellt. Man muss sich ja nicht gleich völlig aus dem Fenster lehnen.

Das Strickmusterlabel PetiteKnit ist vielleicht vielen hier bekannt und auch für den Ankers Sweater, den ich ausgewählt habe finden sich super viele Beispiele im Netz. Ich werde euch trotzdem von meinen Erfahrungen berichten.

Bezüglich der Wolle hab ich wie gesagt die Wolle verwendet, die auch für den Originalpulli verwendet wurde, die Anina von Filcolana. Die gibt’s natürlich nicht in jedem Wollgeschäft, das war aber zu dem Zeitpunkt eh egal, denn die Wolle hab ich während dem Lockdown online bei Tinkus Strickparadies (sehr guter Shop!) bestellt. Das war auch ein Grund ein niedriges Risiko einzugehen, denn wenn ich schon online bestellen muss, dann wenigstens eine vom Strickmusterersteller gewählte Wolle. Ich hab lange überlegt welche Farbe es werden soll. Hell sollte sie auf jeden Fall sein, damit das schöne Muster der Passe gut zur Geltung kommt. Und weil mir das Designbeispiel so gut gefallen hat, hab ich einfach die gleiche Farbe (Oatmeal) ausgewählt. Vielleicht etwas langweilig, aber für mich war es schon spannend genug, ob ich wirklich durchhalte einen ganzen Pulli (fast) nur mit rechten Maschen zu stricken, oder ob mir das langweilig werden würde, da wollte ich wenigstens das fertige „Produkt“ schon direkt vor Augen haben, als Motivation sozusagen. 



11 Grauer Makramee Wandbehang

Aktuell arbeite ich richtig gerne mit Wolle - ich bin viel am Stricken und seit neustem auch ein großer Makramee-Fan. Meinen ersten zaghaften Versuch eines Wandbehangs hab ich euch ja schon zusammen mit meiner Ikea-Hack-Garderobe gezeigt, und nach den Makramee-Windlichtern war jetzt die Zeit für etwas großes gekommen. Ich hab lange die vielen tollen riesigen Makramee Wandbehänge auf Instagram bewundert, hab mir so viel gespeichert und vorgenommen endlich meinen eigenen anzufangen. Welche Muster genau ich verwenden will, hat sich gefühlt mit jedem neuen gespeicherten Bild geändert, und am Schluss hab ich einfach drauf los geknotet. Ich finde es einfach faszinierend, wie man ohne großen Plan (was eigentlich nicht so meine Art ist) drauf losarbeiten kann, und dann so was dabei heraus kommt!

Den Ast hab ich im Frühjahr im Wald gefunden und gut abgebürstet. Hab überprüft, ob er auch nicht morsch ist, denn das wäre ja der Super GAU: Da knotet man stundenlang und dann bricht das Ding zusammen. 

Mit der Farbe hab ich lange hin und her überlegt, denn das Stück wird nicht an der Stelle hängen, an der ich die Fotos gemacht habe, sondern draußen an der Hauswand (wenn das Wetter gut ist) über unserer Sitzecke. Und die Hauswand ist (leider) gelblich...Da passt natürlich das typische Makramee-beige nicht wirklich, der Kontrast ist einfach zu gering. In unser grau/türkis Farbschema fügt sich das Dunkelgrau aber sehr gut ein. 

Das Garn ist von Bobbiny in der Farbe Charcoal in Stärke 3. Einige Shops führen das, unter anderem Lieblingsgarn.de und Makramee-shop.de.




18 Nordic Summer Top Light

Ich hätte niemals gedacht, dass ich mir mal ein Top STRICKEN würde! Hört sich irgendwie verquer an, Wolle im Sommer zu tragen, finde ich. Aber ich hatte noch sommerliche Wolle übrig (Drops Belle, von diesem Häkel-Bikini und diesem Häkeleinkaufsnetz...), die für nicht mehr als ein Top gereicht hätte, und dann ist mir auf Insta das Nordic Summer Top Light vor die Füße gefallen und zack, da war die Inspiration. Das Strickmuster sah für mich als „Kleidungs-Strick-Neuling“ gar nicht so einfach aus, also hab ich mir gedacht, selbst wenns doof aussehen würde, oder ichs nicht tragen wollen würde – ich hätte wenigstens was dabei gelernt. Und ribbeln geht ja auch immer...

Lustigerweise hab ich dann beim Durchstöbern des Hashtags #nordicsummertoplight eine Version von Hannah_lovesknitting aus ebenjener Wolle gefunden und ein sehr netter Nachrichtenaustausch hat bestätigt, dass meine 178 g Wolle tatsächlich gut ausreichen sollten. 

Nach einem kurzen Überfliegen der Anleitung hatte ich das Gefühl, dass das alles machbar sein sollte, und hab motiviert Größe S angeschlagen. Nach den ersten 15 Reihen hab ich aber schon gemerkt, dass mir das zu locker sitzen wird, und hab auf Größe XS gewechselt. Eine Maschenprobe hab ich aus Angst, die Wolle könnte nicht reichen, nicht gemacht, sondern hab einfach soweit gestrickt, dass ich 10 Zentimeter hatte und hab danach ausgemessen. Also eigentlich schon ne Maschenprobe, nur halt ungeblockt. 



10 Pacific Pullover Mountainbike-Shirt

Ich kann mich wirklich zu den glücklichen Menschen zählen, die viiiiele Hobbies haben. Neben dem Nähen, Häkeln, Stricken und generell kreativ sein, liebe ich auch Sport, insbesondere das Mountainbiken. Und wenn wir schon von Glück reden – im Schwarzwald gibt es einige der besten Mountainbikestrecken, sodass es mich besonders im Sommer deutlich öfter aufs Fahrrad als an die Nähmaschine zieht. Und jetzt hab ich es endlich mal geschafft diese beiden Hobbies zu kombinieren, indem ich mir ein lange vermisstes Mountainbike-Shirt genäht habe.
Ich hab mir vor ein paar Jahren mal einen ganzen Satz richtig guter Hosen gekauft, Trikots trage ich nicht so gerne, da reichen mir normale Sporttops und für den Winter hab ich ein paar super Thermoklamotten, da kann man dann auch bei Minusgraden unterwegs sein. Zwiebellook machts möglich. Was mir aber die ganze Zeit noch gefehlt hat, war ein mitteldickes Shirt, das mich durch die Zwischensaisons wie Frühling und Herbst bringen kann. So ganz geplant hab ich das Shirt aber nicht wirklich, eigentlich hab ich nach Sportstoff gesucht, weil ich für den Schatz nochmal eine Badehose nähen wollte – die letzte hat er beim Flussklettern auf Korsika zerrissen...😂

Dieses Mal sollte es also etwas festerer und trotzdem schnell trocknender Stoff sein, und ich hab mich echt gefreut, als ich die Sportlycras bei Karstadt (Artnr: 4062701423591) entdeckt habe. Mit dem Ballen bin ich zum Zuschneidetisch gegangen und hab so gesagt: „Ich hätte gerne 50 Zenti... äääh, 1 Meter 80, bitte!“. Mitten im Satz ist mir nämlich aufgegangen, dass der Stoff perfekt zu meinen schwarzen Fahrradklamotten passen würde.



Ja, und dann hatte ich den Stoff, aber keinen Plan welches Shirt daraus nun werden sollte. Ich bin schnell auf meine Sportklamotten-Schnittmusterseite des Vertrauens – greenstylecreations.com – gegangen und natürlich gab es da was passendes. Der Pacific Pullover sah genauso aus, wie ich mir das gedacht hatte.



9 Kimono Tee aus Resten

Na, kommt euch der Stoff bekannt vor? Aus dem hübschen Blumenstoff hab ich mir im Frühjahr mein erstes Bonn Shirt genäht und ich war so begeistert von diesem wundeschönen Stoff, dass ich unbedingt noch etwas aus den Resten nähen wollte. Ich war dann etwas im Zugzwang, weil ich auch wusste aus den allerletzten Fitzelchen sollen noch ein paar passende Masken entstehen (und zwar schnell!), aber dafür musste ich ja erstmal so weit kommen, dass wirklich kaum noch was übrig war.
 Nach dem Zuschnitt der Bluse waren noch ca 60 cm übrig, und daraus kann man definitiv kein ganzes Oberteil machen. Patchwork war also der Plan und ich hab den Stoff an alle meine übrigens Stoffe und Stoffreste gehalten und tatsächlich - ein lachsrosa Viskosejersey hat gepasst. Ich muss gestehen, ich erinnere mich nicht, wann oder wo ich den gekauft habe. Irgendwann bin ich dazu übergegangen kleine Klebezettel auf meine Neuerwerbungen zu kleben auf denen die Maße und der Kaufort oder sogar die Artikelnummer draufsteht. Hier gab es keinen Hinweis, was entweder bedeutet der Zettel ist abgefallen, oder der Stoff ist schon relativ alt. Ich vermute es ist ein Coupon vom Stoffmarkt, weil es ziemlich genau anderthalb Meter sind. Wie auch immer, es war genug davon da, dass ich ein halbes T-Shirt Oberteil zuschneiden und mir sicher sein konnte, dass der Stoff auch noch für ein anderes Teil reichen wird (den Zukunfts-Rest hab ich nun schon verbraucht, sozusagen).


Ich hab mich sehr schnell für das Kimono Tee von Maria Denmark entschieden, dass die meisten unter euch als eins der bekanntesten T-Shirt Freebooks kennen und hab es ein bisschen gehackt.