8 Bonn Shirt ohne Ärmel



Nach diesem Blusenschnitt habe ich laaaaange gesucht! Vor 2 Jahren hab ich euch einen Rock gezeigt, den ich mit einer gekauften Bluse kombiniert habe und hab schon da geschrieben, ich suche unbedingt ein Schnittmuster, das so ähnlich ist. Und endlich bin ich fündig geworden! Es waren allerdings ein paar Anpassungen notwendig, denn das Bonn Shirt von Itch to Stitch, das ich hier genäht habe, hat eigentlich Ärmel. Aber dazu später mehr.
Ich hab vor kurzem in einer Facebook-Gruppe nochmal einen Aufruf gestartet, ob jemand einen Schnitt kennt, der so ähnlich ist, wie die Bluse auf dem Bild und tatsächlich hat jemand das Bonn Shirt vorgeschlagen, danke nochmal hierfür! Ausschlaggebend für die erneute Suche war dieser wunderschöne Blusenstoff, ein echter Designerstoff aus dem elsässischen Outlet Roppenheim. Dort gibt es nämlich im Laden Diffusione Tessile Designerstoffe zu kaufen (in einer etwas versteckten Ecke, die ich nur dank dem Hinweis von der lieben Nicole aka Miniwölkchen gefunden habe). Ich bin Anfang März an einem Samstagabend noch ganz schnell für 20 Minuten rüber ins Elsass geflitzt, um mir diesen Stoffladentip mal genauer anzuschauen.





7 Steckbrief für Bügeleinlage {Freebie}


Hand hoch, wer hat die letzten Tage fürs Ausmisten und Aufräumen im Nähzimmer genutzt? Ja, dann herzlichen Glückwunsch, ich hab mich leider noch nicht aufraffen können, haha. Das schöne Wetter hat mich tatsächlich mehr gelockt, als die unordentlichen Schubladen. Aber immerhin ein kleines Projekt, das mir schon die ganze Zeit in den Fingern gejuckt hat, hab ich in die Tat umgesetzt: Ich hab meine Bügel- und Gewebeinlagen sortiert und beschriftet.



Bisher waren die nämlich einfach in eine Schublade geschoben und immer wenn ich Einlage gebraucht hab, hab ich gesucht bis ich was Passendes gefunden habe. Oder ich hab nichts gefunden und bin mit dem konkreten Projekt im Hinterkopf einkaufen gegangen. Um dann direkt im Anschluss wieder zu vergessen, dass ich diese Einlage schonmal verwendet habe und wofür sie beim nächsten Mal zu gebrauchen wäre. Ein nicht wirklich idiotensicheres System.



Im Gegensatz zu meinem neuen:



12 Ginger Jeans in weiß

Diejenigen, die mich kennen werden mich jetzt wahrscheinlich für verrückt halten. Warum näht jemand, der Flecken magisch anzieht, eine weiße Hose? Glaubt mir, die Entscheidung fiel mir nicht leicht, und der ursprüngliche Plan war auch, diesen schönen weißen Stretch-Twill zu färben. Aber dann hat mir da jemand einen Flo ins Ohr gesetzt: “Näh sie doch erstmal weiß, färben kannst du sie ja auch, wenn sie fertig genäht ist. Dann hat sie halt weiße Kontrastnähte, sieht doch auch gut aus.“ Jo, ich bin kein Fan von Kontrastnähten, deswegen kommt hinterher färben eigentlich nicht in Frage, aber sobald ich mir die weiße Jeans mal vorgestellt hatte, hab ich sie nicht mehr aus meinem Kopf rausbekommen und mir tausend coole Outfits vorgestellt. Und manchmal muss man ja auch ein bisschen unvernünftig sein, YOLO, no risk no fun und so.

 Deswegen hab ich jetzt eine weiße Caprihose. Capri war sie etwas unfreiwillig, eigentlich wollte ich eher knöchellang haben, aber da hat mir der Stoff einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der war nämlich einfach mal nur 130 cm breit, beziehungsweise ohne Webkante nur so 125 cm. Jo, puzzeln kann ich, aber auch nur soviel, wie der Stoff hergibt. Egal, meine grüne Caprihose mit Schlitz trage ich ja auch unglaublich gerne, deswegen war das jetzt kein Drama. Den Stretch-Jeans hab ich bei MT Stofferie in Stuttgart gefunden, eine mir bis vor kurzem unbekannte Kette aus Frankreich, die ihren ersten deutschen Laden in Stuttgart eröffnet hat.





3 Shirt Max

Ist der Stoff nicht mega schön? Ich verstehe überhaupt nicht, warum der bestimmt 4 Jahre in meinem Stash rumlag. Aber, besser spät als nie, ist er jetzt ein Shirt Max von Pattydoo. Als es fertig war, hab ich von diversen Männern aus der Familie gehört: Oh, ich will auch eines! Leider reicht der übrige Stoff aber nur noch für ein Tanktop, haha. Falls es da Abnehmer geben sollte...

Aber, Spaß beiseite, der Stoff ist ein Isoli (Sommersweat) von Stoff und Stil, den ich wie gesagt schon vor einigen Jahren gekauft habe, und den es natürlich inzwischen nicht mehr gibt. Kennt ihr das, sobald es etwas nicht mehr produziert wird, wird es umso wertvoller, und man muss sich genau überlegen, was man daraus macht, denn man hat ja nur diese eine Chance?

Wahrscheinlich war ich deswegen so gehemmt und hab ihn rumliegen lassen. Vor kurzem bin ich aber meine digitalen Schnittmuster durchgegangen, denn ich hatte Lust mal wieder was für meinen Schatz zu nähen. Im Winter bin ich ja immer etwas unmotiviert für mich selbst zu nähen (dafür stricke ich umso mehr) und das ist die beste Zeit für den Schatz, etwas abzugreifen. Ich hab auf jeden Fall den Max von Pattydoo gefunden, den ich mal gekauft hatte, weil ich ein T-Shirt mit Knopfleiste aus Piqué Stoff nähen wollte, an dem ich aber, weil der Stoff so labbrig war so viel hätte ändern müssen, dass es in der UFO Kiste gelandet, und bis heute verschollen ist. Tatsächlich hab ich versucht das alte Shirt zu finden, um die Passform nochmal zu checken, aber ich war nicht erfolgreich.




1 Stirnband Nova

Bevor der Winter (oder wie man das heutzutage nennt...) ganz vorbei ist, zeig ich euch noch meine diesjährige selbstgestrickte Kopfbedeckung. Wobei, meine ist es inzwischen nicht mehr. Als ich das Stirnband aufgezogen habe, hat es nicht sofort Klick gemacht, ich war nicht hin und weg. Als ich es aber der Freundin meines Bruders zum Anprobieren gegeben habe, war klar, das Stirnband ist wie für sie gemacht. Sie hat eine ganz andere Kopfform, ein länglicheres Gesicht und da kommt das breite Stirnband wirklich toll zur Geltung. Ich habe aber leider keine Fotos für euch, denn bei der Übergabe  war dazu keine wirkliche Gelegenheit (noch dazu im winterdunklen Wohnzimmer wäre das eh nix geworden).
Also müsst ihr mit mir als Model vorlieb nehmen und ich denke ich kann euch von der Schönheit dieses Stirnbands auch mit meinem zu kurzen Kopf überzeugen, haha.
Es ist wieder ein Modell aus meinem schönen Stirnband Buch von Paula Strickt, aus dem ich schon das Stirnband Lina gestrickt habe. Dieses Exemplar heißt Nova und hat einen raffinierten Knoten, der aber gar nicht schwer zu stricken ist. Hier kann man sich bei den Downloads schonmal einen Eindruck verschaffen, wie der Knoten gemacht wird.


Neu für mich war das Halbpatentmuster in dem das Stirnband gestrickt ist und das ist schön abwechslungsreich und macht wirklich Spaß. Und das Stirnband ist dadurch so unglaublich dick und kuschelig geworden, das ist sogar ohne Futter schon richtig warm.


6 DIY-Bienenwachstücher + Freebie

Um meine Oma zu zitieren, als ich ihr das diesjährige Weihnachtsgeschenk gegeben habe: "Ach stimmt, die sind ja jetzt in Mode". Da hat sie definitiv Recht, und wahrscheinlich ist das auch ein bisschen seltsam, schließlich waren die früher immer "Mode". Die sind übrigens Bienenwachstücher, in die man Lebensmittel genau wie in Alu- oder Frischhaltefolie verpacken kann. Nur besser und nachhaltiger. Ziemlich sicher habt ihr auch schon genug Blogposts zum Thema "Bienenwachstücher selber machen" gelesen (ich bin schließlich auch durch einen auf die Idee gekommen, Anleitung siehe hier), aber für den unwahrscheinlichen Fall, dass nicht, kommt hier der nächste.

Ich hab recht spontan entschieden, dass ich die Bienenwachstücher selber machen will (muss man ja nicht, gibt schließlich eine Menge Anbieter, im Supermarkt oder online), aber ich hab zu dem Zeitpunkt noch ein Weihnachtsgeschenk für die Familie gesucht und da mach ich gerne mal was selbst (zum Beispiel die Brötchen- und Obstbeutel letztes Jahr oder die Wärmflaschenhüllen). Und dann wird favorisiert, was ich auch selber gut gebrauchen kann und was gut skaliert, schließlich gibt es einige zu beschenken.


Es war also Samstagvormittag Ende November (ups, hat echt lang gedauert, bis das hier ein Blogpost wurde - aber besser spät als nie) und mir fiel auf, dass ich vor Weihnachten noch genau den folgenden Sonntagmorgen zum Geschenke machen habe, sonst war alles schon verplant. Und ich wollte unbedingt die Bienenwachstücher machen, aber hatte noch kein Bienenwachs. Ich hab also angefangen rumzutelefonieren (so spontan kann man ja nix im Internet bestellen) und hab tatsächlich nach 3 Anrufen einen Imker nur 2km entfernt in unserem Dorf gefunden, der mir super nett angeboten hat, dass ich gleich am Mittag vorbeikommen kann und ein Kilo Bienenwachsplatten kaufen kann. Für grade mal 10€. Wer sich mal damit beschäftigt hat, weiß, dass Bienenwachspellets aus dem Netz vergleichsweise deutlich teurer sind. Ich hab mich also mega gefreut und auch gleich noch abgecheckt, dass die Platten auch wirklich dafür geeignet sind.





5 Glitzer-Rock Fiore

 Man kanns ich nicht vorstellen, wie schwer ich es manchmal finde, den „perfekten“ Rock zu nähen. Eigentlich nur 2 Stoffstücke aneinander nähen, einen Bund dran, säumen, fertig. Aaaaber. Zu ausgestellt sieht mir zu sehr nach 50ern aus, zu eng betont die Hüften unvorteilhaft. Zu lang sieht bieder aus, zu kurz...naja, was soll ich sagen. Mit meinen beiden Fiore Röcken (1 und 2 ) letzten Sommer war ich schon sehr nah dran an meiner perfekten Rock Silhouette. Und im Sommer ist es ja auch nicht so schlimm, wenn der Rock schön luftig, flattrig und eben ein bisschen mehr ausgestellt ist, vor allem weil die Stoffe da ja deutlich dünner sind und besser fallen.
Mein erster Winter-Rock sollte dann aber gleich noch ein schickerer, nicht zu süßer „Party-Rock“ sein, für Weihnachtsfeiern, Silvester etc. Äh ja, ich weiß, ich bin damit ungefähr einen Monat zu spät – oder 11 Monate zu früh... Aber der dehnbare Crash-Jersey war noch übrig von meinem Glitzer-Silvester-Top, das immerhin rechtzeitig für das letzte Silvester fertig war. Ich hatte ja mehr gekauft um eventuell ein Kleid nähen zu können und weil mir der Stoff so gut gefallen hat, und so konnte ich statt Kleid immerhin noch einen Rock aus den Reststücken rausbekommen.